Tiroler Tageszeitung 1945

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Seite 2 Nr. 124
Tiroler Tageszeitung
Donnerstag, 15. November 195
Hochschule und
„ Mahnworte eines Engländers
Graz, 14. November.
Mister Hands, der Leiter der Abteilung für Erziehungswesen der britischen Militärregierung für Steiermark, sagte anläßlich der Rektorsinauguration der montanistischen Hochschule in Loeben in einer bedeutsamen Ansprache, die er an die Professoren richtete:
„Da sie eine der wichtigsten Rollen im Wiederaufbau von Österreich, ja sogar der Welt spielen. muß Ehrlichkeit ihre Haupttugend sein. Ich meine damit nicht die Ehrlichkeit im üblichen Sinne, daß man nicht stehlen und nicht lügen soll, das sind sehr wertvolle Eigenschaften. aber sie allein genügen nicht. Unter Ehrlichkeit in diesem Sinne verstehe ich jene Charaktertugend, die den Menschen zwingt, den Tatsachen ins Auge zu blicken; die ihm nicht erlaubt etwas Verdächtiges einfach hinzunehmen, weil es so bequemer ist. Ich verstehe darunter die Eigenschaft, die den Menschen zwingt, der Wahrheit nachzuspüren und wenn er sie gefunden hat offen zu bekennen, sollte dies auch zu seinem Nachteil sein. Es herrscht großer Mangel an Ehrlichkeit und Wahrheit auf allen
Gebieten, und zwar nicht nur in Österreich. Die Wahrheit wird in der ganzen Welt sehr mißbraucht Ich habe viele Menschen getroffen, die behaupteten:
„Ich habe genug von der Politik und ich werde mich nie mehr mit Politik befassen, mein ganzes Leben lang nicht mehr!“
Das ist eine höchst falsche Auffassung. Heute, da die Lage sehr verwickelt ist, ist es wichtiger denn je, daß jeder ehrliche Mensch so viel als möglich über die Politik erfährt. Es darf nicht wieder vorkommen, daß die eine oder andere Partei zur Macht gelangt und diese mißbraucht, nur weil das Volk zu unwissend ist, um das vermutliche Ergebnis vorauszusehen. Die Leute sagen:
Hitler hat von
Beschwerde gegen Greuel — „humanitärer Unsinn“
München, 11. November. Alle Vorhaltungen über die in den Gefängnissen und KZ=Lagern verübten Greueltaten wurden von Hitler mit den Worten „Was, wieder etwas von diesem humanitären Unsinn“ abgewiesen. Eugen Kumming, der Hauptübersetzer der ehemaligen deutschen Wehrmacht, hat dies in einem Artikel der „Süddeutschen Zeitung“ aufgedeckt. In diesem Artikel wird zum erstenmal an Hand von Dokumenten bewiesen, daß Hitler von allen Greueltaten gewußt und seine Zustimmung dazu gegeben hat. Insgesamt 1,750.000 russische Soldaten starben den Hungertod, 3 Millionen jüdische Frauen und Kinder wurden von deutscher Hand erschossen oder starben den Tod in den Gaskammern. Im August 1941 unternahm es der damalige Generalfeldmarschall von
Reichenau einen Protest bei Hitler vorzubringen. Das einzige, was er erreichte, war ein scharfes Verweis. Ein Leutnant des Hauptquartiers der später aus politischen Gründen in ein Gefängnis geschickt wurde und dort starb, überredete Reichenau, es noch einmal zu versuchen. Auch diesesmal war es vergebens. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt, hatte Kumming durch seine Arbeit im früheren OKW Einblick in Geheimdokumente, so daß seine sämtlichen Angaben auf Unterlagen
Du und dein Rind
Die „Tiroler Tageszeitung“ gibt der Elternund Erzieherschaft die Möglichkeit, wichtige Fragen der Jugenderziehung wie überhaupt alles, was Schule und Elternhaus bewegt, als Frage aufzuwerfen oder darauf Antwort zu geben. Die Aussprache über das wichtige Problem der Hinlenkung der Jugend zu einem neuen Staatsbewußtsein, zu neuer Autoritätsauffassung wie überhaupt zu allen jenen Grundsätzen, die man mit dem umfassenden Wort Humanismus bezeichnet, ist heute notwendiger denn je. So vieles wurde auf diesem Gebiet in den letzten sieben Jahren verschüttet und vernichtet, daß beinahe in der Fülle der Trümmer kaum noch die Wege sichtbar sind Aber auch die allgemeinen Fragen der Jugenderziehung sollen hier Raum finden. Wir setzen fort mit dem
vielerörterten Problem
Linkshändigkeit — Beidhändigkeit „Ja, Franzl. du ißt schon wieder mit der linken Hand, was fällt dir denn ein?“ — So oder ähnlich beginnen bei Tisch wiederholte Vorhaltungen der Mutter und oft folgt ihnen noch eine Flut von mehr oder minder üblen „Liebkosungen“. Das Endergebnis ist eine gewisse Nervosität des Kindes und die Szene endet vieleicht damit, daß das Kind überhaupt nicht mehr weiter
ißt.
Von dieser Seite ist die Frage nicht zu lösen. Professor Dr. Friedrich Schneider beantwortet das Problem in einem seiner Werke mit folgenden Ausführungen, an einen Freund gerichtet: „Wir haben allerdings die Linkshändigkeit, unseres Kindes nie als einen Mangel betrachtet und sie daher auch nicht bekämpft. Für uns war das linke Händchen des kleinen Franz ebenso „schön“
„Es gibt zu viel Parteipolitik in Österreich!“ Das stimmt vollkommen. Weigern sie sich aber. deshalb nicht etwas von der Politik zu verstehen. versuchen sie daher alles über die politischen Parteien zu erfahren, über sämtliche Parteien, nicht nur über eine, d h ihre Ziele, ihr Programm und ihre Methoden, dann erst werden sie in der Lage sein, klarer zu denken und sicherer zu urteilen. So werden sie die schrecklichen Haßgefühle und Fehler vermeiden, die die ganze Welt seit dem Anfang des Jahrhunderts beunruhigen Nirgends ist die geistige Ehrlichkeit notwendiger als im Universitätsleben.
Die Hochschulen sind Geburtsstunden politischer Richtungen und Theorien. Dies ist nicht zu verhindern Im allgemeinen aber haben die Hochschulen in Mitteleuropa keine sehr lobenswerte politische Rolle gespielt. Und zwar deshalb, weil die Menschen sich von ihren politischen Leidenschaften beherrschen ließen, ohne lang genug über die einzelnen Beweggründe nachzudenken.
Es steht mir nicht zu, ihnen Ratschläge über akademische Themen zu geben.
Die österreichische Tradition des Unterrichtswesens ist beispielgebend.
Aber als Engländer, d. h. als Angehöriger eines Volkes, das viel Erfolg in der demokratischen Weltanschauung hatte, darf ich wohl die Notwendigkeit einer objektiven und leidenschaftslosen Beurteilung jener Probleme unterstreichen, welchen sie gleich anderen österreichern heutzutage ins Auge sehen müssen Ohne Objektivität werden ihre größten Anstrengungen ohne Erfolg bleiben. Wenn sie sich aber ihrer großen Aufgabe ehrlich und nach Arbeit suchend widmen, werden sie einst in der Lage sein, sich zu den wichtigsten Gründern der neuen Ara zu zählen.“
allem gewußt
beruhen. Indem er die Namen der Offiziere anführt, von denen er seine Informationen hatte, gibt er dann einige Einzelheiten über die vielen Greueltaten, die zu seiner Kenntnis gelangten.
Im April 1941 teilte ein Oberstleutnant von Bodecker ihm mit, daß SS=Verbände jüdische Frauen und Mädchen in Warschau zusammentrieben und sie nackt im 4. Stock eines Hotels eingesperrt hatten. Tagelang waren sie Opfer wiederholter Schändungen und wurden schließlich durch das Fenster auf die Straße geworfen.
Kumming schreibt weiter über eine Besichtigung, die er im Stalag 325 am 11. Dezember 1941 gemacht habe:
Lebende stürzten sich gierig auf Ratten, Mäuse und auf ihre toten Kameraden.
Es waren Menschen, die seit Monaten nichts anderes als trockenes Brot zu sich genommen hatten. Zu einem Bericht vom obersten Hauptquartier über den Zustand der Gefangenen erklärte Kumming, daß man
in den ersten vier Monaten des deutschen Vormarsches im Osten auf direkten Befehl Keitels 600.000 russische Kriegsgefangene zugrundegehen ließ.
Für einen amtlichen Bericht bezeugen verschiedene Offiziere, die von Kumming mit Namen angegeben werden, daß die gesamte jüdische Bevölkerung in der Ukraine liquidiert wurde.
wie das rechte. Aber wir haben ihn immer wieder angehalten, das rechte und das linke Händchen zu gebrauchen, haben also das zu erreichen gesucht, was schon der alte griechische Weltweise Platon empfahl und was bei den alten Skythen durch Gesetz vorgeschrieben war: „Gleichmäßige Ausbildung im Gebrauch beider Hände.“ Die Schule half uns dabei, weil Franz in ihr rechtshändig schreiben und zeichnen lernte. Daß heute auch seine rechte Hand ausgebildet ist, hast Du ja eben beim Werfen gesehen; er begrüßt Dich auch mit der Rechten; ebenso benutzt er sie bei Tisch und sein Spielgewehr legt er rechts an. Und doch wird ihm alles mit der linken Hand um ein weniges leichter Gewiß, beim Essen der Suppe führt er den Löffel in der Regel mit der rechten Hand
zum Mund, aber gegen Ende, wenn der Rest der Suppe ausgelöffelt werden soll, nimmt er, ihm selbst unbewußt, den Löffel oft in die Linke. Zwar hält er sein Spielgewehr gewöhnlich mit der Rechten; aber wenn er einmal in der Schießbude schießen darf und es um das Treffen geht, dann legt er unwillkürlich links an Aus diesen und manchen ähnlichen Beobachtungen schließe ich, daß die Linkshändigkeit tief in der versönlichen Eigenart des Lindshänders begründet liegt, daß sie ererbt ist. Darum ist der Versuch ihrer Ausrottung mit Notwendigkeit erfolglos und daher zwecklos. Er ist aber auch unberechtigt. Denn ein Ziel der Erziehung ist doch die möglichst vollkommene Beherrschung aller Glieder Eine Hand in der Ausbildung vernachlässigen, ist keinesfalls berechtigt. Die
Eltern, deren Kind schon früh Linkshändigkeit zeigt, werden es deshalb nicht tadeln oder gar strafen und seine Linkshändigkeit als einen Mangel empfinden lassen, sondern nur zusätzlich alles tun, um auch die Rechte zu üben. es zur wertvollen Beidhändigkeit oder. anders ausge drückt, zum Doppelhänder zu erziehen.“
Die Neuregelung des Zeitungswesens
Aus Anlaß der Neuregelung im Zeitungswesen fand heute vormittags in den Räumen der Informationsabteilung der Militärregierung ein Empfang der Parteiführer und der Chefredakteure der Tageszeitungen statt. Der von Herrn Direktor Weymüller geleiteten Veranstaltung wohnte auch Herr Oberst Carolet, Kabinettschef des Herrn Generals Bethouart, bei. Direktor Weymüller unterstrich den Beginn einer neuen Ara im Pressewesen unseres Landes durch eine Ansprache, in der er unter anderem folgende Gedanken über die Pressefreiheit aussprach:
Am 1. Oktober hat der Alliierte Rat in Wien beschlossen, Österreich die Pressefreiheit wiederzugeben.
Eineinhalb Monate waren nötig, um diesen Beschluß des Alliierten Rates in der französischen Besatzungszone in die Tat umzusetzen. Sie kennen die Gründe Sie wissen, mit welchen Schwierigkeiten wir zu kämpfen hatten, sie und wir, wenn es sich darum handelte, Papier zu beschaffen oder die Druckereien zu verteilen. Diese Schwierigkeiten, die zuerst unüberwindlich erschienen, sind zum Schluß aus dem Wege geräumt worden dank der formellen Anweisungen des General Bethouart, dank des guten Willens aller. Franzosen und österreicher, die in einer Atmosphäre der Freundschaft und des Vertrauens zusammengearbeitet haben Ich möchte in diesem Zusammenhang ganz besonders Herrn Dir. Würthle und Capitaine Gallifet danken, deren unermüdlichen
Anstrengungen es gelungen ist, zu einer günstigen Lösung zu kommen.
In dem Augenblick, in dem die neuen Zeitungen erscheinen, bestätige ich im Namen der französischen Militärregierung feierlich die Zusagen des Alliierten Rates. Ich möchte Sie aber gleichzeitig auf zwei Punkte aufmerksam machen:
1. hat der Alliierte Rat die Pressefreiheit von einer gewissen Zahl von Bedingungen abhängig gemacht Ich muß Ihnen sagen, daß wir nicht zögern würden, mit der größten Entschlossenheit einzuschreiten, wenn Sie gegebenenfalls dagegen verstoßen würden.
2. Die Freiheit darf nicht ausarten, weil sie Unordnung erzeugen könnte, und die Unordnung wäre tödlich für das junge österreich. Die Pressefreiheit soll in einem wahrhaft demokratischen Staat erlauben, alle politischen überzeugungen in friedlicher Form einander gegenüberzustellen. Wir hoffen zuversichtlich, daß Österreich aus dieser friedlichen Gegenüberstellung die Nutzanwendung ziehen wird, die es ihm erlaubt. den Weg des Wiederaufbaues und der Unabhängigkeit zu beschreiten.
Die Freiheit, die Ihnen zurückgegeben ist, legt Ihnen große Pflichten auf. Wenn Sie davon Gebrauch machen, bitte ich Sie, unaufhörlich an die Millionen Männer, Frauen und Kinder zu denken, die ihr Leben verloren haben, weil der größte Verbrecher aller Zeiten in Deutschland zuerst die Freiheit getötet hatte. Die Freiheit ist ein Schatz, den man nicht gedankenlos verschwenden darf — sie ist ein kostbares und hoch zu verehrendes Gut, das uns von den Männern und Frauen überantwortet ist, die Leiden und Tod einem Leben in der Knechtschaft vorgezogen haben.
Im Namen aller derjenigen, die kämpften und starben, um Frankreich, Österreich und der Wen die Freiheit wiederzugeben, bitten wir Sie, über sie zu wachen und bis zum letzten zu verteidigen, wenn sie von neuem bedroht sein sollte.“
Landeshauptmannstellvertreter Hüttenberger dankte der Militärregierung für die Gewährung der Pressefreiheit und versicherte, daß man von dieser Freiheit den richtigen Gebrauch machen werde Der Pressereférent der Landesregierung. Herr Würthle, hob hervor, daß der Geist der Kameradschaft, der die österreichischen Jounalisten in der Zeit, da die österreichische Presse schweigen mußte, beherrschte, auch in Zukunft Bestand haben möge.
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Die neuen Parteizeitungen in Tirol und Vorarlberg
Ab 15. November erscheinen in Tirol folgendTagblätter der politischen Parteien;
Die „Tiroler Nachrichten“ als Orga der Österreichischen Volkspartei, die „Volkszeitung“ als Organ der Se zialdemokratischen Partei, die „Neue Tiroler Zeitung“ als Orga der Kommunistischen Partei.
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Die „Tiroler Tageszeitung“ bleib weiterhin als neutrales Organ bestehen.
In Vorarlberg erscheinen neben den „Vorarlberger Nachrichten“, die als unabhän giges Blatt weiter bestehen:
das „Vorarlberger Volksblatt“ ab Organ der Österreichischen Volkspartei, der „Vorarlberger Volkswille“ al Organ der Sozialistischen Partei Österreichs die „Tageszeitung“ als Organ der Kommunistischen Partei Österreichs.
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Generalprobe in
Nürnberg, 14. November. Im grellen Lichte der Jupiterlampen nahmen am Dienstag die Anklagevertreter, die Verteidiger, die Presseberichterstatter und Kameraleute ihre Posten ein um die halbstündige Generalprobe für den in der kommenden Woche beginnenden historischen Kriegsverbrecherprozeß abzuhalten. Mit eindrucksvollem Erfolg wurde die Anklage aufgenommen. Die Apparatur ist so eingerichtet, daß mit Hilfe von Kopfhörern und Wahlscheiben nach Belieben eine unmittelbare englische, russische, französische oder deutsche Verdolmetschung der Reden und Aussagen abgehört werden kann.
Der Dapst über den Nürnberger Prozeß
Paris, 14. November.
Der Papst gewährte dem Berichterstatter des Matin“, einem ehemaligen Zwangsdeportierten, ein Interview. Der Korrespondent drückte sein Befremden darüber aus, daß der Vatikan von den in Deutschland vor sich gehenden Verfolgungen angeblich keine Kenntnis hatte.
„Wir waren uns zwar über den unmenschlichen Charakter der Unterdrückungsmaßnahmen der Nazi im klaren“ — sagte der Papst — „aber es wurde uns keine Intervention gestattet, mittels deren wir den Deportierten
nach unseren besten Kräften hätten helfen hen.“
Auf die Frage des Journalisten, wieso es m## lich war, daß tausende Priester inden Nazikonzentrationslagern gematn und getötet wurden, ohne daß die Geistlichkeiti Deutschland seine Heiligkeit von den Vorfälleni Kenntnis setzte, antwortete der Papst: richte mußten unvollständig sein und außerden war es schwierig für sie, sie uns zuzuleiten
Im Verlaufe der Audienz fragte der franzö sische Berichterstatter den Papst, ob dieser in Prinzip die Nürnberger Prozesse billige, worauf ihm der Papst antwortete:
„Wir heißen sie nicht nur im Prinzip gut, son dern glauben auch, daß die Schuldigen ohne Ausnahme ihrer Bestrafung zugeführt werden sollen. Sie sind nich nur für den materiellen Schaden, sondern auch dafür verantwortlich zu machen, daß sie ihren Opfern den religiösen Beistand verweigerten. Si müssen schon deswegen bestraft werden, dam jene Deutschen, gegen die kein Vorwurf erhoben werden kann, wieder zu ihren normalen Lebens bedingungen zurückkehren und die gebührend Unterstützung finden können.“
Der Papst unterstrich mit besonderem Nachdruck, daß die Umstände, unter denen die Sudetendeutschen und die Deutschen aus den den Polen zugesprochenen Provinzen ausgewiesen werden, wahrlich entsetzlich seien.
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Dipkomatie
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Rußland und die Angelsachsen
„Authentische Beobachter haben den Eindruck, daß die Beziehungen Rußland mit Großbritannien und den Vereinigten Staaten eine entschiedene Wendung zum Besseren genommen haben.“
(Bericht einer englischen Nachrichtenagentur.)
Gegen den Kapitalismus „Die Erhebung, die sich gegen die Geldherrschaft wendet, ist eine Erhebung gegen Anarchie und Tyrannei, gegen die Unverantwortlichkeit und gegen den Malthusianismus, gegen die Verbürokratisierungd gegen die Vergeudung: es ist klar, daß es keinen wahren Fortschritt geben kann als in der harmonischen Gestaltung einer Menschheit voll Vorantwortlichkeit, voll Freiheit und voll Schöpferaraft“
(Alexander Mare in Temoignage Chretien)
Spanien — Zuflucht der Nazi „Von 100 000 Deutschen, die sich gegenwärtig in Spanien befinden, sind beinabe 30.000 Fachleute und Wissenschaftler der Nazis.“ („The People“, 8. November)
„Eckpfeiler unserer Verfassung“
„Es kann aber sehr leicht möglich sein, daß die mehr gewählten Gesetzgebungsgewalten ihre Gewalt mi
brauchen könnten.... Damit ein solcher Mißbrauch de
demokratischen Grundsätze nicht mehr vorkommen kann wird es und das in jeder Demokratie, somit auch n Österreich einiger Garantien bedürfen. Und diese Garantien sind das Referendumsrecht und das Recht der Gesetzgebungsinitiative. Sie sollen die Eckpfeiler unserer künftigen Verfassung werden.“
(Dr. Linz in „Vorarlberger Nachr.“ v. 10. Rov.)
Demokratie ohne — „demokratischen Gruß“
„Das demokratische Denken wurzelt in Dreierleit in der Anerkennung der Meinung des anderen; in der Ver # werfung jeder Gleichschaltung und in der aktiven Teilnahme am Staatsleben. .. Wir Österreicher sind wohl Pessimisten, doch ist unser Pessimismus mehr Schamgefühl, das ## wir doch ganz tüchtige Leute sind. Deshalb werden wit auch F gute Demokraten sein ohne uns deshalb mit demoktatischen Gruß zu unterzeichnen.“
(Viktor Reimann in „Salzburger Nächr.“ v. 10.
Macht Gebrauch vom Fahrkartenvorvelkauf im Tiroler Landesreisebürol