Tiroler Tageszeitung 1945

Monat:8

- S.16

Suchen und Blättern in knapp 900 Ausgaben und 25.000 Seiten.





vorhergehende ||| nächste Seite im Heft

Zur letzten Suche
Dieser Monat – 1945_08_TT
Ausgaben dieses Jahres – 1945
Gesamter Text dieser Seite:
Seite 2 Nr. 42
Tiroler Tageszeitung
Donnerstag, 9. August 1943
Ee
Stadt und Land
Die Leitung der Kammerlichtspiele
Innsbruck, 7. August. Die früher von der Gemeindeverwaltung in Pacht gegebenen Kammerlichtspiele im Rettungsheim wurden bald nach dem Zusammenbruch unter Leitung des Herrn Lackner gegeben. Der neue kommissarische Leiter ist seit 1913 im Kinogeschäft tätig. Er trat 1928 in die Dienste der Freiwilligen Rettungsgesellschaft Innsbruck und war am Aufbau des alten und neuen Betriebes maßgebend beteiligt, als die Rettungsgesellschaft daranging, ein Kino einzurichten. Herr Lackner richtete auch die Kulturfilmbühne der Arbeiterkammer in Innsbruck ein, die sofort nach der Annexion österreichs aufgelöst wurde, sowie das Kino des katholischen Arbeitervereines in Sillian. Bescheiden und
selbstlos war er bis zum heutigen Tage im Ssgesellf
Kinobetrieb der Rettungsgesellschaft tätig und die Gemeindeverwaltung hat mit seiner Berufung nicht nur das Wirken Herrn Lackners anerkannt, sondern sich selbst dadurch den besten Dienst erwiesen.
Freiwillige Rettungsabteilung Solbad Hall
Die Freiwillige Rettungsabteilung, die am 1. Juli wieder ihre Tätigkeit aufgenommen hat, verzeichnet in diesem Monat 101 Krankenfahrten, 16 Unfallsfahrten und 12 Hilfeleistungen in der Rettungsstation, mithin 129 Dienstleistungen insgesamt.
Gewinnabführung für 1944
Die Militärregierung Innsbruck hat angeordnet, daß — wie vereits früher vorgesehen — auch für das Kalenderjahr 1944 eine Gewinnabführung durchzuführen ist. Maßgebend sind die gewerblichen Einkünfte, die der Einkommensteuerveranlagung oder der Körperschaftssteuerveranlagung für das Kalenderjahr 1944 zugrundegelegt worden sind. Die für die Gewinnabführung für 1943 erlassenen Vorschriften sind sinngemäß auch bei der Durchführung der Gewinnabführung für 1944 anzuwenden.
Der Gewinnabführungspflicht für 1944 unterliegen die gewerblichen Unternehmer, deren gewerbliche Einkünfte im Kalenderjahr 1944 mindestens 12.000 RM betragen haben. Diese Unternehmer haben spätestens am 10. September 1945 eine Gewinnabführungserklärung beim Finanzamt einzureichen. Die amtlichen Vordrucke werden den Unternehmern vom Finanzamt in zwei Stücken übersandt werden. Auf den Gewinnabführungsbetrag sind am 20. September 1945 und am 20. November 1945 Vorauszahlungen zu entrichten. Die Vorauszahlungen betragen je die Hälfte des Betrages, den der Steuerpflichtige in der Gewinnabführungserklärung als voraussichtlichen Gewinnabführungsbetrag selbst ermittelt hat. Der Gewinnabführungsbetrag für das Kalenderjahr 1944 beträgt
— wie bisher — bei natürlichen Personen und Personengesellschaften 30 v. H., bei Körperschaften 35 v. H. jenes Betrages, um den die gewerblichen Einkünfte den steuerlichen Mindestgewinn übersteigen. Die gewerblichen Einkünfte werden dabei nicht mit dem vollen Betrag, sondern nur mit 90 v. H. angesetzt.
Nähere Auskünfte erteilen die Finanzämter.
gabe, nicht nur zum Beispiel im Verkehrswesen, sondern auch im Kriminaldienst individuell und fachlich gewachsen sein. Jedem einzelnen Mann, von dem außerdem Selbsterziehung erwartet wird, wird ein entsprechend hohes fachliches Können vermittelt, denn der Polizist soll letztlich auch Berater der Bevölkerung sein können.
Der Lehrplan dieser Schule ist ebenso umfangreich wie vielseitig und berücksichtigt besonders, was den Verkehrsdienst betrifft. Unterricht im Revierdienst, in Kriminalistik, Strafgesetz, Sanitätsdienst und Anzeigewesen nimmt weiter breiten Raum ein. Die Teilnahme an einer Unterrichtsstunde, die unter Leitung von Bezirksinspektor Spörr, einem bewährten Verkehrsfachmann, stand, und bei der Oberstleutnant Wunsch auch sehr genaue Fragen, zum Beispiel nach dem Wortlaut, dem Sinn und den übertretungsmöglichkeiten einzelner Paragraphen stellte, hat die Exaktheit dieses Unterrichtes erkennen lassen. Das rege Frage= und Antwortspiel bei dem mit modernen Mitteln erfolgenden Verkehrsunterricht hat ebenso die Anteilnahme der Schüler wie auch den engen Kontakt
mit dem Lehrer und ihrem Unterrichtsthema erkennen lassen.
Neuaufbau der Polizei in Tirol
Eine Polizeitruppe im demokratischen Geiste entsteht
Eine der hervorragendsten Persönlichkeiten des heutigen Frankreichs, General de Lattre de Tassigny, hatte anläßlich seines Besuches in Tirol den maßgeblichen Regierungsbehörden gegenüber seine Anerkennung für die Leistungen der österreichischen Polizei zum Ausdruck gebracht. Damit hat eine Institution unseres neuen Staates, deren Qualität seit jeher bekannt war, ein hohes Lob erhalten. Ihr oblag im Zusammenwirken mit den französischen Sicherheitsorganen der Ordnungsdienst bei diesem Staatsbesuch und die Verantwortung für die absolute Sicherheit des hohen Gastes, und das in einem Land, in dem noch nicht ein Vierteljahr seit dem Zusammenbruch verflossen ist.
Im Innsbrucker Jesuitenkolleg, dem gegenwärtigen Sitz des Polizeipräsidiums, dessen einer Trakt, der Pfeifenberger=Teil, zum 15. September wieder den ursprunglichen Besitzern zurückgegeben werden soll, wurde den beiden maßgeblichen Persönlichkeiten Polizeipräsident Dr. Junger und Oberstleutnant Wunsch ein Besuch abgestattet. Dieser brachte ein anschauliches Bild von der im Stillen geleisteten Arbeit, von den Mühen und der Entschlossenheit, mit der diese Männer in Wochen aus dem Nichts die Grundlagen einer Polizeiorganisation schufen, die in bewährter österreichischer Tradition arbeitet.
naten. Nach zwei Monaten Unterricht können diese Anwärter bereits in geschlossenen Verbänden Außendienst tun. Nach weiteren sechs bis sieben Monaten Ausbildung kann der Mann selbständig eingesetzt werden. Neue Kurse beginnen laufend entsprechend den Kueir achr
Neueinstellungen.
Unter der bewährten Leitung von Oberstleutnant Wunsch wurde diese Schule ins Leben gerufen. Mit einer kleinen Schar von Getreuen hatte sich dieser erfahrene Polizeioffizier an die schwierige Aufgabe gemacht, die jeden einzelnen vor gänzlich neue Probleme stellte. Denn nichts kann von dem tzeifurt.
Nazipolize###tem übernommen werden.
Der österreichische Polizist der Zukunft ist, wie Oberstleutnant-Wunsch ausdrücklich betonte, kein bloßes ausführendes Organ, sondern er muß in seinem Dienst jeder Auf
Freiheitskämpfer im Sicherheitsdienn
Wien, 7. August. Während des Krieges hatten sich in den südöstlichen Gebieten österreichs Einheiten gebildet, die in Verbindung mit den Einheiten Marschall Titos gegen die Nazi kämpften. Vor kurzem traf das 2. Bataillon dieser Freiheitskämpfer, herzlichst begrüßt, in Wien ein. Der Innenminister teilte mit, daß die Mitglieder dieses Bataillons im Sicherheitsdienst verwendet werden.
——
Eröffnung des Friedenssportbetriebes in Linz Linz, 7. August. Am Sonntag fand eine große Leistungsschau aller Sportarten statt. Es war dies die erste große Sportveranstaltung seit Beendigung des Krieges. Gegen 8000 Zuschauer hatten sich hierzu eingefunden.
Gruß der enalischen an die österreichischen 3## verkschaften
Die erste neue demokratische Institution Diese individuelle Ausbildung des einzelnen Mannes erstreckt sich genau so über die höheren Verwaltungskörper: Tag für Tag kommen Revierinspektoren nicht nur zum Befehlsempfang, sondern auch zum freien Meinungsaustausch untereinander und vor ihren Vorgesetzten. Und auch die Spitze des gesamten Polizeikörpers ist in wahrhaft demokratischer Weise geformt.
Um die politische Reinerhaltung der inneren Verwaltung zu gewährleisten, wurde ein fünfgliedriger Ausschuß, bestehend aus zwei Vertretern der Sicherheitswache, zwei Kriminal= und einem Verwaltungsbeamten unter Vorsitz eines Regierungsbeamten ins Leben
jerufen. Daneben fungiert seit kurzem eine
ger. Lancren jung!
Personalvertretung fur beide Polizeikörper. Beide Ausschüsse haben die wirtschaftlichen
Interessen ihrer Mitglieder wahrzunehmen und werden beratend bei der Entscheidung wirtschaftlicher und personeller Belange eingesetzt. So werden alle Möglichkeiten erschlossen, um jegliches überbleibsel der militaristischen überfremdung unseres Polizeiwesens zu beseitigen.
Polizeipräsident Dr. Junger und Oberstleutnant Wunsch legten zum Abschluß ihrer Ausführungen über den Stand unseres Polizeiwesens besonderen Nachdruck auf das Vorhandensein dieser internen, demokratischen Ausschüsse, die die geistige Existenzgrundlage der neuen österreichischen Polizei repräsentieren. Dies entsteht hier in Tirol in einer Weise, wie man sie sich für den neuen österreichischen Staat nur wünschen kann.
geht aufwärts in Landeck
Die Hinterlassenschaft der Nazi=Polizei
Die überzüchtung der Verwaltungsmaschinerie des „Dritten Reiches“ hatte im Sicherheitswesen zu einer ungesunden Trennung innerhalb der Polizei geführt. So war, um nur das markanteste Beispiel anzuführen, die örtliche Kriminalpolizei jeweils dem Kommando des Polizeipräsidenten entzogen worden. „Eine meiner ersten Maßnahmen war daher“, so stellte Dr. Junger fest, „Kriminalpolizei und Ordnungspolizei dem Präsidium in personeller und disziplinärer Hinsicht zu unterstellen und so den bewährten organischen Zusammenhang wieder zu schaffen.“ Die tiefste Veränderung mußte aber in den Funktionen der Polizei vorgenommen werden. Denn jene war fast ausschließlich eine militärisch eingesetzte Reservetruppe ohne Entwicklung der Initiative und Persönlichkeit des
einzelnen Wachmannes. Dies führte zur Bildung immer größerer Stäbe und der Vernachlässigung des praktischen Außendienstes. Das augenfällige Fehlen von Verkehrsschutzleuten auf der Straße wurde als besonders treffender Beweis angeführt.
Außer einem Aktenchaos und Diensträumen, aus denen alles Bewegliche fortgeschafft war, wurde nur eine bunt zusammengewürfelte Polizeitruppe von 1200 Mann übernommon, die bereits in einem Monat auf 500 reduziert wurde; es soll jedoch der Zustand von 1938 wieder hergestellt werden.
Als vordringlichste Maßnahme wurde die Umschulung und Neuformation der gesamten Polizei angeführt. Die Öffentlichkeit hat davon durch die Ausschreibung erfahren, mit der die Bestimmungen über die Neueinstellung von Bewerbern bei der Sicherheitswache bekanntgegeben wurden. Diese Neueinstellung dauert weiter an.
Landeck, 8. August.
Nachdem sich die Zusammenarbeit mit der Militärregierung richtig eingespielt hat, beginnt auch hier der Aufbau festere Formen anzunehmen. Daß hier bedeutendere Schwierigkeiten wie andernorts zu meistern waren und sind, leuchtet aus der grenznahen Lage vollständig ein. Hier drängten sich nicht nur die Flüchtlinge aus dem Reich (die Stadt und die umliegenden Orte waren schon vorher das beliebte Ziel der „Brüder aus dem Altreich“), auch noch 17 andere Nationen strömten hier teils flüchtend, teils zwangsverschleppt zusammen. Alle mußten und wollten verpflegt und bekleidet sein, auch die Unterbringung war schwierig.
Der nunmehrige Bezirkshauptmann, Herr Egge, und der Bürgermeister, Herr Krismer, arbeiten mit ihren Mitarbeitern Hand in Hand mit der Militärregierung, um den dringendsten Anforderungen gerecht zu werden.
Sehr befriedigend war es für die Bevölkerung, daß man eine große Anzahl von SSMitgliedern in Haft setzte.
Gegen säumige Bauern, die ihre Pflicht nicht erfüllen und sich somit als Saboteure erweisen, wird schärfstens vorgegangen (Entzug von Raucher= und Kleiderkarten; auch
ist in der Hand der verantwortlichen Männer, mit noch strengeren Mitteln einzugreifen. Es wäre angebracht, wenn die pflichtbewußten Landwirte durch überwachung der Schieber selbst dafür sorgen, daß nicht einige Wenige den ganzen Stand in Unehre bringen.
Die Ernte ist infolge der anhaltenden Dürre sehr schlecht. Das Korn notreif und nur ein größerer Niederschlag könnte die Kartoffelernte noch etwas bessern. Das Obst ist, soweit nicht auch durch die Trockenheit vernichtet, äußerst stark von Schädlingen befallen.
Viehseuchen sind bis heute noch nicht aufgetreten.
Die Holzversorgung verlangt große Anstrengungen der verantwortlichen Stellen.
Hart ist die Zeit, aber hart auch das Geschlecht in den Bergen des Oberinntales, das mit aller Zähigkeit um das Leben und die Erhaltung ihrer Heimat Tirol und Österreich kämpft. (Heiku)
Drosselung der Lebensmittelzuteilung). Es alt.
Todesfälle
In Reutte starb am 3. August Frau Maria Sax, geb. Stolz, im Alter von 35 Jahren. In Innsbruck starb Ida Bortolotti, geb. Felch, Finanzoffizialswitwe, 74 Jahre
Die Ausbildung unserer Sicherheitswachmänner
Eine eigene Schule für 58 neu angestellte Wachmänner arbeitet bereits seit zwei Mo
schaffen, nur nicht den Antaß für ein Gerede, das in seinem weiteren Verlauf vielleicht hätte gefährlich werden können, leichtfertig in die Welt setzen! So kam es, daß er sehr zurückgezogen lebte. Außer mir und einigen wenigen verläßlichen Freunden kannte niemand seine Frau und wenn sein Sohn Michael nicht gewesen wäre, hätte kein Mensch überhaupt etwas von der Tatsache, daß er verheiratet war, geahnt.
Aber das Schicksal spottete aller dieser Vorsichtsmaßregeln. Es setzte sich so souverän darüber hinweg, wie es eben nur ein Schicksal fertig bringt. Und dieses Schicksal näherte sich meinem Kollegen Gottschalk eines Tages in der Person eines solchen K.d.d.K.=Mädchen. Gottschalk erzählte es mir und wir beratschlagten, was man dagegen tun könne; denn dieses Mädchen galt in Künstlerkreisen als gefährliche Klatschbase. Gottschalk beschloß, noch zurückgezogener zu leben und diesem K. d. d. K.=Mädchen so vorsichtig wie möglich aus
Salzburg, 7. August. Der Präsident des englischen Gewerkschaftsbundes der Lederarbeiter Langton richtete an den provisorischen Vorsitzenden des österreichischen Gewerkschaftsbundes Johann Böhm ein Schreiben, in dem er die Verbundenheit der englischen mit den österreichischen Gewerkschaften hervorhebt und der überzeugung Ausdruck gab, daß Österreich wieder ein Land der Hoffnung und der Freiheit wird.
Vereinigte Eisen= und Stahlwerke
Linz, 4. August. Die Militärregierung rfügt, daß die Hermann=Göring=Werke von nun an die Bezeichnung Vereinigte Eisenund Stahlwerke zu führen haben.
FILMTHEATER
Zentral: „Die große Nummer.“ — Triumph: „Karneval der Liebe.“ — Kammer: „Ph niker.“ — Löwen: „Lache, Bajazo.“
3, 5, 7 Uhr. Kartenvorverkauf: 10—11 Uhr
Laurin: Gastspiel der Klingenschmidbühne (4 und 6.30 Uhr). — Hall: „Lumpazi Vagabundus.“
THEATER UND KUNST
Landestheater
Donnerstag, 18.30 Uhr: „Mary Dugan“.
Die „Breinößlbühne“
Diese der Innsbrucker Bevölkerung so vertraute heimische Kleinkunstbühne, die gegenwärtig als Arbeitsgemeinschaft dem Tiroler Landestheater angeschlossen ist und unter dessen Leitung einmal wöchentlich dort spielt, hat sich in ihrer neuen Spielzeit mit den zwei Aufführungen „Die dei Eisbären“ und „Die drei Dorfheiligen“ vor ausverkauftem Haus bestens wiedereingeführt.
Unter der kundigen Spielleitung von Gustl Burger ersteht das Milieu des Bauernschwankes oder des bäuerlichen Lustspieles so echt und naturgetreu vor uns, daß die Gestalten nicht aus dem Spiel, sondern aus dem Leben zu kommen scheinen und uns die Handlung so unmittelbar miterleben lassen, als seien wir Zeugen ihres Verlaufes irgendwo draußen in unseren Tälern, aber nicht auf unseren Theatersitzen.
Den „drei Eisbären“, die von ihrer jungen Dienstmagd Maralen und ihrer knurrigen, aber herzensguten Wirtschafterin Veronika in frischer, uwüchsiger Kombination „bekehrt“ wurden, folgte als kräftiges Gegenstück vergangenen Freitag der Bauernschwank „Die drei Dorfheiligen“, die sich in ihrer unschuldsvollen Verschlagenheit als durchaus nicht heilig entpuppen und in der tragisch komischen Verwicklung des Spieles wahre Lachstürme beim Publikum entfesselten. Besonders Albert Peychär als Bürgermeister gibt nach einer kleinen Mäßigung, die bei ihm sowie seiner sonst sehr gut gespielten Frau Urschi manchmal notwendig wäre, seine Rolle glänzend. Josef Hauset als „Jaköble“ steht ihm nicht nach und Emma Gstöttner als seine Mutter gibt die würdige weibliche Auflage
hiezu. Sehr schnittig war das Spiel von Josef Resch als Lehrer und Fanny seine Braut, und Mariann, Jaköbles „Opfer“ gefallen in ihrer liebenswürdigen, sittigen Verschämtheit. — Der Wiederholung dieses Stückes am Freitag dieser Woche folgt als nächstes der „Heilige Rat“ von Ganghofer, Spielleitung Siegfried Süssenguth.
„Im Himmelhof“
Slawische Sprachen in Wiener Schulen
Wien, 7. August. Die Wiener Schulbehörde hat beschlossen, während des kommenden Schuljahres an mehreren Schulen den Unterricht in slawischen Sprachen einzuführen. Vorgesehen ist ein Unterricht in der russischen, der tschechischen und der serbisch=kroatischen Sprache.
Ahnlich wie bei uns ...
Wien, 7. August. Die Zeitung „Neues österreich“ bringt die Karikatur eines Salon
Der erste Abend des volkstümlicher Konzerts
löwen, der inmitten der Trümmer sitzt, seine Inder nicht, wie bereits verlautbart, am Freitag
Zigarette raucht und sagt: „Hoch die Arbeit so hoch, daß man sie nicht erreichen kann!“
Erschein
Einzels
summer
437 1.
lob des g
Es ist kein rückhaltlosesten
sozialismus ge die sich
den Propagar
Garn
dersehen,
lers und des von
weit hinter Skeptiker, di ihre Witze rettungslos 5 künste des „ Diese
Schluß nahe kanzeln der dete und in paukte Behc berufene Füh ihre Richtigk Gewiß: D könnte von
gewiesen waren, sic erwerben, helfender hen Beru so ist es
ziologisch Seit Zustände gegen e als eine als der seren U nung“. sich nur
rüstun sen ei war
mani
Es wird darauf hingewiesen, daß die Vorstellung „Die drei Dorfheiligen“ — Gastspiel der Breinößlbühne — am Freitag, den 10. August, nicht wie angegeben um 17 Uhr, sondern um 18.30 Uhr beginnt.
In der weiteren Folge von Gastspielen der Klingenschmidbühne im Laurinkino wurde am Montag das seit zwanzig Jahren in Innsbruck nicht mehr gegebene Schauspiel „Im Himmelhof“ aufgeführt. Besondere überraschung bot dabei das Auftreten der 77 Jahre alten Nestorin der Tiroler Volksschauspieler Emma Marik, die ihre Rolle als „Hanpetrin“ in körperlicher und seelischer Frische spielte und dafür reichen Beifall erntete. „So lange noch wir alten Weiber sind“, sagte sie, „geht die Welt noch lange nicht unter.“
Klavierabend Solty
heute um 19.00 Uhr im Musikvereinssaal; er spielt Werke von Bach, Beethoven, Chopin und Liszt.
den 1o. Auglist, sondern am Sonntag, den 12. Au
gust, im Riesensaal der Hofburg um 18.30 Uhr statt.