Tiroler Tageszeitung 1945

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Tiroler Tageszeitung
Samstag, 4. Juni 1945
TADT UNB LANB
Eine amerikanische Volkshochschule in
Innsbruck
Für eine geplante amerikanische Volkshechschule in Innsbruck hat das Oesterrei
chische Amt für Kultur und Wissenschaft, Landesstelle Tirol, Sprachkurse und Arbeitsge
meinschaften zusammengestellt.
Die letzteren wollen neben einer Einführung und Uebersicht österreichischen Kultursebens im besonderen Gelegenheit geben, Land und Volk, Kunst und Wissenschaft in Oesterreich nicht nur in Vortragsfolgen, sondern auch in angewandten praktischen Uebungen und an Hand von Beispielen kennenzulernen.
Beginn der Kurse und Einzelheiten darüber werden zeitgerecht bekanntgegeben werden.
Die Verfolgungen des Professors Heß
erst werden Einzelheiten über die gungen bekannt, denen der weltbeGelehrte Professor Heß während der riode ausgesetzt gewesen ist. Der licher Professor hatte die kosmischen ungen entdeckt, wofür er mit dem No
ausgezeichnet wurde, und auf dem lekar bei Innsbruck mit amerihaHilse ein weltbekanntes Observato####ichtete. Da seine österreichische Geg begannt war und er kurz vor dem zum österreichischen Staatsrat er##en war, wurde er schon im März on von Nationalsozialisten verhaftet Gefängnis gebracht. Nach seiner ssung wurde Professor Heß in Pension it und außerdem gezwungen, seinen den deutschen Staat abzuge
Jetzt
Verfolg kannte
Innehri SLA belprei Hafe nischer rinne
nannt 1938 b und in Freilas
geschie
Nahmen des von Berlin abhängigen Reichsnährstandes im wesentlichen den
Nobeloreis an den deutschen Staat abzugeben. Kurz darauf wurde ihm auch noch die Pension genommen und sein ganzes Vermögen beschlagnahmt. Im Frühjahr 1939 verließ Projessor Heß mit 10 Reichsmark in der sche das Land und wanderte nach Amerika aus. Dort bekam er sofort eine Professur auf der Universität in New York, wo er seit
eine wertvollen Forschungen fortgesetzt
hat.
Wichtig für ehemalige Wehrmachtangehörige
deshauptmannschaft TiWehrmacht, Abwicklungsstelle, verAlle im Großraum Innsbruck wohnhaften Wehrmachtangehörilngehörige der der Wehrmacht anperceisenen Verbände (SS, Polizei, Gendarmerte, Oa, Speer, RAD usw.), die nicht im Besihe eines amerikanischen Entlassungsscheines (Tertificate of Diecharge) sind, haben sich zwecks Entlassung bis 30. Juni im Landhaus Erweiterungsbau (Zimmer 507, Erdgeschoß) zu melden.
Außerkraftsetzung der bisherigen Reise= und
Gaststättenmarhen
Das Landesernährungs= und Wirtschaftsamt neclautbart: Die bisherigen Reise= und Gaststattenmarken sowie Lebensmittelmarken treten mit Beginn der 77. Zuteilungsperiode am 25. Juni außer Kraft. Von dem Zeitpunkt ab gelten nur die mit dem Aufdruck „Tirol und Vorarlberg“ versehenen
Marken. „
Die La rol. A. lautbart: ständig gen und Reschloff
Nazi arbeiten endlich für die Volks
gemeinschaft
Sehr begrüßt wurde von der Bevölkerung in Solbad Hall die Einberufung von SS=Männern und anderen Nazigrößen zu Arbeitsleistungen, die sie bisher der vaterländischen Bevölkerung vorbehalten hatten. — Beim Innbau, beim Ausgraben von Blindgängern, bei der Heumahd wurden Nazimänner beschäftigt, während Nazifrauen, die es offenbar teilweise ungerne taten, beim Reinigen der Stadtkaserne beschäftigt wurden. Eine größere beit wird die Behebung der Bombenschäden sein.
Jugendfürsorge in Tirol Die Jugendämter haben ihre Arbeit wieder ausgenommen. Sie stehen vor schweren Aufgaben, da von der NeV in den Befreiungstagen auch nichtbelastende Unterlagen vernichtet, Lager aufgelöst und deren Bestände verschleudert wurden. Es liegt nun
auch an der Bevölkerung, zur Sicherung der noch vorhandenen Materialbestände beizutragen.
Eine große Aufgabe ist die Auflösung der KLV=Lager. 4000 Kinder, davon 3000 aus Essen, sollen wieder ihren Eltern zugeführt werden. Auch Such= und Fahndungsaktionen werden in Angriff genommen.
Die größte Aufgabe liegt darin, die Jugend neu zu formen und die vertrauensvolle Mitarbeit der Bevölkerung zu erringen, die durch die diktatorischen Maßnahmen der Nazis verloren ging.
Nun dürfen die Toten wieder im Heimat
orte ruhen
Der Friedhof in Igls ist wieder für Beerdigungen freigegeben worden. In der
waren die Beerdigungen auf diesem ###hof von den Oberbonzen, für die ein Idyll war, verboten worden. Die Verstorbenen mußten in der Nachbargemeinde Vill begraben werden. Es bestand der Plan, den Friedhof — und auch die Kirche? — überhaupt aufzulassen. Durch die Befreiung unserer Heimat sind diese Absichten ins Wasser gefallen.
Aufbau der Tiroler Bauernschaft
Oekonomierat Josef Muigg aus Steinach. Bauer in Riet ehemals Obmannstellvertreter des Tiroler[Heiß. Prutz; 2 Bauernbundes, hat als Landesobmann die ger, Reutte. Führung der Tiroler Bauernschaft übernommen. Die jetzige Landesbauernschaft Tirol hat von der früheren Landesbauernschaft im
t: Bezirk Landeck: Bezirk Reutte: Florian Sin
Aufgabenkreis, vor allem also die
gleichen lufgabe Die nämund B,
und der Bezirksernährungsämter, ist also dieselbe geblieben.
In den Aufgaben der Ernährungssicherung wird Landesoomann Muigg von Herrn Landeshauptmannstellvertreter Ing. Dr. Alfons Weißgatterer, der sich als ehrenamtlicher Leiter der Hauptabteilung „Markt“ der Landesbauernschaft zur Verfügung gestellt hat, weitestgehend unterstützt.
Landesobmann, Oek.=Rat Josef Muigg vertritt mit Ing. Dr. Alsons Weißgatterer in der Tiroler Landesregierung die Tiroler Bauernschaft, die im weiteren noch durch die Berufung des Ing. Dr. Alfons Weißgatterer
als Landeshauptmannstellvertreter die ihrer wirtschaftlichen Bedeutung angemessene Stellung eingeräumt erhielt.
Oekonomierat Alois Grauß, Obmann der Bezirksbauernschaft Schwaz, ist als Geschäftsführer und Obmannstellvertreter des Tiroler Bauernbundes berufen worden.
In der Landesbauernschaft Tirol wurde Ing. Dr. Franz Lechner als Direktor bestellt,
Die vormaligen Kreisbauernschaften wurden umgebaut in die wesentlich verkleiner ten Bezirksbauernschaften; als Bezirksbauernobmänner wurden berufen: Bezirk Innsbruck: Josef Kalienhauser, Ampaß; Bezirk Schwaz: Oek.=Rat Alois Grauß, Bauer und Gastwirt in Rotholz; Bezirk Kitzbühel: Michael Raß, Sankt Johann; Bezirk Kufstein: Georg Ritzer, Niederndorf; Bezirk Imst: Jos. Schweig
Achtung — Kartoffelkäfer!
Der Landesbauernführer gibt bekannt: Der Kartoffelkäser ist im Lande Tirol aufgetreten. Es sind bereits mehrere Gemeinden befallen. Um eine weitere Verbreitung zu verhindern, sind sofort energische Abwehrmaßnahmen zu treffen. Es muß unter allen Umständen erreicht werden, daß der Käfer entweder vollständig ausgerottet oder zumindest jeder wirtschaftliche Schaden verhütet wird. Die Kartoffelernte muß auf alle Fälle gesichert sein. Es ist auch damit zu rechnen, daß weitere Einflüge aus befallenen bayrischen Kreisen erfolgen, daher sind in Tirol sofort folgende Maßnahmen durchzuführen:
1. Jede Gemeinde organisiert einen strengen Suchdienst. Zu dieser Arbeit kann jede Person herangezogen werden. Dieser Suchdienst wird kolonnenweise durchgeführt. Der Bürgermeister beauftragt eine verantwortliche Person als Kolonnenführer. 2. Jeder Kartoffe““ verpflichtet, seine wachen.
3. Alle Personen, die Kartoffeln in Gärten angebaut haben, überwachen ihre Anbauflächen.
4 Kartoffelkäfer sind bereits auf Tomaten gefunden worden. Daher sind auch alle Tomatenpflanzen zu kontrollieren.
5. Verdächtige Funde von Käfern und Larven sind sofort der zuständigen Bezirksoder der Landesbauernschaft zu melden.
6. Die Fundorte sind zu kennzeichnen.
die Ueberführung von 22 Tiroler und Vorarlberger Häftlingen aus dem Konzentrationslager Dachau. Es ist dies eine Samaritergroßtat auf eigene Initiative, der erste Transport überhaupt, der österreichische KZHäftlinge aus den Henkerlagern Hitlers heimholte.
Die Berufsfeuerwehr Innsbruck Unter der Naziherrschaft wurde die städt. Berufsfeuerwehr von Innsbruck aus dem Kompetenzbereich des Bürgermeisters herausgenommen und der Polizei unterstellt.
Die Stadtgemeinde hatte die Kosten zu tragen. Nun ist der frühere Zustand wieder hergestellt und die städtische Feuerwehr dem Bürgermeister unterstellt worden. Kommandant ist der Oberbrandmeister Anton Thurner, sein Stellvertreter Oberbrandmeister Alois Dietrich. Bei einem Personalstand von insgesamt 48 Mann ist sie wesentlich schwä
cher als in den vergangenen Jahren, doch
sind in den Gemeinden Hötting, Mühlau, Hungerburg, Amras, Igls und Vill Freiwillige Feuerwehren ins Leben gerufen me# den. Die Hauplfeuerwache befindet sich in der Fallmergyerstraße Nr. 1 (Fernruf 4412). Eine Nebenwache ist in der Josef=Hirn=Straße (Fernruf 4411). Beide Wachen sind mit dem Notruf 02 zu erreichen. Der Gerätepark wurde am 18. Dezember des vorigen Jahres durch Bombentresser stark in Mitleidenschaft gezogen. Sämtliche Geräte blieben jedoch fast unbeschädigt.
USTERREICH
offelanbauer ist zuc Kartoffelfelder zu über
Nationssätze der 72.
In der 77. Zutellungsperiode vom 25. d. bis 22. 7.
er##iten gemaß Mitteilung des Landeshauptmannes in
Nermalversorgungsberechtiale über 18 Jahrer Fleische Röschmitle 1. 4. 7, 10 je 100 g; Abschnitte 2. 5. fl. 8. O. 11. 12 se 50 fl. — Settr Abschnitte 13 bis 10 e 50 g. — Deck: Abschnitte 25 bis 28 je 1000 g. Ab
chnitte 51 und 32 je 50 g. — Nährmittel: Abschnitt 3. Abschnitt 38 75 g, Abschnirt 39 150 g. — Käse: Abschnitte 19 blg 32 je 62.5 g. — Kassee=Ersatzt Ab
schnitt iu 100 g. — Salz: Adschnitt 50 250 g.
Jugendliche von 6 bis
Fleische Abschnitte 1. 4, 7, 10 se 100 g, Aöschnitte 2.
8. 9, II. 12 je 50 g. — Ketts Abschnitte 18 und 15 * 125 fl. Sdschnitte 14, 10. 17 je 50 g. — Brot
ki# ## bis as je 1000 g. Abschnitte 31 bis 35 je 500 g. — Die Zitleilung an Nührmillein, Käse. Kassee=#esest
Solz ist gleich wie bei den Ermächsenen. — Juder
Abschaltt 43 50 g. — Honigr Abschnitt 44 500 gl. „
Kinder big zu 6 Jahron:
Fleisch: Abschnitte 1 bis 4 und 7 bis 10 je 50 g. —
Rosenatile 1n und 15 le 125 g, Abschilste 14. 15, 17
50 g. — Braft Anschnilt 25 50 4, Abschmitte 31 bis 53
500 g. — Mährmittel: Auschnitte 59. 40 je 150 gl. Ab
hnitt 5 75 g, Abschnitt &l 25 g. — Kasseo=Ersahz #öW 100 g. — Kindersthekemittel: Abschnitt 41 50 g. — Salz: Abschnitt 50 250 g. — Kernseife: Ad
#nit 35 1 Stück. — Waschbulnee: Abschultt 56 1 Paket.
— Jucker und Honig gleich wie bei Jugendlichen.
Teilselbstverfargen in Gutter über 18
schnitte 101, 164, 107, 110 je 100
150 g. Adsch
Abschaftte 2
schnitt 239
Ab
109, 111. 112 je 3
Wie lt. 195, Jin, 113“ 190 g. Absanlite
und 153 se 30 g. — Nährmittel: Abschnitt 139 150 g. #oschnist 158 75 g. Abschnltt in: 25 g. — Rassee=Ersaßz: Abschnitt 119 100 g. — Salzi Abschnitt 150 250 gl.
in Bulter, Jngendl. bia 18 Jahren: Die Zuteilung von Fleisch, Nährmittel, Kasser=Arsatz ind Salz ist gleich wie bei den Erwachsenen. — Drot: Abschmilte 105 bis 128 je ####. Aoschmitte 131 bis 135
30 g. — Zuckee Abschnit.3 500 g.
Seitfellstversorger in Butter,
Pleischs Abschmitte 401 bis 10
— Piote Assazmitt 125 1600 a: Kosmnutte in bis 163
— ##e Fuleilung an guler, Kassee=Ersatz und
S#lt #eie Buhrmittel ist glelm wie bei den Jugenhlichen. — Ru#erdem Nährmittelr Abschullt 119 150 g.
r bis zu 6 Jahrem: n Ke 9.00
Kernseiser Abschuitt 155 1 Stück. Waschnulver:
150 1
Teilselbstversorger Fleisch und Schlachtseiten, Er
wachsene über 18 Jahre:
Brott Abschnitte 225 bis 228 je 1000 g, Sdschnitte 231 unb 232 je 50 fl. — Nährmittel: Adschnitt Abschnitt 2i8 75 g. Adschnitt 237 25 g. — Käfe nitte 219 bin 223 je 82.5 g. — Kassee=Ersatz: b
249 100 g. — Salz: Abschnitt 250 250 gl. Teilselbstversorger in Fleisch und Schlachtsetten. In
gendliche von # bis 18
Brat: Abschnitte 225 bis 228 je 1000 gl. Adschull: 291 bis 235 je 500 g. — Die Zuteilung an Mährmitteir Püse, Kasfer=Griat und Salz ist gleich wie bei den Erwachsenen. — Zucker: Abschnitt 243 300 g. „
Teilselbstversorger in Fleisch und Schlachtkeiten: Kinder bis zu d Jahren:
Drots Abschnitt 225 1000 g. Abschnitte 231 bis 233 1e 500 g. — Mährmittel: Abschnitte 289 und 240 fe 150 g. Abscnitt 28 75 g. Abschnitt 237 25 sl. — Die Zuteilung
an Zucker, Zassee-Ersatz und Salz ist gleich wie bei de
Jugendlichen. — Kinderstärkemittel: Abschnitt 242
250 gl. — Kernseise: Abschuitt 255 1. Stück. — Waschpulper: Abschnitt 250 1 Paket.
Vallselbstversorger:
Abschnitt 349 100 g. — Salzt Ab schmit 229 220 g. — Kinder bis zu 6 Jahren auferdem: Juchert Abschultk 343 500 g. — Nährmittel: Abschnife na7 25 g. Abschnitt 938 75 g, Abschmitt 39 150 fl. — Kernseise: übschullt 355 1 Stück. — Waschmittel: Abschmitt 356 1 Paket. Solbstversorger (Reichsbrotkarte)Diese erhalten Überdies Brot auf die Adschnitte 425 bis 427 je 1000 g. Abschmltt 429 500 g.
Zusatzkarten für Schwerarbeiter: Fleilch: Abschnitte 501, 500, 511, 512, 591, 327. 531, 502 r 100 g. Abschnitte 503 bis 505, 515 bis 515, 523 bie 525, 533 bis 535 je 50 g. — Hett: Abschuitte 509 und 529 je 50 g. — Drot: Abschnitte 507, 508, 517, 518.
527, 523, 55f uitd 538 je 500 g. Zusatzkarten für Schwerstarbeiten: Fleisch: Abschmitte 501, 502. 511, 512, 591. 522. 531, 582 603, did bie 6is je 100 g, Anschnitte 604 bis 609. 610 bis 624, 634 bis 6as, bi9 bis 654 je 50 g. — Felt: Abschnitte 613, 914. 628, 643, 658 je 125 g. — Kassee=ErAbschnitt 661 100 g. — Brot: Abschnitte 610 bie 613, 25 bis 37, 40 bis 42. 55 big 57 je 500 gl.
Der Abschnitt 715 inl Bestellschein für Gemüst, 700 ih Bestellschein für entrahmte Frischmilch.
Aufbauarbeit bei der Bahn
Wie uns die Bahndirektion Innsbruck mitteilt, ist es in verhältnismäßig kurzer Zeit gelungen, den größten Teil der Bahnstrecken im Lande Tirol wieder in Betrieb zu nehmen.
Die Aufräumungsarbeiten wurden schon am 5. Mai begonnen. Hierbei beteiligten sich Beamte, Unterbeamte, Schaffner sowie alles verfügbare Personal. Die Schwierigkeiten, die sich ergaben, wurden mit Fleiß und Ausdauer überwunden. Fünf Brücken sind durch
Bürgermeister von Wien
Moskau, 21. Juni. Wie Radio Moskau mitteilt, wurde zum Bürgermeister von Wi.General Theodor Körner ernannt.
Rückkehr des Altbürgermeisters Seitz nach Wien
Salzburg, 22. Juni. Der auf dem Rückweg nach Wien begriffene frühere Bürgermeister Seitz erklärte in einem Interview: Im Juni 1044 wurde ich verbaftet und nach Deutschland gebracht. Es folgte ein ewiges Wandern vom Gefängnis ins K3., von diesem zurück und nochmals ins KZ., bis man mir erklärte, ich sei frei. Doch wurde mir das Ueberschreiten der alten österreichischen Grenze, besonders die Rückhehr nach Wien verboten und das Städtchen Plauen in Thüringen als Aufenthaltsort angewiesen.
Wiederherstellung des Wiener Telephon
netzes
Wien, 22. Juni. Wie der Sender Mos
Lan aus Wien mitteilt, werden die Schäden am Telephonnetz, die von den Nazis beim Veclassen der Stadt zugefügt wurden, durch 1000 Arbeiter wieder instandgesetzt. Die Fernsprechleitung wird von Wien bis stetten wieder in Betrieb genommen.
Erfassung politisch Untragbarer
Salzburg, 22. Juni. Im Auftrag der Militärregierung haben alle Aemter, Behör
eigene Kräfte fertiggestellt worden. Die großen Eisenbahnbrücken bei Brixlegg und Reith konnten in Zusammenarbeit mit
amerikanischen Pioniereinheiten wieder in Betrieb genommen werden.
Die Säuberungsaktion innerhalb des Bahnpersonals in politischer Richtung wurde eingeleitet, ist aber noch nicht abgeschlossen.
jetzt wurden 56 Beamte und Angestellte aller Kategorien außer Dienst gesetzt. Herr Sorovia, der mit der vorläusigen Leitung der Bahndirektion Innsbruck betraut wurde. war vor der nationalsozialistischen Machtübernahme Vorstand der Betriebsleitung der ehemaligen Bundesbahndirektion Innsbruck. Er wurde 1938 von den nationalsopialistischen Behörden seines Dienstes enthoben mit der Bemerkung, er sei nicht würdig, im Deutschen Reich Veamter zu sein. Direktor Sorovia hat nun als Rangältester die vorläufige Leitung der Bahndirektion Innsbruck übernommen und sich bereits jetzt um die Wiedereröffnung des Bahnverkehrs besondere Verdienste erworben.
Innsbrucker Freiwillige Rettungsgesellschaft
Die „Innsbrucker Freiwillige Rettungsgesellschaft“ hat sich nach Auflösung des Deutschen Roten Kreuzes neu gebildet. Ihr kommissarischer Leiter ist Kommerziairat Dink hauser. Der Sanitätsdienst führte ohne Un terbrechung vom 3. Mai bis 4. Juni insge samt 731 Fahrten durch, davon 433 Unfalle
den und Dienststellen der Stadt Salzburg an die Pollzeidirektion unverzüglich ein Verzeichnis der von ihnen aus politischen Gründen Entlassenen oder außer Dienst gestellten Personen einzureichen.
Gute österreichische Tradition
Salzburg, 22. Juni. Landeshauptmann Dr. Schemel sagte in einer Rundfunkan„Leben und Lebenlassen, allen #eeund sein, die es ehrlich meinen und niemandem seind sein, das ist gute alte österreichische Tradition, Toleranz und Achtung vor der Meinung des Andersdenkenden, soweit er sich nicht domit aus der Gemeinschaft der gesitieten Völker ausschließt, müssen wieder zur Geltung kommen. Die Ueberfremdung muß aufhoren. Es soll nicht mehr vorkommen, daß ein Mecklenburger die Salzburger Bauern dirigiert, daß ein Herr aus Pommern das Salzburger Museum leitet. Aber nur die wahren Oesterreicher sollen mitmreden haben. Richt die Landesverräter, Helben und Zweideutigen, die ihren Plantel nach dem Winde drehen.
Nazi als Straßenräumer Salzburg, 20. Juni. Ueber hundert der ominentesten N##is der Stadt, darunter Parteisunktionäre, helfen jetzt beim Reinigen der Straßen und beim Wegräumen von Schult. Es ist der Grundsatz der amerikanischen Militärbehörde: „Ohne Arbeit kein
72.“
Salzburger Eisenbahnlinien Betrieb
wieder in
bis auf eine wieder in Betrieb sind. Bei der nach nicht hergestellten ist eine Brücke zerstört, an deren Wiederherstellung aber schon und Krankentransporte bei Tag, 73 bei #e#cheitet wird. Die Instandsetzung erfolgte
Nacht und 25 nach auswärts. Geschichtlich hi #unter amarih
tungevell für die Reitungsgesellschef
b#funter umterinanischer Kontrolle durch öster#####ichische Behördon. „tr