Tiroler Tageszeitung 1945

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Seite 2 Nr. 122
Tiroler Tageszeitung
Dienstag, 13. November 1945
Dr. Renner in Innsbruck
(Fortsetzung von Seite 1) rol, den Wunsch nach Erhaltung der Landesautonomie und schließlich den Herzenswunsch der Tiroler nach Rückgliederung Südtirols. Der Staatskanzler wies in seiner Antwort darauf hin, daß die Rückführung der Kriegsgefangenen seit Monaten zu den wichtigsten Bestrebungen der Staatsregierung gehört habe und daß in dieser Richtung schon manche Erfolge erzielt wurden. Die Regierung würde in ihrem Bestreben, sobald uls möglich alle Kriegsgefangenen in die Heimat zurückzubekommen, gewiß nicht nachlassen. Was die Länderautonomie betreffe, so sei er selbst von jeher für diese eingetreten und er könne versprechen, daß bei aller notwendigen Wahrung der Interessen einer Zentralverwaltung daran nichts geändert werde. Die
Rückgliederung Südtirols aber sei sein eigener Herzenswunsch, denn wenn er im Jahre 1919 genötigt gewesen sei. mit dem Friedensvertrag von Saint
Germain die Abtretung Südtirols zu unterzeichnen, so wäre es der schönste Augenblick seines Lebens, wenn es ihm vergönnt wäre, seine Unterschrift auch unter einen Vertrag zu setzen, der die Rückkehr dieses herrlichen Landes enthielte.
Der Staatskanzler besprach dann die Probleme. die sich auf der zukünftigen Zusammenarbeit zwischen der Zentralregierung und den Landesregierungen einerseits, dem Alliierten Rat und den Militärbehörden der Zonen andererseits ergeben werden, wobei ein reibungsloses Ineinandergreifen Vorbedingung aller Verwaltungsarbeit sei.
Mit dem Wunsche, daß die Zusammenarbeit mit Tirol ganz besonders segenbringend sein möge, schloß der Staatskanzler seine Rede.
Dr. Renner sprach abends in einer Massenversammlung im Stadttheater, worauf er einem Empfang in der Landesregierung beiwohnte, bei dem auch Vertreter der Alliierten und der drei demokratischen Parteien anwesend waren. Um 10 Uhr abends trat der Staatskanzler die Rückreise nach Wien an.
Die Rede Dr. Renners im Stadttheater
In der abendlichen Versammlung der sozialistischen Partei im vollbesetzten Stadttheater, die vom Landeshauptmannstellverteter Hüttenberger eröffnet und geleitet wurde, führte Staatskanzler Dr. Renner, indem er die großen Schwierigkeiten und Gefahren der Lage schilderte, u. a. aus:
Österreich wieder ein Staat
Ich bin heute gekommen, um über den Staat zu sprechen, über unsere Regierung zu sprechen und über das Verbrechen, das an unserem Staat begangen wurde. Unsere Regierung ist erbaut worden aus den Trümmern der alten. Der Staat ist sein einziger Anwalt und wir wissen, was es heute bedeutet, wenn ein Staat kein Recht vor den Völkern der Welt hat. Wir haben alle Länder zusammengefaßt, zu einer Gemeinsamkeit jedes einzelnen Landes ein sich selbst regierendes Land und alle zusammen zu einer machtvollen, immer mehr vorwärtsstrebenden Gemeinschaft. Wir waren eine Einheit geworden und waren es bis diese Einheit zertrümmert wurde. Die einzelnen Länder wurden von einander getrennt, sie waren nicht mehr Bundesländer, sie waren Gaue, die mit Wien
nichts mehr zu tun hatten, die von Berlin abhingen und die von ihr beraten wurde. Und nicht nur das, sein Name wurde selbst ausgelöscht aus den österr. Büchern. Schlimmer war noch, daß alle Rechte der Bürger vernichtet wurden. Es gab keine Vereins=, keine Versammlungsfreiheit mehr, es gab kein sicheres Hausrecht, es gab keine gesicherte Heimat, es gab kein sicheres Gericht, es gab keine andere Instanz als die Gewalt einer Minderheit, welche über die Mehrheit schrankenlos und noch dazu in der selbstsüchtigsten, ja in der räuberischesten Weise regierte. Und so wurden die Österreicher hinausgeschleppt gegen Völker, gegen die sie niemals Haß empfunden haben. Nach Asien, in die Sandwüste Afrikas und in die Eisfelder Norwegens, und Hunderttausende
liegen begraben fern von ihrer Heimat, und kaum werden jemals die Anverwandten ihre Gräber besuchen können. Das alles wegen der Weltherrschaft einer Rasse, von der man sagte, daß sie eine Edelrasse ist, und nunmehr das armseligste, geschlagenste und verachtetste Volk der Erde sein wird. Diese furchtbare Katastrophe hat Österreich zum Schluß wieder allein gelassen, wieder ein Volk ohne Staat, denn alle die Herren, die sich so groß aufgespielt hatten, die so großmäulig von einem tausendjährigen Reich gesprochen hatten, haben sich sofort auf die Flucht gemacht und unser Volk allein zurückgelassen. Und ringsherum standen die siegreichen Heere, das Volk aber hatte niemanden zu seinem Schutz; d. h. niemanden, soweit es auf die anderen angekommen wäre.
Aber da haben sich in allen Gauen Österreichs, in allen Gemeinden, Bezirken und Ländern die drei demokratischen Parteien zusammengefunden, neue Behörden eingesetzt und es unternommen, das Volk, soweit dies eben im Krieg und nach der Niederlage möglich ist, zu schützen und eine neue Ordnung aufzurichten. Vier Jahre haben die Nazisten in Berlin gebraucht, um die Republik völlig auszulöschen durch ihre Gesetze. In sechs Monaten haben wir all das weggeräumt, haben unser gutes österreichisches Recht wieder eingeführt, unsere österreichischen Behörden, die Autonomie unserer Länder und eine selbständige, unabhängige Regierung Österreichs.
Die Südtiroler Frage 1919 und 1945
Der Staatskanzler legte dar, wie wichtig für uns die Anerkennung der Regierung durch die Mächte ist. „Wozu man einen Staat braucht und warum ein Staat nach außen hin im Verhältnis zu den anderen Staaten volles Vertretungsrecht haben muß, zeigt uns die Südtiroler Frage. Sie wissen, vor einiger Zeit wurden die Grenzen Italiens von den großen Mächten behandelt. Damit kam natürlich die Frage der Nordgrenze, die Frage des Brenners: Debatte. Wir hätten dazu gerne einen Vertreter geschickt, um darzulegen, warum uns seinerzeit ein schweres Unrecht zugefügt wurde. Aber dort wurde beraten und wir hatten kein Recht, einen Verteter hinzuschikken, weil wir nicht anerkannt waren. Es ist wohl hintenherum alles in Bewegung gesetzt worden, wir haben Bekannte, die wir
in anderen Ländern
hatten, in Bewegung gesetzt, um für uns zu sprechen und zu verhandeln Aber es ist nicht dasselbe, ob ein Anwalt gelegentlich gehört wird oder ob er ein ständiges Vertretungsrecht besitzt. Das ist einer meiner größten Schmerzen gewesen, als ich den Friedensvertrag von St. Germain unterschreiben mußte. Wie die Südtiroler Frage entschieden wird, das kann heute niemand voraussehen. Ich will Sie nur an eines erinnern: Im Jahre 1919 war es durch Monate hindurch ausgemacht, daß die Salurner Klause die Grenze Tirols sein würde. Zwischen den großen Mächten brach aber dann der Streit aus über das Erbe der Türkei. Es brach der Streit aus über Italiens Kolonialstellung. Der Gedanke fiel, und im letzten Moment hat man den Italienern dann, damit m n sie tröste, die
Brennergrenze gegeben Es ist schon einmal so im Völkerleben, daß die Gro##en einander bezahlen aus den Taschen der Kleinen. Und wir wissen. nicht, was dazwischen kommt: irgend eine Frage des Mittelmeeres, irgend eine Kolonie, irgend eine ostasiatische Frage, und es kann anders kommen.
Anerkennung der Regierung
Das erste, was wir brauchen, ist nun, wenn wir unsere Forderungen durchsetzen wollen, daß man uns hören muß; und wenn man uns hört, so heißt das, man hat uns anerkannt. Und um diese Anerkennung ringen wir. Die Einwendung, die gegen diese Anerkennung erhoben wird, besteht im wesentlichen darin, daß wir nur eine provisorische Regierung sind, die durch die Parführer eingesetzt worden ist, nicht aber durch das Volksganze. So haben wir uns entschlossen, das Volk selber aufzurufen und zur Wahl zu führen, um zu beweisen, ob diese Regierung die Anerkennung des eigenen Volkes besitzt, und wenn sie die Anerkennung nicht besitzt, daß das Volk eine demokratische Regierung einsetzen kann; und wenn sie eingesetzt ist, dann gibt es vor den Großen der Welt
keine Ausrede mehr, dann müssen sie uns anerkennen und dann müssen sie uns hören. Darum diese etwas überstürzten Wahlen.
Die großen Schwierigkeiten
Es drohen uns die drei Gefahren des Hungers, des Frostes und der Seuchen. Die ist zu kurz, um Ihnen viel über unsere Ernährung und die Gefahr, die uns dann daraus und aus dem Mangel an Heizmateial erwachsen, die Seuchen, zu sagen. Daß der Anbau in diesem und im nächsten Jahr gefährdet ist und wir die Hilfe von draußen unbedingt brauchen, brauche ich nicht zu sagen. Sie wissen es ja selbst, daß die Gefahren groß sind, besonders auch durch den Mangel an Brennstoffen. In Wien und Niederösterreich hat die Kindersterblichkeit eine Höhe erreicht, die einem das Herz schmerzen läßt. Wir müssen trachten unsere Industrie in Gang zu bringen, und darum müssen wir die Mächte ersuchen uns die Maschinen, die wir brauchen, zu lassen, damit das Volk arbeiten
kann. Es ist ja von der größten Wichtigkeit für jeden von uns, daß die Maschinen im Lande bleiben, da wir nicht genügend im Lande selbst erzeugen könnten an Nahrungsmitteln, so müssen wir viel produzieren, damit wir dann ins Ausland Waren liefern können und wir damit Lebensmittel eintauschen können. Wir brauchen auch deshalb eine starke und geschlossene Regierung, damit das dann nach außen bekundet und machtvoll vertreten werden kann. Die drei Parteien werden arbeiten und zusammenstehen und ich verspreche Ihnen, das werden sie auch, wenn es auch manchmal hart auf hart geht und die Gegensätze aufeinander stoßen.
Eine An"eihe aus Schweden
Im Verlaufe seiner Ausführungen teilte der Staatskanzler mit, daß die sozialistische schwedische Regierung österreich eine unverzinsliche Anleihe von 30 Millionen Kronen in Aussicht gestellt hat.
Zum Schluß gab der Staatskanzler einen überblick über das Wesen der Demokratie und die Aufgaben und Ziele der sozialdemokratischen Partei Seine Ausführungen wurden mit großen Beifall begleitet.
Fragen der Wirtschaft
Der Dornenweg unserer Wirtschaft
Dr
Es gibt wohl wenige europäische Wirtschaftsgebiete, die innerhalb eines kurzen Zeitraumes von wenigen Jahrzehnten so gewaltsamen Umwälzungen und Eingriffen ausgesetzt waren wie das österreichische. Da war zunächst der erste Weltkrieg, dessen Ausgang der österreichischen Wirtschaft die Schrumpfung ihres inländischen Tätigkeitsgebietes vom Umfang des Gesamtterritöriums der alten Monarchie auf den der österreichischen Republik brachte. Hand in
Hand damit erfolgte die Zerschneidung unzähliger Wirtschaftsfäden mit den nunmehr Ausland gewordenen Gebieten der Nachfolgestaaten, die Aufrichtung von vielen hundert Kilometern neuer Staats= und damit Wirtschaftsgrenzen, die Errichtung einer Reihe neuer Nationalwirtschaften mit allen ihren Autarkie= und Abschließungsbestrebungen und in letzter Folge eine wirtschaftliche Lähmung von bis dahin nicht gekanntem Ausmaße. Dann folgte im Zusammenhang mit der Währungskatastrophe eine Periode schnellpulsierenden Wirtschaftsfiebers mit ihren Scheinkonjunkturen und dem Aufzehren des eigenen Wirtschaftskapitals und nur ganz allmählich führte schließlich der Weg wieder hinauf zur Gesundung Ganz allmählich, denn wir hatten genug der zusätzlichen
Hemmungen zu überwinden, die immer und immer wieder auftauchten und jedes gesunde Vorwärtsstreben verzögerten. Schon damals konnte man erkennen, daß wir größere Feinde innerhalb der Landesgrenzen hatten als außerhalb! Es waren politisch=wirtschaftliche Interessentengruppen, die dem österreichischen Volke in Wort und Schrift. zu jeder Zeit und bei jeder Gelegenheit die Meinung aufzuzwingen versuchten, ein selbständiges Österreich sei lebensunfähig. jedes Bemühen um diese politische Totgeburt sei schon an sich eine Art Leichenschänderei und wir müßten so rasch wie möglich heim ins Reich, denn nur innerhalb der deutschen Grenzen gäbe es eine Rettung für uns! Diese Leute waren für
Ing. Erich Schantl
jede sachliche Erörterung der Lage unzugänglich: Hinweise auf andere europäische Kleinstaaten, die sich in ähnlicher geographisch=politischer Lage befinden, konnten diese Clique nur zu verächtlichem Lächeln bringen. Unermeßlich ist der Schaden, vor allem der ideelle. der durch diese tiopropaganda unserem Staate und unseren Volke zugefügt worden ist.
Und so mußte das Jahr 1938 kommen Da bis dahin Österreich trotz seines bundesstaatlichen Charakters doch ein einheitliches Wirtschaftsge, biet geblieben und die vordem hie und da auf getretenen zentrifugalen Kräfte — auch diese Ausdruck ist infolge der leider so unglücklic exzentrischen. Lage unserer Hauptstadt am öst lichen Rande des Staatsgebietes nur im übertragenen Sinne zutreffend — immer wieder überwunden worden, jetzt nach der Einverleibung in das Deutsche Reich wurde jede politische und wirtschaftliche Verbindung der einzelnen Bundesländer, die inzwischen zu Reichsgauen avaneien waren, rücksichtslos zerrissen. Der Blick nag Wien wurde zu einem reichsfeindlichen Akt ge stempelt und nur die alleinige Ausrichtung nah Berlin befohlen. Ein
österreichische: Wirtschaftsgebiet hatte damit zu bestehen aufgehört.
Wie die Entwicklung dann weiterging, ist im zu bekannt! Am Ende des Dritten Reiches stehen wir nun wieder einem wirtschaftlichen Chaos ge genüber. Zum Unterschied gegenüber 1918 schwebl uns allen aber ein gemeinsames Ziel vor: unabhängiges Österreich und eine unabhängig österreichische Wirtschaft. Sicherlich, die Lagei ernst und der Weg hinauf wird steil und mühsan sein Wir müssen ihn gehen und je weniger wi uns dabei Illusionen und unbegründeten Erwar tungen auf Wunder von außen hingeben, umst besser wird es für uns sein! Unser Ziel ist en reichbar, wir müssen nur hart arbeiten und den richtigen Weg gehen.
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Rationalisierung der Landwirtschaft
Vor einiger Zeit tagte in Quebec eine internationale Konferenz, die sich mit landwirtschaftlichen Fragen beschäftigte. Der Hauptzweck dieser Besprechungen, an der die Vertreter der wichtigsten Länder teilnahmen, war die Schaffung einer landwirtschaftlichen Organisation, die im Rahmen der Organisation der Vereinten Nationen sich entwickeln soll. Dieser Organisation wird eine Summe von mindestens 5 Millionen Dollar zur Verfügung stehen, damit sie ihre Aktionen ausführen kann. Ebenso ist die Aufstellung einer unabhängigen Bank für internationale Landwirtschaftskredite geplant. Diese Bank soll an alle Nationen, die durch den Krieg zu Schaden gekommen sind, oder die ohne ihr eigenes Verschulden eine augenblickliche Hilfe brauchen, Kredite gewähren Vor allem aber
will diese Organisation einen klaren überblick über die Lage der Landwirtschaft in allen Ländern der Welt gewinnen und vermitteln. Insbe
sondere soll jedes Land die Ergebnisse wie di Kosten seiner Produktion mitteilen. Dadurchbon sich die Möglichkeit, allenthalben billiger Verfahrensweise einzuführen. Vom be sichtspunkt der Amerikaner und Kanadier as sollte die Landwirtschaft weitgehend ratson siert werden. So würde z. B. Kanada das meis Getreide produzieren. da die Produktionskose hier viel niedriger sind als in allen andeen 2 len der Welt. Andere Länder wieder würden auf ihr billigstes Produkt spezialisieren, wies# Zuckerrüben, Gemüse, Viehzucht usw. Es isthle daß die europäischen Staaten mit diesem nicht übereinstimmen. Sie wenden ein, daßi Falle eines ungünstigen Jahres ein Produkta# völlig vom Markte verschwinden könnte unde im Falle eines Krieges in Europa und in Fell von
Schwierigkeiten im Verkehrsbetrieb gewit Länder der Gefahren des Hungers ausgesc würden.
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Am die Form einer deutschen Regierung egsgefange
Stuttgart, den 11. November.
Unter den Oberhäuptern der drei deutschen Staaten in der amerikanisch besetzten Zone ist eine schwere Meinungsverschiedenheit über die Form der meuen demokratischen deutschen Regierung entstanden. Dr. Wilhelm Högner, der Ministerpräsident von Bayern. schlägt das System eines deutschen Bundes, in dem die einzelnen Staaten gleiche Rechte genießen sollten, vor. Damit würde dem traditionellen Haß der Bayern gegen die Preußen, der in der Vergangenheit schon zu einer Abfallbewegung in Bayern geführt hat. Rechnung getragen werden, wie Högner sagte Nach seinem Plan bestünde ein einziges Parlament, während die einzelnen Staaten eine gewisse Autonomie behielten. Prof Karl Geiler, der Ministerpräsident von Großhessen. schlug hingegen eine
Zentralregierung vor Dr. Reinhold Meier, der Ministerpräsident von Württemberg und Ba
Auntali ayern weiter
den, erklärte sich für eine modifizierte zen Die
regierung und nahm damit einen Standpuuener
ein, der zwischen dem der beiden anderenStaaZeit nachgelass oberhäuptern die Mitte hält. Er gab derinnsbruck ein
nung Ausdruck, daß gewisse Funktionen derzwilpersonen gierung zentralisiert werden müßten. Högner ihre Heiz Sozialdemokrat, während die beiden andr einer konservativen und demokratischen angehören.
Jodl im Verhör Nürnberg. 11. November Der frühere## des deutschen Generalstabes Generaloberst Jodd wurde von den Russen über die Gründe der v#n hor heutschon Wohrmacht in Rußland angericht
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Rucher Haupts kungarn und ucbefördert
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der deutschen Wehrmacht in Rüßland ungerich ### vergang
ten Zerstörungen einvernommen. Jodel erkla weimnehrerste
von russischen Schwin Stadtnant,
er weise es ab, sich von Früssischen Schweinen belästigen zu lassen. Er wurde scharf zurecht# wiesen und an seine Stellung als Kriegsve brecher erinnert.
Besetzung, Erhebung und Befreiung von Daris
(Telephonberichte unseres Wiener A.=R.=Korrespondenten)
Wien, 12 Nooember. Gestern wurde die angekündigte Schaustellung „Besetzung, Erhebung und Befreiung von Paris“ im Wiener Künstlerhaus von General Cherière feierlich eröffnet. der die Festgäste. u a. General du Payrat und Staatssekretär Heinl begrüßte. „Wir hoffen“, so schloß der General seine Ansprache, „daß diese Ausstellung, in der dem österreichischen Volk unsere Leiden und unsere Befreiung vor Augen geführt werden. zu dem Verständnis beitragen wird, das die Grundlage einer Freundschaft ist. deren Vertiefung wir zwischen unseren beiden Völkern herbeiwünschen“,
Bei dieser Gelegenheit sei vermerkt, daß Hunderte von Österreichern im Heer, in der Fremdenlegion und in der Widerstandsbewegung am Freiheitskampf Frankreichs teilnahmen und mehrere
Stadtparte
mit
Aaengrab“ ve
allen an 1
von ihnen für die Befreiung von Paris ihr Lebe ließen.
Neue Zeitung in Wien
Heute ist die erste Nummer des Montag“ erschienen, der von der französisch österreichischen Verlagsanstalt herausgegene wird. Damit ist eine Lücke in der Wiener ausgefüllt, die bisher eines Montagblattes end behrte Kunst, Kultur und Sport sind ausführ licher behandelt als in den übrigen Blättem Eine Anzahl von Originalinformationen gibt Blatt Rang und Wert. Mit dieser neuen ach seitigen Zeitung hat sich die französische Infor mation in glücklicher Weise in die Wiener Presse eingeschaltet.
Wien, 10. November. Vorsitzender der Haut. Die
wahlbehörde ist Unterstaatssekretär Dr. Josel suten Antome
Sommer. Jede Partei besitzt in dieser Behörm Neuen fünf Beisitzer und ebenso viele Ersatzmännet 1 Uhr und 9
Die Hauptwahlbehörde
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