Tiroler Tageszeitung 1945

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Seite 2 Nr. 136
Tiroler Tageszeitung
Donnerstag, 29. November 1945
Das Austand an österreichs Walten
In einem Rundfunkkommentar, den Luis Robertson Fullerton, ehemals Legationssekretär der britischen Gesandtschaft in Wien, zu den österreichischen Wahlen gab, sagte er u. a.:
„Die Wahlergebnisse haben keine Sensation in der politischen Struktur österreichs aufgezeigt. Aber gewaltig geändert hat sich der Geist, in dem die Wahlergebnisse von den einzelnen politischen Parteien interpretiert werden. Mit Genugtuung haben wir hier in Großbritannien die Einladung der siegreichen Volkspartei an die anderen Parteien zur gemeinsamen Arbeit begrüßt. Ebenso die Erklärung, daß die Österreichische Volkspartei eine Partei sein will, die ausschließlich und kompromißlos für das österreich von morgen arbeitet. Mit Befriedigung haben wir gehört, wie Dr. Renner in allen seinen Reden immer wieder dieses betont hat: über allen parteipolitischen Differenzen müsse die gemeinsame Liebe zur Heimat stehen. Mit Genugtuung haben wir auch von der Erklärung
der kommunistischen Partei Kenntnis genommen, daß sie sich trotz ihrem Wahlmißerfolg für Volk und Heimat verantwortlich fühlt und die Entscheidung des Volkes im demokratischen Geist hinnimmt. Das österreichische Volk hat seine politische Reifeprüfung bestanden.“
England
„Daily Telegraph“ untersucht die österreichischen Wahlen im Zusammenhang mit den Wahlen in Ungarn, Jugoslawien und Bulgarien und knüpft hieran eine Betrachtung allgemeiner Natur, in der es heißt: „In verschiedenen Teilen Europas haben jetzt Wahlen stattgefunden und obwohl sie in ihrer Durchführung erhebliche Unterschiede aufwiesen, gibt das Resultat doch einen gewissen Aufschluß über die politischen Strömungen der Nachkriegs
zeit. Man hätte annehmen sollen, daß die Jahre der Unterdrückung durch die Naziherrschaft in Europa eine entsprechende heftige Reaktion auslösen würde. Soweit man nach den Wahlresultaten urteilen kann, scheint dies aber nicht der Fall zu sein.
Man will einen Wechsel ganz zweifellos, aber in geordneter, sorgfältig vorbereiteter Entwicklung. Man wünscht Anderungen, die auf verfassungsmäßigem Wege vorgenommen werden und nicht durch revolutionäres Vorgehen. Die stürmische Atmosphäre der letzten 25 Jahre, die so viel Leiden und Zerstörung verursacht hat, die so reich an Versprechungen und so arm an wirklichen Leistungen war, scheint eine allge
meine Abneigung gegen alles Extreme in der Politik erzeugt zu haben.
Wenn das wirklich zutreffen solkte, dann könnte man sagen, daß sich an dem sonst recht düsteren Horizont ein hoffnungsfroher Silberstreifen zeigt.“ „Times“: „Die Meldungen aus Wien stimmen damit überein, daß die allgemeinen Wahlen in Österreich am Sonntag frei und ohne Einschüchterung durchgeführt wurden. Die Ergebnisse zeigen einen bedeutsamen Gewinn für die größte Agrarpartei, in diesem Falle die katholische Agrarpartei. Die Wahlen in Österreich sind ein großer Schritt vorwärts. österreich ist vorläufig noch in vier Besatzungszonen aufgeteilt, aber das politische Leben des Landes ist im Aufblühen. Das kürzlich erteilte Währungsabkommen ist ein Beweis hierfür und die Freimütigkeit, mit der die Parteiführer während des Wahlkampfes sprechen konnten, hat
gezeigt, daß sie uneingeschränkte bürgerliche Rechte genießen. Die Rechte und die Linke haben sich in der besten Tradition des Wahlkampfes heftig befehdet, ohne daß es zu einer Stockung von Ruhe und Ordnung gekommen wäre.
In ganz Europa kristallisieren sich immer mehr gleichartige Parteibildungen heraus, die die Scheidung der politischen Meinung fraglos getreu widerspiegeln.
Amerika
„New York Times“:
Da die Österreichische Volkspartei bei den sonntägigen Wahlen die absolute Majorität hat, dürfte ihr Parteiobmann Leopold Figl voraussichtlich die Staatskanzlerschaft übernehmen. Der bisherige Staatskanzler. Dr. Renner wird wahrscheinlich in der gemeinsamen Sitzung des Bundes= und Nationalrates zwischen dem 12. und 22. Dezember zum Staatspräsidenten der österreichischen Republik gewählt werden. Leopold Figl erklärte amerikanischen Korrespondenten gegenüber, daß jede Partei an der Koalitionsregierung mitarbeiten müsse, denn ohne gemeinsame Verantwortung könne Österreich nicht wieder aufgerichtet werden. Ich hoffe, erklärte er, daß die Alliierten die Abhaltung freier und ehrlicher Wahlen anerkennen und der Aufhebung der Begrenzung der
Okkupationszonen und der Reduzierung der Besatzungstruppen zustimmen werden. Österreich ist westwärts orientiert, aber es will eine Brücke zwischen Westen und Osten sein. Wir werden Hilfe von den Alliierten brauchen, um den Winter zu überstehen.“
Hinter den Kulissen des Nürnberger Prozesses
Von unserem Sp.=Mitarbeiter Didier Lazard
Nürnberg, Ende November.
Alles, was diesen Prozeß angeht, ist bekannt: die Verbrecher, die Verbrechen, die Richter und bald auch die verhängten Strafen. Die Geschichte wird in ihrem Archiv Anklage und Verteidigung, Fragen und Antworten, Verhöre und Zwischenfälle aufbewahren. Nichts wird vergessen werden. Aber alles wird tot sein. Und doch gab es selten erregenderes, pulsierenderes Leben. Um es zu spüren, muß man hinter die Kulissen dieses Schauspiels blicken:
Nicht jeder hat zum Gebäude des „Internatio" nalen Gerichtshofes zur Aburteilung der europäischen Hauptkriegsverbrecher“ Zutritt. An allen Türen sind Wachen, deren Nationalität täglich wechselt. Im Labyrinth der Gänge sind amerikanische Militärpolizisten, die Auskunft geben, wo sich die Büros befinden oder die Bank, der Friseursalon oder der Schuster oder der Zahnarzt.
Ich befinde mich in Begleitung eines Offiziers. Er hat überall Zutritt. Ich höre ihn gerade fragen: „Können Sie mir das Dokument Nr. 56/38 geben? Es ist ein Bericht von Papen an Hitler. Haben Sie die übersetzung? Andernfalls geben Sie mir nur die Photokopie.“ An diesem Nachmittag sind zwölf übersetzer der amerikanischen Sektion über Texte gebeugt, mit dicken Zigarren im Mund und dicken Wörterbüchern vor sich. Die amerikanische Organisation arbeitet methodisch, schweigsam, wirksam. Mehr als achthundert nen sind hier beschäftigt. Sie arbeiten hier wie in einer riesigen Fabrik oder in einem Ministerium. Jeder hat seine Aufgabe. Die Art dieser Aufgaben ist ohne Bedeutung. Ist der Chirurg etwa angeekelt, wenn er bei einer Operation mit Eiter in Berührung gerät? Er
übt nur seinen Beruf aus.
Der Sitzungssaal ist vollkommen geschlossen. Grüne Samtvorhänge verhängen die Fenster. Nur die Fahnen der oier Alliierten, die hinter den Abordnungen des Gerichts hängen, geben dem Verhandlungsraum eine farbige Note. Die Leuchtkörper an der Decke, die von Zeit zu Zeit angemachten Leuchtsonnen lassen die Marmor= und Bronzeornamente der Portale hervortreten. Die Militärpolizisten in weißem Helm, mit weißem Koppel und weißen Handschuhen wachen, unbeweglich, mit aufmerksamem Blick, die Hand am Gummiknüppel. —
Es ist nicht leicht, die Nüchternheit eines Militärgerichtsverfahrens mit der Feierlichkeit zu verbinden, die man einem geschichtlichen Prozeß verleihen will. Die Angeklagten, die hier sitzen, waren an Zeremonien von gigantischem Ausmaß und Pomp gewöhnt. Eine übersteigerung des Apparates wäre blamabel gewesen. Seine Einfachheit verwirrt ein wenig. Die Richter sitzen rechts auf einer
Estrade; die Angeklagten sitzen ihnen gegenüber. Die Berater, Sekretäre, übersetzer haben ihre Tische im Parterre. Die in Stufenreihen sitzenden Journalisten sind noch einmal so zahlreich wie alle übrigen Verhandlungsteilnehmer. Es ist ein Prozeß, bei dem die Welt die Anklage spricht. Niemand hat das Recht, den Saal zu verlassen. Schweres Schweigen lastet über dem Raum. Obwohl der Saal gut geheizt ist, ist die Atmosphäre kalt. Manchmal droht einen Langeweile zu überkommen. Die Berichterstatter achten auf die Vorgänge oder schreiben ihre Beiträge. Einer von ihnen liest einen Kriminalroman.
Die Monotonie der Sitzungen= wird nur hie und da durch kleine Zwischenfälle unterbrochen,
wie etwa durch das Verlöschen einer Lichtsonne oder die Panne eines Mikrophones. In diesem Falle leuchtet ein rotes Lämpchen auf dem Schreibtisch des Vorsitzenden auf und man beginnt dort wieder, wo man stehen geblieben war. Das Mikrophon ist nicht so sehr der Größe des Verhandlungssaales wegen nötig, sondern deshalb, weil es eine sofortige übersetzung in drei Sprachen und das Verständnis des jeweiligen Sprechers ermöglicht. Nur die Angehörigen der Militärpolizei haben kein Mikrophon.
Die Angeklagten, diese Männer, die die Welt regiert haben, sitzen unbeweglich auf ihrer Bank; geduldig, passiv. Sie sprechen frei miteinander. Wenn einer von ihnen in Begleitung des diensthabenden Offiziers den Saal verläßt, ist keine Begleitung durch einen anderen Angeklagten gestattet. Göring, der als erster in der ersten Reihe sitzt, schaut oft auf das Publikum zu seiner Rechten. Aber seine Augen bleiben ausdruckslos. Er trägt eine perlgraue Uniform mit breitem Revers über der mächtigen Brust. Heß, mit verstörtem Antlitz, macht den Eindruck eines Kranken. Seine Flucht nach England ist noch immer in geheimnisvolles Dunkel gehüllt. Keitel, in feldgrauer Uniform, ohne Rangabzeichen und Kragenspiegel, sitzt mit zusammengepreßten Lippen da. Rosenberg, mit
blauem Hemd und gestreifter Krawatte, folgt der Verhandlung mit Interesse. In der zweiten Reihe sitzen Dönitz und Raeder, steif und mit abwesender Miene. Schirach, einer der jüngsten Angeklagten in diesem Prozeß, in dem die weißen Haare vorherrschen, sitzt wachen Auges. mit dem Hörer auf dem Kopf und hochgezogenem Kinn. Manchmal setzt er grüne Brillen auf, um sich vor den Strahlern zu schützen. Seine vorstehenden Backenknochen springen dann noch deutlicher hervor. Mit gespannter, aber undurchdringlicher Miene und einer Falte zwischen den Augenbrauen scheint er zu denken wie in dem Gedicht: Ich will noch nicht sterben ...
Österreich und die Südtiroler Optanten
P f. S. Rund 80.000 Südtiroler sind seinerzeit auf Grund des sehr starken nazistisch=faschistischen Druckes aus der angestammten Heimat abgewandert. Der größte Teil davon befindet sich in Österreich, denn auch von rund 25.000 nach Deutschabgewanderten Umsiedlern ist ein Großteil wieder nach Österreich zurückgeflutet Die meisten dieser Unglücklichen haben keinen geregelten Lebensunterhalt und fristen nur kümmerlich ihr Leben. — Weitere 120 000 Optanten sind in der Heimat geblieben (neben den 35.000 „Bleibern“ und den 20.000 Ladinern) von denen 80.000 nie die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten haben. Unter den 80.000 Ausgewanderten wieder befinden sich 10.000 zum Deutschen Heere Eingezogene, die nicht als Auswanderer angesehen werden
können, da sie ihr Heim noch immer in Südtirol haben.
Welchen Standpunkt muß nun Österreich, das seinen Anspruch auf Südtirol in aller Form angemeldet hat, der Optantenfrage gegenüber einnehmen? Bekanntlich gestand Österreich aus rein menschlichen Gründen den Südtiroler Optanten für gewisse Gebiete die Behandlung als österreichische Staatsbürger zu, ohne sie aber in den österreichischen Staatsverband aufzunehmen, insbesondere haben die Südtiroler in Österreich keine politischen Rechte.
Staats= und völkerrechtlich gesehen, erhebt sich die Frage, ob das berüchtigte Umsiedlungsabkommen Hitler—Mussolini für das heutige Österreich rechtsverbindlich ist. Die Moskauer Erklärung von 1943 spricht ausdrücklich von einer Wiederherstellung der Souveränität Österreichs. Das heutige Österreich ist also keine Neuschöpfung, sondern das nach einer fremden Okkupation wieder hergestellte Vorkriegsösterreich. Da aber die Südtiroler nie zum Deutschen Reiche, sondern immer zu Österreich gehörten, Österreich aber wegen der gewaltsamen Besetzung durch Hitler seine Rechte nicht geltend machen konnte, so war Hitler gar nicht berechtigt, über die Südtiroler ein Abkommen mit Mussolini zu schließen. Österreich könnte also das Umsiedlerabkommen keinesfalls als
für sich verbindlich gelten lassen. Es hieße für Österreich selbst die Wurzeln seiner eigenstaatlichen Existenz ausreißen, wenn es die von Nazideutschland in Bezug auf seine Souveränität, auf die es nie verzichtet hat, abgeschlossenen staats= und völkerrechtlichen Verträge anerkennen würde. Es kann daher insbesondere auch nicht Verfügungen fremder Staaten, also in unserem Falle des Usurpators Hitler, über das österreichische Volk, (dem die Südtiroler geschichtlich, kulturell, religiös, geographisch und wirtschaftlich einwandfrei angehören) anerkennen und zulassen.
Es wäre rechtswidrig, wenn die Südtiroler Optanten nun Reichsdeutsche wären unter
übergehung österreichs, das doch einzig und allein über sie zu verfügen berechtigt war, wenn es auch damals durch gewaltsame Besetzung daran gehindert war. Es ist aber auch klar, daß die Südtiroler Optanten nicht Österreicher sind, denn es wäre neuartig in der Praxis des Staats= und Völkerrechtes, wenn ein dritter Staat (Deutschland) ein Abkommen über die Staatsangehörig. keit fremder Staatsangehöriger mit wieder einem andern Staate schließen könnte. Das wäre nicht nur das Ende des Völkerrechtes, sondern würde auch zu einem staatsrechtlichen Chaos führen.
Die Krise in Italien
Rom, 28. Nov. Das Organ der liberalen Partei „Risorgimento liberale“ veröffentlicht einen Appell des Philosophen Benedetto Croce an die italienische Jugend, beiseite zu treten und die galten erfahrenen Politiker“ vorzulassen.
Aus Weet und Wissen
Aspergillin ein neues Pilzpräparat Prof. Nikolaus Krassiknikoff, Mitglied der Akademie der Wissenschaften der UdSSR., ist die Herstellung eines neuen Pilzpräparates „Aspergillin“ gelungen, dessen Wirksamkeit noch über der des Penicillins liegen soll. Es wurde im Versuchsstadium mit Erfolg als Heilmittel gegen die Diphtherie verwendet und scheint ein Gegenmittel gegen Darmentzündungen zu sein. Ter neu Heilstoff wird aus dem Pilz „Asperginus Niber“ gewonnen.
Künstlicher Kautschuk
AFP. Washington, 26. Nov. Ein Bericht des Komitees zum Studium der Gummiwirtschaft, dem die Vertreter der USA., Frankreichs, Großbritanniens und Hollands angehören, gibt interes sante Aufschlüsse über die Lage des Gummimarktes. Von der 1,4 Millionen Tonnen betragenden Weltproduktion an synthetischem Kautschuk erzeugen die Vereinigten Staaten 1,055 Millionen Tonnen. Da im pazifischen Krieg in den Gummpflanzungen Ostasiens nur geringe Verwüstungen angerichtet wurden, sind beträchtliche Vorräte im fernen Osten vorhanden. Das Komitee schätzt die Weltproduktion an Naturkautschuk für 1946 auf 600.000 Tonnen, I fft aber, daß in drei oder vier Jahren eine Produktionssteigerung bis zu 15 Millionen Tonnen erreicht wird. Die Gesamtproduktion an
künstlichem und natürlichem Kautschuk in den nächsten Jahren wird ausreichen um den Weltbedarf zu decken.
72 Millionen Japaner Das japanische Informationsbüro gibt bekannt daß die Bevölkerung von Japan nach der Bolzählung vom 9. November dieses Jahres 72 lionen beträgt. Tokio hat nicht ganz dei Mich nen Einwohner.
Jeer aus Schweden
Ein König macht Handnäharbeiten — Tanz und Alkohol sind ratsonien
Sonderbericht von Randolph Churchill
„Weltgeschehen im Spiegel der Zeit“ heißt die neue Sparte der „Tiroler Tageszeitung“, durch die unsere Leser in der Form interessant geschriebener Auslandsbriefe über bemerkenswerte Vorgänge und Ereignisse in fremden Ländern laufend unterrichtet werden.
Stockholm, Ende November.
Eine der großen nationalen Kraftquellen für Schweden ist sein König Gustaf V. Er und seine drei Brüder sind wahre Riesen von Gestalt und alle über 80 Jahre alt. Der König selbst zählt 87 Jahre, führt aber ein von erstaunlicher Tätigkeit ausgefülltes Leben. Er kommt nicht nur den vielfältigen Verpflichtungen eines konstitutionellen Monarchen nach, sondern spielt noch immer zwei bis dreimal wöchentlich Tennis, angelt und geht zur Elchjagd. Zu Hause ist sein liebster
Zeitvertreib das Bridge und feine Handnäharbeiten, die er in Form von Altardecken schwedischen Kirchen zum Geschenk macht.
Der Kronerbe, der mit einer Schwester des Lords Mountbatten verheiratet ist, hat vier Söhne und aus erster Ehe mit Margarete von Connaught, einer anderen englischen Prinzessin, eine Tochter Ingrid, die mit dem dänischen Kronerben verheiratet ist. Der älteste Sohn, Gustaf Adolf, Herzog von Vasterbotten, ist mit Sybille, der Tochter des deutschen Herzogs von Coburg verheiratet. Er hät keine Söhne und da die schwedische Verfassung die männliche Nachfolge vorschreibt, verfolgt man mit großem Interesse das Leben, die Haltung und die Aussichten der drei anderen Söhne des Kronerben:
Sigvard hat eine Deutsche ohne die mung seines Großvaters geheiratet und ist von der Erbfolge ausgeschlossen worden. Diese Ehe wurde später wieder gelöst und Sigvard, der nun eine Dänin heiratete, lebt jetzt in Kopenhagen als Juwelier unter dem schlichten Namen Bernadotte. Bleibt noch Prinz Bertil, der 1941 als Marineattaché der schwedischen Botschaft nach London kam. Verschiedene Kreise legten seine Ernennung als proalliierte Geste des Königs aus, doch ist sie wohl mehr auf seinen Wunsch zurückzuführen, ein Hindernis für eine Mesalliance zu bereiten. Endlich der 29jährige Karl Johann. der anziehendste unter den schwedischen Prinzen. Viele Schweden sehen in ihm die große Hoffnung der Dynastie Bernadotte. Aber
auch hier sind eheliche Verwicklungen im Begriff diese Hoffnungen zunichte zu machen. Der Prinz ist seit vielen Jahren in eine auffallende und charmante Schwedin, Frau Kerstin Wijkmark, verliebt, die erste Journalistin des Landes. Sie wollten in Amerika heiraten. Der König kündigte an, daß im Falle einer Heirat der Prinz von Erbfolge ausgeschlossen würde und aller seinet Würden verlustig ginge. Das schreckte zwar Karl Johann nicht ab. der seinem Vater geantwortet haben soll, daß er sich auf jeden Fall aus tiefsten Herzen als Republikaner fühle. Aber nun kamen andere Komplikationen hinzu.
Karl Johann erhielt ein amerikanisches Visum aber das Staatsdepartement legt eine unverständliche Langsamkeit in die Gewährung des zweiten Visums für die Braut an den Tag Daher erwägt das Paar schon jetzt, seinen Bund in Moskau segnen zu lassen. Auch auf die Gefahr hin, damit Legenden zu zerstören, muß ich es bei zweien tun die im Ausland über Schweden sehr verbreitet sind. Die erste betrifft die schwedischen „Badefräu lein vom Dienst“. Ich hatte gehört, daß sie einem im Bad den Rücken waschen Das Badezimmer meines Hotels war so klein, daß ich neugierig war, wie das „Badefräulein vom Dienst“ ihrem Amt nachkommen wollte. Aber es kam nicht ...
Tanz und auch Alkohol sind rationiert. Die Regierung hält den Tanz zwar nicht für sittenwidrig da sie ihn ja sonst verbieten würde. Aber in dem Bestreben, Auswüchse zu unterbinden, ist angeordnet worden, daß in den Restaurants nur zweimal wöchentlich getanzt werden darf und niemals über Mitternacht hinaus. Vor meiner Abreise aus London hatte ich meinen Schneider gebeten, mir einen Anzug zu machen. Er antwortete mir, daß er dazu ein Jahr brauche. Ihm fehlten Material und Zuschneider. Die Schweden haben berühmte Schneider Als ich zum ersten Schneider von Stockholm ging, erbot er sich, mir einen Anzug innerhalb von vier Tagen zu machen. Als ich darauf hinwies, daß ich ihn für den Empfang beim König dringend brauchte, versprach er ihn mir innerhalb von
zwei Tagen. Es ist der erste neue Anzug, den ich seit zehn Jahren besitze. Es sist guter englischer Wollstoff. Als ich um den Preis fragte, sagte der Schneider: „525 Kronen“ (125 Dollar), und bevor ich noch überlegen konnte, ob das viel oder wenig wäre, fügte er hinzu: „Das ist der höchste Preis, den wir verlangen dürfen.“
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