Tiroler Tageszeitung 1945

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Seite 4 Nr. 25
Tiroler Tagesgestung
Freitag, 20. Juli 1345
General Bethouart und Gouverneur Voizard beim Einzug in Innsbruck
(Landesbildstelle: Photo Demanega)
Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum
Wie bereits gemeldet, fand am 16. Juli nach siebenjähriger Pause wieder die Generalversammlung des Vereines „Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum“ statt.
Der Vorstand Dr. Oswald Graf Trapp erstattete den Bericht über die wichtigsten Ereignisse der letzten Jahre. Vor allem gedachte er der Toten des Vereins. Unter den Personalveränderungen wurde die Bestellung des Dozenten Dr. Vinzenz Oberhammer als Kustos und von Frau Dr. Thurmair als Bibliothekarin erwähnt. Die Neuerwerbungen der Jahre 1938/39 sind bereits in einem illustrierten Katalog veröffentlicht worden.
über den späteren Zuwachs, unter dem besonders das Legat des Ehrenmitgliedes Juwelier Höfel und des Prof. von Voltelini hervorragt, soll bei nächster Gelegenheit eine Ausstellung unterrichten. Auch in die schwierigen Bergungsarbeiten während des Krieges, durch die nicht nur die Sammlungen des Museums, sondern auch prachtvolles privates Kunstgut vor Schaden bewahrt wurden, erhielt die Versammlung gründlichen Einblick.
übergehend zu den baulichen Arbeiten wurde der Umbau des Rundsaales zu einem brauchbaren Raum für Sonderausstellungen gestreift. Von dem durch den letzten Bombenangriff in der Nacht vom 10. April 1945 entstandenen Gebäudeschaden, der viel umfangreicher ist, als man von außen her vermuten möchte und durch den fast der ganze Ostflügel des Museums zerstört wurde, entwickelte Oberbaurat Ing. Dr. Innerebner ein lebhaftes Bild. Zugleich gab er klare, sachliche Hinweise auf die dringlichsten Sofortmaßnahmen.
Der bisherige Vorstand, Graf Trapp, erklärte, die Vorstandschaft nicht weiter übernehmen zu können, da ihn die Leitung des Denkmalamtes voll in Anspruch nehme. In Anerkennung seiner Verdienste wurde Graf Trapp von der Versammlung zum Ehrenmitglied ernannt. Bei der folgenden Neuwahl wurde Kommerzialrat Kumibert Zimmeter infolge seiner Verdienste einstimmig zum Vorstand gewählt.
Spende für den Wiederaufbau von Reith
Reith, 18. Juli. Am Sonntag, den 15. Juli, fand in Reith bei Seefeld in fröhlichem Beisammensein der Reither und Seefelder Bevölkerung im Garten des Gasthauses „Alpenrose“ die feierliche übergabe der Spende der Gemeinde Seefeld
für den Wiederaufbau von Reith an seinen Bürgermeister und Gemeinderat statt. Der Bürgermeister von Seefeld Paul Wanner, die Seele der Sammelaktion, ließ nach herzlichen Worten der Anteilnahme für die infolge des Bombenschadens so schwer getroffene Nachbargemeinde durch den Obmann der Bürgermusikkapelle Seefeld, Herrn Josef Sailer, Vergolder in Seefeld, der sich mit seiner Kapelle bereitwilligst in den Dienst der Sammelaktion stellte, den namhaften Betrag von RM. 39.747.— übergeben. Der Bürgermeister von Reith, Philipp Neuner, und der Pfarrer Franz Spörr dankten mit den Worten
der wärmsten Anerkennung für die so reichliche Spende als Ausdruck echt kameradschaftlicher Nachbar= und Gemeinschaftshilfe sowie für die stets hilfsbereite Unterstützung der Reither in größter Not durch die Gemeinde Seefeld.
Unter den Klängen flotter österreichischer Märsche und Tiroler Heimatlieder schloß die eindrucksvolle Feier. — Bei dieser Gelegenheit dankt die Gemeinde Reith auch den Gemeinden Leutasch und Sellrain sowie dem Bildhauer Hans Obleitner in Leithen bei Reith für ihre hochherzigen Spenden von RM. 9364.—, 1816.— und 1000.— mit der gleichzeitigen Bitte an alle hilfsbereiten Gemeinden, das schwierige Wiederaufbauwerk möglichst zu unterstützen.
Die Räume der Stadtkasse
im Rathaus, Maria=Theresien=Straße 18, I. Stock, sind wegen Instandsetzungsarbeiten am Montag, den 23. Juli, und Dienstag, den 24. Juli, für den Parteienverkehr gesperrt.
Geraldine Katt in Wörgl
Wörgl, 19. Juli. Die bekannte Wienek Schauspielerin Geraldiné Katt hält sich zur Zeit in Wörgl auf. Frau Katt spielte am Wiener Josefstädter Theater und ist dem österreichischen Filmpublikum durch zahlreiche namhafte Filme in bester Erinnerung, so vor allem durch den Film „Das Mädchen Irene“ Im Jahre 1941 erhielt Frau Katt durch das deutsche Propagandaministerium das Auftrittsverbot. Seither liefen auch keine Filme mit ihr als Hauptdarstellerin.
Vermurte Straßen in Osttirol
Lienz, 19. Juli. In der Nacht vom 16. zum 17. Juli ging ein schweres Gewitter nieder, das beträchtlichen Schaden anrichtete. Die Straße zwischen Kartitsch und Mauthen wurde vermurt.
Major Pabst aus der Schweiz ausgewiesen
Im Schweizer Rundfunk wurde bekanntgegeben, daß der auch in Tirol bekannte Major Waldemar Pabst am 15. Juli aus der Schweiz ausgewiesen wurde.
Vermögensfreigrenze festgesetzt. Unterstützungen sollen nur dann eingestellt werden, wenn diese Grenze überschritten wird.
Dies sind in großen Zügen die bisherigen Leistungen des neuen Sozialreferates, das sich im klaren darüber ist, damit nur einen winzigen Teil dessen geleistet zu haben, was noch zu leisten ist. Man muß bedenken, daß der von den Nazi heraufbeschworene Krieg unserem ganzen Volkskörper überaus schwere Wunden geschlagen hat, zu deren Heilung man viel Geduld und Zeit brauchen wird. Die Aufgabe des Sozialreferates wird es dabei sein, alles zu dieser Heilung Erforderliche zu tun, damit am Ende wahrhaft soziale Verhältnisse herrschen.
Bankguthaben in Vorarlberg frei verfügbar
Wie Radio Dornbirn meldet, ist die Sperrung von Bankguthaben österreichischer Staatsangehöriger in Vorarlberg aufgehoben worden. Besitzer von Guthaben können jeden beliebigen Betrag abheben, ohne irgendwelche Auskunft geben zu müssen.
Symphoniekonzert in der Hofburg
Heute, Freitag. 20. Juli, 18.15 Uhr, findet in Riesensaal der Hofburg das 2. Symphoniekonzert mit Werken von Haydn, Mendelssohn und Tschakowsky unter Leitung von Musikdirektor Weidlich statt. Die für Mittwoch, 18. Juli, gelösten Karten haben für diesen Abend Gültigkeit.
Das Konzert wird am Sonntag, 22., und Montag, 23. Juli, ebendort wiederholt. Vorverkauf für die Wiederholungsaufführungen am Samstag 21. Juli, an der Theaterkasse.
SPORT UND SPIEL
Die soziale Fürsorge im Lande Tirol
Innsbruck, 19. Juli. (LHK.) Wie auf allen anderen Gebieten, so war auch im Referat für soziale Fürsorge die Säuberung des Beamten= und Angestelltenapparates von nazistischen Elementen die erste Notwendigkeit. Hiezu wurde ein Reinigungsausschuß aus einwandfreien österreichern gebildet, der auf Grund von Personalakten und sonstigem
absolut verläßlichen Material die Durchsiebung und Säuberung der Beamten und Angestellten vornimmt. Hiebei sei insbesondere auf die Säuberung des Allgemeinen Krankenhauses, der Heil= und Pflegeanstalt Hall, der Arbeitsämter, der Krankenkassen und des Versorgungsamtes hingewiesen. — Während der Reinigungsprozeß in der Stadt Innsbruck und in deren unmittelbaren Umgebung schon als abgeschlossen bezeichnet werden kann, ist dieser in den anderen Bezirken Tirols noch im Gange.
Der zweite Schritt war die Umwandlung der bisher nazistisch zugeschnittenen sozialen Einrichtungen nach dem alten österreichischen Recht. So wurde der „Nationalsozialistische Kriegsopferverband“ aufgelöst und an dessen Stelle der „Tiroler Kriegsopferfonds“ neu geschaffen. Desgleichen wurden die sozialen Institute, wie z. B. die Säuglingsheime, die Mütterfürsorge, die Jugendämter usw. im österreichischen Sinne umgestaltet.
Nach dieser und neben dieser rein technischen Arbeit, die aber viel Zeit und Mühe kostete, konnte sich das soziale Referat mit seiner wichtigsten Aufgabe beschäftigen: der positiven sozialen Betätigung. So wurde die Bezahlung der gesetzlichen Feiertage für alle Arbeiter und die Wiedereinführung des 8=Stunden=Tages beschlossen.
Auf dem Gebiet des Wohn= und Siedlungswesens wird die Fortsetzung des vorhande
nen Bauprogrammes und der Weiterbau der schon halbfertigen Bauten angestrebt. Ein besonderes Augenmerk wurde auf eine der aktuellsten Fragen gerichtet, nämlich auf die Frage der Kriegsopferhilfe. Hier wurde der im Jahre 1941 von den Nazi zerschlagene Landes=Kriegsopferfonds, ein großzügiges Hilfswerk für die ärmsten Opfer des Krieges, und der ebenfalls durch die Nazi aufgelöste Trafikenbesetzungsausschuß, der in gerechter Weise die Trafiken nur an Kriegsopfer und deren Hinterbliebene und nicht, wie in der nazistischen Ara, auch an sonstige Günstlinge verteilte, wieder ins Leben gerufen.
In der wichtigen Frage der Familienunterstützung ergab sich eine sozial günstige Lösung: es wurde großzügigerweise eine
Fußball in Innsbruck
Sonntag, 22. Juli 1945, werden Innsbrucks Fusballfreunde die erste Doppelveranstaltung am T voli=Sportplatz zu sehen bekommen. Sportklub Innsbruck und F. C. Hall werden das erste Spiel um 16 Uhr bestreiten. Dieser Kampf kann als Revanchespiel betrachtet werden, denn bereits in Vormonat gelang es der spielstarken und heuer noch unbesiegten Haller Elf, auf eigenem Platze den Sportverein Innsbruck 6:2 und den Sportklub Innsbruck 5:3 zu besiegen. Dem Sportklub Innsbruck gelang es jedoch vor 14 Tagen, die Niederlage in Hall durch einen schönen und ein wandfreien 4:1=Sieg gegen den Sportverein Innsbruck wettzumachen.
Im zweiten Spiel um 18 Uhr wird eine neu gegrundete Innsbrucker Fußball=Elf RotWeiß Innsbruck erstmals auf dem Rasen erscheinen und ihr Debüt gegen die junge und bisher nach ohne Sieg dastehende Sportverein=Innsbruck=Elf bestreiten.
Im Vorspiel um 14.30 Uhr findet das JugendRevanchespiel Sportklub Innsbruck — Sportver ein Innsbruck statt. Im ersten Treffen keie die Sportvereinsjugend einen 5:0=Erfolg eri gen.
An alle Fußballanhänger und Sportfreunde ergeht der Aufruf, sich zahlreich am Sportplatz einzufinden und mitzuheifen, den Fußballsport zu fördern, dann werden eines Tages wieder Um kleideräume, Tribünen und eine Umzäunung an Tivoli=Sportplatz möglich sein!
Rasch geht er auf die andere Seite, fängt mit den Mädchen an.
„Fehlt keines mehr von euch, Bub oder Dirndl? Ist keines krank, daß es nicht kommen konnte?“ frägt er.
Eine kurze Pause. Dann schallt ihm der Chorus zweifach hell entgegen: „Nein!“
Nicht übel für die Gesangsstunde, denkt der Lehrer und tupft mit dem Finger den ersten Flachskopf an.
— „So, wie heißt du also?“ Ei, fliegt das Stimmlein flink in die Höhe, die nächsten erwarten es kaum bis sie an der Reihe sind. Der Lehrer muß schauen, daß er nachkommt mit seinen Notizen, wie lange braucht er etwa, bis er diese Namen alle merkt und unterscheidet?
„Ich heiß Ehrentraud Waldner“, sagt es plötzlich so klar vor ihm, daß er erstaunt über den schönen Namen aufsieht und in das schmale Kindergesicht vor ihm.
Blau wie der Bergsee hängen die Augen an ihm. Daraus flammt ihm ein Strahl entgegen, so innig, daß er rasch ablenkend frägt:
„Nennt man dich denn Ehrentraud?“
„Ja“, nicken die andern eifrig, „die Ehrentraud ist unten allein am Bachhäusl mit ihrer Ahnl.“ Einschichtig also, denkt Ekkehard und geht rasch weiter. Geht von rückwärts wieder an die Buben heran, es geht flott und leicht weiter jetzt, man
kann sogar noch ein wenig in die Lesebücher schauen. Dann später stellt er sie alle in Reih und Glied und läßt sie aus dem großen Tor. Mögen sie schwärmen bis morgen. Er sieht ihnen nach, die Röcke der Mägdlein flattern, fröhlich stürmen sie gegen den Wind, die Buben schaukeln schon an den tiefen Asten der Bäume, die Mädchen lassen sich ins Gras hinfallen und jagen dann lachend miteinander wieder fort — nun sieht er nichts mehr Rennen sie jetzt wohl an den Berg dort an, sehen sie, wie klein ihr Tal ist? Ach, am Abend glühen sie wie helle Funken in dem Kreis der Großen. eilfertig sprudelt ihr Erzählen an die Stubenwand, die Mutter nickt ihnen zu, dann spricht der Vater, die Knechte und Mägde scherzen.
Wenn es wieder Morgen wird, stürmt die ganze Jugend aufs neue zu ihm ins Zimmer, noch größere Erwartugnen haben sie an ihn als gestern.
Der Lehrer steht unbeweglich. Ein Gefühl kriecht ihm ans Herz, für das er keinen Namen weiß.
Was will er noch? Spürt er nicht dieses Dorf. seinen lebendigen Schlag? Darf er wandern gehen mit seiner Sehnsucht und sich diesen hier versagen?
Nein, sagt Ekkehard Wildung, der Lehrer — und er ist schön und jung dabei. Wenn die kleine Ehrentraud Waldner ein Wunder von ihm erwartet, so will er dieses Wunder für sie sein. Und wenn es die andern tun, auch ihnen.
Die Parade der französischen Truppen auf dem Rennweg
(Landesbildstelle: Photo Demanegal
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