Tiroler Tageszeitung 1945
Monat:11
- S.86
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Seite 2 Nr. 133
Tiraler Tageszeitung
Die Propagandamaschine auf höchsten Touren Von unserem ständigen Mitarbeiter M Rieder
Abenddämmerung des Samstags rasen ###is durch die Straßen, von denen Stimmzettel u. Propagandaschriften in buntem Durcheinande. ibgeworfen werden. Es regnet Stimmzettel und Propagandaschriften Wählt kommunistisch: Wähn die österreichische Volkspartei! Wählt die sozialistische Partei Österreichs! So schreit es den Passanten entgegen aus allen Straßen, von allen Mauern, aus allen Ecken. Die Propagandamaschine läuft auf höchsten Touren. Hunderte von Plakaten, Flugschriften und Parteiprogrammen schreien es in grellen Lettern den Vorübergehenden zu. Wählt unsere Partei! Sie allein ist die richtige, sie allein bringt euch Arbeit, Freiheit und Brot. Die drei Parteien sind zum letzten gewaltigen Endspurt angetreten.
Die Straßen sind übersät mit blauen, roten, grünen und weißen Zetteln. Wenn ein Auto darüber hinwegfährt, dann wirbeln sie hoch, um dann wieder wie Schneeflocken im Winter auf die Straße zu sinken. In der Maria=TheresienStraße brüllt ein Lautsprecher Wahlschlager in den Straßenverkehr und jeder Vorübergehende bekommt einen Stoß Propagandaschriften und Stimmzettel in die Hand gedrückt.
Alles unentgeltlich. Sogar Zeitungen. An der Spitalkirche leuchtet ein großes Laufplakat der österreichischen Volkspartei und am Eingang der Herzog=Friedrich=Straße hängt ein rotes Spruchband der Kommunisten. Die Jugend kommt auf ihre Rechnung und rauft sich um die Klebeplakate, die überall verteilt werden. Ja, heute darf jeder trotz der bewaffneten Polizeistreifen, die auf beiden Straßenseiten patrouillieren, Papier auf die Straße werfen, ohne dafür drei Mark Strafe zahlen zu müssen. Besonders die Jugend macht davon ausgiebig Gebrauch und Burschen und Mädels besäen die Straßen mit Stimmzettel und Flugschriften. Man hat den Eindruck einer Faschingsnacht mit Konfettischlachten. Allerdings ist die Stimmung der vielen Menschen, die die Straßen bevölkern,
nicht darnach und die meisten von ihnen lächeln nachsichtig über den riesigen Propagandaufwand der Parteien.
Zum hundertstenmal ruft der Lautsprecher in der Maria=Theresien=Straße sein „Wählt kommunistisch“ in die Nacht und noch immer fahren Autos durch die Stadt und streuen Flugblätter. Die Straßen sehen aus, als hätte es geschneit, und der dicke Herr vor dem Zentral=Tonkino meint: „Das gibt eine Heidenarbeit für die armen Straßenkehrer“, lächelt und geht seiner Wege.
Das ist Innsbruck am Vorabend der Wahlen.
Die Wahl beginnt
Schon früh am nächsten Morgen werden die Wahllokale geöffnet. An den Straßenecken stehen Männer und junge Burschen, die den Vorübergehenden, bevor sie das Wahllokal betreten, noch
schnell Stimmzettel der verschiedenen Parteien zu stecken, in der Hoffnung, der Wähler möchte sich doch noch für seine Pärtei entschließen. Die ersten Wähler sind fast alles ältere Frauen, die soeben von der Frühmesse kommen, und Klosterfrauen, die zu den Frühaufstehern gehören überhaupt sind verhältnismäßig wenig Männer zu sehen Die österreichische Frau hält diesmal das Schicksal des Staates in Händen, und sie ist sich dessen auch bewußt Sie stehen Schlange wie sonst bei den Lebensmittelgeschäften, schreiten bedächtig zur Urne und geben ihre timmen ab Mit wahren Argusaugen wachen dabei die Aufsichtsorgane über jeden Schritt der Wähler und prüfen mi: großer Genauigkeit die Daten Der Lautsprecher in der Maria=Theresien=Straße hat inzwischen
seine Tätigkeit wieder ausgenommen und auch heute werden noch Stimmzettel und Flugschriften gesät. Den ganzen Tag über herrscht in den Wahllokalen ein stetes Kommen und Gehen. Innsbruck erwartet gespannt die Ergebnisse.
Die Wahlfrist wird bis 19 Uhr verlängert Im Regierungszimmer des Landhauses sitzen die Beamten an den Telephonleitungen, durch die die Ergebnisse aus den Bezirken durchgegeben werden. Die Fernschreiber sitzen gespannt an ihren Apparaten, die sie mit Salzburg, Klagenfurt. Linz, Graz und Paris verbinden. Alles wartet auf die ersten Resultate. In den Gängen patrouillieren Beamte des französischen Geheimdienstes und der österreichischen Polizei. Alles atmet Spannung und Erwartung. Da gibt Radio Beromünster das vorläufige Ergebnis der Wahlen in Vorarlberg bekannt: 78 Prozent Volkspartei, 2 Prozent Kommunisten und 20 Prozent Sozialisten. Dann kommen die ersten Meldungen aus Niederösterreich. Laufend koamen nun die Mitteilungen aus den
Bundesländern und Bezirken und alle Hände sind vollauf beschäftigt.
wirbelte, waren heute morgen von einem leichten Sprühregen am Pflaster festgeklebt Wenige Menschen waren an diesem trüben Sonntag in den Straßen zu sehen Schon zeitig am Morgen begann der Zustrom der Wähler zu den Urnen. Sogenannte Schlepper, die sonst säumige Wähler aufzurütteln pflegten, fehlten fast ganz.
Im Innenministerium hatte ich Gelegenheit den gewaltigen Appara in Augenschein zu nehmen, der zur raschesten übermittlung der Stimmrgebnisse aufgeboten ist.
Von den 3,418.000 Wählern um die 165 Mandate entfallen 179.000 (gegen 193.000 im Jahre 1930) mit 8 Mandaten auf Tirol und 75.90 (gegen 85.000) mit 4 Mandaten auf Vorarlberg. Je 20.000 Wähler entsenden also einen Ver treter.
Um 18 Uhr abends liegen bereits die
gebnisse aus Wien vor. Bis Montag mittags res, net man auf die weitaus überwiegende Nehr heit der Wahlresultate. Die endgültigen Erae. nisse dürften allerdings #i# t vor Mittwoch ie,
ine e.
stehen, da die Verkehrsmittel im Burgenland un in gewissen Teilen der westlichen Bundesländeine rasche übermittlung an die zentralen melstellen nicht erlauben.
Keine alliierten Beobachter bei den Wahlen Wien, 25 November Amerikanische Beamte haben erklärt das
Wahl von den Österreichernallein#n
für die Österreicher allein durchgeswird also keine alliierten Beobachter zugegensa
für de Gaulle
Paris. 25 November.
Die französische konstituierende Nationalversammlung gab der neuen Koalitionsregierung General de Gaulles ihr einstimmiges Vertrauensvotum: Diese wird solange ihres Amtes walten bis im kommenden Jahre Frank reichs vierte Republik errichtet sein wird Die Kommunisten, die gegen ein Weiterbestehen de Gaulles als Interims=Präsident waren, verbürgten ihre Loyalität, aber nicht die „blinde“ Unterstützung der Regierung de Gaulles.
Endgültige Zusammensetzung der französischen Nationalversammlung
Whisonntag in Wien
(Drahtbericht unseres Wiener A. R.=Korrespondenten)
Wien, 25. November.
Gestern bis spät in die Nacht noch sprachen die Spitzenkandidaten der Parteien zur Bevölkerung Heute waren die politischen Reden von musikalischen und künstlerischen Darbietungen umrahmt. „Treu zu Österreich!“ Nie wieder
Krieg! Zukunft, Jugend, Fortschritt. Frauen, das waren die hauptsächlichen Parolen, in deren Namen die Kandidaten um die Stimmen warben. Bis in die letzten Stunden tauchten immer wieder neue Wahlplakate auf. eines bunter als das andere.
Stimmzettel, die der kalte Novemberwind in den letzten Tagen wie Konfetti durch die Straßen
In Paris wurde die endgültige Zusammensetzung der französischen Nationalversammlung bekanntgegeben. Danach setzen sich die Fraktionen wie folgt zusammen: Die Kommunisten haben 159 Sitze, von denen 151 auf die Partei selbst entfallen. Die 8FJO. die Sozialisten haben 139 Sitze inne Zu ihnen gesellen sich 7 Abgeordnete der Mohammedaner und 31 der Widerstandsbewegung und 11 des Bauernbundes, die den Sozialisten nahestehen. Die MRP, die republikanische Volksbewegung hat Sitze inne. (Radio Beromünster)
De Gaulle — Bevin
Die Reden des Generals de Gaulle und des britischen Außenministers Bevin die fast gleichzeitig vor den Parlamenten der beiden Länder gehalten wurden, ergänzen sich gegenseitig. De Gaulle erklärte, daß sich Frankreich bemühe, mit Großbritannien ein freundschaftliches Abkommen zu schließen. Bevin schien in seiner Rede direkt auf diese Worte zu antworten, als er de Gaulle und der neuen französischen Regierung versicherte. daß Großbritannien den Wunsch habe, auf das engste mit Frankreich zusammen zu arbeiten. Großbritannien wolle mit dieser Zusammenarbeit
auch Frankreich helfen, seine Wirtschaft weaufzubauen.
In Pariser diplomatischen Kreisen wird # Rede des britischen Außenministers Bevin ## sehr ermutigend für die Entwicklung der schaft zwischen Großbritannien und Frankiungesehen. (Radio Paris
Staatsminister Gay mit den österreichisch=deutsch Angelegenheiten betraut
Paris, 24 Nov, General de Gaulle hat Staatsminister Gay mit den deutschen und din reichischen Angelegenheiten betraut.“ Der sech jährige Staatsminister Gay ist ein bekannter kämpfer für die Idee einer Christlichen Dmkratie Er gründete zuerst eine bedeutende lagsanstalt und 1932 die Zeitung „LAube # die Deutschen Fronkreich besetzten, weigerte## Gay. seine Zeitung weiter erscheinen zu lass und widmete sich mit seiner ganzen Kraft ders heimpresse der Widerstandsbewegung Nach Befreiung übernahm er wieder die Leitung Zeitung L"Aube“ wurde Vizepräsident der riser Presse und ist einer der Führer der ##u# kanischen Volksbewegung.
Eine französische Stimme
Paris, 25 Nov" (9## Der Leitartikler des „Monde“ kommensen letzte Rede des Generals de Gaulle#e konstituierenden Nationalversammlung dieg falls auf die eingehendere Verständigung zut Frankreich und Großbritannien Bezug## Niemand in Frankreich; so schreibt d#### wünsche eine Entscheidung zwischen Ostoen die nur gewisse innere und äußere beiten verschlimmern könne. sondern se zose wäre glücklich wenn Frankreich trag zur Beilegung eventuell entstehende## fragen leisten könne
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Dipkamatie, Tresse und Tolitik
ie Deitten Reich
Aus dem Tagebuch eines Journaliste 17. Fortsetzung
Vom Kaiserhof zur Reichskanzlei
Das Hotel „Kaiserhof“ in Berlin hat in der eschichte des Dritten Reiches eine besondere olle gespielt. Während die einst weltbekannten otels Adlon, Bristol, Eden und Esplaada Hitler während seines Kampfes um die tacht die Unterkunft in ihren Häusern verweirten, räumte der Kaiserhof den Führern der SDAP sofort Quartiere und Arbeitsräume n. Der „Gelbe Salon“, in dem Bismarck ährend des Berliner Kongresses 1878 ine historische Unterredungen mit dem britihen Premierminister Disraeli führte, und ie später berühmt=berüchtigte „Rote Ecke“ des oyers wurden das erste Hauptquartier itlers im damals roten Berlin. Hier wurn jene Gespräche geführt und Pläne geschmiet, die Goebbels den Stoff zu seinem Buche Vom Kaiserhof zur Reichskanzlei“ gaben. Bis seiner völligen
Zerstörung an jenem grauenollen 23. November 1943, an dem erstmalig ein arker Verband „fliegender Festungen“ aus eiem nebelschwarzen Abendhimmel überraschend nd ohne Abwehr innerhalb von 18 Miuten das Zentrum der Reichshauptstadt in chutt und Asche legte, ist der nach dem ersten Zeltkrieg renovierte Kaiserhof der Treffpunkt er Parteihirarchie geblieben.
Hitlers Flucht aus dem Kaiserhof lls der Luftkrieg das Leben in Berlin immer ährlicher machte, das Hotel aber einen guten nker hatte, wurde es von vielen Funktionäder Reichskanzlei und der um den Wilhelmitz gelegenen Ministerien zum ständigen hnsitz. Als der linke Flügel des Hotels. in n japanische Diplomaten und Journalisten hnten, im Phosphorregen lichterloh brannte d das ganze Regierungsviertel ein einziges ammenmeer war, das den Nachthimmel weiterleuchtete, sah man Minister. Reichsiter, Gauleiter eigenhändig ihre Habe rch die Drehtür des Hotels schleppen und aus rStätte ihrer einstigen Herrlichkeit verschwin
Vie in München in der gepflegten Carltonestube pflegte Hitler — wenn er in Berweilte — Jahre hindurch den Fünfuhre in der großen Halle des für ihn moderniten Kaiserhofs einzunehmen und in unpolitir Gesellschaft der gedämpften Musik zu lauen, die der ungarische Tanzkapellmeister arnabas von Gezy seiner Geige entlockEines Tages gab es einen fast komischen ischenfall, der den Führer, der zeit seines
Lebens humorlos blieb, veranlaßte, das Hotel nicht mehr zu betreten.
Es war aufgefallen, daß in immer größerem Umfange ältere Damen aus dem Berliner Geheimratsvièrtel den Teepavillon des Hotels bevölkerten und zur „Blauen Stunde“ den Stammtisch Hitlers belagerten. Die überprüfung ergab, daß einer der geschäftstüchtigen Hotelmanager die Plätze in der Nähe des Führertisches laufend gegen teures Geld an diese unerwünschten Verehrerinnen vermietet hatte...
Todbringende Hotelgeheimnisse
Der Kaiserhof barg jedoch noch andere interessante aber sehr gefährliche Geheimnisse in seinen Mauern. In der Bar, wo sich nachmittags prominente Auslandsjournalisten aus fünf Erdteilen, junge Diplomaten, bekannte Schauspielerinnen und Filmstars trafen und wo jene undefinierbare Atmosohäre einer mondän=internationalen Welt herrschte, ferner in den kleinen geschmäckvoll eingerichteten Salons und in der weiten Halle, wo dicke Perserteppiche die Schritte wichtigtuender Besucher dämpften, hatte die Gestapo in die verdeckt angebrachten Heizanlagen und Beleuchtungskörper hinter den Tischen und Sesseln Mikrophone anbringen lassen, die manchem der harmlos plandernden und witzeverbreitenden Kaiserhof=Gästen zum bitteren Verhängnis wurden. Ahnliche
Abhöranlagen waren in den meisten von Ausländern bevorzugten Hotels eingebaut worden Offenbar gestaltete sich diese Methode des stummen Spitzeldienstes für Himm¬lers Agenten ertragreich, denn bereits nach kurzer Zeit waren fast alle großen Hotels in Deutschland mit ähnlichen Lauschvorrichtungen ausgestattet worden Selbst die typischen Parteihotels, jene Häuser, die Hitler vor dem 30. Jänner 1933 aufgenommen hatten und die der Führer nach der „Machtübernahme“ zum Zeichen seines Dankes im deutschen Einheitsstil ausbauen und von der Partei verwalten ließ — z. B. der „Deutsche Hof“ in Nürnberg. das Hotel „Elephant“ in Weimar, der „Deutsche Kaiser“ in Leipzig und viele andere — erhielten als letzten Komfort für jedes Zimmer eine zentralgesteuerte
Rundfunkanlage Die in die Wand eingelassenen Lautsprechergeräte enthielten gleichzeitig Mikrophone. durch die Himmler die Parteimänner überwachen ließ um sie bei ihm passender Gelegenheit überführen und entmachten zu können.
Verratene Verräter
Wenn auch nach außen hin bis zuletzt die Fiktion einer vollständigen Koordinierung aller Kräfte hinter Hitler aufrecht erhalten wurde so verbarg sich von Anfang an hinter einem oft würdelosen Byzantinismus Haß. Neid und Verrat in einem kaum vorstellbaren Ausmaß. Die krampfhaft errichtete Fassade der Einheit war brüchig und nie feierten Mißgunst. Verdächtigungen und Denunziantentum größere Triumphe als im Dritten Reiche, wo kein Machthaber dem anderen traute, ihm jedoch alles zutraute. Der
größte Argwohn herrschte unter der Kamarilla Hitlers selbst, wo Bormann, der ehrgeizige und brutale Nachfolger von Heß, wie jener genhafte Höllenhund Zerberus eifersüchtig darüber wachte, daß Hitler gegen alle Einflüsse von außen, die Bormann, der Freund und das Werkzeug Himmlers, nicht kontrollieren konnte, abgeschlossen wurde.
Trotzdem wurde der Führer selbst auf Schritt und Tritt von Himmler überwacht. Wenn diese überwachung allzu spürbar wurde, gab es den berühmten „Hitlerkrach“ der weniger für die Männer seiner Umgebung als die Einrichtungen gefährlich wurde. Während des dritten Reichsparteitages 1935 in Nürnberg gab es einen Riesenskandal, als durch die Indiskretion der SD. Leitstelle Franken der Inhalt der täglichen sehr privaten Telephongespräche des Führers mit der damals 17jährigen Verena Wagner in Bayreuth bekannt wurde, die zwei Jahre später ins Ausland floh und in Südamexika ein aufschlußreiches Buch über Hitler und sein Leben veröffentlichte.
Europas Finanzakrobat
Von zwei bekannten Männern, die zur gleichen Zeit den Höhepunkt ihrer phantastischen Karriere erlebten und fast gleichzeitig von der Bühne ihrer Tätigkeit abtreten mußten, fiel der eine Himmlers unheimlicher Hotelspionage zum Opfer. Es war der seinerzeit unbestrittene europäische Finanzkönig Dr Hjalmar Schacht, dessen sehr geschickte Transaktionen die finanziellen Grundlagen für den kometenhaften Aufstieg des Dritten Reiches schufen. Der andere war Hitlers erster Kriegsminister Generalfeldmarschall von Blomberg, der den fähigsten Kopf des deutschen Generalstabs, den Generalobersten von Fritsch. skrupellos preisgab, als die Partei zum äußeren Zeichen der Loyalität der Militärs die Absetzung und den Sturz dieses ihr unheimlichen und eigenwilligen Generals
forderte. Von Blomberg bot durch eine das Ansehen der deutschen Armee schwer kompromittierende Eheaffäre Hitler den willkommenen äußeren Anlaß, mit seiner Entmachtung die erste „Säuberungsaktion“ innerhalb des damals noch einflußreichen antinationalsozialistischen Offizierskorps durchzuführen Diese „spontane“ Aktion Hitlers ebnete der verhängnisvollen und beschämenden Ara des Parteigenerals Keitel den Weg, der das deutsche Volk zwangsläufig ins Unheil führen mußte. als Keitel nach dem Abgang des Generalfeldmarschalls von Brauchitsch und des Generalstabschefs Halder der Partei die Wehrmacht hemmungslos auslieferte Es war auf dem dritten Reichsparteitag 1945. am Tag der Wehrmacht“ als der Generalfeldmarschall von Blomberg auf der Tribüne
der Zepelinwiese nach einer imposanten Demonstration der Wehrmacht zu dem damaligen Wirtschaftsminister Dr Schacht die bedeutungsvollen Worte sprach: „Ohne. Sie wäre dieser Too nicht wsglich gewesen.“ Am Abend
dieses gleichen Tages, nachdem der Fühnis „Paladine“ von Partei, Staat und Wn um sich versammelt und gewohnheitsgen nach Veranlagung Orden, Titel oder Ge# teilt hatte. schrieb der Provagandam# ster Goebbels jene prophetischen Wo einmal tragische Wirklichkeit werden sollet sein Tagebuch: „Der Schacht wird# dem Führer durch dick undede gehen.“
Der langjährige Reichsbankpräsident war bei den Verhandlungen zwisch Hitler und Hindenburg einerd### flußreichsten Mittelsmänner Er war#
den Nachkriegsjahren des ersten Weltkrige
Inflati 570 Morksstc
Inflationswene gebrochen und di Mark siert hatte. In Parteikreisen die den Wen ses Mannes der aus dem demokratischen kam nie begriffen hatten erfreute sich de mer etwas komisch wirkende Mann einer## lichen Einschätzung wie Herr von Papi den er allerdings an Können weit in den# ten stellte. Ohne die Hilfe dieser beiden Mie
denen das Spiel um die Macht Lebenszwecn „ die inerlich
Inhalt geworden war und die innerlich dachten, als sie nach außenhin zeigtenund diese Schuld schwer büßen müssen hätte ders stieg Hitlers und des Dritten, Reiches=eine andere Entwicklung genommen Schacht lächerliche Riesenstehkragen genau so Tan war, wie Chamberlain der Regen## hatte als Finanzakrobat größten Formates
ohne
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Früher k der
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Gries im
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Kematen
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Mieders
Mutiers
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Neustift
Patsch
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Hall 1
Hall 2
Hall 3
Hall 4
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Kolsaß
Kolsaßbe
Kleinvols
Mils
Mühlau
Rinn
Rum
Terfens
Thaur
Tulfes
Vögelsbe
Volders
Wattenbe
Wattens
halbe Welt zum Zwangsgläubiger Deutschtan Ausland 18 Milliarden 202
gemacht und dem Ausland 18 Milliarden 2
abgenommen, als er Ende 1937 auf Grund seAuseinandersetzungen mit Himmler undd. ring vom öffentlichen Schauplatz abtrat, junge Sekretärin “heiratete und mit ihr: Westreise antrat auf der er in Indien von Vorboten des neuen Krieges überrascht und rückgeholt wurde Der Krieg ließ die sia nerschaft Schachts zur Führerschicht zur offenen Kampfansage werden Mit ein Schreiben an den Führer in dem er seinen? sten als Mitglied des von Hitler während? ganzen Krieges nicht ein einziges Mal einden nen „Geheimen Kahinensrot zur Berse
Gries a.
Matrei Mühlback Navis
Obernber
Pfons
Schmirn
Steinach
Trins
Vals
Kahinettsrot“ zur nt ia stellte, hatte er Himmler die letzten
geltefert um ihn aus seiner freiwillie# bannung auf einem Gut in der Lausitz in? Konzentrationslager zu bringen Das bild dieses Mannes der als Finanzkauch einst Weltruf genaß ist sehr umstritten ## nerzeit in der Auslandspresse verbreitete##
Achenkir
Schenwa
Buch
Eben=Ma
Eben=Hir
Fertisau
Gallzein
Jenbach
Dia bach
Schwe
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sion, daß Schacht im Jahre 1914 nun derz, wurde, um ihm in letzter Stunde
Welt ein offizielles Anti=Hitler=Alibi zu ese und dem Auslande gegenüber als Verhe; zu
vartner zu erhalten, ist durch die Schacht sich vor dem Weltgericht in Nürr
Si7
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verantworten hat, widerlegt worden,
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In der nächsten Fortsetzung Diplomaten mit verst
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