Tiroler Tageszeitung 1945
Monat:7
- S.34
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Seite 4 Nr. 24
Tiroler Tageszeitung
Donnerstag, 19. Juli 194
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Stadt und Lond
Anläßlich des Einzuges des Generals Bethouart in Innsbruck erscheint die „Tiroler Tageszeitung“ heute 4 Seiten stark.
Die Kartoffelbestellscheine
Der Bürgermeister der Landeshauptstadt Innsbruck (Ernährungsamt) gibt bekannt:
Im Bereiche des Ernährungsamtes der Landeshauptstadt Innsbruck ist der Bestellschein 78 für Speisekartoffeln sofort bei den zuständigen Geschäften abzugeben.
Die Verteilerstellen haben die Bestellscheine bis zum 25. Juli d. J. ordnungsmäßig aufgeklebt beim Ernährungsamt, Mariahilfer Schule, einzureichen.
Der Bezugsausweis für Speisekartoffeln ist bei der Abtrennung des Bestellscheines mit der Geschäftsstampiglie zu versehen.
Öffentliche Steuermaßnahmen
Viele Steuerpflichtige haben die letzten Steuerfälligkeitstermine nicht beachtet. Das trifft insbesondere zu für die am 10. Juni fällig gewordenen Vierteljahrsvorauszahlungen auf die Einkommensteuer, Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer, für die am 10. Juni und 10. Juli fällig gewordenen Monatsvorauszahlungen auf die Umsatzsteuer und für die am 10. Juli fällig gewordenen Abfuhren der Lohnsteuer für den Monat Juni bzw. für das Kalendervierteljahr April—Juni 1945.
Die säumigen Steuerpflichtigen werden hierdurch aufgefordert, die Steuerrückstände sofort zu begleichen. Die Verkehrserschwer
nisse, die noch eine kurze überschreitung des Junitermins entschuldbar machen konnten, sind seit Wochen weggefallen. Die Steuern können im Anweisungsverkehr bei den Postämtern und bar bei den Finanzkassen sowie bei den etwa von Finanzämtern errichteten und bekanntgemachten Zahlstellen der Finanzkassen entrichtet werden. Zahlungssäumnis hat deshalb die Erhebung eines Zuschlages von 5 v. H. des Rückstandes zur Folge. „
Steuerrückstände, die nach dieser Mahnung noch unbeglichen bleiben, werden kostenpflichtig beigetrieben werden.
Die Finanzämter des
Finanzlandesdirektions=Bezirks Innsbruck Dr. Bauer=Bargehr
Rückkehr der Ausländer
Das jugoslawische Komitee in Innsbruck gibt bekannt:
Ein Transport von 1400 Kriegsgefangenen und Zivilisten ist am 1. Juli aus dem Lager Kematen abgefahren.
Ein Transport von 800 Jugoslawen aus Innsbruck ist am Samstag, den 7. Juli, abgefahren.
Die beiden Transporte wurden mit der Eisenbahn durchgeführt, und zwar je 35 Personen in einem Güterwagen, und jeder bekam ein Paket vom französischen Kriegsgefangenen=Roten=Kreuz. Der Weg ging über Mallnitz, Villach nach Jugoslawien.
Durch das Ankommen der französischen Truppen sind einige Veränderungen eingetreten, so daß man noch nicht weiß, wann der dritte Transport abfahren wird.
Alle Kriegsgefangenen und Zivilisten, die zerstreut in den Dörfern wohnen, sollen wegen schnelleren Abtransportes nach Sammel= wesen lagern in Innsbruck, Kufstein oder Feldkirch Gewattherrschaft als übersiedeln.rufen worden.
Vom Landesmuseum Ferdinandeum
Am 16. Juli tagte in Innsbruck die Generalversammlung des Vereins Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum. Dabei wurde mitgeteilt, daß dem Museum Ferdinandeum in Innsbruck trotz der Bombentreffer keine Ausstellungsstücke verloren gingen, da schon im Herbst des Jahres 1942 mit Bergungen begonnen wurde. Der bisherige Vorstand des Vereins, Dr. Graf Trapp, der Leiter des Landesdenkmalamtes, setzte sich während der nationalsozialistischen Herrschaft für die Bergung der wichtigsten Museumsschätze ein. Graf Trapp wurde für seinen Weitblick auf Veranlassung des ehemaligen Gauleiters Hofer vor ein Kriegsgericht gestellt; seine Uk.= Stellung wurde aufgehoben. (LHK.)
Zwölfhundert Geisteskranke in Tirol beseitigt
Innsbruck, 18. Juli.
Bald nach Kriegsausbruch wurde gemäß den von Hitler schon in seinem Buch „Mein Kampf“ gegebenen Richtlinien im ganzen Reich ein Vernichtungsfeldzug gegen Geisteskranke durchgeführt. Die Leitung dieses Mordplanes hatte der Reichskommissar für nationale Verteidigung; die Aktion stand unter dem Motto „Aktion Brak“ zur — Gewinnung von Raum für Lazarette!
Die Art und Weise der Durchführung war im ganzen Reich dieselbe. Die Kranken wurden aus ihren Heimat=Krankenanstalten in ein gaufremdes Krankenhaus verlegt und sind dort beseitigt worden. Die Angehörigen erhielten die kurze Mitteilung, daß ihr Verwandter an Angina oder Lungenentzündung plötzlich gestorben sei. In Wirklichkeit waren die Kranken durch Einspritzungen von beauftragten Arzten ermordet worden. Nachdem diese Aktion einmal angelaufen war, wurde der Zuwachs in den Heilanstalten regelmäßig durch Halbjahresberichte an die Reichsstelle gemeldet, zugleich unter Vorlage von Listen, welche die Namen derjenigen enthielten, die für eine weitere Beseitigung vorgesehen waren.
Nach vorliegenden Angaben wurden das erstemal in der Landesheilanstalt in Hall gegen 260 Patienten für die „Aktion Brak“ ausgewählt, später einmal 91, wieder später 60 und einmal sogar 150. Eine genaue Festlegung der Zahl der Ermordeten im Gau Tirol=Vorarlberg ist nicht möglich.
Mitverantwortlich für diese Aktion waren der Landessanitätschef Dr. Czermak und der Leiter des Volksgesundheitsamtes Doktor
Niedernhart bei Linz gebracht, deren Leitung ein gewisser Arzt Dr. Lonauer inne hatte. Selbst noch im März und April 1945 hatten diese Arzte keine größere Sorge als jene, ihren Mord an den anvertrauten Patienten in verstärktem Maße fortzusetzen. So wandte sich damals Dr. Lonauer brieflich an Doktor Czermak, um für sich in Tirol eine Unterkunft zu erhalten. Die russische Armee war ja bereits in arge Nähe Oberösterreichs gekommen. Dr. Lonauer wäre daher allzu gern in das sichere Tirol übersiedelt. Auf sein Schreiben bot ihm der Landessanitätschef Dr. Czermak auch eine Wohnung an, „wenn er dafür die Patientenin der zum Bersten überfüllten Haller Heilanstalt reduziert“.
Alle Jugoslawen, die nach Innsbruck kommen, sollen sich sofort beim Jugoslawischen Komitee in Innsbruck, Herrengasse 1, täglich von 9 bis 12 Uhr melden.
Todesfälle
Am 8. Juni starb in Innsbruck Frau Emma Gvatter, die Gattin unseres Mitarbeiters Karl Gvatter. Am Grabe gedachte am 11. Juni ein Vertreter der organisierten Arbeiterschaft in warmen Worten der Dahingegangenen. Es war das erste Mal seit sieben Jahren, daß eine solche Trauerfeier abgehalten werden konnte. Am gleichen Tage wurde auch am Pradler Friedhof der junge Wiener Arbeiter Rudolf Lawatsch, ebenfalls unter großer Beteiligung, zu Grabe getragen. Er kam aus dem Konzentrationslager Dachau und starb in Innsbruck.
Am 5. Juli fand unter zahlreicher Teilnahme das Begräbnis des Personalchefs der Innsbrucker Stadtwerke, Peter Gruber, statt. Gruber erreichte nur ein Alter von 40 Jahren. Er war ein langjähriger gewerkschaftlicher Funktionär gewesen und nach dem Zusammenbruch der braunen Gewalthorrschaft al- städtischer Personalchef be
Besprechung der ehemaligen K3.=Häftlinge
Die Listen, welche den Vorschlag für den Mord an Geisteskranken darstellten, wurden — wie die Verhafteten selbst angaben — „ohne Fachkenntnis und mit großer Gewissenlosigkeit“ aufgestellt.
Der Mord in den dazu bestellten Krankenanstalten wurde durch Einspritzungen bewerkstelligt. Nach wenigen Tagen sind die Kranken an diesen Injektionen gestorben. Das äußere Krankheitsbild war das einer akuten
Lungenentzündung. Die Leichen sind verbrannt worden. Die Urnen wurden den An
gehörigen mit dem Totenbefund übersandt, der auf irgendeine Infektionskrankheit lautete. Wie leichtsinnig dabei vorgegangen wurde, geht daraus hervor, daß es öfters vorkam, daß Angehörige die Urne und Todeserklärung zugeschickt erhielten, obwohl sich der Kranke bereits in häuslicher Pflege bei ihnen daheim befand.
Aus wohlunterrichteten Quellen geht her
Malfatti. Beide wurden auch deshalb jetzt vor, daß 1200 Geisteskranke aus Tirol und in Haft genommen. Die Kranken wurden von Vorarlberg allein in der oben geschilderten Tirol in die oberösterreichische Heilanstalt Art ermordet wurden.
Wir erhalten folgenden Bericht:
Am 17. Juli fand in Innsbruck eine Besprechung der ehemaligen KZ.=Häftlinge und der durch Naziterror durch Haft verfolgten österreicher statt. Nach einer Begrüßungsansprache durch den provisorischen Vertrauensmann Major Marinkovic, der sieben Jahre Buchenwald hinter sich hat, in dem er die Gründung des „Bundes der Opfer“ bekanntgab, folgte die Verlesung der Satzungen des Bundes, die den allgemeinen Beifall der Anwesenden fanden. Darin hieß es u. a.: „Wir vertrauen fest auf die nicht zerstörbaren Kräfte der Gerechtigkeit und Gesetzlichkeit und erwarten zuversichtlich, daß die öffentliche Verwaltung in unserem österreichischen Vaterland es als ihre vordringliche Pflicht erachten wird, die Verantwortlichen festzusteklen und die Wiedergutmachung der Schäden durchzusetzen, die den Opfern nationalsozialistischen Terrors
wegen ihres Volkstums, ihrer Rasse, ihrer Gegnerschaft zur nationalsozialistischen Bewegung oder aus einem ähnlichen Grunde zugefügt wurden.“
In dem Artikel 9 des Paragraphen I des Statutes heißt es: „Es gilt, erfolgversprechende Einflußnahme auf die Gesamthaltung der österreichischen Bevölkerung durch stete Belebung des traditionell anständigen, gesitteten Österreichertums zu nehmen sowie unablässige Zusammenarbeit mit allen hierzu berufenen Stellen zwecksehester und gründlicher Ausmerzung aller nationalsozialistischen Ideo
logien. Als Gründer des Vereins zeichnen Dr. Robert Wolfgang Lassenau, Doktor Gottlieb Kneußl, Alfons Marinkovic und Ernst Schneider. Der Verein hat seinen ständigen Sitz in Innsbruck und führt die Bezeichnung: „Bund der Opfer nationalsozialistischer Unterdrückung in Tirol — Verein zur Wiedergutmachung der Schäden aller vom nazistischen Terror betroffenen Tiroler.“ Anschließend folgte eine Besprechung der dringendsten Hilfe= und Fürsorge=Maßnahmen, bei der Landesrat Ronczay den Vorsitz führte. Es wurde eine Resolution an die Landesregierung ausgearbeitet. Um die Mitglieder des Vereins auch nach außen hin kenntlich zu machen, wurden folgende drei Abstufungen von Abzeichen eingeführt, die in nächster Zeit zur Ausgabe gelangen werden: Bei allen drei bildet der Dornenkranz das Symbol des ausgestandenen
Martyriums. Die Abstufungen sind folgende: a) Geschädigte mit ausgestandener KZ.=Haft, b) Geschädigte mit ausgestandener Verwahrungs=, Untersuchungs= oder Strafhaft, ferner mit sogenannter Schutzhaft und mit allen anderen
erste Transport von Innsbruckern ging am 13. Juli weg. Am 16. Juli folgte ein zweiter Transport erholungsbedürftiger ehemaliger politischer Häftlinge. Außerdem ist ein Sanatorium in Tirol in Vorbereitung, wo unter Mitwirkung des „Service sanitaire suisse“ einer schweizerischen Hilfsorganisation für die Opfer des Faschismus, die Arzte, Medikamente und Lebensmittel stellt, eine große Zahl von den erkrankten ehemaligen politischen Häftlingen und KZ.=lern zur Genesung aufgenommen werden. Anmeldungen für Erholungsheime und für das Sanatorium können bis 31. Juli im Landhaus, Zimmer 707, bei Landesrat Ronczay eingebracht werden.
F.C. Hall gegen F.C. Kufstein 2:1
Wir erhalten folgenden Bericht: Bei einer schier unerträglichen Hitze, die über dem Spielfeld lagerte, gastierte der bisher ungeschlagene F.C. in Kufstein, das eine schnelle, schlagkräftige Mannschaft, zum Großteil aus alten Fußballprominenten bestehend, gestellt hatte. Aber auch diese Elf konnte den derzeit in Tirol weit führenden F.C. Hall nicht in die Knie zwingen, wenn auch einige Schwächemomente der Haller nicht übersehen werden dürfen. Eine Reihe brenzliger Situationen meisterte in seinem alten phantastischen Stil der Haller Tormann Bileck. Mit diesem Spiel de endete der F.C. Hall seine heurige Frühjahrssaison mit dem sehr guten Endexgebnis von neun gewonnenen Spielen mit einem Torverhältnis 43:12.
Bergbaueen
Unlängst fragte mich ein französischer Soldat, indem er auf eines der Häuser knapp unter der Waldgrenze wies: „Dort wohnen Menschen und arbeiten?“
„Bergbauern“, erzählte ich. „Und wie sie arbeiten! Die überwiegende Mehrzahl der Tiroler Bauern teilt ihr Schicksal. Ein hartes Los, vom frühesten Morgen bis in die späte Nacht, eine Arbeit, wie sie keiner der Kohlenarbeiter in den Bergwerken zu leisten hat. Noch donnern im Frühjahr von den Bergen die Lawinen, muß der Bergbauer seine Felder bebauen. An steilen Hängen, auf glitschigem Grund, daß ihm nicht selten die Pferde unterm Pflug zusammenbrechen oder mit der Egge über die steile Bergwiese kollern. Ein Wunder oft, daß sich nicht Mensch und Tiere die Knochen brechen. Ruft aber nach Wochen das Feld zur Mahd, dann beginnt die blutschwere Arbeit aufs neue. Viele Bergwiesen muß der Bauer mit Steigeisen angehen. Da hat er kein Tier als Gehilfen. Auf seinen Schultern trägt er das Heu zur Scheune. Und
zusammenhelfen müssen sie alle: Weib und Kinder, die ganze meist vielköpfige Familie, um die Ernte zu bergen. — Zum Kornschnitt hat es der Bergbauer nicht besser. Dabei müssen ihm aber Wetter und Herrgott gnädig sein, denn nur kurz ist der Sommer im Ge
birge und von den knappen drei Monaten hängt das Schicksal von zehn und mehr Leuten ab für ein ganzes langes Jahr.“
„Und Maschinen“, warf der Neugierige ein. „Kennt man die nicht?“
„Es gibt keine Mäh= und Dreschmaschinen, die dem Bergbauern auf den abschüssigen Feldern nützen könnten. Der althergebrachte Pflug und die seit Generationen vererbte Egge, Rechen und Sensen und die Kraft der eigenen Arme, das ist sein Kapital. Ein anderes hat er nicht und kann er nicht brauchen.“
„Und warum bleiben die Menschen dort oben?“
„Eine Frage, die sich schon viele stellten. — Weil sie den Berg lieben, weil sie in dieser Erde wurzeln und welk würden, wollte man sie ausreißen und anderswohin pflanzen, wo nicht ihre Heimat ist. Um die Frucht dieses Landes, um die kärgliche zwar, aber die eigene Frucht, haben sie seit urdenklicher Zeit, von Familie zu Familie gerungen. Für dieses Land und seinen Boden sind die Besten ihrer Ahnen gefallen. Es ist ihr Heim, ihre Heimat. Und selbst frei wie der Berg wollen sie sein. Die Stadt wie die Ebene erdrücken sie. Bergbauer ist Kampf. Hart wie der Fels ist ihr Wollen.“
F. Baldauf.
Freiheitsbeschränkungen unter der Voraussetzung, daß nationalsozialistische Verfol
OSTERREICH
Beisetzung eines österreichischen Freiheitskämpfers
St. Florian, 17. Juli. Der ehemalige sozialdemokratische Landtags=Abgeordnete Leopold Kotzmann wurde am 1. Mai 1945 auf Veranlassung des Gauleiters Eigruber von Oberösterreich in Treffling durch Angehörige der Hitlerjugend erschossen. Seine Leiche wurde nun auf dem Friedhof von St. Florian feierlich beigesetzt. Der Gemeinderat von St. Florian hat eine Straße nach seinem Namen benannt.
gungsakte aus politischen, antidemokratischen oder nichteigensüchtigen, kriegswirtschaftlichen Motiven vorliegen; e) alle übrigen ohne Freiheitsentzug Geschädigten, die als Gegner der NSDAP. gleichfalls durch nationalsozialistische Maßregelungen an ihrer Menschenwürde, ihrer Ehre, ihrer Person, am beruflichen oder wirtschaftlichen Fortkommen, an Hab und Gut oder an anderen Rechten betroffen wurden.
Verhaftung eines Kv.=Doktors
Bad Schallerbach, 17. Juli. Universitätsprofessor Dr. Risak aus Wien ist hier in Haft genommen worden. Nicht nur, daß er die für die Arzte der Wehrmacht hinausgegebenen Vorschriften 150prozentig befolgte, hat er auch die ihm vorgeführten Soldaten ohne weitere Untersuchung frontdiensttauglich erklärt und so unzählige Soldaten als Kanonenfutter abgestellt.
Erholungsheim für ehemalige politische Häftlinge und KZ.=ler
Innsbruck, 18. Juli. (LHK.) Die ehemaligen politischen Häftlinge und KZ.=ler, die durch ihre Standhaftigkeit in den Konzentrationslagern und Zuchthäusern des Dritten Reiches bewiesen haben, daß sie aufrechte österreicher und wahrhafte Antifaschisten sind, haben Anspruch darauf, daß die heutige
Zwei Jahre für Entfernung von SS=Tätowierungen
Salzburg, 18. Juli. Nach Beendigung des Krieges wurde das bisher wohlbehutete Geheimnis bekannt, daß einer großen Zahl von SS=Leuten ihre Blutgruppe eintätowiert worden war. Da dieses Merkmal bei der Gefangennahme und bei Verhaftungen sehr un
Staatsführung sich in besonderem Maße um 6t, eine bewußte Unterlassung begangen
die Befursorgung dieser tapferen Patrioten hat, die für Österreich und fur die Vereinig
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kummert. Die Landesregierung hat sich dankenswerter Weise dieser Fragen angenommen und für Sofortmaßnahmen eine Stelle geschaffen, die die Betreuung der politischen KZ.=Angehörigen und die Wahrnehmung ihrer Interessen an vorläufiger Wiedergutmachung durchführt. Es wurden zwei Heime als Erholungsstätten eingerichtet. Der
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send bespitzelt? Warum muß ein Beamter der Innsbrucke richterstatter der verschiede das Amt für Beamte usw. ihnen vorgesetzte Stellen Stimmung der Beamten einschicken? Warum mußte mitteilen, daß die den Beamten ständig wechsnoch „unbelehrbare Meckere
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Ghlan na saboter,
Grchert, Barum mühten
bard. .. vorge tliche g daß vie
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angenehm war, versuchte mancher sich seiner so rasch als möglich zu entledigen. Wegen fernung solcher Tätowierungen, die unter
Entfernung „olcher Tätowierungen, die unter
Bestrafung steht, hatte sich kurzlich der Arzt Dr. Alfred Waldmann vor dem Militärgericht zu verantworten. Der Angeklagte wurde zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, weil er, wie es in der Urteilsbegründung heißt, eine bewußte Unterlassung begangen
geie Sespielsweig Gld
Schweinepest in Kärnten
St. Veit, 18. Juli. Im östlichen Teil des Kreises St. Veit ist eine Schweinelungenpest ausgebrochen, die bei einer Reihe von Bauern zum vollkommenen Verlust des Schweinebestandes geführt hat.