Tiroler Tageszeitung 1945

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Rematen
II 98 —
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Rematen II, 16.—
14.4
40—15 summer 120 / 1. Jahrgang
Redaktionelle Einsendungen an die Schriftleitung der „T. T.“, Innsbruck, Andreas=Hofer=Straße 4, Telephon Nr. 39 41. — Druck: Tyrolia, ebendort.
Samstag, 10. November 1945
10.15—
I
Troubadour“
ucks Boxer Die Türkei im Gedränge
elungen, den ie Die Türkei hat während des Krieges sich der
tti, der den au größten Zurückhaltung beflissen. Sie war durch seinem erfolgreisn einen Freundschaftsvertrag mit England verbunseinem k.o. Siegic den. Das hinderte nicht, daß die deutsche Diplompfbore #nnsewinng matie in Ankara ein, wie es schien, aussichtschule, Halle n riches Betätigungsfeld fand. Erst als die KriegsTraining:nscheidung sich in aller Klarheit abzeichnete, entn. 9 für dch schloß sich die türkische Regierung zuerst zum Ab
Landes „ buuch der Beziehungen und noch später zur Kriegs
t daklärung an Deutschland. Diese Haltung muß
egen den or Instzk uiter dem Gesichtspunkt gewürdigt werden, daß T u. Sp##de Türkei etwa keineswegs ein diplomatischer
n Sportpl. sebenkriegsschauplatz war. Sowohl strategisch wie Besuch . wirtschaftlich hatte sie sehr viel zu bedeuten. Ihre Mitglieder aduktion an Chrom war beinahe die einzige
heute un . Quelle, die der deutschen Rüstungsindustrie zur
finden. Leckung ihres großen Bedarfes an diesem wichtigen Hilfsmittel zur Verfügung stand. Die geogaphische Lage der Türkei aber war so beschaffen, daß sich alle kriegführenden Parteien darum bemühen mußten, diesen Staat auf ihre Ceite zu ziehen. Die Türkei hat ihre Neutralität solange aufrechterhalten, daß sie heute als Aschenbödel an der Seite der Siegermächte steht, die sonst ihre guten Dienste gerne mit Zinseszinsen gelohnt hätten.
So oft die Angelegenheiten der großen Welt n" geregelt werden, handelt es sich jedesmal auch
„ um die Frage der Durchfahrt durch die Darda
nellen, um das Recht, die wichtigste Verbindungslnie zwischen dem Schwarzen Meere und dem Rittelmeer zu beherrschen. Die vielen Kriege wischen der Großmacht Rußland und der türlischen Großmacht wurden allein darum geführt,
—die Türkei diese Herrschaft nicht preisgeben
uestellung mit an züte. Hier liegt der Schlüssel zum Verständnis
Mitte Novemderi die traditionelle Politik Rußlands gegenüber senden nähere #n ## Valkanstaaten. Die Erringung des freien Zutung des „honun #unges zum Mittelmeer — dieses geschichtlich bedutsanste Ziel unter den Vermächtnissen Peters des Großen — beherrschte seit jeher die Beziedie Rußland zu den europäischen MächLäufer, vollken- iupfliegte. Nun traf es sich, daß die Großmacht
1e 131 10 gegen dr fellung der Türkei in einem Augenblick dahinmenpullover zu ta schwand, als das von den Stürmen der Revolut. Nur schriftlich ton durchtobte Rußland nicht in der Lage war,
uf die Gestaltung der neuen Verhältnisse Einfluß
Wde raßen, vieredegnehmen. Der Vertrag von Montreux, den die gebr., oder gschlagene Türkei mit den Alliierten abschloß,
ngelte die Dardanellenfrage ohne die Mitwirlung Rußlands. Kaum jedoch hatte dieses sich gfestigt, so wandte es seine Augen neuerdings ier für seine Stellung so wichtigen Frage zu. das Ergebnis war der Freundschaftsvertrag zwischen Rußland und der Türkei vom Jahre 1925, er — bezeichnend für die damalige Atmosphäre weder in Ankara noch in Moskau, sondern in haris unterzeichnet worden ist. Mit unmerklichen kbänderungen wurde dieser Vertrag nach seinem Klauf immer wieder erneuert, zuletzt am 7. Noenber 1935 für eine Dauer von zehn Jahren. mne#ehube 40 bes Seither hat sich die Lage grundlegend veränmenge z. Barach #brt. Rußland ist unter die „Großen Drei“ auf
ugstiegen und die Türkei hat die Stunde der
—ahmehmung ihres Vorteiles verpaßt. Der Kreml
Slitäten nicht mehr geneigt, den bescheidenen Freund
in der Unge sschaftsvertrag von 1925 weiterzuführen. Rußland
mring. Allerheillee## s#erlangt eine Regelung, die seiner neu erhaltevitter bundt“ ga ien Nachtstellung entspricht. Schon die Spracha Bergmann, Taben sohre der russischen Regierung halten der Türkei ruck, Westbalt in ansehnliches Sündenregister vor. In diesem 2) am Stadtraus lugenblick der Krise zwischen den beiden Nachck, kand anenbearstaaten, die ebenso unter dem Gesichtspunkt tsein, 20 Siangeler internationalen Spannungen betrachtet wer
gebote an sien muß, hat das amerikanische Außenamt eine
mtative ergriffen, um das Meerengenstatut des
iorenedensvertrages von Montreux durch eine ver
mit eeierte allgemeine Regelung zu ersetzen. über #umerittie Aussichten einer solchen äußern sich diploma
ische Beobachter in London: „Man verhehlt sich licht, daß die Lösung dieser Frage nicht leicht ist.“
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Bulgarien unter dem Hakenkreuz war
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nachucht, wie wir neulich berichteten Zankow, sonvon Kemineen ractstemn Filipow. Auf ihn sind die Schreckensurde vontratze ge#nahnahmen zurückzuführen, durch welche die inger gird Leumei#farke Gegnerschaft niedergehalten und niederge
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Rumänien
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zu bahn-Coc“ mit Eiserejohnungt verlonen grusenn ezeuer gegen die Menge, die dem König huldigte
Pundamt 19r 12 Bukarest, 9. November. Das Militär eresnete gestern das Feuer gegen eine Massende
nstration, welche vor dem königlichen Palast
#### Protest gegen das Verbot der Regierung, den Dipl.-Inssprechtases & Geburtstag Michaels zu feiern, abgehalten #urde. In den vier Stunden dauernden Unruhen Sehöpfst“ guden mindestens drei Personen getötet und
Mittwocb Universl
Welt. Al.
r zwölf verwundet.
(Telephonberichte unseres
In der morgigen Sitzung des Interalliierten Rates wird voraussichtlich die Frage der österreichischen Währung einer Lösung zugeführt werden. Eine Lösung des Währungsproblems drängt sich umsomehr auf, weil Marknoten beständig aus allen Nachbarländern in wachsendem Maße nach Österreich hereinströmen. Die Regierung Renner hatte schon im September einen Plan ausgearbeitet, um die Mark „alliierte Besatzungsschillinge“ umzutauschen.
In der Sitzung des Interalliierten Rates vom 8. Oktober, in der die letzte Entscheidung fallen sollte, erhob sich jedoch Marschall Koniew, um zu erklären, daß er im Auftrage seiner Regierung dem Umtausch der Mark in alliierte Besatzungsschillinge seine Zustimmung versagen müsse, daß er aber die Konvertierung der Mark in einen definitiven österreichischen Schilling durchaus gutheißen würde. Eine Begründung für seine Erklärung hat der sowjetrussische Vertreter nicht gegeben. Es darf aber angenommen werden, daß Sowjetrußland befürchtet, durch einen Umtausch der Mark in alliierte Besatzungsschillinge, die in England gedruckt werden, den Einfluß auf die österreichische Währung zu verlieren.
Die sofortige Inangriffnahme des Umtausches der Mark in definitive österreichische Schillinge (nicht zu verwechseln mit alliierten Besatzungsschillingen!) erwies sich als unmöglich, weil der Druck dieser neuen Schillinge damals nicht weit genug vorgeschritten war. Jetzt sind die vorbereitenden Arbeiten soweit, um den Notenaustausch wenigstens in Etappen in Gang zu bringen.
Wiener A.R.=Korrespondenten)
Unmut wegen unzureichender Maßnahmen gegen die Nazi
In weiten Kreisen der Bevölkerung zeigt sich wachsender Unmut gegen die als unzureichend bezeichnete Durchführung der gesetzlichen Bestimmungen über die Behandlung der Nazi. So äußerte sich Stadtrat Matejka, der Leiter des städtischen Kulturamtes, gestern in einer Versammlung des KZ.=Verbandes: „Wir stellen fest, daß der Weg vom Beschluß der Gesetze zu ihrer sinnvollen Durchführung viel zu schleppend ist. Die Handhabung der Gesetze wirkt sich nur allzu oft so aus, daß ihr eigentlicher Zweck ins Gegenteil verkehrt wird.“
Besonders scharf richtet sich die Kritik gegen die Art, wie die Wahlen vorbereitet werden. Meine Erhebungen ergaben in der Tat, daß in Wien sich lediglich 70.000 Personen als frühere Parteigenossen bekannten, während die Partei nach ihren Verlautbarungen hier 300.000 Mitglieder zählte. Wenn man Gefallene, Kriegsgefangene usw. in Abrechnung bringt, bleibt dennoch die Tatsache bestehen, daß auch nicht annähernd die Hälfte der Nazi der Meldepflicht nachgekommen sind.
Österreichischer Kulturgroßfilm
Die Österreichische Kulturvereinigung hat mit den Vorarbeiten zu einem Kulturgroßfilm „Melk“ begonnen. Dieser Film wird die Kulturgeschichte Österreichs von der Zeit des Nibelungenliedes bis zum Barock in einer dramatischen Spielhandlung, aber ohne Schauspieler, ausschließlich aus der Landschaft, den Dokumenten und den Kultur= und Kunstdenkmälern heraus darstellen.
General Clark zum Besatzungsproblem
Wien, 9. November.
In einem Interview, das General Me W. Clark am Mittwoch dem Reuter Korrespondenten Desmond Tighe gab, erklärte er: „Es besteht kein Grund, das Besatzungsheer nicht allmählich herabzusetzen, falls die Wahlen in Österreich zur Zufriedenheit der Alliierten Mächte ausfallen werden und eine wahrhaft demokratische, vom Volke frei erwählte Regierung gebildet wird.“
General Clark fügte hinzu, „daß sich seiner Ansicht nach die große Zahl der alliierten Be
satzungstruppen während der vergangenen schweren Monate sehr von Vorteil erwiesen haben“. „Die Ernährungslage“, sagte General Clark weiter, „hat sich gebessert und die Wiener Bevölkerung sieht bereits gesünder aus. Mit einigem Glück werden wir diesen Winter gut überstehen.“ General Clark erklärte noch: „Die Treibstofflage hat sich verbessert, seit die Russen Treibstoff und die Briten und wir Kohle nach Wien bringen.“ Er fügte noch hinzu, daß die Beziehungen zu Marschall Koniew, dem sowjetrussischen Befehlshaber in Österreich sehr zufriedenstellend seien.
Briefwechsel de Gaspari an Byrnes
Washington, 9. November Der amerikanische Staatssekretär Byrnes veröffentlichte die Texte der Briefe, die zwischen ihm und dem italienischen Außenminister de Gasperi gewechselt wurden. Aus den Briefen geht hervor, daß Italien vor der Konferenz der Außenminister in London damit einverstanden war, ein bestimmtes Gebiet an Jugoslawien und die Inselgruppe des Dodekanes an
Griechenland abzutreten. Die italienische Regierung erbat jedoch die Unterstützung der Vereinigten Staaten in ihrem Kampf um die Beibehaltung der italienischen Souveränität über die Kolonien Lybien und Eritrea und Italiens nördliche Grenze am Brenner. Der Brief de Gasperis enthielt folgende Vorschläge:
1. Die bevölkerungspolitischen und wirtschaftlichen Probleme der Halbinsel Istrien auf der Grundlage der Erklärungen Wilsons zu lösen. Für die Städte Fiume und Zara forderte er „Sonderstatute“ zum Schutz ihrer Autonomie.
2. Die Internationalisierung des Hafens von Triest und der Bahnen, die von dort nach den angrenzenden italienischen Provinzen führen, wodurch die Lösung ihrer wirtschaftlichen Probleme erleichtert werden soll, sowie die Entmilitarisierung von Pola.
3. Besondere gesetzliche, wirtschaftliche und kulturelle Rechte für die österreichische Bevölkerung Südtirols, jedoch keine vollständige Abtretung dieses Gebietes an Österreich, da Italien dort viele Industrieanlagen errichtet hat.
4. Bei der Festsetzung der westlichen Grenze mit Frankreich sollten keine Schwierigkeiten auftreten. De Gasperi schlug vor, daß direkte Verhandlungen jeder anderen Methode zur Lösung des Problems des Aostastaates vorzuziehen seien.
5. Die Inselgruppe des Dodeskanes sei zu einem griechischen Mandat zu machen, wobei Italien besondere wirtschaftliche Garantien in diesem Gebiet eingeräumt werden sollte.
6. De Gasperi erhob keinen Einspruch gegen eine alliierte Treuhänderschaft über die ehemaligen italienschen Kolonien, mit Ausnahme Lybiens und Eritreas. Er schlug vor, daß die Alliierten in diesen beiden Kolonien Marine= und Luftstützpunkte, jedoch nicht auf Kosten der italienischen Souveränität, errichten sollten.
Byrnes bezeichnet den Brief de Gasperis als „eine offene und staatsmännische Darlegung“.
Italien bittet die Alliierten um Hilfe für die Wahlen
Caserta, 9. November.
Generalmajor Ward, der Chef des Stabes im Alliierten Hauptquartier, erklärte heute, daß die italienische Regierung bei den Alliierten um Hilfe während der Wahlen angesucht habe, die vor Ende April erwartet werden. Er betonte aber, daß dieses Ansuchen erst auf seine Notwendigkeit hin überprüft werde, bevor irgendeine Entscheidung darüber getroffen würde. Ward erklärte weiters, daß in der Venezia Giulia weiterhin britische und amerikanische Streitkräfte verbleiben würden, solange die gesamte Frage dieses umstrittenen Gebietes nicht endgültig sei.
Die Wahlen in Ungarn
Budapest, 8. November. Die Partei der kleinen Landwirte hat bei den Wahlen 61 Prozent der Mandate, das sind 119 Sitze erhalten. Die Kommunisten werden 54 und die Sozialdemokraten 52 Sitze innehaben. Für die kleinen Landwirte wurden 59 Prozent aller Stimmen abgegeben.
Frankreich ehrt die Helden
Paris, 10. November.
Am 11. November, am Tage der Erinnerung an den Waffenstillstand, der dem ersten Weltkrieg Einhalt gebot, wird Frankreich das Gedächtnis der Kämpfer feiern, die während des zweiten Weltkrieges durch die Kraft ihres Widerstandes das Vaterland befreiten. Am Abend des 10. November werden 15 Leichen der Helden des Maquis, darunter zweier Frauen, unter dem Donnern der Kanonen und dem Geläute der Glocken, umwogt von lodernden Fackeln durch Paris zum Invalidendom geleitet werden.
Am kommenden Morgen werden die Särge, nachdem sie den Segen der Kirche empfangen haben, vom Invalidendom zum schönsten Platze von Paris geführt, dort wo sich der Triumphbogen und das Grabmahl des unbekannten Soldaten erheben. Hier wird sich die Regierung, die Volksvertretung und die Armee zur Huldigung um die Katafalke versammeln. Wenn der Abend angebrochen ist und Paris in ein Meer von Licht sich verwandelt hat, werden die Toten zur letzten Ruhestätte auf dem Mont d"Valerien geleitet. Zur selben Zeit werden alle Schauplätze der Geschichte Frankreichs mit dem Strahlenkranz großartiger Beleuchtungseffekte geschmückt. Das Grab der Helden der Widerstandsbewegung am Mont d"Valerien wird in Hinkunft zum Nationaldenkmal werden, für
dessen Ausgestaltung eine große Sammlung die finanzielle Grundlage schaffen soll.
Amerika bleibt wachsam
Washington, 9. November. Der amerikanische Kriegsminister, Robert Patterson, erklärte, daß alle amerikanischen Militärbefehlshaber, die am Krieg teilgenommen haben, der Ansicht seien, Amerika würde in jedem künftigen Kriege das erste Angriffsziel darstellen.
Selbstverwaltung im Ruhrgebiet?
Düsseldorf, 9. November. Das Kräfteverhältnis der politischen Parteien für die Kreisund Kommunalparlamente im Nordost=Ruhrkreis, die bis zu den Wahlen im Sommer im Amte sein sollen, wurde in einer Versammlung von Vertretern der vier politischen Parteien in Schwelm einheitlich geregelt. Die Sozialdemokraten wurden als stärkste Partei im Nord=Ruhrkreis anerkannt, der als erster in der britischen Zone die wichtigste Frage grundsätzlich erledigt hat. Die Versammlung einigte sich bei 58 zu vergebenden Mandaten für das Kreisparlament auf 17 Sozialdemokraten, 6 Kommunisten, 10 christliche Demokraten und 10 Demokraten. 15 Mandate werden von der Militärregierung vergeben, die sich bei der Verteilung 25 Prozent der Mandate vorbehalten hat, die nach ständigen
Gesichtspunkten vergeben werden sollen.
Ruhrgebiet — Rheinland
Eine Meldung an die „Newyork Times“ besagt, daß sich Maurice Gouve de Murville, einer der jüngsten und besten Diplomaten Frankreichs, mit einem Flugzeug auf dem Wege nach Washington befindet, um dem amerikanischen Außenministerium Details über den französischen Plan einer Internationalisierung des Ruhrgebietes und der Bildung einer gesonderten Verwaltung des Rheinlandes zu unterbreiten.
Kohle aus dem Ruhrgebiet für Europa
Essen, 9. November. Der Berichterstatter der „United Preß“ Packard berichtet, man erwarte, daß das Ruhrgebiet ganz Europa mit Kohle versorgen können wird, sobald genügend Arbeitskräfte und Transportmöglichkeiten vorhanden sind. Britische Beamte der norddeutschen Kohlenkontrollkommission hätten erklärt, daß das Ruhrgebiet jetzt schon nahezu 2 Millionen Tonnen im Monat nach Frankreich, Belgien, Holland, Norwegen, Dänemark und Luxemburg ausführt.
Feldmarschall Mackensen gestorben
Berlin, 9. November. Reuters Sonderkorrespondent meldet, daß Feldmarschall August von ackensen, der im ersten Weltkrieg Befehlshaber der deutschen Armeen an der Ostfront und später am Balkan war, gestern nachmittags im Alter von 96 Jahren auf seinem Gut bei Celle in der britischen Zone Deutschlands starb.
Sein Tod wurde heute hier von dem britischen Hauptquartier bekanntgegeben.
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