Tiroler Tageszeitung 1945

Monat:8

- S.21

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Ausgaben dieses Jahres – 1945
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August 194
Samstag, 11. August 1945
Tiroler Tageszeilung
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Anderung im Zugsverkehr der Mittenwaldbahn
Mit sofortiger Gültigkeit fahren sämtliche Personenzüge der Mittenwaldbahn in beiden Richtungen in der Haltestelle Gießenbach durch. Fahrkarten nach und von Gießenbach werden nicht mehr ausgegeben.
Von Montag, den 13. August, an verkehrt der bisher um 19.30 Uhr von Innsbruck=Hbf. abfahrende Personenzug 1619 nach Scharnitz um eine halbe Stunde früher, InnsbruckHbf. ab 19.00 Uhr, Seefeld an 20.00 Uhr, Scharnitz an 20.23 Uhr.
Creditanstalt=Bankverein, Filiale Inns
bruck, Maria=Theresien=Straße 36, arbeitet ab 13. August l. J. wieder mit allen Abteilungen im eigenen Hause Maria=TheresienStraße 36.
80. Geburtstag. Am 13. August feiert Frau Rosa Weirather, Militär=Bauoberrechnungsratswitwe, in Innsbruck in aller Frische ihren 80. Geburtstag.
Todesfälle
Im Sanatorium der Kreuzschwestern in Innsbruck ist im 69. Lebensjahre der kgl. ungarische außerordentliche Gesandte und bevollmächtigte Minister i. R. Dr. Ladislaus Gömöry=Laiml von Dedina, Professor am Ungarischen Auslandswissenschaftlichen Institut, eine charakteristische Persönlichkeit aus den letzten Glanzjahren des Wiener Ballhausplatzes, verstorben.
In Innsbruck starb Johanna Micheloni, geb. Platzer, im Alter von 71 Jahren. Die Beerdigung findet am Samstag um 3 Uhr nachmittags auf dem Städtischen Friedhof statt.
Heimischer Strom an Stelle fremder Kohle
Fertigung von Elektro=Wärmegeräten in Tirol
über Auftrag des Landeshauptmannes Dr. Gruber wurde bei der Tiroler Kammer für Handel, Gewerbe, Industrie und Verkehr, Innsbruck, Meinhardstraße 14, ein Elektroenergie=Ausschuß aufgestellt. Alle mit der Fertigung von Elektro=Wärmegeräten zusammenhängenden Angelegenheiten behandelt die Geschäftsstelle des ElektroenergieAusschusses der oben angeführten Kammer, bei der alle die Fertigung betreffenden Eingaben usw. einzureichen wären.
Ein 10.000=Mark=Preisausschreiben unserer Landesregierung
Die Tiroler Landesregierung trachtet mit allen Mitteln, den Schwierigkeiten, die der kommende Winter bringen wird, zu begegnen. Zufolge der Unmöglichkeit, für die nächsten Monate eine auch nur einigermaßen ausreichende Kohlenversorgung zu sichern, wird dem Ersatz durch Elektroenergie besonderes Augenmerk zugewendet.
Um auch behelfsmäßige Ersatzwege mit der wünschenswerten Beschleunigung zu beschreiten, veranstaltet die Tiroler Landesregierung über Anregung des Herrn Landeshauptmannes ein Preisausschreiben. Die Aufgabe, die dem Preisausschreiben zugrundeliegt, lautet:
„In einer Frist von etwa 3 bis 4 Monaten sollen Einrichtungen geschaffen werden, die im wesentlichen aus den in Tirol vorhandenen Wirtschaftsmitteln erstellt sind und es ermöglichen, an Stelle von Kohle Elektroenergie zu verwenden für:
a) Beheizung von Wohnobjekten größeren und mittleren Ausmaßes,
b) Beheizung von industriellen Objekten,
c) Erzeugung von Dampf für industrielle Zwecke.
Vorschläge im Sinne dieses Preisausschreibens sind bei der Geschäftsstelle des ElektroEnergieausschusses bei der Tiroler Kammer für Handel, Gewerbe, Industrie und Verkehr, Innsbruck, Meinhardstraße 14, bis 31. August einzureichen und durch ein Kennwort zu fertigen.
Dem Vorschlag ist ein versiegeltes Kuvert, außen versehen mit dem Kennwort und innen begleitet von Name und Anschrift des Einreichenden, beizuschließen. Jeder Österreicher kann sich an diesem Preisausschreiben beteiligen. Als Preis für den besten Vorschlag wird ein Betrag von 10.000 Reichsmark ausgesetzt. Falls zwei gleichwertige Lösungen vorliegen, wird dieser Betrag zur Hälfte geteilt.
Die Bearbeitung der eingehenden Vorschläge erfolgt durch den genannten ElektroEnergieausschuß, die Preiszuerkennung durch die Landesregierung.
Bund der Opfer nationalsozialistischer Unterdrückung
Der vereinsrechtliche Aufbau dieser zeitgemäßen, neuartigen Organisation, die auf Tiroler Boden alle politischen Opfer der letzten sieben Jahre in ihren Reihen zu erfassen gedenkt, wurde nach zweimonatiger intensiver Arbeit am 6. August d. J. programmgemäß beendet.
Mit diesem Tage hat daher der „Bund der Opfer“ (B.d. O.) seine Tätigkeit als Verein mit eigener Rechtspersönlichkeit ausgenommen und die behördliche Bescheinigung seines rechtlichen Bestandes für den „öffentlichen und bürgerlichen Verkehr“ nach Inhalt des vorgelegten Statuts erwirkt.
Der Bund ist nach dem altösterreichischen Vereinsgesetz vom 15. November 1867 ein politischer Verein, weil er im Rahmen seiner Satzung auf die kommende Gesetzgebung, öffentliche Verwaltung und soziale Wohlfahrt mit gesetzlichen Mitteln nachhaltigen Einfluß zu nehmen beabsichtigt. Diese Tatigkeit hat aber mit Parteipolitik nichts zu tun, im Gegenteil! Das Statut enthält über den Vereinszweck im allgemeinen Teil folgende Bestimmung: „Der Verein heißt alle politischen Opfer des Nazismus, ohne Unterschied ihrer Weltanschauung oder parteipolitischen Einstellung, willkommen und sichert ihnen die nachdrücklichste Förderung aller berechtigten Bestrebungen zu.“
Einmütig wurde im Gründungsstadium die Auffassung vertreten, daß sich sämtliche durch den nazistischen Terror geschädigten österreicher, die in einer Gemeinde Tirols das Heimatrecht besitzen oder sich dort dauernd aufhalten, vollzählig zusammenscharen mögen, um aus dem Schoße einer einfach, aber straff gegliederten, disziplinierten, von der Erkenntnis gleichen Schicksals getragenen Organisation heraus den einheitlichen Willen nach demokratischen Regeln vermitteln und in Spitzenleistungen des nur fünfgliedrigen Vorstandes, seiner Hilfsorgane, voran des Sekretariats, sowie ausgesuchter, berufserfahrener Referenten eindrucksvoll und wirksam verfechten zu können.
Der Gründungsausschuß entschloß sich, die Reihung und Betreuung der Mitglieder in drei Gruppen, je nach der Art der aus
gestandenen Verfolgung, als zweckmäßigste Lösung zu wählen. Der Vertrauensmann jeder Gruppe und sein Ersatzmann werden von und aus der Gruppe gewählt und gehören zugleich dem Vorstande an. Der Obmann und sein Stellvertreter hingegen werden durch allgemeine Abstimmung in der ordentlichen Vollversammlung, erstmals in der Gründungsversammlung, gewählt. Die erste Gruppe, das sind die Geschädigten mit ausgestandener KZ.=Haft, stellt den Obmann, der Obmannstellvertreter kann aus jeder der drei Gruppen entnommen werden.
Der Vorspruch des Statuts verkündet, daß der Bund unter vollem Einsatz seiner Organisation und ihrer Bedeutung in Stadt und Land sich für die Wiedergutmachung aller Schäden und Nachteile einsetzen wird, „die den Opfern nationalsozialistischen Terrors wegen ihres Volkstums, ihrer Rasse, ihrer Gegnerschaft zur nationalsozialistischen Bewegung oder aus einem ähnlichen Grunde zugefugt wurden“.
Damit ist eindeutig klargestellt, daß durch eine Haft ohne politisches oder antidemokratisches Motiv die besonderen Voraussetzungen des Statuts für die Zuerkennung des Rechts der Mitgliedschaft im Bunde nicht erfüllt sind. Asozialen und deshalb internierten Elementen bleibt gleichfalls die Aufnahme in den Bund verschlossen.
Während die zweite Gruppe aus den übrigen Haftgeschädigten ohne KZ.=Lager besteht, werden in der dritten und größten Gruppe alle jene ohne Freiheitsentzug Geschädigten erfaßt, die infolge ihrer Gegnerschaft zur NSDAP. an ihrer Menschenwürde, ihrer Ehre, ihrer Person, am beruflichen oder wirtschaftlichen Fortkommen, an Hab und Gut oder an anderen Rechten betroffen wurden.
Das Statut fährt fort: „Auch den Hinterbliebenen dieser drei Gruppen von Geschädigten, ferner den Hinterbliebenen jener Opfer, die mit dem Einsatz ihres Lebens sich als Gegner des Nazismus betätigt oder bekannt haben, werden die Rechte der Mitgliedschaft zuerkannt und ihre Rechtsansprüche gewahrt, vorausgesetzt, daß der Verstorbene nach dem Gesetz für ihren Unterhalt
zu sorgen hatte oder daß sie wegen seiner Schädigung durch den Nazismus in Dürftigkeit geraten sind.“
Die Mindesthöhe des Jahresbeitrages ist mit dem Betrage von RM. 12.— festgesetzt, unbeschadet des Rechtes des Vorstandes, im einzelnen Falle die Beitragsleistung aus sozialen Rücksichten ganz oder teilweise nachzusehen.
Die Erfassung der Aufnahmewerber durch den Vertrauensmann jeder Gruppe ist seit Wochen in vollem Gange. Hingegen können persönliche oder sachliche Anliegen politischer Opfer gegenwärtig noch nicht entgegengenommen werden.
Sobald der ehrenamtlich tätige Vorstand
Unsere Leser sehen heute ein neues Zeitungsbild auf der ersten Seite. Die Absicht der Schriftleitung wollte jede Verwechslung des Tiroler Adlers mit dem preußischen Adler ausschalten. Wir hoffen damit auch den Willen unserer Leser erfüllt zu haben.
gewählt, die Raumfrage gelöst und das Sekretariat mit hauptamtlich angestellten Kräften an der Arbeit sein wird, ist der Zeitpunkt gekommen, um die in drei Abteilungen mit der vorsichtigen Nachprüfung aller Angaben der Aufnahmewerber betraute überprüfungskommission beginnen zu lassen und die satzungsgemäßen Beschlüsse des Vodstandes über die Zuerkennung oder Ablehnung der Mitgliedschaft zu veranlassen.
Neuerliche Wildwasserkatastrophe im Anterinntal
Zum zweiten Male innerhalb von drei chen sind im Unterinntal gewaltige Wildwasserschäden zu verzeichnen. Infolge starker Regengüsse sind in der Nacht vom 8. auf den 9. August zahlreiche Wildbäche über ihre Ufer getreten und haben große Strecken Land vermurt. Dabei wurde bei der Not=Eisenbahnbrücke bei Brixlegg, die seinerzeit von amerikanischen Pionieren hergestellt wurde, ein Pfeiler zerstört, so daß der Bahnverkehr auf zehn Kilometer unterbrochen werden mußte.
Der Bahnv kehr wickelt sich etwas erschwert, jedoch reibungslos ab. Die Reisenden von Kufstein müssen in Rattenberg den Zug verlassen, über die Innbrücke bei Kramsach
zum Blockhäuschen, dem Schloß Matzen gegenüber, gehen und steigen hier in den bereitstehenden Zug. Von Innsbruck kommend findet dieser „Spaziergang“ in umgekehrter Richtung statt. Man rechnet mit dem Wiederaufbau der Brücke in einigen Wochen.
Mit Ausnahme von Lebensmitteln als Eilstückgüter ist der gesamte Frachten= und Eilgut=Verkehr gesperrt.
Die Brücke war unter ständiger Beobachtung der Bahnverwaltung. Am 9. August um 7 Uhr früh wurde sie von zwei Fachorganen, um 8 Uhr früh vom zuständigen Bahnmeister und eine Stunde später — vor deren Einsturz — vom Abteilungsvorstand der Bauabteilung der Direktion Innsbruck, Herrn Ing. Dr. Hermann Miegl, untersucht, welche nicht die geringste Veränderung am betriebssicheren Zustand wahrgenommen hatten.
An der Wiederherstellung der Brücke wird unter Aufsicht und Weisung des Chefs des französischen Transportkontrollwesens, des Herrn Obersten Dupjn, gearbeitet.
Der Finsingbach bei Uderns hat sämtliche alte und neue Uferschutzbauten vollständig zerstört. Das Bachbett ist derartig verwildert und durch Uferanrisse verbreitert worden, daß auf beiden Seiten die Ge
SPORTUNDSPIEL
Fußballvorschau
Morgen gastiert der Sportverein Innsbruck mit seiner Jugend und 1. Mannschaft in Kufstein gegen den dortigen Sportverein Kufstein.
Der Sportklub Innsbruck spielt in Bludenz gegen den dortigen F. C. und der Sportverein
Silz ist in Landeck zu Gast.
Ungarische Fußballer in Innsbruck
Mittwoch, den 15. August, wird um 15.30 Uhr erstmals eine spielstarke ungarische Auswahlmannschaft in Innsbruck zu sehen sein. Die Mannschaft der Ungarn setzt sich zum Großteil aus ehemaligen Soldaten zusammen, bei der mehrere bekannte Spieler von führenden ungarischen Ligaklubs (Szeged=Budapest, Ujpest=Debrecen) mitwirken werden. Sportverein Innsbruck wird der Gegner der Magyaren=Elf sein.
Ungarns weltbekannter größter Füßballer, Dr. Gyurka Sarosi (Ferencvaros Budapest) fiel bei den schweren Kämpfen in Ungarn, Csengeller, der Rekordtorschütze von Ujpest=Budapest, starb ebenfalls den Soldatentod.
Ein Teil der ungarischen Fußballinternationalen befindet sich auf österreichischem Boden, so z. B. der Bruder des gefallenen Dr. Sarosi, Bela Sarosi (Ferencvaros), Nagy (Ferenevaros) und Kispeter (Szolnok). Bodola (NagyvaradGroßwwardein), Ungarns bester und schnellster Flügelstürmer, liegt zur Zeit in Innsbruck im Lazarett.
RADIO ROT-WEISSTROT
Eigensendung Nadio Innsbruck
Am Sonntag, den 12. August, 18.10 Uhr, Eichendorff=Stunde. Fred Liewehr vom Wiener Burgtheater liest ein Kapitel „Aus dem Leben eines Taugenichts“ und Gedichte von Eichendorff.
FILMTHEATER
Zentral: „Die große Nummer.“ — Triumph: „Schrammeln.“ — Kammer: „Philharmoniker.“ — Löwen: „Lache, Bajazzo.“ Spielzeit: 3, 5 und 7 Uhr. Kartenvorverkauf von 10 bis 11 Uhr. — Laurin: Gastspiel der Klingenschmidbühne (4 und 6.30 Uhr). — Hall: „Lumpazi Vagabundus.“
WANDERUNGEN
Pilzwanderung zum Nockhof Sonntag, 126Aug. Abfahrt von Innsbruck=Stubaitalbahnhof 8 Uhr früh.nach Station Nockhofweg. Führung E. Chaida und Dr. M. Gams.
meindewege mehrmals unterbrochen wurden. Alle einheimischen Betriebe der Gemeinde Finsing mußten stillgeleget werden und der größte Teil der Lebensmittelvorräte wurde vernichtet. Die Katastrophe selbst ist die größte von den vier, die seit 1943 stattgefunden haben. Ungefähr 400 Hektar Nutzfläche wurden vermurt und die Felder sind teilweise bis zu einen Meter Höhe verschlammt.
Der Weerbach wurde von der Mündung bis zur Bundesstraßenbrücke mit Geschiebe angefüllt, so daß der Bach über seine Ufer trat und weite Strecken vermurte.
Auch der Ziller ist über seine Ufer getreten und hat große Flächen Land überschwemmt.
Die Hochwasserschäden im Gebiet der Alpbacher und Kundler Ache wurden erhoben und es wurde festgestellt, daß die Maßnahmen, welche zur Vermeidung einer neuerlichen Katastrophe notwendig sind, eine ausgedehnte Bautätigkeit, in diesem Gebiete erfordern. Insbesondere hat die Gemeinde Reith unter den Hochwasserschäden schwer gelitten. Infolge der starken Uferanbrüche sind noch weit größere Schäden zu erwarten, wenn nicht sofortige Abhilfe geschaffen wird.
Stark gefährdet ist die Marktgemeinde Brixlegg durch den Murbruch im Silberberggraben. Mit den dringendsten Arbeiten wurde im Gebiet der Fraktion Hygna bereits begonnen. Es ist begründete Aussicht vorhanden, daß die Arbeiten durch Einsatz politischer Häftlinge wenigstens einigermaßen zu dem gewünschten Erfolg führen werden. Im Gebiet der Kundler Ache können wegen Arbeitermangel zunächst keine Verbauungsarbeiten durchgeführt werden.
Die Schäden im Gebiet der Gemeinde Thiersee konnten wegen Mangel an geeigneten Verkehrsmöglichkeiten noch nicht behoben werden.
THEATER UND KUNST
Landestheater
Samstag, 18.30 Uhr: „Wiener Blut“.
Sonntag, 14.00 Uhr: „Wiener Blut“ (beschränkter Kartenverkauf).
Wochenspielplan
Montag 18 Uhr „Zauberflöte“; Tamino: Christ. Dienstag 18.30 Uhr „Jedermann“. Mittwoch 18.30 Uhr „Ein Glas Wasser“. Donnerstag 18 Uhr „Zauberflöte“: Tamino: Hauser. Freitag 17 Uhr „Die drei Eisbären“, Gastspiel der Breinößlbühne. Samstag 18.30 Uhr „Land des Lächelns“. Sonntag nachmittag 14.30 Uhr „Wiener Blut“; abends 19 Uhr „Jedermann“. Montag 18.30 Uhr „Prozeß Mary Dugan“.
Klingenschmidbühne im Laurinkino. Wegen des großen Erfolges bleibt das Volksstück „Im Himmelhof“ bis Mittwoch, den 15. August, auf dem Spielplan. Ab Donnerstag, 16. August, „Der reiche Ahnl“, Komödie in drei Akten von Rudolf Hawel. In den Pausen: Bauernkapelle Gundolf. Kartenvorverkauf täglich ab 14 Uhr.
Balladenabend Fred Liewehr
Wir kannten fast alles, was auf dem Programm angesetzt war. Ja, manches kam uns mit einer lächelnden Erinnerung an unsere Kinderzeit beinahe Zeile um Zeile ins Gedächtnis, während wir voll Freude und Ungeduld auf den Beginn dieses Abends warteten. Aber dann, als Burgschauspieler Fred Liewehr die ersten Strophen von Schillers „Bürgschaft“ sprach, hatten wir keine Erinnerung mehr. Wir dachten nicht mehr daran, wie wir seinerzeit diese Perle aus Schillers Balladen heruntergeleiert hatten, wir erlebten in der unvergleichlichen Sprachkunst des Vortragenden die Handlung plötzlich ganz neu. Und so wie diese auch den Inhalt alles Nachfolgenden. Keiner einzigen Zeile blieb Liewehr etwas schuldig. Alles, was an Zartheit und Süße, an Wucht und Erschütterung in
diesem herrlichen, ausgewählten Balladenzyklus eingefangen war, sprach er mit der ganzen Hingegebenheit seiner hohen Kunst vor uns aus. In keiner einzigen Geste stellte er sich vor. Immer blieben wir dem, was er sprach, unmittelbar verbunden. Der warme und schwingende Kontakt, der uns über den brausenden Beifall von zwei Stunden hinweg mit ihm verband, wirkte noch weiter und besteht. Sch.
Klavierkonzert
Am Montag, den 13. August, um 19 Uhr findet im Musikvereinssaal ein Klavierkonzert mit dem Pianisten Taras Mykischa stazt. Zum Vortrag kommen Werke von Chopin, Liszt u. a. Kartenvorverkauf ab Montag 10 Uhr an der Theaterkasse.