Tiroler Tageszeitung 1945

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Tiroler Tageszeitung
Samstag, 14. Juli 1945.
Stadt und Land
„Österreichische demokratische Freiheitsbewegung“
Wie die österreichische Widerstandsbewegung in Tirol in einem Aufruf mitteilt, hat sie nunmehr den Namen „österreichische demokratische Freiheitsbewegung“ auf ihre Fahne geschrieben.
Italiens Kunstschätze in der Nähe des Brenners aufgefunden
Rom, 12. Juli. Die alliierte Kommission teilt mit, daß zwei Verstecke mit fast allen klassischen Kunstwerken der italienischen nationalen Sammlungen, die von den Deutschen verschleppt worden waren, in der Nähe des Brennerpasses entdeckt wurden. Die sichergestellten Meisterstücke im Werte von 100 Millionen Dollar bestehen aus 500 Gemälden und 150 Kisten mit hellenistischen. römischen und Renaissanceskulpturen. Es fehlen immer noch 9 Gemälde aus Toscana und 15 Kisten mit Bronzen und Ölbildern, die in Monte Cassino gestohlen wurden. Die meisten der Kunstwerke, die von der Division „Göring“ aus der Abtei weg
wurden, brachten die Deutschen nach Rom und übergaben sie dem Vatikan zur Aufbewahrung, nachdem es deshalb in der deutschen Armee ziemlich ernste Streitigkeiten gegeben hatte. Das Versteck der Kunstschätze zeigt deutlich, daß die Deutschen Italien aller seiner Kunstwerke berauben wollten, um sie nach Deutschland zu verschleppen. Bei Sichtung der Akten der Wehrmachtsabteilung für schöne Künste stellte sich heraus, daß der Entschluß, alle die berühmten Brükken von Florenz mit der einzigen Ausnahme des Ponte Vecchio zu sprengen, bei einer Besprechung gefaßt wurde, an der Hitler, Göring und Feldmarschall Kesselring anwesend waren.
Rückreise nach Rumänien
Das „Rumänische Repatriierungskomitee“ teilt mit: Alle rumänischen Staatsbürger, die sich bisher beim „Rumänischen Repatri
ierungskomitee“ Innsbruck, Herrengasse 1, 6.. Heimat gemeldet ha
zwecks Ruckreise in die D ben, sollen sich innerhalb drei Tagen wieder beim Komitee melden, um wichtige Mitteilungen entgegenzunehmen.
Bauwesen in Tirol läuft an
Nach gründlicher Beratung und Bearbeitung aller Fragen, welche durch die außerordentlichen Verhältnisse bei Kriegsende gegeben waren, ist es nunmehr gelungen, alle Maßnahmen zu treffen, welche notwendig sind, damit das Bauwesen in Tirol wieder anläuft.
Eine der wichtigsten Voraussetzungen ist, daß dieses Ingangsetzen nicht willkürlich und planlos erfolgt, sondern daß die Verwertung des vorhandenen Materials tatsächlich so durchgeführt wird, wie dies den Bedürfnissen des Landes entspricht. Der Herr
Fräulein, welches die deutsche und die französische Sprache in Wort und Schrift vollkommen beherrscht, wird gegen gute Besoldung für sofort von der Schriftleitung der
„Tiroler Tageszeitung“ gesucht.
Landeshauptmann hat deshalb einen Baukontrollausschuß eingesetzt, in welchem alle am Bauwesen beteiligten Interessenten vertreten sind. Diesem Ausschuß gehören die Bauämter des Landes und der Gemeinde Innsbruck, die Kammer für Handel, Industrie und Gewerbe, weiters die Bahnund Postdirektion, die freien Gewerkschaften und die Landesbauernschaft an. Den Vorsitz führt der Herr Landeshauptmann selbst. Alle notwendigen Bestimmungen werden fortlaufend getroffen.
Leider ist in den ersten Wochen nach dem Kriegsende eine große Menge von Baumaterial durch Teile der Bevölkerung den Lagern willkürlich entnommen worden, aber es kann jetzt schon als sicher angenommen werden, daß auch diese Vorräte den Bedürfnissen des Landes wieder zugeführt werden können.
Eine Sonderstellung wurde der Landwirtschaft eingeräumt. Die Landesbauernschaft hat besondere Rechte erhalten, welche alle Maßnahmen sofort ermöglichen, die zur Unterbringung det Ernte getroffen werden müssen.
staatlich geführten Berufsberatung in besten Händen.
Bis zu einer anderen Regelung sind die Arbeitsämter auch beauftragt, die arbeitsrechtlichen Aufgaben — also Lohngestaltung, Schutz der Kündigungsfristen, Wahrung der Urlaubsansprüche usw. — wahrzunehmen. Gerechte Löhne werden, verbunden mit einer straff geführten olitik, das böse Gespenst abzuwehren wissen, das am Ende eines Krieges stand und das im Interesse des ganzen osterreichischen Volkes abgewehrt werden muß: die Inflation!
Fast 5000 Erwachsenen und 400 Jugendlichen hat das Arbeitsamt Innsbruck seit der Befreiung unserer Heimat Arbeitsplätze vermittelt. Trotzdem fehlt einem Teil unserer Bevölkerung noch der Wille zu geregelter Tätigkeit.
AUS OSTERREICI
Einführung der 48=Stunden=Woche in Wien
Wien, 12. Juli. Die Wiener Gemeindeverwaltung hat die 48=Stunden=Woche, welche die Nazis abgeschafft hatten, wieder in ihrem Bereich eingeführt.
Die Geschäftsstelle des Alpenvereinszweiges Innsbruck, Meraner Straße Nr. 1, Erdgeschoß, ist zwecks Ausgabe der Jahresmarken für 1945 Dienstag bis Freitag von 3 bis 6 Uhr nachmittags geöffnet. 4
Bewirtschaftere Hütten
Es ist dringend nötig, daß die gesamte Bevölkerung an dem Wiederaufbau des Bauwesens aktiv teilnimmt und daß insbesondere den dafür erlassenen Verordnungen von allen Interessenten Folge geleistet wird. Alle, welche bauen wollen, bringen ihre Baugesuche bei den Bauämtern des Landes (Bauämter der Bezirkshauptmannschaften oder Bauamt der Gemeinde Innsbruck) im Wege der Bürgermeister ein. Die Dringlichkeit ist entsprechend zu berücksichtigen. Diese Ansuchen müssen eine Baubeschreibung mit Dringlichkeitsbegründung, die Bauplane, den Kostenvoranschlagund eine Zusammenstellung des Materialbedarfs enthalten. Auch das schon vorhandene Material ist anzugeben. Es ist klar, daß zuerst der dringlichste Baubedarf des Bahn= und Postbetriebes und von Telephon und Telegraph versorgt werden muß. Dann schließen
sich der Straßenbau und die Versorgungsbetriebe (Wasser, Strom, Gas) sowie die Betriebe für die Lebensmittelversorgung an, damit ein geordneter Verkehr und eine geordnete allgemeine Versorgung möglich sind. Mit gleicher Dringlichkeit laufen alle Aufräumungsarbeiten, wie auch das Abtragen einsturzgefährdeter Objekte und die Sicherung der wiederaufbaufähigen Objekte gegen Einflüsse der Witterung. Daran schließt sich die Deckung des dringlichsten Wohnbedarfes durch Wiederinstandsetzung weniger zerstörter Objekte und Fertigstellung angefangener Bauten. Einen Vorzug genießen Reparaturen an Dächern, Türen und Fenstern sowie die Beseitigung kleiner Wohnschäden. Die Beseitigung von Schäden unter R M. 500.— braucht keine besondere Genehmigung, sie ist den Bauämtern nur anzumelden.
Objekte, die zum größten Teil oder vollständig zerstört sind, müssen mit ihrem Wiederaufbau den vorgenannten Dringlichkeiten gegenüber vorerst zurückstehen und die Neubaulustigen müssen ihre Wünsche ebenfalls so lange verschieben, bis die dringendsten Wiederherstellungsarbeiten durchgeführt sind.
Ein Doppelmord in Salzburg aufgedeckt
Salzburg, 13. Juli. Die hiesige Kriminalpolizei hat eine wahre kriminalistische Meisterleistung vollbracht. Unter den Vermißtenmeldungen, die in den ersten Tagen nach dem Zusammenbruch des Naziregimes bei der Polizei eingingen, befand sich auch die des Ehepaares Fritz und Katharina Lebeda. Am 8. Mai war das Ehepaar zum letzten Male gesehen worden. Bei einem überraschend vor
Karwendel: Aspachhütte, Bettelwurfhütte,
Hallerangerhaus, Karwendelhaus, Neue Magdeburger Hütte, Nördlinger Hütte, Pfeishütte, Sol
steinhaus.
Rofan: Erfurter Hütte, Rofanhütte (Bayreuther Hütte).
Kaisergebirge: Gaudeamushütte, Gruttenhütte, Hinterbärenbad, Stripsenjochhaus.
Ötztaler Alpen: Brandenburger Haus, Breslauer Hütte, Erlanger Hütte, Hochjochhospiz,
Kauner=Grat=Hütte, Samoarhütte, Vernagthütte.
Stubaier Alpen: Peter=Anich=Hütte, Dortmunder Hütte, Dresdener Hütte, Gubener Hütte, Neuburger Hütte, Nürnberger Hütte, Pforzheimer Hütte, Adolf=Pichler=Hütte, Potsdamer Hütte, Regensburger Hütte, Roßkogelhütte, Franz=Senn=Hütte, Sulzenauhütte, Starkenburger Hütte, Tribulaunhütte (Bamberger Hütte).
Tuxer Voralpen: Meißner Haus, Nafinghütte, Patscherkofelhaus, Rastkogelhütte, Tulfer Hütte.
itzbüheler Alpen: Alpenrosenhütte bei
Westendorf, Oberlandhütte.
Zillertaler Alpen: Geraer Hütte, TuxerJoch=Haus.
genommenen Lokalaugenschein in mehreren Räumen des Wäschereibetriebes Kalteneg
gger
Frau Lebeda war die Tochter des Inhabers — entdeckte die Kriminalpolizei Blutspuren. Schließlich fand man in einem Hohlraum unterhalb der Kesselanlage des Wäschereibetriebes die vollständig verkohlten Leichen der Vermißten. Der beigezogene Gerichtsarzt stellte bei der männlichen Leiche das Fehlen einer größeren Schädelknochenpartie fest. Dies rechtfertigte den Schluß, daß Lebeda durch starke, mit einem stumpfen Gegenstand gegen den Schädel geführte Schläge ermordet wurde. Da feinste Spuren von Glas im Schädelknochen festgestellt wurden, ist es möglich, daß eine Flasche als Hiebwaffe benützt worden war. An der Leiche der Frau Lebeda konnten derartige Spuren nicht festgestellt werden, weshalb eine Erdrosselung wahrscheinlich ist. Die Leichen der Ermordeten wurden nach der Untat von dem Täter oder von den
Tätern in das Kesselhaus gesteckt, damit durch die Verbrennung eine Aufdeckung des Verbrechens verhindert werde. Die Salzburger Kriminalpolizei ist nach Ansicht des zuständigen Offiziers der amerikanischen Militärregierung bei der Aufdeckung dieses Mordes gänzlich neue Wege gegangen. Die Nachforschung nach dem Täter oder den Tätern wird mit Eifer fortgesetzt.
KULTURELLES
Symphoniekonzert in der Hofburg
Das Innsbrucker Symphonieorchester unter Leitung von Musikdirektor Fritz Weidlich bringt am 17., 18. und 20. Juli um 18.15 Uhr im Riesensaal der Hofburg sein zweites Symphoniekonzert mit Mendelssohns herrlicher Ouvertüre zu den „Hebriden“, Tschaikowskys berühmter 5. Symphonie in ermoll und einem Cellokonzert von Haydn, gespielt von Frau Lieselotte Richter, zur Aufführung. Der amerikanische Gastdirigent Doktor Hans Wolf, USA., der der Innsbrucker Bevölkerung noch aus dem kürzlich stattgefundenen Beethovenkonzert in bester Erinnerung ist, wird die Wiederholung des Konzertes am 20. Juli leiten. — Kartenvorverkauf an der Theaterkasse ab Montag, den 16. Juli.
in Tirol
Innsbruck, 13. Juli. Einer Mitteilung des Arbeitsamtes Innsbruck ist zu entnehmen, daß besonders in der Landwirtschaft und im Baugewerbe ein Mangel an Arbeitskräften auftrat. Es fehlte an Ersatz für die vorher beschäftigten ausländischen Arbeiter. So waren beim Wiederaufbau der Bahn beispielsweise außer den zur Verfügung gestellten amerikanischen Pionieren mehrere Tausend Arbeiter nötig. Der Landwirtschaft konnten zum Großteil aus dem Wehrdienst Entlassene zugewiesen werden, die sich später wohl wieder ihrem einstigen Beruf zuwenden oder in ihre Heimat abtransportiert werden. Auch in den Metall= und Holzverarbeitungsindustrien fehlen die Fachkrafte, welche die vorher tätig gewesenen Ausländer ersetzen sollen. Die österreichischen Facharbeiter aus den Entlassungsstellen der Wehrmacht sind leider noch nicht
zurückgekehrt. Ein großer Mangel besteht ferner im Bekleidungsgewerbe.
Durch die Auflassung der Dienststellen der Wehrmacht und der Rüstung, durch Ver
ringerung des Personalstandes bei Zivilbe
hörden usw. entstand ein ziffernmäßig
sehr hohes überangebot von Bürokräften.
Den Weisungen der alliierten Militärregierung entsprechend müssen diese, sofern sie im erlernten Beruf nicht untergebracht werden können, auch zu manuellen Hilfstätigkeiten herangezogen werden, um ihren Teil am
Wiederaufbau, von dem sich niemand ausschließen darf, beizutragen.
An der Unterbringung der Kriegsbeschädigten muß unablässig gearbeitet werden; die Neufassung eines österreichischen Invalidenbeschäftigungsgesetzes wird einmal eine der vordringlichsten Aufgaben der gesetzgebenden Körperschaften sein, um den mit der Durchführung beauftragten Stellen die nötige Handhabe zu bieten. Auch den
Zum österreichischen Dichterabend vom 5. Juli Obwohl der Riesensaal der Hofburg für einen Leseabend auch größeren Ausmaßes bestimmt nicht der geeignete Raum war — im kleinen Kreis wäre der Kontakt mit den Zuhörern ein viel innigerer gewesen —, erschloß uns doch Traute Forestis reife, ausgeglichene Vortragskunst im Gegensatz zu Veit Relins jugendlichem Feuer Art und Weise österreichischer Dichtung in beglückende Form. Dr. Wreßnigs Gedichtfolge als Uraufführung schuf den übergang von der Gedankentiefe Rainer Maria Rilkes zur leichteren Lyrik des Zyklus „Ewiger Reigen“ und Ilse von Alpenheims vollendete Kunst am Flügel unterstrich und verband beides.
Eröffnung der Kinos in Linz
Linz, 12. Juli. Ab 19. Juli sind in der ganzen von den amerikanischen Truppen besetzten Zone Filmvorstellungen wieder grundsätzlich zugelassen. Es können jedoch nur Filme gezeigt werden, die von der Filmabteilung neu zensuriert wurden und die einen Filmzulassungsschein haben.
eues in Kücze
Der Präsident von Mexiko verordnete Maßnahmen zur Sperrung des Zustroms von Kapital aus den Achsenstaaten und deren Vasallenländer.
Die Stadt Feltre hat den amerikanischen Generalmajor Coulter zum Ehrenbürger ernannt, weil er der Befehlshaber jener Truppen war, die im April d. J. die Stadt befreiten.
Das große Kunstseidenwerk Glanzstoff G. m. b. H. in Köln arbeitet wieder und produziert täglich 15 Tonnen Kunstseidengarn, drei Viertel der früheren Produktion.
Fürsterzbischof Dr. Rohracher über die Kirche im neuen Österreich
Salzburg, 13. Juli. Fürsterzbischof Dr. Rohracher erklärte in einem Interview: „Ich persönlich wie mein ganzer Klerus wollen mit Parteipolitik gar nichts zu tun haben. Für mich ist die Stellung
nahme zum früheren Regime nur durch seelsorgliche Erwägungen begründet. Als katho
lischer Bischof bin ich Seelsorger für alle,
Einsatz der Jugendlichen
wird das nötige Augenmerk zugewendet. Zur Zeit mögen noch viele von ihnen mit Wissen ihrer Eltern keiner geregelten Tätigkeit nachgehen und dadurch viel kostbare Ausbildungszeit verlieren. Die Berufsberatung des Arbeitsamtes, die allein zur Vermittlung schulentlassener Jugendlicher in Lehrstellen befugt ist, setzt alles daran, um die erste Eingliederung des jungen Menschen in den Arbeitsprozeß mit besonderer Sorgfalt und Sachkenntnis vorzubereiten und durchzuführen, was für das ganze Wirtschaftsleben von unschätzbarem Wert ist. Weder die Jugendlichen noch ihre Eltern sind in der Lage, die Fülle der Berufe, die es gibt, zu übersehen und die im einzelnen notwendigen Voraussetzungen zu erkennen. Die Eignungsprüfung der Berufsämter, die Lenkung der Berufswünsche und die überstellung in die gewählten Berufe liegt daher
bei der
welcher Richtung und Parteieinstellung sie Voraussetzung für die Tätig
Schon allein die Ruhe der Heimat und das Aufhören des Kampfes wird alle Leidenschaften zum Schweigen bringen. Was die Kirche an diesen nicht mehr zu verbessern vermag, wird die staatliche Gewalt durch die
ihr zur Verfügung stehenden Mittel zu ersichen suchen müssen.“
sein mögen. Die
keit der Kirche beim Aufbau des neuen österreich muß volle Freiheit sein, vor allem in der Lehrverkundigung, aber ebenso in der Seelsorge. Wenn es der Kirche gelingt, Seelen zu sanieren, so leisten wir damit unserem Volke und Vaterland den allergrößten Dienst.
Ein nicht geringer Teil der Jugend ist von dem neuheidnischen Geiste infolge guter Erziehung in der Familie nicht angesteckt worden. Die übrige Jugend, soweit sie noch mittlere oder höhere Schulen besucht, kann dort durch einen ganz zeitgemäßen, für die vielen Probleme aufgeschlossenen Religionsunterricht sicher wieder gewonnen werden.“
Befragt, wie der Teil der Jugend, der durch die Rosenbergschen Doktrinen irregeführt wurde oder im Kriege Augenzeuge oder Mittäter bei Greueltaten war, zu der ewigen christlichen Weltanschauung zurückgeführt werden könnte, antwortete der Fürsterzbischof:
„Ich erhoffe mir aus der Eingliederung dieser Jugendlichen in ihre geordnete Familie eine Besserung und innere Befreiung
reichen suchen musson“
Der Fürsterzbischof erklärte über den Neuaufbau des kirchlichen Lebens in der Erzdiözese: „Die Seelsorge, befreit von ihren Fesseln, setzt intensiv ein und sucht ganz besonders eine Weckung des Gemeinschaftsgeistes in den Pfarren zu
erreichen. Wir erwarten die Wiedereinführung des Religionsunterrichtes in allen Arten von Schulen. Wir beabsichtigen, eine intensive Kinder= und Jugendseelsorge außer der Schule durchzuführen und nach Rückgabe der durch das frühere Regime enteigneten Anstalten, Klöster und Kirchengüter eine aus gedehnte karitative Tätigkeit zu entfalten Sorge ist, ob wir bei dem außerordent
lich großen Stand an Flüchtlingen bis zur itteln auslangen wer
Ernte mit den Lebensmitteln auslang
den. Kriegsschäden sind besonders in Salzburg und dessen nächster Umgebung wie auch in Bischofshofen, Kufstein, Worgl und anderen Orten zu verzeichnen. Leider ist auch der schöne Dom in Salzburg schwer getroffen und seine Kuppel eingestürzt.“
Der Kirchenfürst schloß die Unterredung mit der Erklärung: „Der Wiederaufbau in der Welt läßt sich nur verwirklichen bei voller Anerkennung der natürlichen Menschenrechte und der christlichen [Grundsätze und durch Wahrung streng
Del
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Erscheint 1
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Der Empfang
den def h. Ge in Oeeren
nsbruck
den 18, Juli, st:
So ging
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Als im Jahre
Hitlers ans Ruder k
Braunen
letzten Reste einer f in unserem Lande vohabern in Tirol, gen Deutschland, wenn Ausmaß,
sich Nationalsozialist nannte, bewies dur auch durch ihre Tät bare Arbeiterpartei sondern eine solche Die bisherigen Vert und der Angestellten den zum großen Tei folgschoftsführer ein Arbeiterschaft imm ren; diese neuen kein Mensch im Ber brachte, hatten übe irgendwie die Integeblich Vertretenen ten. Die österreichisah len Jahren vorbildli nen systematisch al verschlechtert, die w Angestellten und A nichte gemacht.
Was haben die alles versprochen! Leute um Hitler, Gsorten ja groß! Di Arbeiterpartei, sie für die Verwirklichseien, so versicherter zigen, die waschecht deutschen Proletarie heben, ihn zum Vorg übrigen, von Hitler unterjochenden Euroauch machen würden
noch hat Dr. Leyb
appell der perke erklärt, vamit natürlireichische Arbe
nicht satteim
mehr zu
deutsche und der ösf Gbelder fädtischen
sagen, daß ein solche
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Krieg
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ken, oh ?. ven* Angehö.
irrigen und verbrecherischen Anschauungen.ster objektiver Gerechtigkeit.“