Tiroler Tageszeitung 1945

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Seite 2 Nr. 125
Tiroler Tageszeitung
Der Mord an Siechen und Geisteskranken
Naziverbrechen in Kärnten
Klagenfurt, 15. November. Wie die Polizeidirektion Klagenfurt mitteilt, wurden in den letzten Tagen nach gemeinsam durchgeführten Recherchen des Kriminalkommissärs Schüttelkopf und des Polizeidirektors in Klagenfurt unter Hinzuziehung des ersten Staatsanwalts Dr. Pichler nach überwindung großer Ermittlungsschwierigkeiten eines der größten Naziverbrechen in Kärnten aufgedeckt.
Die schuldigen Verbrecher wurden verhaftet.
In der Zeit vom 1. Jänner 1939 bis zum April 1945 wurden auf Geheimbefehl des ehemaligen Reichsärzte= und Gesundheitsführers Dr. Conti nachgewiesenermaßen 700 bis 900 Pfleglinge der Kärntne Landessiechenanstalt sowie von 1939 bis 1945 etwa 150 Pfleglinge der Kärntner Landesirrenanstalt getötet. Darüber hinaus wurden von 1939 bis 1945 in drei Transporten etwa 500 Pfleglinge zum Zweck der Tötung nach Niedernhart geschafft. Die Hauptschuldigen an diesem Verbrechen sind der ehemalige Leiter der Landessiechenanstalt Doktor Niedermoser, der gleichzeitig der aufsichtsführende Siechenarzt der Landesirrenanstalt war, sowie eine Anzahl von Pflegern und Pflegerinnen, darunter insbesonders die Oberschwester Antonia Pachner und die Oberpflegerin
Ottilia Schellander. Die Verbrechen begannen gewöhnlich so, daß Dr. Niedermoser bei einer der üblichen Krankenvisiten zu der betreffenden Schwester sagte:
„Geben Sie ihm etwas!“
Der Patient wurde daraufhin in den berüchtigt gewordenen Hintertrakt der Anstalt, und zwar in eine der Wäschekammern gebracht und dort erhielt er eine überstarke Dosis des Schlafmittels, und wenn dieses noch nicht genügte, eine entspre
chende Morphiumspritze. Das Ableben erfolgte gewöhnlich in 1—2 Tagen.
Außer den durch Dr. Niedermoser angeordneten Morden verfiel aber auch dem Tode, wer sich bei der Oberschwester Pachner mißliebig machte oder ihr ein unbequemer Patient war.
Die Pachner drohte mit der Morphiumspritze und hat diese Drohungen auch wahr gemacht. Aus dem vorliegenden Material sei der Fall Susznig herausgegriffen. Die Susznig war ein fleißiger, besonders im Nähen und Bügeln verwendbarer Pflegling ohne besondere schlechte Charaktereigenschaften. Sie war sehr religiös und wurde deshalb von anderen Pfleglingen manchmal gehänselt. Sie verstand da keinen Spaß und sagte jedem in religiöser Hinsicht ihre Meinung. Daraus entstand Streit und sie wurde aus diesem Grunde Todeskandidatin. In den berüchtigten Hintertrakt eingewiesen, flüchtete sie dann in ihrer Todesangst in die Anstaltskapelle. Dort wurde sie betend und Lieder singend wieder gefunden.
Sie wurde gepackt, in ihr Bett getragen und erhielt eine Morphiumspritze. Am nächsten Morgen war sie tot.
Die Kriegsgreuel in der Oststeiermark
Graz, 15. November. Durch die Kriegsereignisse wurden 200 oststeierische Gemeinden schwer betroffen, 12 Gemeinden sind ein einziger Trümmerhaufen, 3258 Bauernhöfe sind zerstört. Mehr als die Hälfte des ganzen Rinderbestandes, 80 Prozent der Pferde gingen verloren. Darüber hinaus mangelt es an Nahrungsmitteln und Futtermitteln sowie an den notwendigsten Hausund Küchengeräten. Der Gesamtschaden wird auf 86 Millionen Schilling geschätzt.
Verschiebung des Nürnbergerprozesses vorgeschlagen
Nürnberg, 15. November.
Robert Jackson, Staatsanwalt der Vereinigten Staaten bei der kommenden Verhandlung gegen Kriegsverbrecher, erklärte, Rußland und Frankreich hätten sich dem Ansuchen der Vereinigten Staaten, Gustav Krupp von Bohlen und Halpach durch seinen Sohn Alfred als Angeklagter vertreten zu lassen, angeschlossen. Gleichzeitig empfahl Jackson eine zwölftägige Verschiebung der Verhandlung. Der Gerichtshof wird seine Entscheidung bezüglich der Stellvertretung und Verzögerung zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben.
Österreichische Rechtsanwälte in Nürnberg Wien, 15. November.
Das Alliierte Gericht für Kriegsverbrecher in Nürnberg ist neuerdings an die Wiener Anwaltskammer mit dem Ansuchen herangetreten, für die aus österreich stammenden Kriegsverbrecher Seyß=Inquart und Kaltenbrunner Verteidiger beizustellen. Das Verlangen ist kürzlich von General Eisenhower bereits gestellt und in Wien abgelehnt worden. Nach internationalen Rechtsgrundsätzen, die auch im neuen Österreich wieder Geltung haben, hat jeder Angeklagte das Anrecht auf fachlichen Rechtsbeistand. Wenn daher die Wiener Rechtsanwaltskammer für Seyß=Inquart und Kaltenbrunner Anwälte beistellt, so kommen diese einer Berufspflicht nach, die ohne Rücksicht auf den konkreten Fall eine Ehrenpflicht ist.
Eine Erklärung des Vatikans
Rom, 15. November.
Der Vatikan dementiert das im „Matin“ erschienene Interview, demzufolge Papst Pius XII. den Nürnberger Prozeß gegen die deutschen
Kriegsverbrecher billige. Es wird erklärt, der französische Korrespondent hätte die Worte des Papstes aufgebauscht. Vatikanische Kreise bestätigen jedoch, daß der Papst festgestellt habe, die Schuldigen mögen ihre Taten sühnen.
Intervention des Papstes für Verurteilte
Rom, 15. November. (Reuter.) Wie die katholische Zeitung „Il popolo“ meldet, erklärte der italienische Ministerpräsident Ferruccio Parri Mittwoch abends in einer Kabinettssitzung, der apostolische Nuntius Monsignore Borgineini Duca habe zum Ausdruck gebracht, daß die wegen politischer Verbrechen in einem Zeitpunkt besonders starker öffentlicher Erregung zum Tod verurteilten Personen nicht hingerichtet werden sollen. Der Heilige Stuhl leite bei dieser Fürsprache der gleiche Geist der Milde, welcher den Papst früher veranlaßt habe, für die Antifaschisten zu bitten. „Il popolo“ erklärte dazu, die Regierung habe diesen Schritt des Papstes mit Verständnis begrüßt und hege höchste Achtung für die edle Gesinnung, die den Papst dabei leite.
Kriegsindustrie wird in die Luft gesprengt
Frankfurt, 14. Nov. General Truscott, kommandierender General der 3. amerikanischen Armee, löste durch Fingerdruck auf einen Knopf 14 Explosionen aus, die fast 80 Gebäude in die Luft sprengten. So wurde heute die Fabrik für rauchloses Pulver der J. G. Farben vernichtet, die von 1943 bis Ende des Krieges arbeitete. Ihre Vernichtung erfolgte in Vollzug des Plans zur Entmilitarisierung Deutschlands.
Copyrighi by „Tiroler Tageszeitung“
Dipkomatie, Tresse und Tolitik
im Dritten Reich
Aus dem Tagebuch eines Journalisten 16. Fortsetzung Hitler und der Balkan
Hitler hat die Gefahren des Balkans und die Notwendigkeit einer vorsichtigen und sehr wohl abgewogenen Zalkandiplomatie, die des Schweißes edler Altmeister der diplomatischen Kunst wert gewesen wäre, nicht erkannt und ist ihr daher erlegen. In seiner überheblichkeit und Geringschätzung für alles, was er nicht kannte, glaubte Hitler den Balkan=Donauraum als Versuchs= und Startfeld für seinen neuen deutschen Diplomatentypus benutzen zu können. Dieses Experiment rächte sich bitter. Die völlige Verkennung und Unterschätzung des Wesens des Balkans und seiner Mentalität waren eine der vielen Gründe, die zum völligen Scheitern der hitlerischen Außenpolitik in dem für Deutschland nicht nur wirtschaftlich so wichtigen südosteuropäischen Raum führten.
Hinzu kam, d.ß bei seiner Neigung, die außenpolitischen Entscheidungen aus der Intuition, d. h. der jeweiligen Stimmung bzw. Verstimmung zu fällen, die Proolematik des Balkans für die deutsche Außenpolitik noch schwieriger und verwickelter wurde. Aus unbegreiflichen Gründen stand von all seinen südöstlichen Vasallen Ungarn dem Herzen des Führers am nächsten. Als Gefreiter
des ersten Weltkrieges hat Hitler seine zwischen Hemmungen, Unsicherheit und taktloser überheblichkeit schwankenden Gefühle für Marschälle, Admirale und hohe Militärs nie überwunden. Dies gilt auch für seine Besprechungen mit den Marschällen Petain, Badoglio, Mannerheim und anderen. Mit ganz wenigen Ausnahmen, wie Rommel, Schörner, Dietl, Rendulic und anderen, hat Hitler auch für seine eigenen Feldmarschälle und zahlreichen Generalobersten nur Spott und Verachtung übrig gehabt und diese seine Geringschätzung auch in der öffentlichkeit immer wieder fühlen lassen. Daß sich die rumänischen Soldaten auf den östlichen Schlachtfeldern als die tapfersten erwiesen hatten und die ungarischen Truppen viel lieber Siebenbürgen besetzt und sich mit ihren
eigenen Verbündeten geschlagen hätten, spielte für Hitlers Entscheidungen keine Rolle. Zudem mißtraute er auch grundsätzlich allen Königen. Und der junge Michael von Rumänien machte keine Ausnahme. Dem ungarischen Reichsverweser Admiral von Horthy bewies Hitler jedoch immer wieder seine Sympathie, auch noch zu einer Zeit. als die Neuorientierung Ungarns tagelang ein Hauptthema der Weltpresse war. Hitler hatte es als ehrliches Geständnis des Magyarentums zur Bündnistreue aufgefaßt, als auf dem Höhepunkt der Scheinblüte des Dritten Reiches jenes Telegramm aus Budapest eintraf, in dem die ungarische Regierung die ausdrückliche Bitte der Reichsregierung übermittelte, „daß Ungarn als erste Macht dem Dreimächtepakt beitreten und sich damit in eine
Schicksalsgemeinschaft auf Leben und Tod mit Deutschland begeben dürfe.“
Freitag, 16. November
London, 15. November.
In Jericho, einer Stadt Palästinas mit rein jüdischer Bevölkerung, wurde gestern abends ein Ausgehverbot erlassen. Vorher war es während eines zwölfstündigen Generalstreiks zu ernsten Zwischenfällen gekommen. Britische Truppen wurden zum Feuern gezwungen, nachdem eine Menschenmenge Gebäude in Brand gesetzt hatte, Militärkraftwagen mit Steinen beworfen und die Feuerwehr an der Löschung brennender Regierungsgebäude verhinderte. Vier Regierungsgegebäude wurden zerstört oder schwer beschädigt. Nach den letzten Berichten wurde die Ruhe wieder hergestellt. In Jerusalem kam es in der letzten Nacht zu keinen Zwischenfällen. Der Vollzugsausschuß der palästinesischen Arbeiterpartei hat gestern an alle arabischen Nationen den Aufruf erlassen, den
Widerstand gegen die jüdischen Einwanderungen in Palästina zu unterstützen. Der Rat der arabischen Liga in Kairo hat den Extremisten in Palästina nahe gelegt, Geduld zu haben. Der Generalsekretär der Liga, Assan Bey, erklärte, die Araber begrüßen das Projekt eines britisch=arabischen Untersuchungsausschusses. Außenminister Bevin habe mit seiner Erklärung bewiesen, daß er sich mit der palästi
Anruhen in
Das Echo zur Rede Bevins
nensischen Frage und dem Judenproblem gründ
lich vertraut gemacht habe.
Die Lösung der Palästinafrage
London, 15. November. Außenminister Ernst Bevin gab Pressevertretern Einzelheiten über die hauptsächlichsten Ideen, die den Arbeitern der neuen anglo=amerikanischen Kommission für Palästina zugrunde liegen, bekannt.
Sehhe a.
Als Vorbedingung für eine tatsächliche Lösung der Palästinafrage bezeichnete Bevin:
1. keine Rassenunterschiede in Europa,
2. keine Rassenvorurteile in Palästina,
3. daß alle Personen, die sich mit der Lösung dieses Problems befassen, die menschlichen Eigenschaften zuvorderst und Rassevorurteile zuletzt berücksichtigen sollen.
Generalstreik in Jerusalem
Das jüdische Nationalkomitee hat zum Zeichen des Protestes gegen die britischen Palästina=Vorschläge den Generalstreik für Mittwoch proklamiert.
Die Gerüchte um Stalin
London, 14. November. Der Moskauer Korrespondent der Londoner Zeitung „Evening News“ berichtet, daß Stalin seinen Posten als Ministerpräsident und Oberbefehlshaber der Sowjet=Wehrmacht in Bälde aufgeben dürfte, um sich ganz seinen Obliegenheiten als Generalsekretär der kommunistischen Partei zu widmen.
London, 15. November. Aus Washington wird berichtet, daß sowohl Präsident Truman wie Außenminister Byrnes sich die Frage vorlegen, wer etwa der Nachfolger Stalins werden könnte. In Moskau wird das Gerücht verbreitet, daß Stalin dem Präsidenten des Obersten Rates der Sowjetunion Kalinin ein versiegeltes Schreiben übergeben habe, in welchem er den General Idanow als seinen Nachfolger bezeichne. General Idanow ist 49 Jahre alt. Er war durch mehrere Jahre hindurch Vorsitzender der Sowjets von Leningrad. Im Jahre 1939 leitete er die Besetzung Polens. Im Herbst 1944 wurde er zum Chef der
Kontrollkommission für Finnland ernannt. Während des Krieges war er der Mann, der den Widerstand Leningrads führte.
Lockerung der Zensur in Rußland
Moskau, 13. November. Die Auslandskorrespondenten berichten, daß eine entschiedene Locke rung in der Zensur ihrer Nachrichten eingetreten sei.
Russische Truppen verlassen Polen
Warschau, 15. November.
Ministerpräsident Morawski erklärte, das die russischen Truppen Polen allmählich räumen. Morawski teilte Berichterstattern der „Associated Preß“ mit, daß Marschall Konstant in Rokossowsti auf Ansuchen der Provinzialgouverneure Truppen zur Bekämpfung des Banditentums bereit gestellt.
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Internationalisierung der Ruhrkohle
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Sonderbeauftragter de Gaulles
in Washington
Washington, 14. November. Der französische Diplomat Maurice Couve de Murville ist als persönlicher Bevollmächtigter General de Gaulles in Washington eingetroffen und übergab dort dem amerikanischen Staatssekretär im Außenministerium J. G. Dunn den französischen Plan zur Ruhr= und Rheinfrage. Der Plan sieht laut „United Preß“ die Internationalisierung des Ruhrgebietes unter Aufsicht einer Körperschaft der Vereinten Nationen, möglichst mit einem französischen Vorsitzenden, vor. Was das Rheinland anbelangt, so würde es nach diesem französischen Plan eine separate Verwaltung erhalten, die von den zentralen Kontrollbehörden losgelöst wäre. Es würde lediglich durch Truppen der westlichen Nachbarländer, also Frankreichs, Hollands und Belgiens besetzt
werden. Wie die „New York Times“ meldet, handelt es sich bei zem Besuch Couve de Murvilles lediglich um die Erklärung der französischen Vorschläge, keineswegs um bindende Verhandlungen. Der Leiter der Wirtschaftsabteilung des französischen Außenamtes, Alphand, begibt sich demnächst in der gleichen Angelegenheit nach Moskau.
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General König in Washingtonnd zur Stell
Washington, 15. November. General ## nig, der Befehlshaber der französischen Ste echaft kräfte in Deutschland, wird heute in Washigt## Verletzt eintreffen, um nach Chikago weiterzureisen d# odem wird er einem Treffen der amerikanischen Legien beiwohnen.
Eine Frau als Kandidatin für das japanische
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der erste weibliche Kandidat bei den japanischen allgemeinen Nation wahlen im Jänner s1
Baronin Schizue erklärte, daß sie und ihr Gatt Kanjup Kato, für die sozialdemokratische Parti kandidieren werden.
Prozeß gegen die finnischen Achsenpolitiker 1 es gab einme
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Helsinki, 15. November. Einer Pressemehi„Es hat sich dung zufolge wurden acht finnische Politiker,ms##t, seit du # ter ihnen der ehemalige Präsident Ryti, v###s Verlobte he Gericht gestellt. Sie sind angeklagt, Finnland aussnd gewartet, der Seite Deutschlands in den Krieg geführt zu s#isitze ich die haben. Der Gerichtshof wurde aus fünfzehn Mb Aseitdem dig
gliedern unter Vorsitz des obersten Richters Hjal mar Negviur gebildet. hen die Ehemt
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Der deutsche Gesandte in Budapest, SA=Obergruppenführer von Jagow, ein ehemaliger Marineoffizier, war in ungarischen politischen Kreisen mehr durch die spartanischen Eintopfessen, die er bei allen diplomatischen Empfängen servieren ließ, bekannt, als durch sein Verständnis für die politischen Zusammenhänge und Notwendigkeiten im Donauraum. Die Zweispältigkeiten der ungarischen Politik und ihre Gründe sind ihm ein Buch mit sieben Siegeln geblieben. Ungarn hat ständig den Versuch gemacht, eine Synthese zwischen den verwegensten Bahnen revolutionärer Dynamik und der gleichzeitigen Beibehaltung einer konservativen, fast reaktionären Innenpolitik zu finden. Ungarn führte eine deutschfreundliche Außenpolitik als treuer Achsenpartner, obgleich es im
Innern nie deutschfreundlich war. Durch das Blut deutscher Soldaten und der Einstellung Hitlers hat Ungarn innerhalb von drei Jahren seine territorialen Ansprüche befriedigen können. Als sich jedoch Rußland als unbesiegbar erwies und Amerika mit der ganzen Kraft seiner Produktion in den Krieg eintrat, haben die Ungarn schneller als alle anderen „Achsenpartner“ die Aussichtslosigkeit des Krieges erkannt und wiederum als erster Staat den Versuch gemacht. sich rechtzeitig „abzusetzen“. Der erste Schritt war die Ernennug des langjährigen ungarischen Pressechefs im Ministerpräsidium zum Gesandten in Stockholm, von wo er Verbindungen nach England und zur ungarischen Emigration in London aufnehmen sollte. Es gelang ihm, jenes erst jetzt bekanntgewordene
ungarisch=englische Geheimabkommen abzuschließen, wonach englische Flieger ungarisches Territorium zwar überfliegen, jedoch nicht bombardieren durften und um
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gekehrt die ungarische Abwehr diese Flieger nicht ## Satte
zur Kenntnis nahm.
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durch gewisse Indiskretionen den amtlichen deu steit, Verstischen Stellen bekannt wurden, erfolgte im März sin möchte g. 1944 der Einmarsch deutscher Trup sute, die sich pen in Ungarn. De: Reichsverweser von # eines
Horthy versuchte in einer viel umstrittenen Rund ## dem anderfunkrede, die zur Spaltung der ungarischen Ar Partig roidt.
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sano, dem Regierungssitz =Mussoli s#i# nis, der Botschafter Rahn in Begleitung des deutschen Sondergesandten und 8sObergruppenführers Veesemeyer erschienen, abgeholt und zunächst zu seinem Herrensitz Gödöllö und von dort nach Deu land gebracht. Damit war das historische Kapitel eines Mannes, der als Sieger von
Otranto in die Kriegsgeschichte eingegangen ist, und der auf seiner Deutschlandreise im Jahre 1938, als Hitler ihm die schönste. Donaujacht zum Geschenk machte, mit tränenfeuchten Augen von „seinem alten Herrn“ dem Kaiser Franz Josepy, dessen Adjutant er war, erzählen
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zuerst Ende 1943 und in stärkerem Umfange 1944 unternommenen Bestrebungen jen auch den
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dieser seine Rechte auf die Ste kiume zeben ltend machte, abgeschlossen .. ( das Hirtiz
In der nächsten Fortsetzung lesen Sie: Senn Krieg:
„Gesandte in Sondermission“.
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