Tiroler Tageszeitung 1945

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Seite 2 Nr. 132
Tiroler Tageszeitung
Samstag. 2“ November 1945
Die Vorbereitungen des Angriffskrieges gegen Rußland
Sensationelle Enthüllungen im Nürnberger Weltprozeß
(Von unserem Sonderberichterstatter)
Nürnberg, 23. November.
Das Internationale Kriegsgericht zur Aburteilung der Hauptkriegsverbrecher verfügt über wichtige Dokumente, die zeigen, wie der überfall Deutschlands auf die Sowjetunion vorbereitet wurde Von besonderem Interesse ist die sogenannte Direktive Nr. 21 vom 18. Dezember 1940. Diese Direktive enthält die strategischen Grundlinien des Planes für den überfall auf die Sowjetunion. Der Plan wurde auf persönliche Weisung Hitlers von der operativen Abteilung des deutschen Generalstabes ausgearbeitet. Dieser Kriegsplan erhielt später die Bezeichnung „Barbarossa=Plan“.
Von großem Interesse sind auch die persönlichen Aufzeichnungen Bormanns und Rosenbergs. In diesen Aufzeichnungen wird u. a. erwähnt, daß Hitler 1941 in einer Beratung der Nazi die Weisung erteilte, Moskau und Leningrad zu zerstören und — falls die Kapitulation dieser Städte vorgeschlagen werde — diese abzulehnen. In dieser Direktive heißt es weiter, daß diese beiden Städte eingeschlossen werden müßten. Leningrad und Moskau wären vom Angesicht der Erde auszutilgen und die Einwohnerschaft dieser Städte müsse völlig vernichtet werden. Leningrad und die umliegenden Gebiete müßten von der Sowjetunion abgetrennt und jenen Staaten zugeteilt werden, die darauf Anspruch erheben.
Es liegen weitere Dokumente vor, die beweisen, daß
bereits 1940 zwischen Deutschland, Finnland
und Rumänien ein Abkommen über den ge
meinsamen überfall auf die Sowjetunion
getroffen wurde. In den Archiven des Generalstabes des Oberkommandos der Wehrmacht gibt es Dokumente, die beweisen, daß das deutsche Oberkommando selbst, insbesondere Hitler und Keitel, die Weisungen zur Ausrottung der friedlichen Sowjetbevölkerung erteilten. In einer Aufzeichnung Bormanns wird über die Beratung bei Hitler berichtet: „Göring sprach. Göring schlug vor, zu diesem Zwecke Panzerformationen zu benützen. Er sagte: Meinerseits halte ich es für notwendig, jeden zu erschießen, der uns auch nur schief anblickt. Es liegen ferner Beweise vor, daß Hitler die Weisung erteilte, die Gebiete der Sowjetunion bis Astrachan und das Ostufer der Wolga sowie das Nordgebiet bis Archangelsk zu besetzen. Es unterliegt keinem
Zweifel, daß diese Dokumente bei der Veröffentlichung riesigen Eindruck auf die Weltöffentlichkeit machen werden.
Die amerikanische Anklage wird wahrscheinlich 10 bis 15 Tage dauern. Das Exposé des Generalanklägers Jackson wird weitgehend die Lage klären, so daß zu erwarten ist, daß die Arbeit der englischen, französischen und russischen Vertreter verkürzt wird. Man weiß noch nicht genau, ob Einzelvernehmungen zur Stützung des Exposés stattfinden werden oder nicht. Die Verteidigung kann ihrerseits Erklärungen beibringen. Man schätzt, daß der erste Abschnitt des Prozesses eineinhalb Monate in Anspruch nehmen wird. Der zweite Abschnitt wird einer der dramatischesten sein. Außer der Beibringung von Dokumenten und Filmen, die die Anklage veranschaulichen, wird sie noch die Hauptvernehmungen der Angeklagten sowie auch die Zeugenverhöre der Anklage und
Verteidigung beinhalten Der Gerichtshof kennt die Namen der meisten Zeugen, auf welche die Verteidigung zählt. Ihre Namen werden jedoch erst später bekanntgegeben werden. Von Seiten der Anklage wäre es möglich, auf eine unendliche Zahl von Zeugen zurückzugreifen.
Im letzten Abschnitt des Prozesses werden die vier Generalankläger ihre Anklage erheben. Die Angeklagten haben das Recht, der Anklage eine abschließende Erklärung folgen zu lassen. Darauf wird das Urteil gesprochen werden. Es ist ersichtlich, daß das Gericht stets in der Lage bleibt, die Verhandlungen zu lenken Auch im günstigsten Falle, wenn während der Weihnachtswoche keine Unterbrechung stattfindet, ist ein Urteilsspruch vor Ende Jänner nicht zu erwarten. Allgemein nimmt man jedoch an, daß der Prozeß drei bis vier Monate dauern dürfte. Göring, Ribbentrop, Speer, Seyß=Inquart, von Neurath und Fritsche haben eine Erklärung unterzeichnet, worin sie zugeben, die in der Anklage angeführten Stellungen bekleidet zu haben. Frank, Jodl, Frick, Streicher,
Dönitz und Raeder haben ebenfalls gleichlautende Erklärungen unterfertigt.
Der Präsident gab bekannt, daß das Gericht am Freitag nicht tagt, um der Verteidigung Gelegenheit zu geben, die vorgelegten Dokumente im einzelnen zu studieren. Weiter wurde erklärt, daß der Gesundheitszustand Kaltenbrunners sich dank der guten Pfleg gebessert habe.
„Der letzte Schrei der
Rechenschaftsbericht Attlees — Antwort Edens
London, 23. November. Ministerpräsident Attlee warnte in seinem Rechenschaftsbericht über seine kürzliche Unterredung mit Präsident Truman und Mackenzie King, dem Ministerpräsidenten von Kanada, vor einem neuen Krieg, da in diesem die Anwendung der Atomwaffe eine verheerende Wirkung auf die Städte und Millionen Toter im Gefolge haben würde.
„Ich sehe von meinem Standpunkt aus keinerlei Möglichkeit, das Problem der Atombombe von dem, welches die Anwendung anderer neuartiger Waffen aufwirft, zu trennen. Die Atombombe ist wohl im Augenblick der letzte Schrei der störungssucht, aber es wird nicht der allerletzte bleiben. Im großen und ganzen kann gesagt werden, daß der
Versuch, die Verwendung dieser Waffen zu bannen, mißlungen
ist. Wir tun gut daran, uns vor Augen zu halten, daß in einem Krieg in einer ähnlichen Ausdehnung wie der eben überstandene, jede Art von Waffen verwendet werden wird. Wir können mit Gewißheit damit rechnen, daß eine totale Kriegführung mit Atomwaffen zur Vernichtung unserer großen Städte, zum Tode von Millionen Menschen und zu einem unvorstellbaren Niedergang unserer Zivilisation führen wird. Kein erdenkbares Sicherungssystem wird von sich aus — ich betone ausdrücklich — von sich aus, eine wirksame Garantie dagegen bieten, daß eine Nation mit Agressionsabsichten Atomwaffen erzeugen wird.
Wenn
Wir erwarten nun die Vollversammlung der Organisation der Vereinten Nationen. Sie stellt ein Organ dar, das, wenn man sich dazu entschließt, imstande wäre, Recht und Gesetz aufrecht zu erhalten und den Krieg zu verhindern. Ich sagte, wenn man sich dazu entschließt, es anzuwenden, denn gerade darin liegt nach meiner Ansicht der Kern des Problemes. Ebenso wie keine Art von Inspektion oder Kontrolle der Waffenherstellung zu irgend einem Ergebnis führen kann, wenn nicht auf allen Seiten der gute Wille vorhanden ist. Ebenso kann auch keine noch so gut erdachte internationale Organisation von Nutzen sein, wenn die Völker nicht entschlossen sind, den Krieg oder die Drohung mit dem Kriege als Instrument ihrer auszuschalten, wenn sie sich nicht dazu
entschließen, untereinander ein solches Vertrauensverhältnis zu schaffen, daß ein Krieg undenkbar wird Ich halte es für die Pflicht der Staatsmänner, ein solches Vertrauensverhältnis in der ganzen Welt zustande zu bringen Die Washingtoner Erklärung erfolgte mit dem Ziel,
das Vertrauen zu fördern, damit wir mit unseren großen Aufgaben vorwärts kommen können, mit unserer Aufgabe, die Welt von der Furcht vor dem Kriege zu befreien.“
England und Rußland
Nach Attlee sprach Eden als erster Redner der Opposition. Er stimmte dem Vorredner zu. Keine internationalen Abmachungen könnten uns in einem zukünftigen Kriege vor dem allgemeinen Untergang schützen, wenn es zur Verwendung von Atombomben kommen sollte. Jede neue wissenschaftliche Entdeckung, so erklärte Eden, zeigt, wie hinfällig und veraltet die Souveränitätsvorstellung der Nationen geworden ist. Ich sehe keine endgültige Lösung des Problems, wie die Welt vor einem Mißbrauch der Atomenergie geschützt werden soll, wenn wir nicht alle unsere gegenwärtigen Souveränitätsvorstellungen revidieren. Dem Gedanken des Nationalismus muß seine Schärfe genommen werden und die Charta der Vereinten Nationen soll im Licht der Atomentdeckung einer
überprüfung unterzogen werden. Eden sagte weiter, es werde allgemein bedauert, daß sich in der letzten Zeit zunehmendes Mißtrauen zwischen der Sowjetunion, den Vereinigten Staaten und Großbritannien bemerkbar mache. „Wir sind für vollste Beteiligung der Sowjetunion an der Weltpolitik auf der Basis der Gleichberechtigung“, erklärte Eden. „Wir wissen, daß die Maßnahmen der Sowjetunion nicht gegen uns gerichtet sind, wir können daher auch fordern, daß man uns glaubt, wenn wir sagen, daß unsere Politik keine Spitze gegen die Sowjetunion enthält.“ Eden gab dann seinem Bedauern über das Versagen der Außenministerkonferenz in London Ausdruck. Abschließend erklärte Eden: „Hoffentlich wird es Austenminister Bevins Bemühen gelingen, eine neue
Zusammenkunft der Außenminister zu arrangieren, bei der bessere Resultate erzielt werden würden.“
Die Steuerlast des Präsidenten Truman
New York, 23. November. Der frühere Pressesekretär des Weißen Hauses. Jonathan Daniels, schreibt in der Novemberausgabe von „Colliers Magazine“, daß die Steuern und Ausgaben für das Weiße Haus 72.000 Dollar von dem jährlichen Gehalt Präsident Trumans in der Höhe von 75.000 Dollar verschlingen. Der Präsident zahlt 46.000 Dollar für das Weiße Haus und 1000 Dollar Steuern in seinem Heimatstaat Missouri. Truman wird in den vier Jahren seiner Präsidentschaft nahezu 200.000 Dollar an Bundessteuern zu zahlen haben.
Die Blicke zweier Dittatoren
In einem in der Zeitung „L"Ordre“ vom 19. November 1945 erschienenen Artikel gibt der französische Journalist Lucien Vogel eine interessante Studie über den Blick Hitlers und Mussolinis anläßlich zweier Begegnungen in den Jahren 1931, bzw 1932.
Vor dem Eingang zum Lift im Hotel „Kaiserhof“ in Berlin stieß er auf Hitler, der am Vorabend im Sportpalast eine von 17.000 außer Rand und Band geratenen Menschen umjubelte Rede gehalten hatte Vogel schreibt dazu wörtlich: „Wir stehen uns genau gegenüber, mit einem Augenabstand von 30 Zentimetern Aber während mein Blick den seinen sucht, geht seiner über mich hinweg und sieht mich nicht. Ich erinnere mich, daß am Vorabend 17.000 exaltierte Menschen diesen zügellosen, dämonischen, lächerlichen Mann umjubelt haben Ich sehe wieder diese kleine, rundliche, grauhaarige Bürgerin neben mir, die so meiner braven Tante Amalie aus der Provinz ähnlich sieht, und dabei, wie von einem Zauberer besessen, wie eine Hysterische brüllt und heult. Das Groteske
dieser Gegenüberstellung kommt mir hier, vor dem Lift, so stark zum Bewußtsein, daß ich mich innerlich lachen höre (zumindest glaubte ich, es wäre innerlich gewesen) Ein ironischer Zug mußte um meine Lippen, ein verräterisches Zwinkern um meine Lider gespielt haben. Hitler fühlte es, vielleicht mehr als er es gewahrte. Sein Blick sucht den meinen, saugt sich in wachsendem Maße an dem meinen fest . . ... er ist gleichzeitig schneidend wie ein
Säbelhieb und schmerzend wie ein Peitschenschlag ... nein, es ist vielmehr so, als ob Millionen Volt von Haß mich von der einen zur anderen Seite durchströmten. Welcher Haß und welche Macht des Hasses! Die Augen schlossen sich, öffneten sich dann wieder und der neue Blick sieht mich nicht mehr Die beabsichtigte Audienz fand nicht statt.“
Die Unterredung mit Mussolini fand im Juni 1932 im Palazzo Venezia statt. Nachdem der Duce mit einem nachlässigen Druck auf vier verschiedene Knöpfe ein eindrucksvolles Brillantfeuerwerk von Komfort und theatralischer Inszenesetzung seiner Person entfaltet hatte, das die deutliche Absicht verriet, den Besucher zu blenden, zu überwältigen, schritt der französische Journalist zur Vorstellung seiner Mitarbeiter. Er schreibt hierüber: „Als ich den Namen einer meiner Mitarbeiterin zuerst nenne, heften sich die Augen des Duce ungebührlich lange, wie hypnotisiert, auf ihre üppige Brust und betrachten sie wohlgefällig, etwa wie ein Viehhändler die Rundungen der Flanken einer Kuh betrachtet. Ganz unbestritten findet sie seinen Beifall. Endlich lösen sich die Augen des Herrn
von Italien von diesem Anblick und die Vorstellung kann ihre Fortsetzung finden.“ — Noch etwas Bezeichnendes ereignet sich bei dieser Audienz. Als einer der Mitarbeiter des Journalisten Mussolini gegenüber erwähnt, daß er bereits früher einmal die Gelegenheit gehabt hätte, die Bekanntschaft seines Schwiegersohnes, des Grafen Ciano zu machen, gibt ihm der Duce eiskalt zur Antwort: „Ach, Sie kennen meinen Schwiegersohn? Nun, damit kennen Sie nicht viel.“
Furchtbare Bluttat der Nazi
Eine Gruppe von 59 politischen Häftlingen wurde am 6. April beim Herannahen der Roten Armee aus der Strafanstalt Stein entlassen, am nächsten Tage aber über Weisung des Ortsgruppenleiters Richard Kühn neuerlich verhaftet. Eine Abteilung Volkssturmmänner brachte die Häftlinge in das Gasthaus Hohenstein. SS führte dann die Gruppe auf den Ortsfriedhof und ließ die 59 Männer tiefe Gruben ausschaufeln. Darauf wurden die Häftlinge einzeln aufgerufen und nach ihren Straftaten gefragt. Nur einer war so geistesgegenwärtig, zu sagen, er sei wegen Diebstahls einer Reichskleiderkarte zu vier Jahren Zuchtaus verurteilt. Alle übrigen wurden durch Maschinengewehrgarben ermordet. (Radio Wien)
Deutsche Kriegsgefangene bleiben noch in Kanada
Italienisches Statut für Südtirol?
Schon vor Wochen erklärte der italienische Außenminister De Gasperi, Italien werde Gesetze erlassen, die im Schutze der Minderheiten weit über das hinausgehen würden, was andere Staaten in dieser Hinsicht getan hätten. Offenbar hat
die Note der österreichischen Regierung. in der Österreichs Anspruch auf Südtirol angemeldet wurde, diesen Schritt beschleunigt, nachdem alle Versuche der italienischen Regierung, die Südtiroler selbst zu Gesprächen über eine Autonomie zu gewinnen, fehlschlugen. Die Südtiroler stehen eben auf dem Standpunkt: die einzig gerechte Lösung ist die Rückkehr Südtirols zu österreich und nicht die Autonomie.
Nach einer Zeitungsmeldung hat nun also de italienische Regierung einen solchen Autonomie entwurf beschlossen. Es muß sofort festgestellt werden, daß dieser Entwurf (er ist ja noch nicht Gesetz) weder an den Ansprüchen Österreichs, noch an dem Willen der Südtiroler etwas ändert: ebenso wenig an der Tatsache, daß nur der Friedensvertrag mit Italien die endgültigen Grenzen Italiens festsetzen und damit über das Schicksal Südtirols entscheiden kann.
Besondere Verwahrung müssen die Südtiroler aber dagegen einlegen, daß die italienische Regierung einseitig die Bedingungen für die „Wie dererlangung der italienischen Staatsbürgerschaft für die, welche sie verloren haben“ also offenba für die Optanten, festlegen will Die italie nische Regierung nimmt dabei das deutsch=italenische Umsiedlungsabkommen oom 23. Juni 193 als bestehend an, obwohl es ausgesprochener Akt der Kriegsvorbereitung wa und als solcher wie alle anderen ähnlichen Verträge zwischen den beiden Diktatoren kein Rechtswirksamkeit haben kann.
Eine außerordentliche Volkszählung in Bozen
Für den 20. November 1945 wurde für die Gemeinde Bozen eine außerordentliche Volkszählung angeordnet. Von einer Ausdehnung dieser Volkszählung auf Südtirol ist noch nichts bekant Auch liegen keine amtlichen Erklärungen über ihren Zweck vor. Bekanntlich sind seit dem zu sammenbruch Zehntausende von Italienern den alten Provinzen nach Südtirol zugeströmt, Bozen allein weist vom Mai bis Oktober eine Steigerung der Bevölkerung von 37.000 auf rund 50.000 Personen auf Es muß heute schon darauf hingewiesen werden daß eine so stark foreiert Zuwanderung von Italienern selbstverständlich kein richtiges Bild von der wirklichen ethnogra phischen Lage in Südtirol geben kann.
Kundgebungen in Triest für Jugoslawien
Belgrad, 23. Nonember. Anläßlich des suches englischer Parlamentarier in Triest strierte die Bevölkerung und ließ durch einen legation von 100.000 Personen ihren einhellige Wunsch nach Rückgliederung Julisch=Venetiensa das föderative Jugoslawien zum Ausduc bringen.
55. Geburtstag General de Gaulles
Paris, 23. November (AFP.). Regierungschef General de Gaulle wurde heute 55 Jahre alt. A seinem Geburtstage sand keinerlei Kundgebun statt. Der General wollte ihn nur im engste Familienkreise feiern.
Verlobung des französischen Außenminister
Paris, 23. November In den Kreisen un M. Georges Bidault bestätigt man die lobung des Ministers für Auswärtige Angelegen heiten mit Fräulein Susanne Borel, stellen tretender Chef seines Kabinetts. Frl. Borel 4 die einzige Französin, die dem Diplomatenko## angehört. Sie hat den Rang eines Gesandtschaft rates erster Klasse.
London, 23. November. Deutsche Kriegsgefangene in Kanada werden den Winter über noch in Kanada verbleiben, erklärte der kanadische Verteidigungsminister. Er fügte hinzu, der Zeitpunkt einer Rückkehr nach Deutschland sei Gegenstand von Verhandlungen mit der britischen Regierung.
Generaldirektor Josef Joham nicht verhafte
Die in den Blättern veröffentlichte Nachrich von der Verhaftung des Generaldirektors de Kreditanstalt Dr. Josef Joham und Frau durc die britischen Behörden ist, wie wir aus Wiener fahren, nicht zutreffend.
600 bis 700 Millionen Schilling für das Gastgewerbe nötge
Wien 23 November. Dienstag fand im Beisein der Vertreter der alliierten Mächte, des Staatssekretärs Minister a. D. Heinl und der Delegierten der zuständigen Stellen eine von der Innung des Gastgewerbes Wiens veranstaltete Beratung statt, bei der der Geschäftsführer der Innung der GastwirteWiens, Dozent Dr. Gustav Zedek, ein Referat über die volkswirtschaftliche Bedeutung des Fremdenverkehrs für Österreich hielt, dem die nachstehenden Ausführungen entnommen sind.
„Bereits 1924 konnte ein Viertel, im Jahre 1934 aber schon mehr als die Hälfte des Handelspassivums durch die Erträgnisse des Fremdenverkehrs gedeckt werden.
Im Jahre 1937 flossen durch den Fremdenverkehr der österreichischen Volkswirtschaft rund 235 Millionen Schilling an Valuten und Devisen zu 1937 konnte in Österreich eine Ziffer von 6.831 400 Auslandsnächtigungen erzielt werden Rund 250.000 Personen finden im Gastgewerbe Beschäftigung Das Gastgewerbe hat im
Jahre 1936 allein an Verbrauchssteuern ein Summe von 77 Millionen Schilling aufgebracht.
Gegenwärtig sind durch die Kriegseinwirkungen ungefähr 20 bis 25 Prozent der Baulichkeiten
des Gastgewerbes verlorengegangen, was einen Ausfall von schätzungsweise 70.000 bis 80.000 Betten darstellt. Vom sogenannten kleinen In ventar, wie Porzellan, Glas, Geschirr, Bestech, kann rund 80 Prozent als verloren angesehen
werden.
Während des Krieges wurden in Wien allein 45.000 Kilogramm Messing, Nickel. Bronze und Silber abgeliefert, darunter nahezu 38.000 Kilogramm aus dem sogenannten Hotelsilber Es fehlen heute rund 2,400000 Stück Teller, vier Millionen Gläser zwei Millionen Eßbestecke usw — Im Interesse des Fremdenverkehrs müssen die Wiederherstellungsarbeiten zentral gelenkt werden, um jedes Bauvorhaben den allgemeinen Notwendigkeiten des Fremdenverkehrs anzupassen Nachbeschaffungen allein werden mit 600 bis 7 Millionen Schilling beziffert.“
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