Tiroler Tageszeitung 1945
Monat:7
- S.56
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Seite 2 Nr. 33
Tiroler Tageszeitung
Sonntag, 29. Juli 196
Stadt und Land
Mensch hätte Ortsgruppenleiter werden können, der Briefe wie den nachstehenden schrieb:
Staatskommissär für die unmittelbare Bundesverwaltung in Tirol
Da die österreichische Bundesregierung an der Ausübung der unmittelbaren Bundesverwaltung in Tirol dermalen behindert ist, hat der Landeshauptmann mit Zustimmung der Militärregierung den Hofrat Dr. Erich Kneußl zum Staatskommissär für alle unmittelbaren Bundesangelegenheiten im Lande Tirol bestellt. Der Staatskommissär hat seine Tätigkeit bereits ausgenommen.
Aus dem braunen Schuldeuck
Baupraxis für Staatsgewerbeschüler
Es wird den Staatsgewerbeschülern im Einvernehmen mit der Direktion der Staatsgewerbeschule die Gelegenheit geboten, auf zentralen Baustellen in Innsbruck von der Firma Ing. Mayreder, Kraus u. Co., Baugesellschaft m. b. H., Innsbruck, Falkstr. 25, ihre geforderte Baupraxis (siehe „Innsbrucker Tageszeitung“ vom 12. Juli 1945) abzulegen.
Die von den Baupraktikanten zu leistende Bauarbeit wird täglich durch anschauliche theoretische Gemeinschaftsunterhaltung erganzt, so daß die Gewerbeschüler auch Gelegenheit haben, ihr Schulwissen wieder aufzufrischen und sich neue Kenntnisse über Baukonstruktionen anzueignen. Schüler der höheren Semester können ihre Kenntnisse über Baustatik an Ort und Stelle erweitern.
Als Bauleiter stehen ihnen durchwegs ehemalige Schüler der Staatsgewerbeschule gegenüber. Für die abgeleistete Baupraxis erhält jeder den üblichen Tariflohn und ein allgemein gültiges Praxiszeugnis.
Und so was regierte uns!
In den Dörfern waren die Ortsgruppenleiter die wahren Beherrscher der Bevölkerung. Nicht die Bürgermeister, selbst wenn diese waschechte Nazi waren, sondern die Ortsgruppenleiter der NSDAP. entschieden letzten Endes darüber, was in der Gemeinde zu tun und zu lassen sei. Der Ortsgruppenleiter konnte unter Umständen über Sein oder Nichtsein eines Dorfgenossen entscheiden, konnte einen Mißliebigen der Gestapo ausliefern, war dazu berufen, das wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Bild einer Gemeinde zu lenken und entscheidend zu beeinflussen. Wem solche Macht gegeben, der mußte, so sollte man meinen, zumindest über die Kenntnisse eines Volksschülers verfügen. Die Naziführer scheinen selbst das nicht für nötig gehalten zu haben. Sonst wäre es ja nicht denkbar, daß ein
„Am 29. März fand ein Blokabend statt, wobei den Partei= u. Voksgenossen an Herz gelegt wurde, Das Sie wo Härtefälle an Arbeit im heurigem Jahre auftauchen, durch bereitwillige mitarbeit überwunden werden. über bitten und beschwerden wurde Hauptsächlich auf einen Maulwurffänger hingewiesen, wo ich Ihnen mit einen Trost entgegen kommen konnte.“
Diesen Maulwurffänger= und Trostbericht erstattete der Ortsgruppenleiter von Bi gitz an die Kreisleitung der NSDAP. Innsbruck. Ahnlich geartete Berichte, die einem unwillkürlich die Frage aufdrängen: „Warum, um Himmelswillen, hat sich der Mensch nicht schon längst das Schulgeld zurückaeben lassen?“ hamen nicht mun anc Bir
Anläßlich der Empfangsfeierlichkeiten für
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General de Lartre de Tüssigiih erscheintg „Tiroler Tageszeitung“ bereits am Sonntag, den 29. Juli. Am Montag entfällt die Ausgabe des Blattes.
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Parteienverkehr im Landhaus Der allgemeine Parteienverkehr findet in der Kanzlei des Herrn Landeshauptmannes
bei Regierungsdirektor Kundratitz sowie in der gesamten Präsidialabteilung nur Diens. tag, Donnerstag und Samstag in der Zeit von 10 bis 12 Uhr statt.
Brand in Innsbruck
Am 25. d. M. entstand im Lebensmittel magazin Meinl in der Museumstraße 2 in den späten Abendstunden vermutlich durch Kurzschluß ein Brand, dem verschiedene
Speisekartoffeln und Urlauberkarten
Das Ernährungsamt der Stadt Innsbruck teilt mit:
Der Abschnitt 78/I des Bezugsausweises für Speisekartoffeln wird mit 1 kg eingelöst. Die Abschnitte sind von den Verteilerstellen bei der Abgabe abzutrennen und ordnungsmäßig zur Verrechnung einzureichen. Der Bezug ist nur in jenem Geschäfte möglich, in dem der Bestellschein Nr. 78 abgegeben wurde.
Sämtliche Urlauberkarten haben mit Ende der 77. Zuteilungsperiode ihre Gültigkeit verloren. Die von den Verteilerstellen, Gaststätten usw. eingenommenen Marken von Urlauberkarten sind bis spätestens 31. Juli des Jahres beim Ernährungsamt Innsbruck abzuliefern, da sie später nicht mehr angenommen werden.
Zulagekarten für werdende und stillende Mütter
einzelnen Geschäften wurden in der
In
letzten Zeit die für werdende und stillende Mütter vorgesehenen Zubußen auf die entsprechenden Abschnitte der Mutterzulagekarten nicht mehr voll ausgegeben. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß ein solcher Vorgang unstatthaft ist und die zum Bezug von Lebensmitteln berechtigenden Marken stets in der jeweils angegebenen Höhe eingelöst werden müssen.
rückgeden lassen: namen nicht nur aus Bir¬ Psramöbel, Abteilungswände und eine ge gitz. Die NSDAP. in Tirol verfügte über Dur Menge Lebensmittel zum Opfer fielen.
mehr als einen Ortsgruppenleiter von glei=ringe chem Kaliber. Und solche Leute standen an der Spitze der örtlichen Parteileitungen! Wie muß es da erst um die anderen dörflichen Naziführer und gar erst um die Geführten bestellt gewesen sein?!
Durch das rasche Eingreifen der Feuerweh konnte das übergreifen des Brandes auf das Lebensmittellager rechtzeitig verhindert wer den.
Ein Bild des Tiroler Alltags
Stadt und Bezirk Kufstein
Die Stadt Kufstein ist wieder in ihre traditionelle Funktion als Wächter an der erneuerten Grenze getreten. Sie hat, wie die anderen Bezirkshauptstädte des Tiroler Landes, in den Wochen und Monaten seit dem Zusammenbruche viele Probleme zu lösen gehabt.
Ein Besuch der Stadt und eine Unterredung mit Bezirkshauptmann Dr. Gerber hat zu zwei Erkenntnissen geführt: einmal, daß das vom Kriege glücklicherweise fast unberührt gebliebene Kufstein ein nahezu friedensmäßiges Getriebe gewonnen hat, zum andern, daß hier mit einer bemerkenswerten Umsicht an die Lösung der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Aufgaben gegangen wurde.
Auf die Wiederherstellung des Gesichtes dieser Orte wird besonderer Nachdruck gelegt, denn Tirol muß sich schnellstens darauf einrichten, wie früher vom Fremdenverkehr leben zu können.
THEATER UND KUNST
Wochenspielplan vom 29. Juli bis 5. Sonntag. 14.30 Uhr: „Wiener Blut.“
18.30 Uhr: Erstaufführung „Pro Mary Dugan“ mit Fred Liewehr. Montag, 18.30 Uhr: „Prozeß Mary Dugan.“
Bäder wieder eröffnet
Am Montag, den 30. Juli, werden die Wannen= und Brausebäder in der städtischen Badeanstalt Salurner Straße 6 (Dampfbad) wieder eröffnet. (Das Dampfund Medizinalbad bleibt geschlossen.) Badezeiten: Montag bis Samstag von 13—19 Uhr. An Sonn= und Feiertagen oleibt die Anstalt geschlossen. Badepreise: für ein Wannenbad RM. —.60, für ein Brausebad RM —.20. — Badewäsche kann an die Besucher nicht ausgegeben werden; die Badegäste werden gebeten, ihre Wäsche selbst mitzubringen.
Daß eine Bevölkerungszunahme von 7000 auf 28.000 in der Stadt und von über 90.000 im Bezirk in diesen Monaten ein Zerreißproblem für die Verwaltung und insbesondere für die Versorgung darstellte, nimmt nicht Wunder. Ausschöpfung aller erreichbaren Hilfsquellen und straffste Verteilung des Vorhandenen wurden die örtlichen Richtlinien. Dazu gehörte eine straffe Unterbindung des Schwarzhandels, wobei noch strengere Maßnahmen als bisher Aussicht gestellt werden und ein möglichst flüssiges Abtransportieren der den Kreis belastenden Menschenmassen.
Die ins Reich verschleppten ausländischen Zwangsarbeiter sind bis auf einen kleinen Rest von Angehörigen der Ostvölker bereits abtransportiert. Das strikt angewandte Prinzip: „Keine Lebensmittelzuteilung ohne Nachweis der geleisteten Arbeit“, hat hierbei viel Gutes getan. Andererseits wurde eine als besonders segensreich empfundene Maßnahme getroffen: die Erfassung und Magazinierung der im Bezirk vorhandenen Warenbestände, die daher den erstberechtigten Verbrauchern vorbehalten bleiben.
Der in allen Grenzstädten besonders wache praktische Wirtschaftsinstinkt hat sich insoferne bewährt, als die örtliche Industrie bereits völlig auf Friedensproduktion umgestellt ist. Die Nutzbarmachung der Wörgler Zementwerke hat züm Beispiel nicht
wer eine fast nällige Behebung der in Kuf
Alle diese vielfältigen Bemühungen hätten nicht so schnell erfolgreich sein können, wenn nicht mit den örtlichen Besatzungsbehörden ein so ausgezeichneter, beide Seiten befriedigender Kontakt bestünde. Ein Beweis hierfür war die Feier des französischen Nationalfeiertags, des 14. Juli, in Kufstein, wobei der französische Kommandant Colonel Piron auch die Behördespitzen Kufsteins zu den Veranstaltungen im Kreise der französischen Offiziere eingeladen hat. Daß nicht nur die Spitzen der Besatzungsmacht und die Behörden, sondern auch die Truppen und die Bevölkerung harmonisieren, das beweist zum Beispiel, abgesehen von den im Straßenleben gesammelten Eindrücken, die Tatsache, daß in Kufstein bereits Fußballspiele zwischen dem örtlichen Klub und einer örtlichen Soldatenmannschaft durchgeführt werden.
kur eine saft böltige Behedung der in su stein angerichteten Schäden ermöglicht, sondern läßt auch mit gewissen Hoffnungen an die Beseitigung der schweren Zerstörungen in Wörgl und Brixlegg denken.
Was die Säuberung des Verwaltungsapparates anlangt, wird sie streng und gründlich durchgeführt. 31 Bürgermeister sind im Bezirk Kufstein eingesetzt worden, und zwar nach den demokratischen Gemeindewahlprinzipien von 1929; in einer am 9. Juni durchgeführten ersten Versammlung empfingen sie die Hinweise für ihre Verwaltungstätigkeit.
Lichtspielprogramme
Kammer: „Die falsche Braut“. Zentral: große Nummer“. Triumph: „Karneval der Liebe Laurin: „Wir machen Musik“ (nur heute). Löwen „Peterle“. Filmbühne Hall: „Dr. Crippen a
Bord“ Hirschen, Kufstein: „Rigoletto“. Spielzei 3.00, 5.00 und 7.00 Uhr.
KIRCHLICHES
Ignatiusfeier in Solbad Hall
Aus Solbad Hall werden wir gebeten mitzuten len, daß am 31. Juli in der Jesuitenkirche ein Feier zu Ehren des hl. Ignatius stattfindet. Abend um 8 Uhr hält P. Bockmeyer S. J. die Predigt.
OSTERREICH
Aus all diesen Maßnahmen und Fortschritten, die in Bezirk und Stadt Kufstein zu so
fort erkenntlichen Resultaten geführt haben, planvollen N.
spricht die starke Hand einer planvollen Verwaltung. Die Lösung örtlicher Finanzierungsprobleme oder z. B. die Bekämpfung der Brennstoffnot durch den bald beginnenden Abbau eines Kohlenvorkommens im Bezirk weist auf die Eigenart der örtlichen Verwaltungsgrundsätze hin, alle vorhandenen lokalen Möglichkeiten auszukundschaften und zu kombinieren. Der Bevölkerung und dem städtischen Leben hat sich das als Steigerung ihrer Zielsicherheit und Unternehmungslust mitgeteilt, so daß man dem Bezirk Kufstein die Anerkennung einer besonderen Aktivität, entsprechend den erhöhten Aufgaben einer Grenzstadt nicht versagen kann.
Dr. Kugler.
Die Zusammensetzung der Kärntner Landes regierung
Klagenfurt, 26. Juli. Nachdem die be tische Militärbehörde darangeht, eine Landeregierung für Kärnten aufzustellen, haben di politischen Parteien ihre Vorschläge über reicht. Vier Mitglieder sollen der Sozialdemkratie, drei der österreichischen Volkspartei und zwei der kommunistischen Partei angehören.
Schulfrage in Kärnten
Klagenfurt, 27. Juli. Vor einigens# ulaufsichtsbe
gen fand eine Beratung der Schutusg amten Kärntens statt, die sich mit denwc tigsten Erziehungsfragen beschäftigte d Landeshauptmann trat für die Bildungda kollegial zusammengesetzten Schulbehönn ein. Der Landesamtsdirektor betonte, daß
Kärnten sich gerade die Lehrerschaft zumge
ßen Teil dem Nationalsozialismus erge hatte. Zur Frage der politischen Tragbarhl erklärte der Sprecher, daß keine Kon zession so weit gehen düst einen Illegalen nicht als verräter hinzustellen. Im Laufen Besprechung wurde ausgesprochen, daß# alten Lesebücher aus der Zeit vor 1938 Be wendung finden sollen. Landesschulinspektn Dr. Graber wünscht der Lehrerbildung de Lehrplan von 1932 zugrunde zu legen.
Bauer, nur gewissenhafte Ablieferung schützt uns vor einer Hungerkatastrophe
Die Mutter
Die Mutter Brigitte Reitmeier gibt sich einen Ruck. In diesem lichten, strahlenden Hochsommertage geht sie zu ihrem Kinde.
„Adelheid“, sagt sie und faßt das bleiche Mädchen bei der Hand.
„Du vergehst, wie Flachs vergeht, ehe wir ihn spinnen. Red endlich!“
Sie stehen im Flur, Adelheid läßt die Harke fallen, die sie eben aus der Ecke nahm. Sie dreht sich rasch zurück, aber die Mutter nimmt sie und zieht sie mit sich in die stille Stube. Da hilft kein Sträuben.
Ein Stündlein vor Jausenzeit ist es, das Haus nimmt ausgeweitet Ruhe und Sonne auf aus seiner Landschaft, rückwärts der Anger schimmert tief und grün. Im Türaufmachen kommt der kühle Hauch mit herein, die Vorhänge an den Fenstern bewegen sich, sie fallen leuchtender in die bunten Betunien zurück.
Adelheid ist auf die runde Bank niedergesunken; o, so Bänke um den Ofen in einer Bauernstube, welche Wälle des Friedens sind sie, selbst wenn der Ofen kalt ist.
Sie verschränkt die Arme auf der Lehne, stumm starrt sie zu Boden. Eine niederdrückende Schwere, eine Wucht des Schmerzes liegt auf dem
Mädchen, daß die Bäuerin ihr Herz aufwallen fühlt vor großem Mitleid.
„Adelheid“, bittet sie weich und bittet viel mehr mit ihrem Schweigen.
„Was soll ich denn reden, Mutter?“ fragt das Mädchen trostlos zurück und sieht über sie weg ins Freie.
Plötzlich schluchzt sie auf; die ganze Stube ist erfüllt von dem harten, wehen Ton.
Die Bäuerin faßt sie und zieht sie eng an sich.
„Kind“, sagt sie und hält sie mit zitternden Händen fest. Herz an Herz, daß sie es klopfen spüren vor tiefer Erregung, spüren sie beide das Schicksal des Weibes. Die bittere Herbe, den immer springenden Tropfen, den rieselnden Quellenlauf in uns um die Liebe.
„Warum bringst ihn denn dann nicht, deinen Liebsten?“ fragt die Bäuerin endlich nach einer langen Weile mild.
„Kann ich ihn denn bringen?“ stammelt das Mädchen tonlos und denkt: O, warum ist es so schwer zu sagen?
„Er ist doch selber weggegangen von mir.“
„Warum?“ fragt die Altere leise.
„Benedikt“ haucht sie. „Klemens meint, sein Freund Benedikt ist es. Und ich hätte ihn mit ihm betrogen.“
Sie springt plötzlich auf, sie stürmt von der
Mutter weg, aus einem hintersten Winkel der Stube sagt sie dumpf herüber:
„Und er soll es glauben. Ich nehm den Benedißt.“
Die Reitmeierin richtet sich auf, ein Zug von Strenge geht über ihr Gesicht.
„Er hat recht?“ fragt sie laut und steht auf.
Da kann es das Mädchen nicht mehr ertragen. Sie wirft die Arme in die Höhe, am ganzen Körper zittert sie, sie schreit, namenlos gepeinigt in Schmerzen und Qualen: „Nein, Mutter, er hat ja nicht recht. Aber warum glaubt er solches von mir?“ —
„Sag"s du dem Benedikt, Mutter, daß ich ihn nehmen will“, wimmert sie nach einer Weile.
Sie lehnt zu Tode erschöpft an dem Pfosten.
Die Bäuerin kommt auf sie zu. Würde hebt sie über sich hinaus in aller Schlichtheit.
„Adelheid“, sagt sie schwer, „du wirst die Sünd" nicht tun.“
Das Mädchen erschrickt.
„Du wirst den Benedikt nicht heiraten, dem Klemens zu Trotz.“
Und da die Tochter auffahren will, fügt sie ernst hinzu: „Gehn mehr Stürm" vorüber, da heißt es aushalten mit der Lieb".“
Eine schwere Stille ist in dem Raum, man hört die Fliegen an den Fenstern summen.
Da legt die Mutter fest ihre Arme um die iu gen, zuckenden Schultern. „Die Lieb ist heilz Adelheid. Wir dürfen sie uns nicht selbst der wehren.“
Das Mädchen schaut die Mutter an, purpu erglühen ihre Wangen.
„Hast du, Mutter — sie — auch so gespürtk fragt sie stockend, von Not getrieben.
Die Bäuerin schließt die Augen, eine jähe Sti wandelt ihr Gesicht plötzlich.
Sie streckt die Hände aus, sie beben.
„Kind, was weißt du davon“, sagt sie schwi „Wenn die Frauenjahr" am höchsten stehen, lien viel Dorn und Opfer schon hinten.“
„Was soll ich tun, Mutter?“, fragt das chen leise, zwischen Zagen und Hoffnung. „Warten auf Klemens, Adelheid. Es ist un Frauen nichts anderes gegeben zu tun. Das Stün men steht uns nicht zu.“
Sie lächelt, Gold und reife Schmerzen. „Mußt es ihm zugute halten, Dirndl,“ tröstl sie, „er ist ein Mann.“ Irmgard Schulz
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Keine der hat ihn rette Unglück,
Kadaver noc
politisch tot. mord verübt
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Das Verfahren gegen den früheren Protekt ratsminister Frank wird am 1. Sepfember u Prag beginnen. Ihm wird u. a. auch die Verantwortung für den Massenmord in Lidice zu Last gelegt.
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