Tiroler Tageszeitung 1945

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Erscheint in der Woche sechsmal. — Um im Einzelverkauf erhältlich. — Vorerst keine Postzustellung. — Inseratenannahme: Innsbruck, Andr.-Hofer-Str. 4
summer 1187 1. Jahrgang
Redaktionelle Einsendungen an die Schriftleitung der „C. C.“, Innsbruck, Andreas-Hofer-Str. 4. — Druck: Cprolia. Innsbruck, Andreas-Hofer-Str. 4
Donnerstag, 8. November 1945
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Nachgewitter im Fernen Osten
Der große Krieg ist beendet; aber noch immer snt in einigen Teilen der Welt der Lärm von Kampfhandlungen. Es ist wie nach einem großen bewitter, das sich mit allmählich verebbendem Lonnergrollen verabschiedet. Die Berichte aus China, aus Indochina und aus Indonesien, die ms über die Fortdauer kriegerischer Zusammensöße in Kenntnis setzen, sind wohl als ein solcher Nachhall aufzufassen.
An und für sich müßte es nicht viel zu bedeuten haben, wenn in Nordchina die Gefahr eines Bürgerkrieges aufflackert, denn aus diesem Rie
und Anmeldn üraerkrieges aufflackert, denn aus diesem Stöckl). Geschätten“ senreich sind seit dem Sturz des Kaisertums 0 Uhr. — Am mie nehr als dreißig Jahren niemals andere Er
in der Turnort
Innsbruck insbruck, Mentlg. 12 Silz 9 :2 (5:0)
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in der Turnerschafte, nisse als blutige Zusammenstöße der um die ung und anschliefen Nacht ringenden Gruppen und Persönlichkeiten Tiroler Turuerschaht gemeldet worden. Zum Schlusse blieben zwei # große Parteien übrig: die Kuomingtang, eine Nationalbewegung, und die Kommunisten. War Mittwoch im Mag Kordchina der hauptsächlichste Bereich der Komiuu6 munisten, so herrschte die Kuomingtang, geführt von General Tschiangkaischek, unter der tatkräfigen Unterstützung Amerikas über Südchina. Sp.V. Hall in Si Kordchina geriet, nachdem Japan sich die MandSportverein aus. dus schurei angeeignet hatte, unter das Joch der Jaif eigenem Platze i zmer. General Tschiangkaischek war der große Dr Haller mit Tay als Erfolg beschieden, nachdem er mit der starken
Mittelläufer und den hife der Kommunisten an der Seite der Alltierzuzuschreiben, wele tn gekämpft hatte, die Früchte ihres Sieges mitund gegängene Bäll gnießen zu dürfen. Auf Grund des Waffenstilllich und an ahren kandsvertrages mit Japan, ebenso wie auf
emn 8 :0 (3 : 0 Sie #bund der eben geschilderten innerpolitischen Ab
#nachungen schickt sich die chinesische National
amee an, Nordchina und die wichtigsten Punkte
bend, Stadtmitte##Mandschurei zu besetzen. In Nordchina stoßen betrag und einer##se Maßnahmen auf einen gewissen WiderTirol und ## seitens der Kommunisten, der sich bis zum egrad von Gefechten entwickelt. Da amerikasische Streitkräfte — insbesondere Einheiten der zuansportflotte — der chinesischen Armee bei der #üung der Besetzung behilflich sind,
###te die Erregung der nordchinesischen Kom#nsten auf Moskauer Kreise zurückwirken,
Umder Presse einige Vorwürfe über eine unnlässige Einmischung Amerikas in Nordchina er#eben Unterdessen scheint eine befriedigende ##lt. Zither, suele lussprache zwischen dem Kreml und dem Wei., Letee rierte in Haus geführt worden zu sein, die sicherlich Spielsaehen, neu,###ch zur Beruhigung der Gemüter in China füh
##e dene m wird. Schon seit einiger Zeit waren Bestre
lungen in der Kuomingtang, auf den alleinigen besitz der politischen Macht zu verzichten.
in Indochina und in Indonesien handelt es Eindung. Holzsämssch um Unabhängigkeitsbestrebungen gegen die ### Stelcpäische Kolonialherrschaft. Frankreich hat Sller Bergschutsseine ostasiatischen Kolonien Siam und Annam Sten), Gr. ###n einer hohen Blüte der geistigen Kultur und #r#estr. 10 b.is materiellen Wohlstandes geführt. Es hat ## Minteriaastäznsde Selbstverwaltung gefördert und EinrichtunHol. 12en geschaffen, in denen sich Verständnis und 15—163 Krantwortungsbewußtsain für die Bedürfnisse
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Stak Win##ftächtlichere- moral##che Eroberungen zu machen. wanzes Tuch eßigenn sich da und dort im Lande noch ein Wider##enz-Tirel ####sand zeigt, so ist er darauf zurückzuführen, daß schuhe 39—4##eeks#t von der japanischen Propaganda vorgetra
39— 40 Cnen aneseene Parole: „Los von den Weißen!“ hie und Küne hiaue Schnirksh aufnahmebereite Ohren gefunden haben mag. kanean. gegen ## iin der Zeit, die zwischen der Beendigung der ##ultasche. #idseligkeiten und der Durchführung des Waf#haltenes Kindchenstillstandes lag, vermochten die Japaner geF#eieneügend Waffen und Kriegsmaterial zu verteilen, sim ihre Partisanen in den Dschungeln damit suszurüsten. Diese Widerstandsnester werden sich sächt allzu lange halten können Frankreich seiß aber auch, daß es nach diesen Umwälzun
irUPetnnen, welche die Völker des Fernen Ostens aufkun lafen gegen sohlten, in der Kolonialpolitik neue Wege su#hridiem dorteseen und finden wird.
121! Die Niederlande stoßen bei der Besitznahme #parburg für ines zwas auf außerordentliche Schwierigkeiten. Eine #ren. Absam adonesische Unabhängigkeitsbewegung stellt sich ionika, ## bewaffneter Hand der Wiederkehr der Holennatner. Zuech änder entgegen. Die holländischen Streitkräfte #ie 39. 5##e gleskichen anscheinend nicht aus, um ihrer Herr zu
Depteinterman###erden. England aber stellt seine Truppen nicht une künLurtarngheine zur Verfügung. um freiheitliche Bestrebunrähnuhe 2an, denen eine gewisse Berechtigung nicht aber#indeie, sonellkannt werden kann, niederzuwerfen. Mehr als
üüht sich England, alles zu vermeiden, was in Indien und in den malayischen Staateniel ausgelegt werden könnte. Die indonesische gigkeitsbewegung ist, im Großen geeing haträchtlich. Rotahe füir hon
oder
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earFralehe Unabhängigneit-reigung ist, im Großen geasetente, Pang unt vann eine delrächniche Gegahr fer dien Sts. mit# srieden. Sie ist jedoch ein sehr beachtenswertes
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gen mit. sehner ung der ostasiatischen Völkerschaften vor sich geangen ist und sie stellt insbesondere Holland Anen Lwe Weief der die Aufgabe, seinen Kolonialbesitz von Grund
Wiehe #hule nuhen a neu aufzubauen.
Osterreichische Kriegsgefangene kehren aus Frankreich in die Heimat zurück
Als ein neuer sichtbarer Beweis der freund¬] Die ersten Heimkehrertransporte sind bereits schaftlichen Gesinnung Frankreichs gegenüber in den nächsten Tagen zu erwarten. Im ganzen dem auch durch die Mithilfe der französischen werden 20.600 bis 25.000 österreichische KriegsTruppen nunmehr wiedererstandenen Österreich gefangene aus Frankreich in die Heimat zurückist die baldige Rückkehr der österreichischen geführt werden.
Kriegsgefangenen aus Frankreich zu werten. (Eigenbericht der „Tiroler Tageszeitung")
Mololow für die Zusammenarbeit der Allierten
Moskau, 7. November. In einer Rede. die er am Vorabend des 28. Jahrestages der russischen Oktoberrevolution in einer Sitzung des Moskauer Sowjets hielt, sprach Außenminister Molotow über die Aufgaben des friedlichen Wiederaufbaues. über die Beziehungen der Sowjetunion zu Großbritannien und den Vereinigten Staaten erklärte Molotow: „Sowjetrußland hat während des Krieges enge Beziehungen zu Großbritannien und den Vereinigten Staaten sowie zu anderen Ländern entwickelt und langfristige Abkommen mit ihnen geschlossen. Die Dauerhaftigkeit der anglo=amerikanisch=sowjetischen Koalition werde jetzt auf die Probe gestellt. Der Ausgang der Konferenz des Rates der Außenminister sei eine Warnung gewesen, aber auch in der Vergangenheit seites zu
Schwierigkeiten gekommen und die drei Mächte hätten noch immer eine
„Ein Staat
Molotow führte weiter aus:
„Es ist interessant zu bemerken, daß unsere Soldaten mit einer glühenden Heimatliebe in die Sowjetunion zurückkehren. Die Demokratie in der Sowjetunion ist eine wahre Volksdemokratie, und unser Staat ist ein Staat neuen Typs. Die politische Erziehung unseres Volkes erfolgt in dem Geiste der Freundschaft und Zusammenarbeit unter den Nationen. Das schließt jedoch nicht aus, ja bedingt sogar, daß alle Möglichkeiten zu einer neuen Agression beseitigt werden. Nach der sowjetischen Verfassung ist es ein Verbrechen, Vorurteile gegen Rasse und Nation zu verkünden. Die Vorteile der sowjetischen Demokratie haben sich in den Kriegsjahren gezeigt. Wie allgemein bekannt ist, liegt die besondere Verantwortung für die Erziehung unserer Bevölkerung bei der
bolschewistischen Partei. Dieser Partei verdanken wir unsere Erfolge, und nicht zuletzt unserem Führer, Genossen Stalin. Wir stehen jetzt vor Neuwahlen zum Obersten Sowjet der Sowjetunion. Alle Wähler sollten ihre Stimme abgeben. Diese Wahl wird als Dokumentierung der sowjetischen Demokratie und als ein weiteres Mittel zur Festigung der Einheit unseres Staates angesehen.
Die Fortschritte der Technik
In unseren Tagen des technischen Fortschritts und der Entwicklung in der Wissenschaft und Produktion, in denen auch die Atomenergie entdeckt wurde, muß sich unsere Aufmerksamkeit bei der Wirtschaftsplanung auf die Probleme der Technik konzentrieren. Wix müssen hier mit allen anderen Ländern Schritt halten und dafür sorgen, daß in der Sowjetunion die größten wissenschaftlichen Fortschritte gemacht werden. Der Krieg hat unsere friedlichen Bestrebungen unterbrochen. aber wir werden die verlorene Zeit wieder aufholen und dafür sorgen, daß
Die Aufnahme de
Stimme aus Amerika
Newyork, 7. November. „Newyork Herald Tribune“ bezeichnet die Rede Molotows als gemäßigt und vernünftig. Molotows Bemerkungen über die Atombombe sind von größter Wichtigkeit, da sie die unumstößliche Wahrheit, daß kein technisches Geheimnis Alleinbesitz einer bestimmten Nation bleiben kann, festhalten und außerdem die verheerenden Wirkungen aufzeigen, die unsere unsichere Handhabung dieses Themas in Moskau ausgelöst hat.
Günstiger Eindruck in England
London, 7. November. Die Rede Molotows wird von der Presse sehr günstig ausgenommen. „Daily Herald“ erklärt, die Rede Molotows wird auf die internationalen Beziehungen einen vor
Lösung gefunden. Nur die Zusammenarbeit der Alliierten Mächte könne den Frieden sichern.“ Zum Thema des Krieges in Europa erklärte Molotow weiter: „Die deutsche faschistische Besetzung unseres Landes hat 1710 Städte, über 70.000 Dörfer und Weiler vollkommen oder teilweise zerstört. Sie hat über 6,000.0000 Gebäude vernichtet und verbrannt und ungefähr 25,000.000 Menschen heimatlos gemacht. Der unmittelbare Schaden, der der russischen Wirtschaft und unseren Staatsbürgern zugefügt wurde, ist durch unsere außerordentliche Kommission auf 679.0000.000 Rubel geschätzt worden. Das können wir nicht übersehen. Wir müssen von den Ländern, die den Krieg entfesselt haben, wenigstens einen teilweisen Schädenersatz verlangen. Auch dürfen wir es nicht
unterlassen, die Tatsache zu erwähnen, daß bisher noch kein befriedigender Schritt unternommen wurde, um die Entscheidungen der Dreimächtekonferenz in Berlin über die deutschen Reparationen zu fördern.“
neuen Typs“.
unser Land zur Blüte kommt Wir werden die Atomenergie und viele andere Dinge haben. Laßt uns diese Aufgabe mit all unserer bolschewistischen Energie in die Hand nehmen.
Die Sowjetunion hat immer die Förderung des Friedens und der Zusammenarbeit mit den anderen Ländern für den Weltfrieden an erste. Stelle gesetzt. So lange der Faschismus noch nicht mit allen Wurzeln ausgerottet ist, dürfen wir in unserer Wachsamkeit nicht nachlassen, und die Anstrengungen für Zusammenarbeit unter den friedliebenden Völkern müssen unsere wichtigste Aufgabe sein. Wir haben keine wichtigere Aufgabe; als unseren Sieg zu festigen, den wir im unablässigen Kampf errungen haben, und damit den Weg für einen neuen titanischen Aufschwung unseres Landes und für eine Verbesserung des Lebensstandards unseres Volkes zu eröffnen. Niemals vorher haben sich der Sowjetunion solche Aussichten für den sozialen Wiederaufbau geboten. Unser Volk
hat volles Vertrauen in unsere große Sache, die Sache der großen Oktober=Revolution.“
Stalin war bei der Staatsfeier nicht zugegen
Moskau; 7. November Generalissimus Stalin war nicht bei der Versammlung anwesend, die gestern abends zur Feier des 28 Jahrestages der sozialistischen Revolution im Kreml stattfand. Stalins Abwesenheit soll, wie berichtet wird, reichlich Anlaß zu Vermutungen geben. Bisher hatte Stalin nie die Gelegenheit verabsäumt, bei diesem Anlaß eine wichtige Mitteilung zu machen. Der Tagesbefehl von gestern abends war von den stellvertretenden Verteidigungskommissaren unterzeichnet. Es ist der erste Tagesbefehl seit Kriegsbeginn, der nicht von Stalin unterzeichnet war.
r Red Molotows
züglichen Einfluß ausüben. „Daily Telegraph“ sagt: „Wir wünschen die Aufrechterhaltung der besten Zusammenarbeit mit Sowjet=Rußland und ihr Bestehen, daß ihr um so besser gelingen wird, je weniger Geheimnisse zwischen den beiden Ländern bestehen. Die Rede Molotows verstärkt die Hoffnungen auf die Besserung unserer Beziehungen.
Eine Zusammenkunft der großen Drei?
London, 7 November. In hiesigen politischen Kreisen wird die überzeugung ausgedrückt, daß eine neue Zusammenkunft zwischen Attlee, Präsident Truman und Marschall Stalin das beste Mittel wäre, aus dem Engpaß herauszukommen, in dem gegenwärtig die internationalen Beziehungen stecken.
Rücktritt Generals de Gaulle
Zusammentritt der französischen Nationalversammlung
Paris, 7. November.
Frankreichs neue konstituierende Versammlung, die mit der Aufgabe der Schaffung der vierten Republik betraut ist, trat gestern nachmittags zum erstenmal zusammen. General de Gaulle, der der Sitzung mit allen Mitgliedern des provisorischen Kabinettes, das seit der Befreiung Frankreichs mit der Führung der Staatsgeschäfte betraut war, beiwohnte, erschien zum erstenmal in Zivil bei einer öffentlichen Versammlung.
Die Verhandlungen wurden mit einer Rede des ältesten Mitgliedes, des 81jährigen Paul Cuttoli, eröffnet, der bis zur Wahl des ständigen Präsidenten durch die Nationalversammlung den Vorsitz führen wird. Er sagte: „Die gewählten Vertreter aller lebendigen Kräfte der französischen Nation stehen vor einer Aufgabe, die auf viele Jahre hinaus die Zukunft der französischen Nation in der Heimat und im Auslande bestimmen wird. Möge der Gedanke des kämpfenden Frankreichs alle bei der Arbeit beseelen.“
General de Gaulle überreichte heute dem Präsidenten der konstituierenden Versammlung seinen Rücktritt. Das Demissionsschreiben wurde der Nationalversammlung heute nachmittags bei ihrer ersten Sitzung vorgelegt.
Der Text des Briefes von General de Gaulle an den Alterspräsidenten der Nationalversammlung
*Paris, 7. November.
General de Gaulle hat an den Altersvorsitzenden der Nationalversammlung Cuttoli solgendes Schreiben gerichtet:
„Verehrtester Herr Präsident! Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie der konstituierenden Nationalversammlung zur Kenntnis bringen möchten, daß die provisorische Regierung der Republik, der vorzustehen ich die Ehre habe, in dem Augenblick, sobald die Nationalversammlung sich konstituiert hat, ihre Vollmachten, die sie ausübt, für erlöschen hält. Der Sieg Frankreichs und die Wiederherstellung der Volkssouveränität haben uns gestattet, unsere Vollmachten in die Hände der nationalen Vertretung zurückzulegen, so wie wir es immer gehofft hatten. Die Regierung wird die laufenden Geschäfte weiterführen, bis ihre Nachfolgerin gemäß dem Gesetz und den Maßnahmen für das Funktionieren der öffentlichen Gewalt, die vom Volke am 21. Oktober angenommen worden
sind, bestellt worden ist.“
Wichtige Beschlüsse des Kabinettsrates
Wien, 7. November. Die meisten Blätter bringen heute in großer Aufmachung die Annahme des Rechtsanwendungsprozesses durch den Kabinettsrat. In diesem Gesetz wird der Zeitpunkt bestimmt, von welchem an die in der Republik österreich erlassenen Gesetze, Kundmachungen und Verordnungen, auch in den außerhalb der russischen Besatzungszone gelegenen Ländern Anwendung finden werden. Als Stichtag wurde der 10. November 1945 bestimmt.
Ferner werden noch die weiteren Beschlüsse des Kabinettsrates behandelt, von denen hervorzuheben sind: Die Bestimmungen über eine Anderung der Altersgrenze der Richter. Diese Anderung wurde notwendig durch den Mangel an Richtern und die Notwendigkeit eines Neuaufbaues des vom nationalsozialistischen Regime aufgelösten Obersten Gerichtshofes. Ferner die Beschlagnahme von Baugeräten und die Anderung des Vereinsorganisationsgesetzes.
Das Wahlrecht der Südtiroler
Verschiedenen Anfragen erteilen wir hiemit die Auskunft, daß nur österreichische Staatsbürger wahlberechtigt sind. Diese Staatsbürgerschaft besitzen nur jene Südtiroler, die vor dem Jahre 1938 sich in Österreich niedergelassen und die österreichische Staatsbürgerschaft erworben haben. Die Optanten der Abstimmungszeit sind ja reichsdeutsche und nicht österreichische Staatsbürger geworden. Ihnen steht daher das Wahlrecht nicht zu.
Spendet für den