Tiroler Tageszeitung 1945

Monat:12

- S.35

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Dienstag, 11. Dezember 1945
Frunkreiche Nolle in der Wen
Eine Rundfunkrede des Generals de Gaulle
Paris, 10. Dezember. (AFP.) Der französische Regierungschef General de Gaulle hielt heute abends seine angekündigte Kundfunkansprache an das französische Volk. Der General sprach über die internationale Lage und die inneren Probleme Frankreichs. „Nach schweren Prüfungen“, so erklärte de Gaulle, „hat Frankreich seine nationale Unabhängigkeit gerettet. Unter Vermeidung eines alles zerstörenden Bürgerkrieges, der durchaus im Bereiche der Nöglichkeit lag, hat die französische Nation ihre volle Einigkeit wieder gewonnen.“ üüber die Rolle Frankreichs in der Belt führte der französische Regierungschef unter anderem aus:
„Die so schwer erkämpfte Unabhängigkeit müssen wir in einer Welt, die von zwei großen Mächten regiert wird, aufrecht erhalten. Wir befinden uns zwischen ihnen und stellen das Vorgebirge Europas gegen Westen und den Brückenkopf gegen Osten dar. Man braucht nur die Karte anzusehen, um zu verstehen, daß uns in dieser Lage unser, Lebensinteresse befiehlt, das Gleichgewicht zu halten. Wir müssen daher in dem Maße, soweit es von uns abhängt, die Freundschaft nach Besten und nach Osten mit offenen Augen und mit freien Händen aufrechterhalten. Diese politische Eituation, in der Frankreich sich befindet, kann vorübergehend dazu führen, daß die eine oder andere der beiden Großmächte bei Gelegenheiten, wo sie ihre Ansichten gegenüberstellen, darüber einig
sind, Frankreich mehr oder weniger entfernt zu halten. Wir bedauern diese übergangsein ihrem und unserem und im Interesse der ganzen Welt. Aber wir wissen, daß unser Gleichgercht gleichbedeutend ist mit dem Frieden. Wir sind fest entschlossen, an diesem Standpunkt festzuhalten. Wir sind sicher, daß nach einigen Schwanlungen das Zünglein an der Waage sich endgültig und zum allgemeinen Vorteil gemäß unserer eigene Haltung festlegen wird.
Unter solchen Umständen sind sich alle Franzosen darin einig, wie wichtig es ist, daß ihr Land sich wieder aufrichtet und entwickelt. Die französische Substanz muß wieder wachsen. Wirtschaftlicher Aufschwung, demokratische Vitalität und moralische Festigkeit sind heilige Verpflichtungen. Ohne die großen Schwierigkeiten zu verkennen,
mit denen wir uns auseinandersetzen mußten, und ohne die Hindernisse zu verkennen, die wir noch zu überwinden haben, gehen wir oft zu weit in unserer Selbstkritik. Das hindert aber nicht, daß wir langsam und stufenweise die Höhe erklimmen.
Wenn man weiß, in welchem Zustand vor einem Jahre unsere Eisenbahnen sich befanden, und wenn man den heutigen Zustand damit vergleicht, so kann man vor solchen Erfolgen nur den Hut ziehen. Wenn man die Verfassung unserer Häfen im vorigen Jahr mit ihren heutigen Aussehen vergleicht und die Aktivität sieht, die schon in Marseille, in Havre, Rouen und anderen Plätzen herrscht, dann ist man unserer Leistungsfähigkeit in der Zukunft sicher.“
Erklärungen des französischen Außenministers
Paris, 10. Dezember.
Der französische Außenminister Bidault erklärte: So sehr wir mit aller Leidenschaft den Willen zur internationalen Zusammenarbeit betätigen und so sehr wir internationale Sicherheitsvorkehrungen wünschen, sind wir gezwungen, in aller Freundschaft, aber zugleich mit aller Festigkeit unsere Interessen und unsere Bedürfnisse wahr
zunehmen. Nicht nur deshalb, weil es sich um Interessen Frankreichs handelt, sondern weil Frankreich für die Welt sehr viel bedeutet.
Ein Abgesandter Frankreichs in Moskau
London, 10. Dezember.
Wie man hier in Erfahrung bringt, befindet sich Herve Alphand in Moskau, um den französischen Standpunkt vor der Sowjetregierung darzulegen. Falls Molotow seine Zustimmung gibt, könnte vielleicht im nächsten Monate während der Generalversammlung der Vereinigten Nationen in London eine Außenministerkonferenz der vier Mächte veranstaltet werden.
Französische Kulturarbeit in Österreich
Dienstag, den 11. Dezember, wird in der Akademie der bildenden Künste in Wien eine Ausstellung französischer Graphik von General Bethouart eröffnet. 70 zeitgenössische französische Künstler stellen 280 ihrer Werke zur Schau.
Hinter den Kulissen des Nürnberger Prozesses
„Wie die Beweisdokumente zustande kamen. — Der Prozeß als Unterrichtsgegenstand (Von unserem Sonderberichterstatter)
Nürnberg, 10. Dezember.
Der amerikanische Oberst Storey gab die Methoden bekannt, nach denen die von der amerikanischen Anklagevertretung vorgelegten Beweisdokumente aufgefunden und identifiziert wurden. Den in Deutschland vorrückenden amerikanischen Armeen war eine Spezialorganisation ingegliedert, die mit jeder der Armeen in Verbindung stand und zur Aufgabe hatte, sich in den besitz aller feindlichen Informationsquellen, Dokumente, Archive, Berichte und Notizen zu setzen und sie zu sammeln. Riesige Aktenablagen wurden in den Generalstäben der deutschen Armeen, in Regierungsgebäuden, Salzminen oder in der Erde vergraben oder sogar hinter eigens zu diesem Zweck errichteten Wänden versteckt. So wurde z. B. die Korrespondenz Rosenbergs mit anderen
Parteimitgliedern hinter einer doppelten Mauer in einem alten Schloß im Osten Zayerns gefunden. Die Archive des Generalstabes der Luftwaffe wurden an verschiedenen Stellen in den bayerischen Alpen entdeckt und dann von den amerikanischen Behörden in Berchtesgaden gesammelt. Das gesamte Material wurde sortiert und katalogisiert.
über Ersuchen des amerikanischen Anklageverteters Jackson wurden die Dokumente sofort nach Nürnberg gebracht. In Nürnberg wurden sie kann nochmals durch Experten begutachtet und ibersetzt. So wurden im Justizpalast 2500 Dokumente geordnet und photographiert, doch werden nur einige hundert als Beweisstücke dem Gerichtshof vorgelegt werden. Dem Gerichtshof wurde neben den deutschen Originalen eine Zusammenstellung der gleichlautenden beglaubigten übersetzungen unterbreitet. Sie stehen der Vertidigung in Form von Photokopien zur Einsichtrahme zur Verfügung.
In sämtlichen Schulen Berlins wird der Kriegsverbrecherprozeß von Nürnberg als Hauptfach gelehrt. Die Professoren wurden beauftragt, in den im nationalsozialistischen Geist erzogenen Kindern das Verständnis für Deutschlands Verantwortung am Krieg zu wecken und ihnen die Methoden der alliierten Rechtsprechung zu erklären. Für alle Schüler von 12 bis 18 Jahren sind tägliche übungen und Aussprachen vorgesehen.
Der größte Teil der heutigen Morgensitzung war Ausführungen über die deutschen wirtschaftlichen und politischen Absichten in Rußland gewidmet. Der amerikanische Anklagevertreter setzte die Anklage auf Grund des zweiten Teiles der Anklageschrift fort, die sich mit den Plänen und der Führung eines aggressiven Krieges befaßt. Es war einer der eintönigsten Vormittage seit Beginn des Prozesses und der Sprecher wurde vom Präsidenten des Gerichtshofes Lord Justize Lawrence mehrmals zur Ordnung gerufen, da er eine Rethe von unnötigen Dokumenten verlas, die mit dem Thema seiner Anklage nichts zu tun hatten.
Aber aus der großen Masse der Dokumente gingen verschiedene aufschlußreiche Tatsachen über die Pläne und Bestrebungen der Nazis hervor. In einem Dokument, einem Memorandum, das von dem Leiter der Heereswirtschaftsabteilung General Thoma verfaßt war, wird die rücksichtslose Einstellung der Naziverschwörer bei ihrer Kriegführung offenbar. In diesem Memorandum erörtert General Thoma die Unmöglichkeit, daß Deutschland sich aus seinen eigenen wirtschaftlichen Quellen erhält. Man brauche unbedingt zusätzliche Gebiete, um die nötigen Wirt schaftsquellen zu erhalten. Was man nicht habe, müsse man erobern. Der Bedarf an Menschen, der zur Eroberung dieses Gebietes notwendig ist, werde nicht so groß sein wie der Menschenbedarf, den man für
synthetische Fabriken habe.
Um die Anerkennung der Regierung Ing. Figl
Drahtbericht unseres Wiener A. R. Korrespondent.
Wien, 10. Dezember.
Wie uns unser Wiener Korrespondent kurz vor Redaktionsschluß mitteilt, wird der Alliierte Kon
trollrat in Wien in seiner nächsten Sitzung, die voraussichtlich am Donnerstag stattfindet, über die Anerkennung der neuen österreichischen Regierung weiter beraten.
Die Wohnungsnot in Wien
Wien, 10. Dezember.
Das Wiener Wohnungsamt legt einen Bericht über seine Tätigkeit seit der Besetzung vor. Es wird darauf hingewiesen, daß Wien seit 1934 eine Bautätigkeit größeren Umfanges nicht mehr vorgenommen hat, daß aber in den elf Jahren seither 216.000 Ehen geschlossen und daß durch den Krieg mehr als 100.000 Wohnungen zerstört wurden. Trotzdem gibt es in Wien keine Obdachlosen. Alle Wohnungsbedürftigen sind — wenn auch nur unter ganz bescheidenen Umständen — untergebracht.
Für die Zwecke der Besatzungstruppen hatte das Wiener Wohnungsamt 5862 mittlere und größere Wohnungen, 887 Zimmer und Kabinette und 154 Villen zur Verfügung gestellt. Auch wurden Einrichtungen für über 1000 Wohnungen und über 1000 Büroräume geliefert. Das Wohnungsamt hatte 19.461 Ansuchen über Wohnungen und Geschäftsräume zu bearbeiten. 10.493 Gesuche konn
ten durch Zuweisung einer Wohnung erledigt werden. Die städtische Wohnhäuserverwaltung ist die größte Hausbesitzerin in Wien. Ihr fällt die Säuberung der Wohnhäuser von den Nationalsozialisten zu. Von den rund 676.000 Gemeindemietern wurden rund 8000 als ehemalige Nationalsozialisten bezeichnet. Es konnten jedoch nur in rund 4000 Fällen die nötigen Unterlagen für eine Kün, digung auf Grund des Wohnungserfassungsgesetzes erbracht werden. Davon ist rund ein Fünftel schon erledigt, die übrigen sind noch bei den Gerichten anstellig. Wo die Unterlagen für die Kündigung nicht ausreichen, wird mit dem Zwangstausch vorgegangen. Eine Erleichterung auf dem Wohnungsmarkt ist durch die Verminderung der Besatzung zu erhoffen.
Nur mehr 1,400.000 Einwohner in Wien Nach amtlichen Ziffern hat Wien im Kriege über ein Viertel seiner Bevölkerung verloren. Wien hat jetzt 1,400.000 Einwohner gegen zwei Millionen vor dem Krieg.
Die neue italienische Regierung
Rom, 10. Dezember.
Nach einer sehr bewegten Krise von 16 Tagen hat Dr. Degasperi die neue Regierung gebildet, in der er nebst dem Vorsitz das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten übernimmt. Vizepräsident ist der Sozialist Nenni. Sowohl die Kommunisten wie die Liberalen sind in der Regierung durch bekannte Namen vertreten.
Aufrage über das habsburgergesetz
im Unterhaus
London, 8. Dez. Im Unterhaus wurde an den Leiter des britischen Kontrollamtes für Deutschland und Österreich, Minister Hynd, die Anfrage gestellt, ob der Minister eine Erklärung abgeben wolle dahingehend, daß es die Politik der britischen Regierung sei, die Gesetze der österreichischen Republik über das Landesverbot der Habsburger zu respektieren, und ob der Minister auch bei der französischen Regierung in dieser Richtung vorstellig werden wolle. In seiner Antwort sagte Minister Hynd: „Es ist die Politik der britischen Regierung, so hald als möglich die Schaffng einrun jängigen österreichischen Regierung herbeizuführen, die die Angelegenheit selbst entscheiden kann.“
Spannung zwischen Rußland und Türkei
Ankara, 10. Dezember.
Der Sowjetbotschafter in Ankara hatte eine lange Unterredung mit dem türkischen Minister der auswärtigen Angelegenheiten. Die politischen Kreise der Türkei messen dieser Untekredung im Augenblick einer wachsenden Spannung zwischen den Sowjetrussen und der Türkei sehr viel Bedeutung zu.
Autounfall General Pattons
Frankfurt, 10. Dezember.
Der amerikanische General Patton erlitt in der Nähe von Heidelberg einen Autounfall, wobei er schwer verletzt wurde. General Patton war während der Operationen gegen Deutschland Befehlshaber der dritten amerikanischen Armee und erhielt anschließend den Befehl über die 15 Armee.
Der Gesundheitszustand des Generals Patton, der infolge des in der Nähe von Heidelberg erlittenen Autounfalles teilweise gelähmt ist, ist laut einer Meldung des amerikanischen Gesundheitsdienstes zufriedenstellend.
Die Schäden durch V 1 und V 2
Paris, 8. Dezember. Die V=1= und V=2=Waffen haben in den Jahren 1944 und 1945 in London für 24 Millionen Pfund Sterling Schaden angerichtet. Den schwersten Schaden hat jedoch der Brandbombenangriff vom 29. Dezember 1940 geschaffen. An diesem einen Tag hat London einen Schaden von 18 Millionen Pfund Sterling erlitten.
Stimme zum Jag
Sin bitteren Jeind!
Das Tagesgespräch bildet derzeit weder die Moskauer Konferenz, die gewiß ein bedeutendes Ereignis ist, noch auch die bevorstebende Währungsänderung, die mit Recht an der Spitze des Interesses stebt, sondern eine keineswegs überraschende, aber ungebeuer empfindliche Naturerscheinung: der Einbruch des Winterfrostes. Zu anderen Zeiten würde man sich über die Kälte nicht sonderlich beklagen. Ja man würde, angestrablt von der traulichen Wärme des gut gebeizten Ofens, ihr für die unfreiwillige Vermittlung einer erhöbten bäuslichen Bebaglichkeit noch dankbar sein. Heute ist die raube Witterung zu einem sozialen und politischen Faletor geworden, der schwere Leiden vermehrt und der die Aufmerksamkeit der verantwortlichen Kreise vor Fragen stellt, auf die sich
leider keine befriedigende Antwort finden läßt. Nichts zeigt uns augenscheinlicher die schwere Krise der Welt und die Obnmacht unseres auf seine Fortschritte so stolzen Geschlechtes, als das weitgebende Versagen im Gebrauch der Hilfsmittel, die uns die Natur zum Schutze gegen die raube Jabreszeit zur Verfügung gestellt hat. Die Koblengruben, diese Wärmespeicher, sind Opfer des Krieges gewor“ u. Große Teile der Anlagen sind verwüstet. Du Bergleute greisen nur zögernd zu, um die wertvollen Schätze zu fördern. Selbst die wenige geförderte Koble bleibt auf den Halden liegen, weil die Transportmittel fehlen, um sie dortbin zu bringen, wo sie dringend benötigt würden. Und wie stebt es mit der weißen Koble, diesem Edelprodulet unserer Bergflüsses An Strom gebricht
es nicht, wohl aber an den Verteilungsanlagen, die diezen kostbaren Schatz in die Häuser tragen sollten. Der Wahnsinn des „Krieges bis zum Endsieg“ hat die wichtigsten Leitungen der Kupferdrähte beraubt, die gleichsam die berufensten Wegbereiter des Kraftund Lichtstroms sind. Die mächtigen Maschinen, welche aus den stürzenden Wassern Licht und Wärme zaubern, konnten wäbrend des Krieges nicht erneuert werden. Braucht man zu sagen, daß ihre Neubeschaffung, daß die Modernisierung unserer Elektrizitätswerkee unter den gegenwärtigen Verhältnissen nicht möglich ist? Das aber bedeutet den barten Schluß: wir hätten in unserem Lande einen genügenden Reichtum an wärmespendender Energie, wenn es nicht an den Mitteln feblen würde, sie zu fassen und zu
verteilen. Dank gebührt jenen weitschauenden Männern, die bereits in der Gluthitze des Sommers an die Sorgen dachten, welche die winterliche Kälte bereiten wird und die deshalb die Holzaletion in Gang gebracht haben, die in diesen froststarrenden Tagen als eine beträchtliche Linderung der Winterleiden geschätzt wird. Welche Schwierigkeiten baben sich aber nicht dieser bescheidenen Hilfsmaßnahme entgegengesetzt! Mangel an Arbeitskräften und Transportnöte ohne Ende! Sind wir nicht wie bilflose Kinder gewordens In weichen Zustand des Unvermögens hat uns die Katastrophe der letzten Jahre versetzt! Es ist, so viel wir wissen, zum ersten Male in der Geschichte unseres Landes wie der Europas, daß so ungebeure Menschenmassen von der Gefahr des Erfrierens
bedroht werden. Auch das ist eine Bilanz — des Krieges.