Tiroler Tageszeitung 1945

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Selte 2 Nr. 128
Tiroler Tageszeitung
Dienstag, 20. November 194.
„Eine neue Einheit des Volkes“
Innsbruck, 20. November.
Stadttheater sprach gestern Staatssekretär Dr. Fischer in der Versammlung der Kommunistischen Partei, die durch den Landesrat Ronezay eröffnet wurde. Staatssekretär Fischer führte u. a. aus:
„Wir haben Österreich als ein Vermächtnis unserer toten Helden und Märtyrer übernommen. Österreich war ans Hakenkreuz geschlagen. Es wurde ins Grab Großdeutschlands hinabgesenkt. Wir haben es jetzt zurückgewonnen, von Wunden bedeckt, leidend, mit schmerzlichen Zügen der Erinnerung in dem blassen Gesicht, und wir haben eben darum Österreich wie ein Kind, das fast gestorben wäre und das sich langsam nur zu erholen beginnt, dreimal so lieb wie in der Vergangenheit. Wir haben uns alle in diesen Jahren des Schreckens, in diesen Jahren der Hitlerherrschaft und des Hitlerkrieges hundertmal gefragt, ob wir in der Vergangenheit auch genug getan haben für Österreich, ob wir unsere Heimat, unsere Freiheit so verteidigt haben wie man sie verteidigen muß. Wir
haben in die Vergangenheit geblickt und mußten uns sagen, wir alle haben zu wenig für Österreich getan, wir alle müssen in Zukunft mehr als in der Vergangenheit diese Heimat in ihrer Freiheit schützen, sichern, verteidigen, untermauern. Wenn wir heute mit Glück erleben, daß Österreich wieder existiert, daß der tausendjährige Name, den die deutschen Kriegsverbrecher meinten, hinwegfegen zu können, wieder erstanden ist, so müssen wir doch gleichzeitig erkennen, daß dieses Österreich von heute noch nicht das Österreich ist, das vor den Blicken, vor den sterbenden Blicken unserer Helden und Märtyrer gestanden ist. Österreich steht vor uns allen wie eine große Aufgabe, wie eine ungeheure Verpflichtung. Wir haben in diesen letzten Jahren seit dem schrecklichen März
1938 das Gelöbnis abgelegt, nichts anderes in unserem Leben zu kennen als Österreich, unsere ganze Kraft, alle unsere Energien bis zum letzten Herzen, bis zur letzten Leistungsfähigkeit einzusetzen für die Entwicklung Österreichs, einzusetzen dafür, daß wir der nächsten Generation ein gesichertes Land der Freiheit, des Friedens und der menschlichen Eintracht übergeben.
Die Aufgabe, die vor uns steht,
Zeit zu leisten imstande waren, dann werden wir aus vollem Herzen und in würdigster Form unseren Dank euch, den Befreiern Europas. zurückerstatten. Aber wir brauchen nicht nur die territoriale, die staatliche Einheit in Österreich. Wir brauchen eine
neue Einheit des Volkes.
Und es scheint mir besonders in einer Wahlbewegung, in der natürlich in den letzten Tagen manches hitzige und übertriebene Wort ausgesprochen wurde und in der manchmal nicht nur das Geklirr eleganter Klingen, sondern manchmal auch das Gerassel von Mistgabeln vernimmt. Denken wir alle daran, daß keine Partei und keine Klasse unseres Volkes allein imstande sein wird, dieses Riesenwerk der Erneuerung Österreichs zu vollbringen. Denn wir denken, daß Österreich nur bestehen wird, wenn auf weite Sicht alle demokratischen und patriotischen Kräfte zusammenarbeiten, zusammenwirken. Wir wollen nicht wieder zurück in die Zerrissenheit der vergangenen Republik. Wir wollen nicht wieder eine starre, versteinerte Spaltung zwischen dem roten Wien und den
schwarzen Ländern, der Stadt und dem Dorfe, dem Arbeiter und dem Bauern, dem Klerikalen und dem Antiklerikalen usw.
Vor unseren Blicken steht eine Entwicklung des Aneinanderkommens aller demokratischen Kräfte unseres Volkes, eine Einheit nicht der Uniformierung, sondern eine Einheit, wie wir sie aus den Symphonien unserer großen Musiker kennen. Viele Klänge, viele Motive, viele Instrumente im Zusammenströmen zu der großen Symphonie Österreichs.
Wir brauchen weiter wirkliche Unabhängigkeit unseres österreichischen Vaterlandes. Wir haben in der Vergangenheit die Unabhängigkeit Österreichs viel zu wenig gehütet. Die deutschnationalen großdeutschen Irrwege haben uns zweimal in einen Weltkrieg, zweimal in Katastrophen, zweimal in einen Zusammenbruch hineingerissen. Es darf nicht wieder so sein, daß Österreicher nur mit einem Fuß innerhalb der Grenzen der Heimat, mit einem Fuß in einem anderen Lande stehen.
Wir alle müssen mit beiden Füßen auf dem
Boden unserer Heimat, unseres Staates stehen.
ist so groß wie kaum jemals eine Aufgabe, die vor einer Generation gestanden ist. Und es wäre lächerlich, es wäre unwürdig, in einer solchen Lage mit irgend welchen tönenden Versprechen vor das Volk zu treten. In der Vergangenheit ist so viel versprochen und so wenig gehalten worden, daß das Wort Propaganda und das Wort Lüge zu einem und demselben Begriff im Bewußtsein der Menschen geworden ist. Wir haben alle Propaganda satt, wir brauchen sachliche, nüchterne und dabei leidenschaftliche Arbeit. Wir müssen dem ganzen Volk ohne Unterschied der Schichten sagen, daß wir, so arm dieses Land und so müde dieses Volk zum Teil geworden ist, unsere Kräfte alle zusammen dreifach anstrengen müssen, um in absehbarer Zeit aus diesen Trümmern und
Gräbern wieder herauszukommen. Wir brauchen vor allem
Österreich ist durch seine geographische und strategische Lage eben ein interessantes Land. Es ist kein Zufall, daß auf dem Boden dieses kleinen Landes die Armeen von vier Mächten stehen. Hier überschneiden sich alle Kraftlinien der europäischen Politik und darum erwächst uns die besondere Aufgabe, mit Mut, Weitblick und gemeinsam unsere Außenpolitik und unsere Innenpolitik so einzurichten, daß wir
niemals die Exponenten des Westens oder des Ostens, des Nordens oder des Südens
werden, sondern mit allen gleichmäßig in freundschaftlichen Beziehungen stehen, weil wir nur dadurch unsere Unabhängigkeit in der Tat zu bewahren vermögen. Wir müssen uns selber geloben und allen Nationen klar machen:
die Einheit unseres Landes und unseres Volkes.
Wir sind erst halbe österreicher, denn halb sind wir noch
Zonenbewohner.
Unser Land ist gevierteilt, Demarkationslinien schneiden wie Wunden kreuz und quer durch Österreich, erschweren unendlich eine Planung des Wiederaufbaues, ein enges Zusammenwirken aller Länder, aller Teile Österreichs.
Unsere nächste unmittelbare Aufgabe wird sein, dafür einzutreten, alle mitsammen, däß Österreich wieder zu einer völligen Einheit wird. Wir danken aus ganzem und ehrlichem Herzen den Armeen der Verbündeten, die uns befreit haben, wir verstehen, daß man uns nicht sofort volles Vertrauen entgegengebracht hat, denn wir wissen, die Söhne unseres Volkes haben, wenn auch zum Teil wider Willen in den Reihen der Hitlerarmee mitgekämpft und in unserem Lande hat es nur allzuviele nationalsozialistische Landesverräter gegeben, wenn auch heute plötzlich niemand mehr ein Nazi gewesen sein will, und wenn er es schon war, dann nur erpreßt, dann nur unfreiwillig oder um Österreich einen besonderen Dienst zu erweisen. Wir verstehen also, daß man uns nicht sofort
volles Vertrauen entgegenbrachte.
Aber wir sind der Meinung, wir haben in schwerer und ehrlicher Arbeit in diesen letzten harten Jahren doch einen gewissen Beweis erbracht, daß wir imstande sind, ein mündiges Volk zu sein, daß wir imstande sind, uns selber zu verwalten und und selber zu regieren und wir werden die Bitte aussprechen, ich denke ohne Unterschied der Parteien, daß man uns möglichst bald die Gelegenheit gäbe, wirklich selber dieses Land aufzubauen, nach österreichischen Gesichtspunkten und österreichischen Notwendigkeiten.
Wir wollen alle gemeinsam den Alliierten sagen, kommt in zwei Jahren wieder. nicht in Uniform, sondern in Zivil! Kommt wieder als unsere Gäste, um zu sehen, was wir in dieser
Wir werden nie wieder einen deutschen Weg gehen, aber wir wollen ebensowenig einen englischen, einen russischen oder einen amerikanischen Weg, sondern ausschließlich einen österreichischen Weg gehen.
Wir wollen nicht vergessen, daß alle vier alliierten Mächte in ihrem ersten gemeinsamen Aufruf an das österreichische Volk zwei Aufgaben mit Recht gestellt haben: Erstens restlose
überwindung aller großdeutschen Tendenzen und zweitens restlose Ausmerzung des Nationalsozialismus und seiner Träger in Österreich. Je mehr wir selber uns dieser Aufgabe gewachsen zeigen, desto größer wird unsere Chance sein, bald aus einem befreiten Land ein wirklich freies Land zu werden.
Ich denke, es hängen damit auch solche, uns vor allem am Herzen liegende außenpolitische, allgemein österreichische Fragen, wie
die Frage Südtirols,
zusammen. Ich bin kein Tiroler, ich bin Österreicher. Aber ich denke, ich habe ein gewisses besonderes Recht, über diese Frage zu sprechen, denn ich war außerhalb österreichs der erste österreichische Politiker, der offen gefordert hat, daß das österreichische Südtirol zu Österreich zurückkommen müsse. Es muß uns klar sein, daß es in dieser für uns so wichtigen, für uns so brennenden Frage außerordentlich komplizierte Diskussionen rings um Österreich geben wird. Es ist heute schon klar, daß Italien in die Waagschale zu werfen sucht, daß es den Faschismus wirklich überwunden, daß es in sehr aktiver Form den Freiheitskampf gegen Hitler in der letzten Phase unterstützt hat, und daß es volle demokratische Garantien zu bieten hat. Wir müssen beweisen, neben dem
Unrecht, daß es Österreicher sind, die dort leben, Menschen, die zu uns gehören, wir müssen beweisen, daß wir tatsächlich und radikal Schluß machen mit jeglichen faschistischen Tendenzen Schluß machen mit jeden beschönigenden und deckenden Schutz für irgend welche Faschi
sten vor der ganzen Welt den Rückhalt zu haben daß Südtirol bei uns in einen wirklich restlos demokratischen und antifaschistischen Staat eintritt.“
Minister a. D. Dr. Kienböck über die Neuordnung des österreichischen Geldwesens
Wien, 19. November.
Der ehemalige Präsident und jetzige Berater der österreichischen Nationalbank, Dr. Kienböck, schilderte vor Mitgliedern der österreichischen Kulturvereinigung die Grundsätze, nach denen sich der Aufbau einer neuen österreichischen Währung vollziehen müsse und werde. Eine fast völlige Entgüterung der Wirtschaft und eine überschwemmung mit Zahlungsmitteln sind das katastrophale Erbe des Nazismus, dessen Beseitigung zu einem der schwierigsten Probleme des Wiederaufbaues einer österreichischen Wirtschaft geworden ist. Die verantwortlichen Männer der provisorischen österreichischen Regierung waren sich darüber klar, daß
ein eigenes, nur in Österreich gültiges Zahlungsmittel
geschaffen werden müsse.
Der Herausgabe eines solchen sofort nach dem Zusammenbruch Deutschlands standen aber die verschiedensten Schwierigkeiten entgegen. Selbst das vorbereitende Hilfsmittel einer Abstempelung aller im Umlauf befindlichen Reichsmarknoten stieß wegen des Nichtvorhandenseins eines einheitlichen Wirtschafts= und Staatsgebietes Österreich auf Hemmnisse. Nachdem jetzt Verhandlungen sowohl mit den einzelnen Handelsländern, als auch mit den alliierten Militärregierungen durchgeführt wurden, ist zu hoffen, daß die Währungsreform zur Tat wird. Voraussetzung ist die Ausschaltung der Reichsmark und die Schaffung eines einheitlichen österreichischen Zahlungsmittels. Der Vortragende bezeichnet die Feststellung der Höhe des derzeitigen Notenumlaufes
als unerläßlich. Bisher sind weder die Ziffern der in Österreich kursierenden Reichsmarknoten, die sich überdies noch durch unkontrollierbares Einströmen aus spekulativen Gründen und durch Flüchtlinge aus den angrenzenden Ländern ständig vergrößern, noch die Ziffern der von den Alliierten Besatzungsmächten in Umlauf gesetzten Alliierten=Schilling=Noten bekannt. Sobald an die Stelle dieser chaotischen Zustände bekannte Größen getreten sind, ist der
Auftakt zu einer gesunden Währungspolitik
gegeben. Man dürfte dabei freilich nicht erwarten, daß zugleich mit dieser ersten Aktion auch die Frage der Deckung der künftigen österreichischen Währung und ihr Verhältnis zu ausländischen Valuten erfolgreich geklärt werden könne. Dr. Kienböck betonte, daß die erwünschte Stabi
lität der Währung nicht mit einem Schritt zu erreichen sei. In der gegenwärtigen Lage müssen daher alle Wirtschafts= und Bevölkerungskreise das Vertrauen in die Finanzpolitik des Staates setzen. Es ist natürlich auch nicht möglich, daß für die eingezogenen Reichsmark= und Alliierten=Schilling=Noten ebensoviel Ersatz in neuen österreichischen Zahlungsmitteln gegeben wird. Damit wäre der österreichischen Wirtschaft, die derzeit mit Geld überschwemmt ist, nicht gedient und es würde nur den Spekulanten und sonstigen unkontrollierbaren Nutznießern Vorschub geleistet werden.
Es müsse eine Reduzierung des Geldumlaufes erfolgen, wobei zwei Gesichtspunkte zu beachten sind: erstens müssen die Geldmengen, deren Herkunft unklar und verdächtig sei, erfaßt und abgesondert werden. Zweitens müssen aber auch die Notwendigkeiten der Wirtschaft berücksichtigt werden, damit die bescheidenen Anfänge des wirtschaftlichen Wiederaufbaues nicht durch eine zu plötzliche Restriktion zerschlagen werden.
Der Vortragende trat dann den unruhebrin genden Gerüchten entgegen, die von einer Währungsänderung von heute auf morgen sprechen. Eine geordnete Währung setzt überdies einen ausgeglichenen Staatshaushalt voraus. Auch hier könne bei den herrschenden Unklarheiten nur das Vertrauen der Öffentlichkeit
und
London, 19. November.
Der Alliierte Rat für Österreich war bisher nicht in der Lage, ein formelles Ansuchen um Hilfe durch URRRA zu stellen, da der Vertreter der Sowjetunion beim Alliierten Rat noch nicht den Umfang des Bedarfes in der russischen Zone bekanntzugeben vermochte. Rußland hat allerdings bereits um Entsendung eines technischen Sachverständigen zum Studium des Problems angesucht. Der Sachverständige sei unterwegs.
In Unterhaus wurde die Regierung gestern von verschiedenen Abgeordneten aufgefordert, das Eingreifen von UNRRA in österreich zu veranlassen.
Die Versorgung Österreichs mit Tabak
Wien, 19. November. An die Österreichische Tabakregie werden wiederholt Anfragen der Wiener Raucher gestellt; warum jenseits der Demarkationslinie genügend Rauchwaren vorhanden sind, während in Wien mit Ausnahme einer einzigen Zuteilung von sechs bis acht Zigaretten keine Rauchwaren ausgegeben werden. Die österreichische Tabakregie erklärt hierzu: Im
westlichen Teile Österreichs gibt es wirklich Rauchwaren, allerdings nicht in so großer Menge, wie allgemein behauptet wird. Die Tabakregie wäre auch in der Lage, Tabak nach Wien zu bringen, wenn nicht die Transportlage so schlecht wäre und nicht Lebensmittel= und Brennstoff
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in eine vernünftige und sparsame Finanzgebarung des Staates unterstützend wirken. Bei all diesen Maßnahmen ist die Währung nicht Selbstzweck, sondern eine der Vorbedingungen für die wirtschaftliche Wiederbelebung Österreichs, das zur Gewinnung seiner Lebensfähigkeit unbedingt einen Güteraustausch braucht und daher niemals autark sein kann. Abschließend umriß Dr. Kienböck die Forderungen, deren Erfüllung der österreichischen Wirtschaft den lebendigen Antried geben werde: Gelingen des ersten Schrittes der Währungsaktion, Zustandekommen der wirtschaftlichen Einheit, Förderung der öffentlichen Sicher heit und Beschaffung von Transportmitteln.
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Daß trotz dieser schwierigen Aufgaben kein Anlaß zu übertreibendem und lähmendem Pessimismus vorhanden ist, suchte der Vortragende an dem Beispiel der überwindung der eben falls gewaltigen wirtschaftlichen Problem Österreichs nach dem ersten Weltkrieg zu beweisen.
transporte vorangehen müßten. Ein vorläuf unlösbares Problem ist die Beschaffung von Rohtabak. Aus den bisherigen österreichischenBe zugsländern im Südosten fehlt jede Einfuhr Möglicherweise werden die Schwierigkeiten in Bezug von Orienttabak dazu führen, Tabak au den westlichen Ländern einzuführen. Zu der Frage, wie die vielen Zigaretten in Schleichhandel kommen, verweist die öster reichische Tabakregie auf die Plünderungen wäh rend der letzten Kampftage, bei denen Millionen Zigaretten und tausende von Kilogramm Tabal geraubt wurden, die seither den Weg in den Schleichhandel gefunden haben.
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Gebesserte Brennstoffversorgung in Wien
Die Wiener Händler hoffen, von Dezember an monatlich 100 Kilogramm Kohle pro Haushalt abgeben zu können. Ferner führen die Allierten derzeit eine großzügige Brennholzaktion durch
Die Katholiken Amerikas planen Hilfsaktion für Europa
Washington, 18. November. Die Kathollken der Vereinigten Staaten planen eine groß zügige Hilfsaktion für die vom Kriege geschädig ten Länder Europas. Mehr als hundert Diözesen haben sich einverstanden erklärt, im Dezember eine Sammelaktion abzuhalten, deren Ziel es ist, 20 Millionen Konserven für Europa aufzubringen.
Todesurteile gegen die Henker von Belsen
Lüneburg, 19., November.
Das Gerichtsverfahren gegen die Henker des berüchtigten Konzentrationslagers von Belsen wurde soeben abgeschlossen. Fünf Angeklagte wurden zum Tode, 19 Angeklagte zu Gefängnisstrafen verurteilt. Unter den zum Tod Verurteilten befinden sich: Josef Kramer; von den britischen Truppen „Bestie von Belsen“ genannt, als sie im April dieses Jahres Belsen befreiten. Er ist 38 Jahre alt, verheiratet und hat drei Kinder. Es wurde im vorgeworfen: Auswahl der Opfer für die Gaskammer, Massenmord, Tötung von 22 Gefangenen durch erschießen, Schlagen eines russischen Mädchens, das entfliehen wollte, und ausgabe des Befehls, daß die Gefangenen „mit anderen Gefangenen Sport“ treiben sollten. — Dr. Fritz Klein; 55 Jahre alter rumänischer Arzt, der weibliche
Lagerinsassen als Prostituierte für die Lagerbordelle in Auschwitz suchte und auch die Opfer für die Gaskammer bestimmte. — Peter Weingartner; 32 Jahre alt. ein jugoslawischer Zimmermann, der in der jugoslawischen Armee diente, der aber, als die Nazis das Land überrannten „Konjunkturritter" und KZ
Wache wurde Er schlug Gefangene zu Tode. — Irma Greese; 22 Jahre alt, unter dem Namen „die blonde Bestie von Belsen“ bekannt. Sie stammt aus einer angesehenen Familie aus dem Dorfe Wrechen in Mecklenburg. Ihr wurde Auswahl von Leuten für die Gaskammer, Massenmord und Schlagen mit der Peitsche vorgeworfen. — Franz Hößler; 39 Jahre alt, ein deutscher Photograph. Ihm wurde Einteilung von Leuten für die Gaskammer und die Aufsicht bei der öffentlichen Hängung von vier Mädchen in Auschwitz vorgeworfen.
Berufungen
Lüneburg, 19. November. Josef Kramer. Irma Greese und sechs andere von elf Lageroffizieren, welche zum Tode verurteilt wurden, äußerten, daß sie die Absicht hätten, gegen dieses Urteil Berufung einzulegen. 19 Angeklagte, welche zu Kerkerstrafen verurteilt wurden, werden, so erwartet man, ebenfalls Be
rufung einlegen, Herta Ehlert ausgenommen, welche zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt wurde.