Tiroler Tageszeitung 1945

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Seite 2 Nr. 120
Tiroler Tageszeitung
Samstag, 10. November 1945
Warenaustausch Bayern=Osterreich=Tschechoslowakei
München, 9. November. In München. Wien und Prag wurden Dienststellen errichtet, die den Austausch von Waren zwischen Bayern, Österreich und der Tschechoslowakei in die Wege leiten sollen.
Die Ausfuhr aus Bayern wird sich hauptsächlich auf Schrott. Eisen und Chemikalien erstrekken. Es werden auch Waren aus Bayern nach anderen Teilen Deutschlands verladen, um dort weiter verarbeitet zu werden und als Fertigprodukte nach Bayern zurückzukehren. Beispielsweise wurden 385 Tonnen getrockneter Erbsen in die französische Besatzungszone verschickt, um von dort als Suppenwürfel wieder nach Bayern zu kommen. Vertreter des bayrischen Wirtschaftsministeriums besuchten das Ruhrgebiet und andere Teile der britischen Zone, um eine Basis für Handelsbeziehungen zu schaffen.
Eine vierte Partei in Österreich Die Besatzungsbehörden haben — wie Radio Linz berichtet — eine neue österreichische Partei, die „Österreichische demokratische Partei“, anerkannt. Die Partei wird ein Wochenblatt mit dem Titel „Demokratie“ herausgeben. An den allgemeinen Wahlen am 25. November wird sich also eine vierte anerkannte Partei beteiligen.
Schweizerisch=österreichisches Grenzabkommen
Der Schweizer Rundfunk meldete, daß auf Grund eines Grenzabkommens die Schiffahrt auf dem Rhein und Bodensee wieder gestattet wurde. Das Abkommen, das von Vertretern der Schweiz und den französischen Besatzungsbehörden in Deutschland und österreich unterzeichnet wurde, tritt am 15 November in Kraft und bleibt so lange in Kraft, bis es von einem der Vertragspartner gekündigt wird.
Dr. von Schuschnigg und der Nürnberger Prozeß
London. 8. November. Aus Nürnberg meldet ein Korrespondent der „Associated Preß“: Dr. Kurt v. Schuschnigg inspizierte gestern den Verhandlungssaal, in dem das Verfahren gegen die Kriegsverbrecher geführt werden wird. Schuschnigg erklärte: „Als Churchill und Roosevelt 1943 bekanntgaben, daß gegen die Kriegsverbrecher gerichtlich vorgegangen werde, war ich davon überzeugt, daß die Nazis ihrem Schicksal nicht entgehen würden.“ Schuschnigg wird wahrscheinlich gegen Ernst Kaltenbrunner und SeyßInquart aussagen. In der Anklageschrift gegen die Naziführer wird der überfall auf österreich, in dem Kaltenbrunner und Seiß=Inquart eine wichtige Rolle spielen, als feiges Komplott der Nazis bezeichnet.
Wie die Nazi nach dem verlorenen Kriege wieder aufrüsten wollten
London, 9. November.
Die Vereinigte Kommission für Kriegsverbrechen veröffentlicht heute geheime Pläne, die von den Nazis in dem Moment aufgestellt wurden, als sie erkannten, daß der Krieg verloren war. Danach war vorgesehen: Konstruktionsbüro und Forschungsinstitute zur Vorbereitung von Plänen, für neue Waffen, die in Städten und Dörfern ganz Deutschlands insgeheim arbeiten sollten, ferner eine unterirdische Wiedervereinigung aller Nazibeamten und ein Netz von Handelsbeziehungen mit allen fremden Ländern für die Nachkriegszeit.
„Die Schlacht in Frankreich ist für Deutschland verloren. Von jetzt an muß die deutsche Industrie dem Umstand Rechnung tragen, daß der Krieg vielleicht noch gewonnen werden kann, und daß sie Schritte unternehmen muß, um nach dem Kriege eine Handelskampagne durchführen zu können.“
Diese Worte sprach der Direktor der Hermadorf= und Schönbergergesellschaft zur Eröffnung einer Versammlung am 10. August 1944 in einem Straßburger Hotel. Außer ihm waren Vertreter von Krupp, Röchling, Messerschmidt und anderen großen deutschen Firmen, sowie Beamte des Reichsministeriums für Bewaffnung und Kriegsproduktion und Offiziere der Marine anwesend. Dr. Scheid machte erstaunliche Vorschläge für den Fall einer Niederlage: „Jeder Industrielle muß Fühlung und Verbindung mit ausländischen Firmen aufnehmen, jedoch muß dieses persönlich und ohne einen Verdacht zu erregen, vor sich gehen.“ Jedoch war dieses nicht alles, was die Industriellen tun sollten. Sie sollten sich auch darauf vorbereiten, die Nazipartei, die dazu gezwungen sein würde,
unterirdisch zu arbeiten, zu finanzieren. „Die Partei“, heißt es in dem Bericht weiter, „ist sich darüber klar, daß nach einer Niederlage Deutschlands einige ihrer bestbekannten Führer als Kriegsverbrecher verurteilt werden dürften. Trotzdem ist dafür Sorge getroffen, daß ihre weniger exponierten Mitglieder in Stellungen verschiedener deutscher Fabriken als technische Experten untergebracht werden. Außerdem hatte sich die Nazipartei darauf vorbereitet, große Summen an die Industriellen zu verteilen. Damit jeder von ihnen nach dem Kriege eine geheime Organisation in fremden Ländern gründen könnte. Daneben sollten aber große finanzielle Reserven im Ausland zur Verfügung der Partei deponiert werden, damit nach der Niederlage ein starkes deutsches Reich geschaffen
werden könne. Bei einer kleineren Versammlung, die Dr. Scheid als Mitglied des Reichsministeriums für Bewaffnung und Kriegsproduktion leitete, wurde klargelegt, wie die neuen Waffen entwickelt werden sollten. Es wurde auch verlangt, daß auch die großen Fabriken in Deutschland sofort kleine Konstruktionsbüros und Forschungsinstitute gründen sollten, die absolut unabhängig und keinerlei öffentliche Verbindung mit der jeweiligen Fabrik haben sollten. Diese Büros sollten Pläne und Entwürfe für neue Waffen und auch andere Dokumente entgegennehmen, die unter keinen Umständen in Feindeshand fallen sollten. Sie sollten in Großstädten eingerichtet werden, wo sie sich am besten verbergen lassen, aber auch in kleinen Dörfern. Die Existenz dieser Institute sollte nur
sehr wenigen Leuten jeder Industriebranche sowie den Leitern der Nazipartei bekannt sein.
Maria=Waldeast
Ein Gang durch fünf Jahrhunderte Der Fund der Hirtenknaben
Am Abend des Ostersonntag 1407 fanden zwei Hirtenknaben aus Mitzens das Gnadenbild und brachten es nach Matrei, wo es in der Pfarrkirche sein vorläufiges Heim und seine erste Verehrung fand. Christian Lusch, ein schlichter Holzarbeiter aus Mühlbachl, fühlte sich berufen, dem Muttergottesbild in der Nähe des Fundortes eine Kapelle zu erbauen. Mit Bewilligung des Ordinariates von Brixen führte Lusch eine Sammlung durch, mit deren Ergebnis er seinen Herzenswunsch in die Tat umsetzen konnte: 1429 hatte das Muttergottesbild sein eigenes Heim. In kurzer Zeit wurde es eine Gnadenkapelle, die von fern und nah fromme Pilger an sich zog. Im Jahre 1473 stiftete Erzherzog Sigmund ein Benefizium. Das für den Benefiziaten erbaute Haus war auch für die
Beherbergung der Pilger bestimmt. — Wenn auch am Ende des 16. Jahrhunderts zur Sommerszeit zwei Hilfspriester dem Benefiziaten zur Seite standen, waren doch noch der Arbeiter zu wenige, um dem großen Andrang der Pilger gerecht werden zu können.
Eine Klostergründung
Deshalb entschloß sich Erzherzog Leopold, Landesfürst von Tirol, zu Waldrast ein Servitenkloster zu gründen. Am 25. September 1621 legte der Landesfürst selbst im Beisein seines Hofes den Grundstein. 1624 ward das Kloster vollendet und noch im Herbst dieses wurde es von den Serviten bezogen Erzherzog Leopolds Witwe und Nachfolgerin in der Regierung. Claudia von Mediei, stellte am 18. Jänner 1644 die förmliche Stiftungsurkunde aus, kraft deren die Serviten des Klosters Eigentümer wurden. Am 7. März desselben Jahres erfolgte auch von Seiten des Fürstbischofs von Brixen, Johannes Platzgummer, die feierliche übergabe des Gotteshauses, zugleich wurde das Benefizium samt allen damit verbundenen Rechten und Einkünften in den vollen Besitz der Serviten
übertragen.
Blütezeit
Wenn wir nun über ein Jahrhundert hinweggehen. so nur, weil die Schilderung dieser für die Waldrast sonnigen Zeit, in der jährlich
36.000 bis 40.000 Kommunikanten knieten, verbunden durch das Wort der gottseligen Erzherzogin Anna Katharina: „Es läßt sich hier gut beten; ich kann mich nicht erinnern, jemals in einem Anliegen hierher gekommen zu sein, ohne Erhörung gefunden zu haben“, den engen Rahmen der kleinen Skizze sprengen würde. Die unermerßlichen Weihegeschenke, Ex voto Geschenke von Hirten und Bauern, Bürgern und Fürsten, die die alte Chronik verzeichnet hat, sprechen ihre eigene Sprache, geben Zeugnis von der Bedeutung Maria Waldrasts als Nationalheiligtum Tirols. Es sei hier nur noch erwähnt, daß das von Erzherzog Leopold erbaute Kloster wegen Einsturzgefahr abgetragen werden mußte und die Serviten in den Jahren 1723 und 1724 von Grund auf ein neues
Kloster bauten; Kaiser Karl VI. unterstützte den Neubau durch das hochherzige Geschenk von 900 Gulden.
Klostersturm
Unter der Regierung Kaiser Josefs II. brauste der Klostersturm durch die österreichischen Erblande. Unter den 500 Klöstern die er hinwegfegte, war auch Maria Waldrast. Ein Hofdekret vom 19 Februar 1785 verfügte die Aufhebung der Waldrast und die Räumung des Klosters. Am 26. April mußte in aller Stille das Gnadenbild in die Kuratiekirche nach Mieders übertragen werden. Die kostbaren Weihegeschenke und Pretiosen wurden in 19 großen Kisten verpackt — wie die Kirchengeräte wurden sie zum allergrößten Teil verschleudert — nachdem den Konventualen vor dem großen Kreuz im Refektorium ein feierlicher Eid abgenommen wurde, nichts, gar nichts verheimlicht, verborgen oder weggeführt zu haben. Am 19. August verließ Pater Prior Albuin M. Freysing als letzter
von den 20 Konventualen (15 Priester und 5 Laienbrüder) Maria Waldrast Am 21 November wurden in öffentlicher Versteigerung die Kirche, nächdem sie am 13. Oktober im Auftrage des Ordinariates von Brixen durch Dekan Peter Walder von Matrei exekriert wurde, das Kloster und das Wirtshaus samt allen Grundstücken verkauft. Den Käufern wurde es zur Pflicht gemacht die Gebäude abzutragen Entsprechend diesem Befehl wurden Kirche und Kloster in ganz kurzer Zeit erbarmungswürdige Ruinen, in denen nun Wind und Wetter das Triumphlied menschlicher Zerstörungsmut weitersangen — für viele Ohren ein besseres Lied als der Chorgesang stiller Mönche und das Beten frommer Pilger. Das
Aus Welt und Wissen
Ein Serum gegen die Grippe
Washington, 9. November. Innerhalb der nächsten Wochen sollen 700.000 Wehrmachtsangehörige der Vereinigten Staaten mit einem während des Krieges entwickelten neuen Grippeserums geimpft werden. Die Armee gab bekannt, daß der Impfstoff einen hohen Grad von Immunität gegen zwei der am häufigsten vorkommenden Arten von Grippe gewährleistet und möglicherweise für Zivilisten erhältlich sein wird. Der Sprecher der Armee gab bekannt, daß die Massenimpfungen einen genauen überblick darüber verschaffen werden, wie groß der Prozentsatz Bevölkerung ist, der von den am meisten auftretenden Arten von Grippe geschützt werden kann. In Versuchen während des Krieges wurde die Häufigkeit auf ungefähr 75 Prozent herabgedrückt im Vergleich zu
kontrollierten ungeimpften Fällen. Es wurde auch festgestellt, daß die Krankheit nicht so heftig und von kürzerer Dauer bei Personen war, die trotz Impfung erkrankten.
Neues Farbdruckverfahren
Rochester, 7. November. Die „Eeastman kodak company“ gab am Sonntag ein neues Farbdruckverfahren bekannt, das das bisherige Verfahren um zwei Drittel bis zu drei Viertel verkürzt. Die Gesellschaft erklärte, daß der neue Farbenübertragungsprozeß anfangs des nächsten Jahres für den Amateur= und Berufsphotographen zur Verfügung stehen wird. Der Photograph kann damit den ersten Vollfarbendruck, ausschließlich der Trockenzeit, in weniger als eineinhalb Stunden herstellen.
ist im letzten Jahrzehnt eine in vielen anderen Weltteilen bekannte Erscheinung geworden. Sie verspricht eine der nützlichsten Pflanzen der kriegszeit zu werden. Die im Archiv des amerikanischen Ministeriums über Landwirtschaft vorhandene Zusammenstellung der Berichte der Tertilindustrie zeigt, daß hauptsächlich infolge während des Krieges beschleunigten Forschungsarbeiten, die Ramiefaser mit der Zeit vielleicht eine der drei führenden Rohstoffe der Textilindustrie der Welt werden wird.
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Die Ramie=Pflanze Washington, 9. November.
Ramie, eine
faserbildende perrenierende Pflanze, die in China seit 1000 Jahren wächst und unter dem Namen „China Fraß“ bekannt ist, wird seit fast 50 Jahren in den USA. und Südamerika angebaut und
Der Blreichtum Amerikas
Washington 9. November. Wie der Leiter der „Philips Petroleum Company“, Frank Philips, erklärte, hatte sich durch Entdeckung neuer Quellen die Erdölreserve der Vereinigten Staaten dermaßen erhöht, daß diese sogar durch die unvorhergesehenen Anforderungen eines weltumfassenden Krieges nicht aufgebraucht werden konnten. Es sei festgestellt worden, daß die Reserven im Jahre 1945 um 56.6 Prozent höher seien als im Jahre 1935 Amerika verfüge noch über große Gebiete, welche eine für die Ansammlung von Erdöl äußerst günstige Beschaffenheit haben, die aber daraufhin noch nicht untersucht wurden.
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Säuglingssterblichkeit in Wien
Wien, 7. Nov. Von 30.000 Schulkindern, die amtsärztlich untersucht wurden, sind 27 Prozen schwerst und schwer unterernährt, 18 Prozent nicht gut und nur 3 Prozent normal ernähr Die Zahlen der Säuglingssterblichkeit sind sehr hoch: im Jahre 1933 sind von 1000 Lebendgeborenen 67 Säuglinge gestorben. Im Sommer diese Jahres sind von 1000 Lebendgeburten 328 Säug linge gestorben. Das entspricht einer Steigerung von mehr als 4·50 Prozent. In den letzten Monaten ist die Sterblichkeit zwar etwas gesunken, ist aber noch immer erschreckend hoch.
Die Bevölkerung Europas im Jahre 1940 und im Jahre 1970
(Jede Figur versinnbildlicht 10,000.000 Einwohner)
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gläubige Volk hatte aber schon der vielen Gnadenerweise wegen Waldrast zu lieb gewonnen, als daß diese Zerstörung imstande gewesen wäre, das Heiligtum zu vergessen oder zu meiden. Immer noch zogen fromme Beter den Bergweg hinauf und verrichteten vor den Ruinen des verödeten Heiligtums ihre Andacht, immer noch — bis auch für Maria Waldrast wieder frohe Auferstehung wurde.
Neuer Frühling
Am 26. Nov. 1844 kaufte der Servitenkonvent in Innsbruck die Ruinen des einst geraubten Besitzes zurück und baute in kurzer Zeit die Kirche und den an die Kirche angrenzenden Klostertrakt wieder auf. Am 2. Juli 1846, am Fest Maria Heimsuchung, wurde unter großem Jubel der Bevölkerung das hochverehrte Gnadenbild aus seiner Verbannung in feierlicher Prozession übertragen. Papst Gregor XVI. erhöhte und belohnte diese Feier damit, daß er den Pilgern und Teilnehmern an dem dreitägigen Danksagungsfest einen vollkommenen und mehrere unvollkommene Ablässe verlieh. Am 25. Juli 1850 wurde die Kirche durch Weihbischof Georgius Prünster von Brixen feierlich konsekriert. Vom Jahre 1907 bis zum Jahre 1912 wurde die noch bestehende Klosterruine fertig
ausgebaut und damit erhielt Maria Waldrast sein heutiges Antlitz. Vom 4. bis 8. September 1908 sah Maria Waldrast 10.000 Pilger zur Krönungsfeierlichkeit des Gnadenbildes anläßlich der 500=Jahr=Feier seit der Auffindung 1407. Der Fürstbischof Altenweisel von Brixen hielt am Feste Maria Geburt selbst den Pontifikalgottesdienst. — Auch in der neuen Zeit war Maria Waldrast nichts anderes als es vor der Aufhebung durch Kaiser Josef II. war: „Maria Waldrast“ im vollen Sinn des Wortes.
1938!
ventualen mit Ausnahme der Laienbrüder (dies wurden für die Weiterführung des Betriebes in Waldrast arbeitsverpflichtet) müßten sofort das Kloster verlassen und seien überdies auch Ablauf von 48 Stunden des Landes verwiesen
Da alle Einsprüche und Proteste des Wortführen des Konventes, Dr. Pater Albuin M. Klinglei, ergebnislos blieben und die Gestapo bei ihm „Proklamation“ beharrte, versammelte sich der Konvent zum Abschied in der Kirche, sang das
„Salve Regina“ und betete ein „Te deum #swicht ter Albuin M. Klingler übertrug das Allerheiligste #icht bis in die Dekanatskirche nach Matrei. Alle Bitten
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dürfen, wurden von der Gestapo barsch abge sen. So blieb das Gnadenbild verwaist in der violettverhüllten, von der Gestapo verschlossenen Kirche „als Gefangene“ zurück. Doch dessen Blei bens war nicht lange. In der Nacht vom Donnerstag auf Freitag nach dem Österfest, 17. bis 1 Ic 18. April, brachen Unbekannte in die Kirche ein jzung hatte dieund (mmen,
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Dieser „Raub“ entfesselte die ganze Wut der d bedeutet. MarGestapo und löste viele Hausdurchsuchungen und Fot mehr unter Verhaftungen aus. Es steht dies wohl noch in zu ## Tag nicht
Verhäftungen aus. Es steht dies wohl noch in zu # Tag nicht voguter Erinnerung, als daß es noch ausführlicher Penken. Und beschrieben werden müßte. sen viele zum
Die Kirche wurde anscheinend nicht profaniert, Fern werden. 8 aber geschlossen und ihres Inventars beraubt, so Kunden, die — weit es für die Kirchenstürmer nicht wertlos war ##erschr.
Es braucht hier nicht viele Worte. Jeder Rechtlichdenkende weiß, wie gewitterschwangere Wolken jedes Heiligtum, jeden klösterlichen Besitz umdüsterten. Beutegierige Hände streckten sich verlangend auch nach Maria Waldrast aus. Es war am 8 April 1941. Dienstag in der Karwoche, als 20 Mann der Gestapo Maria Waldrast überfielen und den im Zimmer des Dr. P. Albuin M. Klingler zusammengerufenen, Konvent (Pater Prior Ladislaus M Maurer war dienstlich abwesend) folgende Erklärung abgaben: die Serviten seien Staatsfeinde, das "gesamte Eigentum sei deshalb beschlagnahmt, alle Kon
So wurden alle Paramente und Metallsachen sowie die ganze Kirchenwäsche geraubt, soweit nicht vor der Vertreibung der Serviten das mu tige Zugreifen Pater Albuins die besten Kirchensachen rettete. — Da von Seiten der Gestapo dem „Räuber“ die schwersten Strafen angedroht wurden und anderseits das Gnadenbild selbst der unermüdlichen Nachforschung wegen zu sehr fährdet war, wurde es heimlich nach Neuwied bei Köln gebracht. Nun ist es wieder aus der Verbannung und Fremde zurückgekehrt und will — nachdem Dr Pater Albuin M. Klingler als bestellter Treuhänder im Namen der Serviten am 12. Juni d. J. von der Waldrast wieder Be
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Sozialismus er Demokre
Wie
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sitz ergriff — das letzte Stücklein Bergweg in sein Heim antreten, will Waldrast wieder
Maria Waldrast machen. zu einem neuen grund des Segens für Volk und Heimat.
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Provinzial der Serviten P. Innozens M. Krub
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