Tiroler Tageszeitung 1945
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- S.20
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Tiroler Tageszeitung
Donnerstag, 12. Juli 1945.
BLI
Stadt und Land
Ferialpraxis für Staatsgewerbeschüler
Die Direktion der Staatsgewerbeschule in Innsbruck verlautbart: Die Schüler und Schülerinnen der Staatsgewerbeschule in Innsbruck, einschließlich der bisherigen „Meisterschule des deutschen Handwerks“, werden aufgefordert, während der Monate Juli und allenfalls August (abhängig vom Schulbeginn) in Ferialpraxis zu gehen, da sie diese zur Aufnahme bei Schulbeginn nachweisen müssen. Sie haben sich zu diesem Zwecke bei ihrem zuständigen Arbeitsamte zu melden.
Mitteilung des Arbeitsamtes
Alle ehemaligen politischen Häftlinge und Insassen von KZ.=Lagern, soweit sie noch nicht im Arbeitseinsatz sind, melden sich unverzüglich im Arbeitsamt Innsbruck, Schöpfstraße Nr. 3.
tionalsozialismus verfügten Auflösung nach Sitten in der Schweiz übersiedelt und wurde dort als päpstliche theologische Fakultät weitergeführt. Das Canisianum besuchten viele amerikanische Theologen; es hat daher auch in Amerika einen großen Ruf, zumal zahlreiche amerikanische Bischöfe aus dieser Anstalt hervorgegangen sind. Mit dem Canisianum wird auch der langjährige hochverdiente frühere Regens P. Hofmann wieder nach Innsbruck kommen.
Freiwillige Rettungsgesellschaft Innsbruck
Im Monat Juni wurden durch die Freiwillige Rettungsgesellschaft Innsbruck insgesamt 749 Personen transportiert; davon waren 19 Personen von Unfällen betroffen worden.
Die neue Zeit in Schwaz
sammlungsteilnehmer. Präsident Miller betonte im Schlußwort die Notwendigkeit einer solidarischen Einstellung zu den Problemen des Wiederaufbaues. Kleinliche Meinungsverschiedenheiten und Gewerbestreitigkeiten müßten zurückgestellt werden. Jeder Handwerker wolle bedenken, daß es sich um unsere Tiroler Heimat handle, deren Wiedereingliederung als wertvoller Bestandteil in ein freies und selbständiges österreich wir alle von Herzen wünschen.
Alles in allem kann gesagt werden: „Tatfreudige Männer der Wirtschaft waren auch in den ersten stürmischen Tagen der amerikanischen Besatzung des Landes auf dem Posten. Sie haben entschlossen die Zügel ergriffen und der Wirtschaft des Landes den neuen organisatorischen Rahmen geschaffen. Ihrem energischen, vom Bewußtsein der Notwendigkeiten des Augenblicks getragenen Einschreiten ist es zu danken, daß auf dem Gebiete der gewerblichen Organisationen ein unfruchtbares Interregnum unterblieb. Die Arbeit lief trotz aller zeitbedingten Hemmungen sozusagen von der ersten Stunde an weiter.
Die neue Kammerorganisation hat inzwi
schen zahlreiche Verbindungen zu den maßgebenden Stellen hergestellt. Wenn sie sich vorläufig nach wie vor nur als provisorische Einrichtung bezeichnen kann, die noch der ausdrücklichen Anerkennung bedarf, so ist für alle an der Wirtschaft des Landes Interessierten doch festzuhalten: Die Grundmauern der Organisation der gewerblichen Wirtschaft des Landes stehen; die künftige Aufgabe — den Bau auszugestalten und zu verfeinern — wird keine sonderlichen Schwierigkeiten mehr bereiten.“
Die Neuordnung des Gewerberechtes
Von informierter Seite erfahren wir nocht
Bereits vor 1938 war auf allen gewerblichen Gebieten eine überbesetzung zu verzeichnen. Um so mehr muß gegenwärtig ein strenger Maßstab an alle beabsichtigten Neugründungen angelegt werden, um das überhandnehmen ungesunden Wettbewerbes mit seinen nachteiligen Folgen (Konkursen, Zwangsausgleichen usw.) zu vermeiden. Diesem Zwange Rechnung tragend, ist eine gründliche überprüfung der bestehenden Gewerberechte geplant.
Eine Anregung für Gastwirte
Man schreibt uns: Es wäre im Interesse der Gäste wünschenswert, wenn Gaststättenbetriebe ihre Speisekarte sichtbar zum Aushange brächten. Es würde damit vermieden werden, daß der Gast, der nicht im Besitze der für die jeweiligen Speisen notwendigen Marken ist, das Lokal überhaupt betritt, die Bedienung durch Fragen aufhält, anderen Gästen den Platz versitzt und letzten Endes doch unverrichteter Dinge fortgehen muß. Es kann ihm dann noch passieren, daß er anderwärts zu spät kommt und überhaupt nichts mehr zu essen erhält.
Wiedereröffnung des Canisianums
Innsbruck, 10. Juli. Im Herbst wird das berühmte theologische Konvikt Canisianum in Innsbruck unter der Leitung von P. Lackner wieder eröffnet. Diese weltbekannte Studienanstalt war seit der vom Na
Aus Schwaz wird uns berichtet:
Hier wurden die öffentlichen Amter und vollzog, wurden die öffentlichen Amter und Betriebe von Nazi=Elementen gereinigt. Die Prominenten unter ihnen wurden entweder gleich verhaftet oder aber zum Beseitigen der großen Schuttmassen, die durch die mfangreichen Bombenschäden im Stadtbild entstanden waren, herangezogen. Das Franziskanerkloster sowie das Stift Fiecht, welche von den Nazibehörden beschlagnahmt worden waren, wurden den rechtmäßigen Besitzern wieder zur Verfügung gestellt. Den zaylreichen zurückgekehrten KZ.=Häftlingen des Bezirkes wurden je 300 RM. ausgefolgt, und so gut es ging, Bekleidungs= und Lebensmittelzulagen gewährt. Zum Bürgermeister wurde Herr Dr. Kurt Psenner gewählt, der ehemals Direktor der Schwazer Handelsschule war und seinerzeit von den Nazibehörden wegen seiner
politischen Einstellung seines Postens enthoben wurde.
Die Organisation der gewerblichen Wirtschaft
Innsbruck, 11. Juli. (LHK.). Mit dem Untergang des nationalsozialistischen Staates hat auch die Gauwirtschaftskammer zu bestehen aufgehört. An die Stelle der Gauwirtschaftskammer Tirol=Vorarlberg tritt die „Tiroler Kammer für Handel, Gewerbe, Industrie und Verkehr“ mit dem Sitz Innsbruck, Meinhardstraße 14. Der Wirkungsbereich dieser nunmehrigen Zentralorganisation der gewerblichen Wirtschaft des Landes erstreckt sich räumlich auf Nordtirol, sachlich auf alle Belange, die mit Industrie, Handwerk, Handel, Gewerbe und Verkehr zusammenhängen.
Die neue Kammer, die unverzüglich nach dem Einzug der amerikanischen Truppen, vorerst provisorisch, errichtet wurde, umfaßt in ihren, bereits durch ihre Bezeichnung genannten vier Sektionen auch die bisherige fachliche Organisation. Durch diese Eingliederung wird eine wesentliche Vereinfachung erzielt.
Im Einvernehmen mit der Landesregierung betraute der Präsident der Kammer, Altkammerrat Fritz Miller, mit der tion von Sektionsobmännern: für Handel: Oberstleutnant a. D. Othmar Reiter, Textilkaufmann, Innsbruck; für Handwerk: Franz Glätzle, Spengler= und Glasermeister, Innsbruck; für Industrie: Kommerzialrat Ezio Foradori, Textilgroßindustrieller, Innsbruck; für Verkehr: Dr. Arthur Andreatta, Hotelbesitzer, Innsbruck.
Während von der Industriesektion außer den ausgesprochenen Industriefirmen und
briken des Landes auch die energiewirtschaftlichen Betriebe erfaßt werden, betreut die Gewerbesektion neben allen handwerklichen Unternehmungen auch jene Betriebe, welche eine erzeugende Tätigkeit gewerbsmäßig ausüben, ohne jedoch als industriell im engeren Sinne angesprochen werden zu können. Der Handelssektion gehören sämtliche Kleinund Handelsfirmen an. Die Verkehrssektion umfaßt das Gast= und Schankgewerbe und das Verkehrsgewerbe.
Den beruflichen Sondernotwendigkeiten der einzelnen Sparten der gewerblichen Wirtschaft wird im Rahmen der Gewerbesektion durch die Wiedererrichtung der handwerklichen Zünfte, im Rahmen der Handelssektion durch die Schaffung von Fachgruppen, in der Verkehrssektion durch die Einrichtung besonderer Abteilungen für das Gast= und Schankgewerbe, das Frächtergewerbe, das Spediteurgewerbe und dergleichen Rechnung getragen. Am weitesten fortgeschritten ist der Ausbau der Handwerksvertretung. Die Zunftmeister sind überwiegend bestellt. Sie wurden vor wenigen Tagen in der Kammer von Präsident Miller und Sektionsobmann Glätzle begrüßt und in ihren Aufgabenkreis eingeführt. An der Tagung nahm in Vertretung der Landesregierung Hofrat Dr. Kundratitz, von allen Anwesenden als alter Bekannter und Freund des
Handwerks freudig begrüßt, teil. Seine interessanten, sachkundigen Ausführungen über die dringlichen Aufgaben der kommenden Wochen und Monate, die die gewerbliche Wirtschaft zu leisten haben wird, fanden den Beifall aller Ver
Die Lage der Tiroler Industrie
Aus dem Landhaus wird berichtet:
Die industriellen Anlagen Tirols blieben trotz des Krieges verhältnismäßig unversehrt. Neben zwei größeren, sehr schwer getroffenen Fabriken erlitten mehrere kleinere Betriebe Teilschäden, was sich jedoch bei dem Mangel an Ersatzteilen sehr schwerwiegend auswirkt.
Da aber immerhin die Tiroler Industrie im großen und ganzen von den Kriegsoperationen ziemlich bewahrt blieb, wird in Tirol die Umstellung von der Kriegsindustrie auf die Friedensindustrie keine besonderen Schwierigkeiten bereiten. Der größte Hemmschuh für das Anlaufen der Industrie ist der Mangel an Kohle, doch besteht selbstverständlich auch Mangel an Rohstoffen, wie Wolle, Zellwolle und dergleichen.
Die Tabakfabrik in Schwaz hat ihre Arbeit bereits wieder aufgenommen und auch ein Teil der chemischen Industrie, wie z. B. das Ichthyolwerk bei Seefeld und die AlpineChemische in Schaftenau arbeitet.
Das Schicksal der Tiroler Industrie hängt davon ab, daß es gelingt Kohle herbeizu
schaffen. Für eine weitgehende Ersetzung der Kohle durch Elektrizität fehlen gerade in Tirol trotz der vorhandenen starken Wasserkräfte die Voraussetzungen, da keinerlei Materialien für Elektrogeräte und dergleichen vorhanden sind. Ganz besonders schmerzlich ist aber das Fehlen jeglicher Schlüsselindu strie (Ersatzteile usw.) in Tirol. Dadurch scheitern oft die wichtigsten Reparaturen an scheinbar lächerlichen Kleinigkeiten. Der Mangel an Ersatzteilen für Maschinen, das Fehlen eines kleinen Zahnrades, das Nichtvorhandensein eines Spezialwerkzeuges sind oft schuld daran, daß ein ganzer Betrieb lahmgelegt ist. Tirol war immer von der Einfuhr aus den anderen Bundesländern und aus dem Auslande abhängig, ganz besonders aber ist das auch auf dem Gebiete der Schlüsselindustrie der Fall. Um über die gewaltigen Schwierigkeiten
der ersten Nachkriegszeit hinwegzukommen, müssen alle Kräfte eingesetzt werden. Die bescheidene Tiroler Industrie ist zu einem Zeitpunkte, wo Importe aus den verschiedensten Gründen unmöglich sind, für unser Land notwendiger denn je und sie kann wesentlich dazu beitragen, unsere Notlage zu lindern.
AUS OSTERREICHI
Razzien in Wien
Wien, 10. Juli. Wie Radio Wien mitteilt, wurden gestern einige hundert Verdächtige verhaftet, als die österreichische Staatspolizei in drei Wiener Bezirken Razzien abhielt, die den ersten Teil einer energischen Reinigung von Nazisaboteuren und Vertretern von Untergrundbewegungen bildet. Der Rundfunk fordert die Bevölkerung auf, den Polizeiorganen die Türen zu öffnen. Er sagte weiter: In Zukunft werden jene Häuser und Wohnungen, die nicht freiwillig geöffnet werden, gewaltsam geöffnet und die Schuldigen schwer bestraft werden.
Die Salzburger Industrie beginnt aufzuleben
Salzburg, 11. Juli. Der Leiter des Wirtschaftsamtes erklärte, daß in einer Woche ungefähr ein Drittel der Salzburger Industrien die Arbeit wieder aufnehmen.
Bekleidung für Bedürftige in Salzburg
Salzburg, 10. Juli. Zur Lösung der Bekleidungsfrage für bedürftige Personen im kommenden Herbst und Winter werden Pläne ausgearbeitet. Die Organisationsarbeit obliegt dem Karitasverband.
Namensänderung der Widerstandsbewegung in Salzburg
Salzburg, 10. Juli. In der kürzlich abgehaltenen Sitzung des Ausschusses der österreichischen Widerstandsbewegung wurde einhellig beschlossen, daß sie ihren bisherigen Namen in österreichische demokratische Freiheitsbewegung umändert.
Das Linzer Tierheim
Linz, 11. Juli. über 50 Jahre alt ist schon die Tradition des oberösterreichischen Lan destierschutzvereins, dessen gründendes älte stes Mitglied der stadtbekannte Kunstmaler Höhnel ist, und der ein wohlgepflegtes Tier heim führte. Bis zum Umbruch eine muster hafte Einrichtung, gab das Tierheim, das nach dem Jahre 1938 in neue Hände über ging, oft Grund zu Klagen. Die Schützlinge wurden erwiesenermaßen nicht nur schlecht gepflegt, sondern auch schlecht behandelt.
Wettbewerb in Linz
Linz, 11. Juli. Hier wird ein künstlerische Wettbewerb für den Wiederaufbau veranstal tet. Der Einsendetermin für die künstleri schen, kunstgewerblichen, architektonischen und handwerklichen Projekte für die stilge rechte Wiederinstandsetzung von Stadt und Land ist der 21. Juli d. J.
Seelennot im Ks Dachau
Von Joseph Aug. Lux
So groß auch die körperlichen Leiden waren, die die Märtyrer der Konzentrationslager erdulden mußten, ungleich größer noch waren die seelischen Qualen, die die Hölle erst zur Hölle machten. Als ich zu Beginn des sogenannten Umbruches am 13. März 1938 verhaftet und nach Dachau verschleppt wurde, kam mir die intuitive Erkenntnis, daß bald das ganze Reich einem Konzentrationslager gleichen werde, wo es nur mehr zwei Klassen Menschen geben soll: Unterdrückte und Unterdrücker. Die Nachtfahrt im dichtverhängten Eisenbahnzug, wo links und rechts Blut floß, werde ich nie vergessen; unvergeßlicher noch blieben mir die schnarrenden Worte des Lagerkommandanten: „Aus ist es mit der Humanität!“ Und dann die Worte: „In Dachau gibt es nur Gesunde oder Tote!“
Bald sollte es keine Gesunden mehr geben, dafür um so mehr Tote. Schon die Frage der SePeiniger war bezeichnend, wenn sie an einen herantraten: „Was warst du?“ Nicht etwa: was bist du? — sondern was warst du! Man war gewesen. Tote, die im Grabe leben! Wenn ich später
den einen oder anderen sagen hörte: „Acht Millionen Polen sind zu viel ...“ oder wenn ein Parteianhänger auf die entsetzte Frage über die vielen Todesurteile zur Antwort gab: „Das verstehst du nicht — das muß sein!“ dann wußte ich, daß es nur die Bestätigung eines längst erkannten Vernichtungsprinzips war: der Mord als Staatsraison! Die Austilgung aller, die nicht Parteifreunde waren. Das war der Sinn der Konzentrationslager. Der Barbar war aufgestanden, der alle Menschenrechte, die heiligen Güter der abendländischen Kultur mit Füßen trat. Der Barbar, der nicht ruht, bis alles Große, der Staat, die Kirche, Kunst und Wissenschaft, die Menschenwürde herabgestürzt ist, von der Höhe, die sie schützt — zur Tiefe eigener Gemeinheit. Wenn Hitler von Volk und Freiheit sprach, dann war nur seine Partei gemeint. Die anderen waren
rechtlos und dem Untergang geweiht. Und hätte er gesiegt, er hätte seine Absicht auf Massenmord aller Gegner wahr gemacht. Zum Glück hat es das Schicksal anders gewollt.
Alle diese Greuel sind schließlich an sichtbaren Beispielen, vor aller Welt offenbar geworden: Was weniger offenbar werden konnte, das sind die seelischen Leiden, die das Maß des Grenzenlosen erreichten; vielleicht aber sind es auch die seelischen Kräfte, die das Untragbare überwinden
halfen. Zehn Stunden täglich mit Hacke und Schaufel graben müssen in einer staubigen Steinwüste bei Sonnenbrand, daß von den reflektierenden Strahlen die entzündeten Augen dicht anschwollen, oder bei Winterstürmen und Eiseskälte; dann stundenlang Appell stehen und bald nach drei Uhr morgens unausgeschlafen herausgejagt werden, Prügelstrafen und andere Grausamkeiten mitansehen und erdulden müssen — das war noch nicht das Schlimmste, so schlimm es war; schlimmer noch war die quälende Ungewißheit, wie lange die martervolle Gefangenschaft dauern würde, und ob sie überhaupt ein Ende haben wird außer durch den gewaltsamen Tod; schlimmer ferner die peinigenden Sorgen um die Lieben daheim und um ihr Schicksal; und am schlimmsten vielleicht das Gefühl, der Freiheit beraubt zu sein, dieses höchsten
Gutes des freigeborenen Menschen.
Trauer und Schmerz darüber sind unablässig; ihre Niederschrift ist in den Zügen des sogenannten „Dachauer Gesichts“ deutlich zu lesen, wenn auch der Mund schweigt. Und wenn nächtliche Träume liebliche Sehnsuchtsbilder des verlorenen Glücks im Kreise der Lieben vorspiegeln, dann ist nach dieser Wohltat das Grauen beim Erwachen über die grausame Wirklichkeit nur um so furchtbarer.
In dieser Lage gab es nur eine Zufluchtede Gedanke ans Ewige, das Gebet. Den einzigen Halt, den der Verlassene hat, und der überse vieles hinweghalf. Wie in einer Bewußtseinspaltung lebte man innerlich in einer anderen Welt — man war nicht da, sondern bis zu einen gewissen Grade ausgeschaltet von allem Zwang dem man mechanisch unterworfen war. So lies sich manches überwinden, ja noch mehr: anderen Hilfe bringen.
Es wird wohl seinen Grund gehabt haben, das so viele kamen und mir ihr Herz ausschütteten und ihre Seelennot bekannten. Ein Meer von Leiden, das sich da auftat! Und auch zuweisen menschlich Schönes. Aus allen Baracken kamen sie mit der Bitte: „Meine Mutter wird nächsten70 Jahre alt — möchtest du mir nicht zu ihren Geburtstag ein Gedicht machen?“ Ein anderer „Meine Tochter kommt in die Lehrerbildungs anstalt ...“ Ein jeder Fall will ein Gedicht zu irgend einem Anlaß. So wurde ich unversehenzum Hausdichter von Dachau. Nicht un Gut und Geld möchte ich jene Leiderfahrun missen, die zum Schluß Gesang wird und ein letzte Süßigkeit birgt, wie diese: „Es hat schon mancher Trost gewährt — der selbst des Trostes hat ei. behrt!“
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Von der Bevölkersonders der Mange beklagt. Es ist nicht verschiedenen Seiten vorliegen. Aber auch kräften in den Gärtdaß das Frischgemüs Konsumenten zugefühLandwirtschaft macht len von Hilfskräften, Bevölkerung, bemerk Einbringung der Ernt
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