Tiroler Tageszeitung 1945
Monat:12
- S.123
Suchen und Blättern in knapp 900 Ausgaben und 25.000 Seiten.
Gesamter Text dieser Seite:
Rontag, 31. Dezember 1945
Tiroler Tageszeltung
Nr. 160 Seite 13
wen bis zum Jon mit einer
Jahr
Belebtheit und die 12 Apostel bidet alledue
lichte e. 1.
U550
rache
stus hinaus
sehien Pale
o sind g. Bloß abseits entdi aberashue
den Hrnstste
d sen dind
hehaltet „eiste
10 ehert. 1
en. 690 Spannus. h.
sir di gare
Sengesgtäcke
de Serianen pa
ar Radt and Zand
Im Zeichen herzlicher Bez"ehungen
der Sichetheitsdirektion von Trol. — L. X., Innsbruck, 30. Dezember.
Et gehört zum Wesen der Arbsit der Sicherheitsorgane,
daß sich wesentliche Teile ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit in der Stille und dem unmittelbaren Einblick einer breiteren Offentlichkeit entzogen, abspielen müssen. Je geräuschloser die notwendigen Maßnahmen für die öffentliche Sicherheit durchgeführt werden, je weniger die Offentlichkeit die umsichtige Hand der Polizei sieht und spürt, desto wirksamer und segensreicher vollzieht sich ihre Arbeit.
Naturgemäß steht gerade in Zeiten des Umbruchs und der Neuorientierung des öffentlichen Lebens die Tätigkeit der Sicherheitsorgane im Blickfeld des allgemeinen Interesses. Die Säuberungsaktionen und die sonstigen unmittelbar mit der Nachkriegszeit zusammenhängenden Aufgaben der Polizei haben begreiflicherweise große Anteilnahme der Bevölkerung gefunden. Es entspricht daher dem Wunsch und dem Anspruch der Bevölkerung, von Zeit zu Zeit in großen Zügen über die Tätigkeit der Sicherheitsorgane unterrichtet zu werden.
Die Sicherheitsdirektion von Tirol hat diesem berechtigten Wunsch bereits in weitgehendem Maße Rechnung getragen. Sie wird die Offentlichkeit durch die Presse laufend über ihre Tätigkeit unterrichten.
Man könnte die rahmensprengende Tätigkeit der Sicherheitsdirektion von Tirol unter das Motto stellen: Die Polizei als Freund, Helfer und Diener der Allgemeinheit. Denn auch die großzügige Schuttaufräumungsaktion, die der Initiative des Sicherheitsdirektors entsprang und bei der die Polizei selbst Vorbild war, hat entscheidend dazu beigetragen, dem äußeren Bild unserer Stadt wieder einen friedensähnlichen Charakter zu geben.
Viele unserer Leser waren überrascht, aus unserem kürzlichen Interview mit dem Sicherheitsdirektor=Stellvertreter Dr. W. Großmann die Vielfälrigkeit des Aufgabenbereiches der Sicherheitsdirektion näher kennen zu lernen. Im einzelnen werden diese für den Wiederaufbau des Landes mitentscheidenden Maßnahmen, wie Arbeitseinsatz, Regelung des Ausländerproblems, „Denazifizierung“ des öffentlichen Lebens usw. einer späteren Würdigung vorbehalten bleiben müssen. Die bisherige Bilanz, die der Sicherheitsdirektor=Stellvertreter in seiner ersten Pressekonferenz vorlegen konnte, gab einen Überblick über das
jewaltige Arbeitspensum, das die Sicherheitsdirektion im
kaufe der vergangenen Monate erfolgreich erledigt und sch für die Jukunft gestellt hat. Die „Tiroler Tageszeitung“ wird noch in einigen Spezialreportagen über diesen Arbeitsbereich der Sicherheitsdirektion berichten.
Der größte Teil dieser Aufgaben wird in enger Zusammenarbeit mit den entsprechenden Diensistellen der französischen Militärregietung durchgeführt Die Zusammenarbeit zwischen der Militärregierung und der Sicherheitsdirektion gerade auf dem Sektor der öffentlichen Sicherheit und der Wiederherstellung normaler Verhältnisse im öffentlichen Leben zeichnet sich durch Verständnis, Vertrauen, Achtung und Hilfsbereitschaft aus.
Vertiefung der französisch=österreichischen Zusammenarbeit
Es war daher ein guter Gedanke der Sicherheitsdirektion, in einem ungezwungenen Rahmen die verantwortlichen Männer der Sicherheitsbirektion der französischen Militärregierung und der Sicherheitsdirektion von Tirol mit führenden Männern des öffentlichen Lebens unserer Stadt bekannt zu machen und ihnen durch einen offenen Meinungsaustausch über alle aktuellen Probleme Gelegenheit zu geben, ihre Sorgen und Wünsche zu besprechen. Auf Anregung des Sicherheitsdirektor=Stellvertreters Dr. Großmann veranstaltete die Sicherheitsdirektion von Tirol im Zuge der Vertiefung der französischösterreichischen Beziehungen am Sonnabend einen Besellschaftsabend in den Räumen des Hotels Mariabrunn auf der Hungerburg.
Der Chef der Abteilung Sicherheitswesen der Militärregierung, Lt. Colonel Andrieu, Directeur de la Sureté, und Landeshauptmann Dr. Weißgatterer hatten das Protektorat über diesen Abend übernommen.
Die von Dr. Großmann in seiner Ansprache betonten guten Beziehungen und die reibungslose Zusammenarbeit der beiden Sicherheitsdirektionen fanden ihre praktische Bestätigung in der herzlichen und vertrauensvollen Atmosphäre, die die wohlgelungene Veranstaltung kennzeichnete und die dadurch ihren Zweck, die französisch=österreichischen Beziehungen auch auf diesem Sektor des öffentlichen Lebens weiter zu vertiefen und Verständnis für die beiderseitigen Aufgaben und Wünsche zu wecken, voll erfüllte.
Der große Anklang, den die Veranstaltung fand, bestätigte die Richtigkeit der Absicht der Sicherheitsdirektion. Die Hausherten Oberst W. Winkler und Dr. W. Großmann konnten neben den Ehrengästen Landeshauptmann Dr. Weißgatterer und Lt. Colonel Andrieu zahlreiche prominente Gäste aus allen Sparten des öffentlichen Lebens, der Verwaltung, der Wirtschaft und der Kultur begrüßen.
So waren von französischer Seite u. a. erschienen: Col. Moreigne, Col. Lebaud als Vertreter von Gouverneur Exz. Dutheil, Comt. Combes, Chef de la Sureté du Tyrol, Capitaine Goursand als Vertreter des Generalgouverneurs Exz. Voizard, Capt. La Porte, Capt. Lemoine, Comt. Herbigny und Capt. Sibelin.
Unter den zahlreichen österreichischen Gästen des Abends sah man u. a. Landtagspräsident Dr. Platzgummer, Bürgermeister Dr. Melzer, Polizeidirektor Dr. Junger, Staatskommissar Hofrat Kneußl, Kabinettsrat Dr. Großmann, Oberstleutnant Wunsch, Major Marincovich, Präsident Foradori, General Sborzil.
Das künstlerische Rahmenprogramm war mit Geschick und Geschmack zusammengestellt. Die Solodarbietungen von Frau Kammersängerin Gertrude Böser, Dr. Albert Riester und Herrn Renk vom Tiroler Landestheater, die von Conferencier Dr. Erich Fortner mit launigen Worten vorgestellt wurden, fanden den ungeteilten Beifall einer festlich gestimmten Zuhörerschaft.
Giuseppe Taddei in Innsbruck
Gastspiele und Konzert des berühmten Baritons der Mailänder Seala
Den begeisterten Anhängern italienischer Opernkunst bot sich am Samstag, den 29. Dezember, die seltene Gelegenheit, einen der ersten italienischen Baritonsänger der Gegenwart, Giuseppe Taddei von der Mailänder Scala, in einer glanzvollen Aufführung des „Troubadours“ am hiesigen Stadttheater in der Rolle des Grafen Luna kennenzulernen.
Taddei ist unzweifelhaft einer der ganz Großen in seinem an begnadeten Sängern so reichen Heimatland. Die festliche Zuhörermenge, welche Parkett und Ränge des Stadttheaters bis aufs letzte Plätzchen füllte, stand denn auch, als nur die ersten Töne seines herrlichen Baritons erklungen waren, schon ganz im Banne dieses Künstlers. Taddei sang die Rolle des Grafen Luna in seiner klangreichen Muttersprache, die für den Gesang wie geschaffen ist, und versetzte uns ganz in die Atmosphäre der großen italienischen Oper. Mühelos strömt seine in allen Lagen gleich schöne, volltönende Stimme in den Raum, den sie auch im feinsten Pianissimo ganz erfüllt. Doch auch in den gewaltigsten Ausbrüchen der Leidenschaft bleibt dieses mächtige Organ, das bei aller Kraft doch
immer seine wohltuende Weichheit und Schmiegsamkeit bewahrt, mit seiner warmen, dunklen Färbung immer von edelstem Klang. Obwohl der Künstler die Gestalt dieses unglücklichen Rivalen darstellerisch mit allen den Zügen ausstattete, die nun einmal zu dieser wenig sympathischen Rolle gehören, eroberte er an diesem Abend durch den Zauber seiner Stimme und sein überragendes Können im Sturme die Herzen der Zuhörer, die ihm mehrmals auf offener Szene begeisterten Beifall zollten, so daß er die berühmte Arie „Ihres Auges himmlisch Strahlen“ sogar wiederholen mußte. In hauchzartem Pianissimo angesetzt, dann in allmählichem Anschwellen und in meisterhafter Steigerung des Gefühlsausdruckes zum strahlenden Abschluß geführt, stellte diese Arie den
glanzvollen Höhepunkt der Aufführung dar.
Durch die künstlerische Persönlichkeit des Gastes mitgerissen, vollbrachten auch unsere einheimischen Kräfte unter der umsichtigen, ihren viel
seitigen Aufgaben in allen Phasen gerecht werdenden Stabführung Siegfried Neßlers geradezu hervorragende Leistungen. Besondere Hervorhebung verdient das wirkungsvolle Terzett des ersten Aktes zwischen Leonore, Manrico und dem Grafen Luna; ebenso das herrliche Duett Leonore — Graf Luna im letzten Akt, wie denn überhaupt die gesamte Aufführung auf beachtlicher Höhe stand.
Besondere Anerkennung gebührt der Direktion unseres Stadttheaters, der es gelungen ist, Ginseppe Taddei für insgesamt drei Abende zu gewinnen:
Am 3. Jänner, 20 Uhr, wird das Gastspiel in der Oper „Der Troubadour“ wiederholt.
Am 2. Jänner werden wir den Künstler außerdem in einem Konzert hören können, das um 20 Uhr im Stadttheater unter Mitwirkung von Carlo Zattoni, Tenor am Teatro San Carlo in
Neapel, abgehalten wird. Die Begleitung am Flügel übernimmt Maestro Renato Raffaelli, Mailand. Das Programm bringt im ersten Teil Arien und Duette aus bekannten italienischen Opern, wie „André Chénier“, „Rigoletto“, „Barbier von Sevilla“ (die berühmte Cavatine des Figaro), „Bajazzo“ und aus der Oper „Carmen“; im zweiten Teil folgen italienische — vor allem neapolitanische — Volkslieder in Sologesang und Duett.
Der in Genua geborene, erst 29jährige Bariton Giuseppe Taddei hat trotz seiner Jugend eine bereits zehn Jahre umfassende, glänzende Bühnenlaufbahn hinter sich. Seine Lehrmeisterin war die bekannte italienische Gesangsprofessarin Giuseppine Lusso in Rom Er begann seine künstlerische Tätigkeit unter dem Dirigenten Tullio Serafin an der römischen Oper. Seitdem wirkte er als Opernsänger in Genua. Neapel, Triest und Venedig, hauptsächlich jedoch an der Mailänder Seala sowie in Florenz bei den Festveranstaltungen des „Maggio Musicale“, mit Partnern wie Beniamino Gigli. Totti dal Monte Caniglia, Schipa, Volpi. Von seinen Duetten mit Gigli wurden zahlreiche Schallplatten aufgenommen, die oft auch im Rundfunk zu hören sind.
Schwerer Beriuft für das Italieni"che Rote Kreuz
Bei einem Autozusammenstoß am 22. Dezember in der Nähe von Bozen ist der Vizepräsident des Italienischen Roten Kreuzes in Innsbruck, Herr Remo Pederzolli, tödlich verunglückt, während der Bürovorstand Herr Vincenzo Campeol schwer verletzt wurde.
Die Genannten hatten sich auf einer Dienstreise zum Italienischen Roten Kreuz nach Bozen begeben. Man hofft, daß Herr Campeol, obwohl er mehrere Verletzungen erlitten hat, nach einem längeren Aufenthalt im Krankenhaus wieder aufkommen wird.
Der Verlust des Herrn Pederzolli trifft das Italienische Rote Kreuz in Innsbruck besonders schwer in Anbetracht seiner organisatorischen Fähigkeiten, seines Eifers und der Opferfreudigkeit, mit welcher er sich unter Ansporn seiner ganzen jugendlichen Kräfte dieser humanitären
Aktion für die Betreuung und die Heimführung seiner deportierten Landsleute selbstlos widmete, sowie auch in der Erfüllung der ihm vom Italienischen Roten Kreuz selbst anvertrauten Aufgaben.
Er hinterläßt eine tieftrauernde Witwe mit zwei kleinen Kindern. seine alten Eltern sowie zahlreiche Freunde und Menschen, denen er Wohltaten erwies, die ihn alle liebten und schätzten. Er starb im Dienste des Italienischen Roten Kreuzes, in dessen Namen ihm in Bozen die letzte Ehre in feierlicher Weise erwiesen wurde. Die sterbliche Hülle wurde nach Stenico, dem Geburtsorte des Hingeschiedenen, überführt und dort beigesetzt.
Seiner Familie und allen, die ihm nahestanden, sprechen wir unser tiefstes Beileid aus. Italienisches Rotes Kreuz, Delegation Innsbruck.
Wieder Gerichte
Auf Grund der Erm tigung der Militärregierung der französischen Besatzungszone in Österreich und Verfügung des Justizministers wird die Tätigkeit der Gerichte in Tirol und Vorarlberg mit 7. Jänner in vollem Umfange wieder aufgenommen.
Oberlandesgerichtspräsidium: Dr. Praxmarer.
Als Nenjahrsgruß für alle Schachspieler Tirols veranstaltet der langjährige Obmann des „Schlechterklubs“ König, ein Eröffnungsschachturnier. Teilnahmeberechtigt ist jedermann. Zeit und Ort werden in der Presse bekanntgegeben. Interessenten erfahren alles Näheres bei Peter König, Café „Paul“ oder Lindengasse
Hohes Alter
Frau Maria Thurner, Weiherburggasse 25, feierte gestern ihren 30. Geburtstag.
Am 1. Jänner begeht Franz Hotter, Kaufmann in Zell a. Ziller, seinen 90. Geburtstag. Als Sohn eines Bauern in Zellbergeben geboren, verbrachte er am elterlichen Hofe seine Kindheit. Schon früh. an harte Arbeit gewohnt, besaß er auch Unternehmungsgeist genug, um dem Ruf seines Bruders nach Bad Kissingen zu folgen und dort dessen Schnitzereiwarengeschäft zu übernehmen. Er führte es durch seinen Fleiß und Sparsinn zu neuer Blüte und seine Artikel fanden den Weg durch so manchen Fremden auch über die Grenzen des Landes. Am Ende des ersten Weltkrieges stand er, als Vater von sechs Kindern, wie so iele andere, vor dem Nichts. War auch alles verloren, so vermochten es die Wirrnisse der damaligen Zeit doch nicht, seinen Lebenswilsen zu brechen, und
mit neuem Eifer und neuer Entschlossenheit ging er daran, sein Lebenswerk wieder aufzubauen. Durch Umsicht und Fleiß gelang es ihm, sein Geschäft zu neuem Wohlstand zu führen. Wer von den alteingesessenen Innsbrucker Kaufleuten kennt ihn nicht, wie er jede Woche zu ihnen kam mit Rucksack und Kofser, um selbst an Ort und Stelle seine Einkäufe zu erledigen. Er spricht oft und viel von den lieben Innsbruckern, und wenn es wieder mehr zu kausen gibt, wird er es wohl noch einmal versuchen. Viele Jahre voll. harter, aber immer ehrlicher Arbeit hat er hinter sich gebracht und so wünschen wir ihm zu seinem 90. Geburtstag einen gesunden Lebensabend voller Glück und Sonnenschein.
Tote
In Innsbruck starben: Prof. Andreas Colli,
Kunsthändler, 87 Jahre alt; Klara Dannesberger, geb. Scheiring, Regierungsratswitwe, 75 Jahre alt; Lena Daxirer, geb. Staffner, Private, 78 Jahre alt; Franz Spiß, städt. Angestellter, 38 Jahre alt; Werner Greuter, Maurerpolierskind, 10 Jahre alt; Andrä Zimmermann, Hausbesitzer, Gründer und Ehrenmitglied der Freiw. Feuerwehr und der Musikkapelle Amras, 85 Jahre alt.
Im Spital in Innsbruck starb am 22. Dezember nach längerem, schwerem Leiden der Moarbauer Johann Mair im Alter von 42 Jahren. Er hinterläßt die Frau mit 8 Kindern, von denen das älteste 12 Jahre und das jüngste noch nicht ein Jahr zählt. Die zahlreiche Beteiligung der Bevölkerung aus Steinach und den Nachbargemeinden war Zeugnis allgemeiner Teilnahme.
In Telfs starb Frau Maria Härting, geb. Mayr, Postmeisterswitwe, im 92. Lebensjahre.
Gott, dem Allmächtigen hat es gefallen, nseren geliebten und verehrten Bruder, Schwager, Onkel un Großonkei, Herrn
Prof. Andreas Colli
Inhaber des Kunst= u. AntiquitätenGeschäftes Gebr. Colli
nach einem angem und schwerem eiden am 28. Dezember 1948, um ½8 Uhr im 88. Lebensjahre zu sich zu nehmen.
Die Beerdigung des ieuren Verblschenen m Famissengrabe des städt. Friedhofes finde Montag, den 31. Dezember 1945, um 3 Uhr nichmit ags statt.
Die heilige Seele misse wird am Donnerstag, den 3 Jänner 1 6, um ½/28 Uhr früh in der Spitalkirche geiesen.
In liefer Frauer:
Die Jamilien Colli, Verocai, Depero, Schreiter, Mutschiechner, Gassern Walde
Innsbruck, Cortina d"Ampezzo, Brixen, Kalksburg, am 28. Dezember 1945.
Josef Neumair, Innsbruck, Marktgraben 14
THEATER UND KUNST
Landestheater Innsbruck
Wir machen unsere Theaterfreunde aufmerksam, daß es uns gelungen ist, den Bariton der Mailänder Scala, Giuseppe Taddei, für einen italienischen Opern= und Volksliederabend für Mittwoch, 2. Jännet, zu gewinnen. In der gleichen Veranstaltung hören sie den Tenor Carlo Zattoni vom Teatro S. Carlo, Reapel. Die Begleitung hat Macsiro Renato Raffaelli inne. — Es findet also die angekündigte Vorsiellung „Heilige Flamme“ am Mittwoch nicht statt.
Für Donnerstag, den 3. Jänner, ist nicht, wie angekündigt, eine Aufführung von Mozarts „Zauberflöte“ sondern Verdis „Troubadour“. In der Partie des Luna hören sie wiederum Giuseppe Taddei. Den Manrico singt in dieser Vorstellung Sebastian Hauser Diese Troubadourvorstellung ist als letztes Gastspiel Taddei gedacht, so daß also keine weiteren Gastspiele folgen können.
Arien= und Liederabend Alexander Wolkoff im Musikvereinssaal am Donnerstag, den 3. Jänner, um 20 Uhr. Im Programm Arien und Lieder von Beethoven, Brahms, Mozart, Rimsky=Korsakoff, Schumann. Verdi, Wolf und russische Volkslieder. Kartenvorverkauf bei J. Groß, Maria=Theresien=Straße 37.
Tiroler Puppenspiele, Innsbruck, Gasthof „Templ“: Donnerstag, den 3. Jänner, 14 und 16 Uhr: zum letzten Male: „Das Chrisikind im Bergdorf.“ Kartenvorverkauf am Mittwoch von 15 bis 17 Uhr in der Tabaktrafik Reßler, Maria=Theresien=Straße.
WOHINHEGTE:
Montag, 31. Dezember
Theater:
Landestheater, 20 Uhr: Broßes Silvesterbrettl in Berbindung mit Radio Innsbruck.
Tiroler Volksbühne, 20 Uhr: „Die verkehrte Braut.“ Dienstag, 1. Jänner
Theater:
Landestheater, 16 Uhr: „Scampolo.“ 20 Uhr: „Polenblut.“
Jugendbühne St. Nikolaus, 15 Uhr: „Schneewittchen.“ Tiroler Heimatbühne, 19.30 Uhr: „Ehemann wider Willen.“
Tiroler Volksbühne, 20 Uhr: „Die verkehrte Braut.“ Tiroler Puppenspiele, 14 und 16 Uhr: „Das verwunschene Schloß.“ Filme:
Zentral: „Ave Maria“
Kammer: „Hab mich lieb.“ 23 Uhr: Silvestervorstellung:
„Der weiße Traum.“
Triumph: „Romanze in Mok“
Laurin: „Sommer, Sonne, Erika“
Löwen: „Die heimliche Gräfin“
Hall: „Sophienlund.“ Fulpmes: „Wir machen Musik.“ Wattens: „Meine Freundin Josefine.“
Schwaz: „Ungeküßt sollst du nicht schlafen gehn“ Häring: „Die Gattin.“
Kitzbühel: „Frauen sind doch bessere Diplomaten.“ Kufstein, Egger: „Kollege kommt gleich.“
Kufstein, Hirschen: „In flagranti.“
Verlust
Am Samstag, den 29. Dez., ist im Personenzug Wörgl—St. Johann i. T. in der Zeit von 19.30
bis 20.30 Uhr eine braune Aktentasche mit Abrechnungsbelegen über Vieheinkäufe in Württemberg in Verlust geraten. Für die Beibringung der Tasche mit den unersetzlichen Akten, die für den Finder wertlos sind, wird eine Belohnung von 500 Schilling ausgesetzt. Die Tasche, bzw. die Akten können bei allen Gemeindebehörden des Bezirkes Kitzbühel abgegeben werden.