Tiroler Tageszeitung 1945
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- S.103
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Redaktionelle Einsendungen an die Schriftleitung der T. T.“, Innsbruck, Andreas=Hofer=Straße 4, Telephon Nr. 39•41. — Druck: Tyrolia, ebendort.
Freitag, 30. November 1955
Für Regierungeumendung
Staatssekretär Dr. Gruber als Regierungschef genannt
Telephonischer Bericht unseres Wiener Dr. E. B.=Korrespondenten
Wien, 29. November 1945. Im gestrigen Kabinettsrat — der erste nach dem Ausgang der ersten Nationalratswahlen — ist der allgemein erwartete Rücktritt der provisorischen Regierung Dr. Renner beschlossen und bekanntgegeben worden. Dieser Vorgang entspricht nicht nur einer in allen demokratischen Staaten üblichen Gepflogenheit, sondern wurde auch von der Österreichischen Volkspartei als Forderung erhoben, um die neue Regierung unseres Staates gemäß dem geäußerten Willen des Volkes umzubilden. Es muß anerkannt werden, daß sich die beiden anderen Parteien widerspruchslos diesem Verlangen der nunmehr stärksten Partei Österreichs gefügt und sie durch würdige und demokratische Haltung des ganzen Volkes ergänzt haben.
Wie wir erfahren, wird am Samstag, den 1. Dezember, der vom Präsidium der Österreichischen
Volkspartei einberufene Gesamtparteitag zusammentreten, an dem auch die Landesobmänner der Österreichischen Volkspartei aus den Bundesländern teilnehmen werden. Auf diesem Gesamtparteitag werden wichtige Beschlüsse gefaßt, welche für das weitere politische Antlitz Österreichs von ausschlaggebender Bedeutung sein, werden. Es wird beschlossen, welche Person auf dem Schoße der Partei mit der Regierungsbildung beauftragt wird und welche Mandatare in die Regierung entsendet werden. Ganz Österreich erwartet diese Beschlüsse mit Spannung. Dem Vernehmen nach gilt als aussichtsreichster Kandidat der Bundesparteiobmann der Österreichischen Volkspartei, Stäatssekretär Ing. Leopold Figl; doch wird als Kandidat auch Staatssekretär Dr. Gruber
genannt. Nicht nur im Inlande, auch im Auslande herrscht lebhaftestes Interesse an den politischen Ereignissen, die für die nächsten Tage und Wochen bevorstehen.
Seyß=Inquart, der Judas von Oesterreich
Was ihm die Anklage des Nürnberger=Prozesses vorwirst
(Von unserem Sonderberichterstatter)
Nürnberg, 29. November. Der gestrige Verhandlungstag brachte die Enthüllung der Vorbereitung und Durchführung der Amexion Österreichs durch das nationalsozialistische=Deutschland. Dabei wurde die besondere solle Seyß=Inquarts behandelt, der unbar vor dem Anschluß als Nachfolger von Schüschnigg Bundeskanzler geworden war. #i#Verteidiger Seyß=Inquarts verlangte, daß DSchuschnigg persönlich als Zeuge zu erscheinen habe Nach kurzer Beratung gab der Vorsitzende des Gerichtshofes bekannt, wenn die Anklage oder die Verleidigung Schuschnigg als Zeugen zitieren wollen, stehe es in ihrem freien Ermessen, dies zu tun oder nicht.
Dagegen hat das Gericht es abgelehnt, dem Ersuchen Ribbentrops stattzugeben, Lord Bansittard, Lord Beaverbrook, Lord Kemsley und Lord Londonderry als Zeugen vorzuladen.
Der Vorhang, der bisher noch die Vorgänge der schicksalsschweren letzten Tage Österreichs vor der Welt verbarg, wurde heute von dem amerikanischen Vertreter der Anklage heruntergerissen. nisch erklärt. Jodl in seinem Tagebuch, daß stärkster politischer und militärischer Druck auf Schuschnigg ausgeübt wurde. Seyß=Inquart bekennt, wie er sein Ehrenwort dem Bundeskanzler gegenüber bricht. Es wird klar, in welcher Weise die Reichsregierung ihren ersten Quisling benutzte, um Österreich zu Fall zu bringen. Der amerikanische Ankläger verliest Notizen aus dem Tagebuch Jodls, Berichte über die Reise GlaiseHorstenalls nach Wien und seine dortigen Besprechungen, ein Protokoll des Gauleiters Rainer und eine Reihe anderer Dokumente.
Es ist das Drama des österreichischen Niederganges, das sich heute im Gerichtssaal abspielt. In nüchternen Worten, die nie dazu bestimmt waren, öffentlich verlesen zu werden, gibt der Ankläger die dramatischen Vorgänge wieder, und der Hauptdarsteller Seyß=Inquart sitzt auf seiner Anklagebank und streicht sich mit nervöser Handbewegung das Haar zurück, das ihm über die Stirn fällt, und starrt vor sich hin.
Die Anklage begann mit der Verlesung der Aufzeichnungen von ## phongesprächen, die Göling in der Nacht des 11. März 1938 führte, als österreich von Deutschland übernommen wurde. Diese Aufzeichnungen wurden unter den Dokumenten in Görings Luftfahrtministerium vorgefunden. Diesem Beweismaterial zufolge hat Göring Seyß=Inquart in Wien an jenem Abend mitgeteilt: „Sie können zum Bundespräsidenten gehen und ihm sagen, falls unsere Bedingungen nicht sofort angenommen würden, dann werden unsere Truppen, die schon an der Grenze stehen, in Österreich einmarschieren und Österreich wird zu bestehen aufhören. Der Einmarsch wird nur aufgehalten, wenn Sie (Seyß=Inquart) uns bis 7.30 Uhr mitteilen, daß Miklas Sie mit der Bundeskanzlerschaft betraut
hat.“
Später, etwa um 8.45 Uhr abends, sprach Göring erneut mit Wien, und zwar mit Keppler, einem Mitglied der deutschen Botschaft. Er sagte ihm, die Hauptsache sei. daß Inquart die Macht der Regierung übernehme und alle Rundfunksen
der besetzt halte. Er gab ihm Anweisung, das folgende Telegramm nach Berlin geben zu lassen: Die provisorische österreichische Regierung, die nach dem Rücktritt der Schuschnigg=Regierung die Macht übernommen hat, sieht es als ihre Aufgabe an, Frieden und Ordnung in Österreich wiederherzustellen. Sie richtet an die deutsche Regierung die dringende Bitte, sie in dieser Aufgabe zu unterstützen. Zu diesem Zwecke möge die deutsche Regierung so schnell wie möglich Truppen nach Österreich schikken. Göring erklärte, es sei nicht nötig, daß SeyßInquart den vollen Text des Telegramms mitteile. Er brauche nur zu erklären: einverstanden.
Mit der Behandlung der österreichischen Frage ist Papen plötzlich in den Mittelpunkt des Interesses des Nürnberger Prozesses gerückt. Auch die Mitangeklagten wandten sich beständig nach ihm um. Papen selbst schüttelte nur wiederholt den Kopf und wurde dabei von Göring lebhaft unterstützt, der diesen Ausdruck seiner Gemütsbewegung dann zum Anklagevertreter gewendet mit einem Achselzucken abschloß. In der Pause der Verhandlung konnte man die Angeklagten Papen und Seyß=Inquart in lebhafter Diskussion mit den Verteidigern sehen.
Der amerikanische Hauptanklagevertreter Jackson gab bekannt, daß Generalmajor William I. Donnovan, der im internationalen Kriegsverbrecherprozeß als beisitzender Rat fungierte, ch New York abgereist ist, um dort wieder seiner früheren Tätigkeit nachzugehen.
Nach dem Bericht einer amerikanischen Nachrichtenagentur hat Donnovan, der frühere Direktor des Amtes für strategische Angelegenheiten, erklärt, daß die Meldungen, denen zufolge er nach den Vereinigten Staaten reist, um Präsident Truman über den unzufriedenstellenden Verlauf der Verhandlung Bericht zu erstatten, auf Unwahrheit beruhen. Einer anderen amerikanischen Nachrichtenagentur zufolge sei Donnovan mit dem Vorgehen der Amerikaner gegen die Naziführer nicht einverstanden gewesen und sei deswegen aus dem Gerichtshof ausgeschieden.
Die Gutachten des amerikanischen, britischen und russischen Psychiaters über den Geisteszustand Heß" bezeichnen ihn als psychopathische Person, die im Augenblick nicht im Gleichgewicht ist, aber sie sind der Ansicht, daß Heß dennoch imstande ist, der Verhandlung weiterhin beizuwohnen. Das russische Gutachten erinnert daran, daß Heß vor seiner Flucht nach England keinerlei Abnormalität zeigte. Die amerikanische Anschauung geht dahin, daß sein merkwürdiges Gehaben durch die Umstände hervorgerufen wurde, denen er sich nach seiner Ankunft in England gegenüber sah. Diewürde so bleiben, solange er von Bestrafung bedroht sei. Das englische Gutachten erkkärt, der Gedächtnisschwund, an dem Heß leidet, werde ihn nicht hindern, dem Gerichtsverfahren
zu folgen. Heß, so wurde heute bekannt, hat während seines Aufenthaltes in England einen Selbstmordversuch unternommen, indem er sich ins Herz zu stechen versuchte. Er habe damals an Verfolgungswahn gelitten. Heß habe ständig gefürchtet, vergiftet zu werden.
Außerordentliche Vollmachten für den Präsidenten der ASA.
Washington, 29. Nov. Der gestern dem Senat vorgelegte Gesetzentwurf über die Beteiligung der Vereinigten Staaten an der Weltsicherheitsorganisation sieht Vollmachten für den Präsidenten vor, wie sie kein amerikanischer Präsident in Friedenszeiten bisher besessen hat. Diese außerordentlichen Vollmachten sollen dazu dienen, Amerika im Falle einer Friedensstörung zum sofortigen Eingreifen mit voller Macht zu befreien.
Churchill warnt
London, 28. Nov. In einer Versammlung der konservativen-Parteiorganisation ergriff Churchill das Wort und erklärte: „Wir sind entschlossen, unseren Weg sortzusetzen, um die Sache Englands zum Triumph zu führen. Das ist besonders nowendig anläßlich der schwierigen Lage, in der sich unser Land befindet. Wir haben nicht mehr der tödlichen Gefahr einer fremden Eroberung und der Knechtschaft zu trotzen, aber es haben sich von allen Seiten andere Gefahren erhoben. Besiegt man sie nicht, so werden sie das englische Volk in einen Zustand versetzen, wie wir ihn niemals vorausgeahnt hätten.“
Die Anruhen in Persien
Teheran, 29. November Die Befürchtungen, daß es zu einer regelrechten Schlacht um Teheran kommen könne, mehren sich. Die Rebellen von Aserbeidschan setzen ihren Vormarsch gegen die Hauptstadt fort. Die Regierungskreise in Teheran erklären, die Hauptstadt werde bis zum letzten verteidigt werden. Die Regierungstruppen setzen sich in nördlicher Richtung gegen die Spitzen der Aufständischen in Bewegung. Persische Regierungskreise erklären, daß im Falle einer Verschärfung der Krise unmittelbare Verhandlungen mit den Russen aufgenommen würden.
Verstaatlichung des Credit
wesens in Frankreich
Paris, 29. November.
Nach der Sitzung des französischen Ministerrates wurde folgende Erklärung ausgegeben: Die Regierung prüfte den Vorschlag des Finanzministers iber die Verstaatlichung des Kreditwesens. Dieser Vorschlag wird der verfassungzebenden Nationalversammlung am kommenden Freitag vorgelegt werden.
Das Leih= und Pachtgesetz in Zahlen
Washington, 29. November. über 420 Milsiarden Mark in fünf Jahren hat Amerika für Lieferungen unter dem Pachtleihsystem ausgegeben. Diese vom amerikanischen Wirtschaftsminister Henry Wallaca bekanntgegebene Zahl bezieht sich auf=die Zeit vom 1. Juli 1940 bis zum 30. Juni 1945. In der gleichen Zeit hat Amerika unter dem Leihpachtsystem Waren und Güter von rund 60 Milliarden Mark, hauptsächlich aus Ländern des britischen Weltreiches erhalten.
Das deutsche Währungschaos London, 28. Nov. Der diplomatische Korrespondent der „Times“ erklärt, es sei nicht abzusehen, wie in Deutschland ohne eine zentral geleitete Finanzpolitik die Inflation abzuwenden sei. Man wisse nicht, wieviel Reichsmark in Umlauf seien, die Deutschen haben gar kein Vertrauen zu ihrem Geld. Sie geben drei Reichsmark für eine alliierte Militärmark, obwohl beide Währungen den gleichen Wert haben.
Internationale Eisenbahnkonferenz in Brüssel afp. London, 29. Nov. Elf europäische Länder werden am 4. Dezember in Brüssel bei der Konferenz der Zentralen Europäischen Transportorganisation vertreten sein. Schweden und die Schweiz werden Beobachter entsenden, während die Militärkontrollkommissionen in Österreich, Deutschland und Italien sowie die Eisenbahnverwaltungen von Bulgarien, Ungarn und Rumänien Abordnungen entsenden werden. Auf dieser Konferenz sollen die Möglichkeiten der Rückstellung des Wagen= und Lokomotivmaterials an die Heimatverwaltungen und die Wiederaufnahme des Eisenbahnverkehrs auf dem ganzen Kontinent besprochen werden.
Itimmte zum Jag
Sesandter, der Rrawall schlägt
Unter Donner und Blitz hat Patrick Hurley, der bisher die Vereinigten Staaten bei der Regierung Tschiangkaischeks vertrat, sein AAmt verlassen. Er erhielt etwa nicht den berühmten blauen Bogen, der ihn hätte erzürnen können. Aus eigenem Entschluß uurf er den sehr erstaunten Herren des Staatsdepariements in Pashington sein Portefeuille auf den Schreibtisch, daß es nur so krachte. Es klingt beinahe ettcas fassungslos, wenn die amtliche Lesurt über diesen „Forgang, der in der Diplomatie einzigartig dasteht“, bedenklich den Kopf schüttelt. Mr. Hurley gehört, so scheint es tenigstens, zur Gilde jener Aufrechten, die sich im Diplomatenfrack nicht behaglich fühlen. Er geduchte in China jene Politik zu machen, die ihm die Erklärungen seines Präsidenten soiie die amtlichen
Depeschen des Staatsdepartements vorschrieben. Zu seinem großen Erstaunen gewahrte er Kräfte aus dem Hintergrunde, die in der Gegenrichtung arbeiteten: einen Botschaftsrat seiner eigenen Gesandtschaft, Mitglieder der amerikanischen Gesandtschaft in Moskau, große Räte im Staatsdepartement in Fashington. Alle diese begünstigten seiner Ansicht nach zu sehr die Interessen Somjetrußlands, während er — gleichsam allein auf weiter Flur — den amerikanischen Standminkt, der ein starkes China unter der Führung Tschiungkaischeks begünstigt, vertrat. Ein richtiger Diplomat, ettca vom Typus eines Tayllerand, hätte sich über ein solches Ränkespiel von Herzen vergnügt und hätte seine Gegner überspielt. Mr. Hurley, der aus der militärischen Karriere hervorgegangen
ist, nahm die Sache todernst. Er krünkte sich und ürgerte sich, bis er seine Put nicht mehr beherrschen konnte. Jetzt mag das Staatsdepartement sehen, ob das Porzellan, das bei dieser Explosion in Scherben ging, geflickt werden kann, denn soicohl die Parlamenturier des Senates und des Repräsentantenhanses wie die hohe Diplomatie der Peltmächte scird sich dafür interessieren, ob es richtig ist, daß das amerikunische Staatsdepartement für Außeres — so tcie Hurley es behauptet — der Sitz eines Verschiörertrustes geworden sei.
Der deutsche Clerus und der Nationassozialismus
London, 29 Nov. Der deutsche Nachrichtendienst gab heute bekannt, daß 1132 katho
lische Priester auf ihre: politische Vergangenheit hin geprüft wurden, wobei nur 11 als politisch untragbar befunden wurden. BBC. berichtet in diesem Zusammenhang, daß die Militärbehörden in Berlin dem katholischen Bischof Graf Preysing die Erlaubnis zur Herausgabe von Büchern und Zeitschriften erteilt haben. Die erste katholische Zeitung wird das Petrus blatt sein. Gleichlautende Lizenzen wurden auch dem proiestantischen Bischof Dr. Zibelius gewährt.
Zunahme der Verbrechen polnischer Zwangsarbeiter in Deutschland
Frankfurt, 29. Nov. (JJS.) Die amerikanische Armee stellte heute um die Lager der „Displaced Persons“ die von Hitler nach Deutschland geschleppten Zwangsarbeiter, Wachen auf und führte ein Kontrollsystem für die Lager ein, um so allen Plünderungen, Anschlägen und Morden an Deutschen Einhalt zu gebieten. Die gegenwärtige Zunahme dieser Verbrechen, die ein Gewährsmann der Armee als das ernsteste Problem beschreibt, dem die Besatzungsbehörden gegenüberstehen, wird hauptsächlich den früheren polnischen Zwangsarbeitern zur Last gelegt.
Der Religionsunterricht in den deutschen Schulen
Berlin, 29. November.
Konfessionelle Schulen, die aus öffentlichen Mitteln unterhalten werden, dürfen ihren Schülern die Teilnahme am Religionsunterricht weder verweigern noch zur Pflicht machen. Dieser Beschluß, der am heutigen Abend durch den Koordinierungsausschuß des Kontrollrates gefaßt wurde, bedeutet die Anerkennung des Grundsatzes der Religionsfreiheit in deutschen Schulen.
Einwanderung nach den USA. für Nazi gesperrt
Der Einwanderungsausschuß des amerikanischen Repräsentantenhauses hat gestern einen Bericht angenommen, der die volle Beibehaltung der deutschen Quote empfiehlt, erklärt jedoch, daß Schritte unternommen werden müssen, um eine Einwanderung von Nazis und anderen unerwünschten Deutschen zu verhindern.