Tiroler Tageszeitung 1945
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- S.6
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Seite 2 Nr. 114
Tiroler Tageszeitung
Samstag, den 3. November 1945
g. den 3. 8
Rußland forscht nach der Verwertung der Atomkraft
Donald Stokes, der Verfasser des berühmten, in dreizehn Sprachen übersetzten Buches „Die Männer des Sieges“, schildert in der „Daily Mail“ die Versuche Rußlands zur Verwertung der Atomkraft:
„Im physikalisch=technischen Institut in Moskau arbeiten heute 000 Gelehrte mit höchster Anstrengung an Forschungen, die seit nahezu sechzehn Jahren ohne Unterlaß im Gang sind. Unter der Leitung des Professors Komarow suchen sie dem Geheimnis der Atomkerne auf die Spur zu kommen. Dieser Professor wird vielleicht im Zeitalter der umwälzenden Atomkraft eine bedeutende Rolle spielen. Gelingt es nämlich Rußland, den amerikanischen und englischen Atomforschern, welche in der praktischen Anwendung der Atomkraft den ersten großen Erfolg errangen, den Vorrang abzulaufen, so werden im gleichen Augenblick die Machtverhältnisse gänzlich geändert.
Die große Frage lautet:
Wie nahe ist man in Rußland der Ausnutzung der Atomkraft?
Churchill erklärte in einer Rundfunkansprache bekanntlich, daß jede Großmacht innerhalb von fünf Jahren im Besitze des Geheimnisses der Atomausnützung sein wird. Die Fortschritte Rußlands in dieser Beziehung lassen sich auf Grund einiger nüchterner Tatsachen feststellen. Der erste Atomzertrümmerungsapparat wurde im Juni 1939 in Rußland vollendet. Er stand im Gebrauch des Radiuminstitutes von Moskau. Präsident Truman unterrichtete in Potsdam gelegentlich eines intimen Diners Marschall Sta
lin über den Erfolg der ersten Atombombe. Der Dolmetscher verstand es offenbar nicht, dem Lenker Rußlands die furchtbare Natur der neuen Erfindung begreiflich zu machen. „Ausgezeichnet“, sagte Stalin wohlwollend, „ein neues Geschoß! Hoffentlich lassen Sie es auch ordentlich wirken." Stalin hatte offenbar noch keine Vorstellung über die Möglichkeiten der Atomkraft. Ein jüngst erschienener und vom Kreml aus inspirierter Artikel des bekannten Journalisten Rubinstein läßt erkennen, daß Rußland :. einem gewissen ängstlichen Bemühen die Ergebnisse der Atomforschung der Großmächte sammelt. Daraus kann man schließen, daß Rußland der Meinung ist,
es habe einen großen Vorsprung der anderen aufzuholen.
Der schon genannte Professor Komarow, der Präsident der Moskauer Akademie der Wissenschaften, hat im Direktor des Physikalisch=technischen Institutes von Moskau, Prof. Joffe, seine rechte Hand. Schon 1929 interessierte sich Joffe für die Forschungen über den plötzlichen Zerfall der Kerne des Uranatoms. Er überzeugte Professor Komarow, daß darin große Möglichkeiten beschlossen sind und erlangte die volle Unterstützung der Sowjetregierung für seine Forschungen.
Wissenschaftlich steht Rußland durchaus auf der Höhe.
Die wissenschaftlichen Forschungen werden mit einer Art religiösen Eifers betrieben. Mehr als 14.000 Wissenschafter arbeiten, zusammengefaßt in verschiedenen Gruppen, an einer Reihe von Problemen. Zwanzig britische Gelehrte, die jüngst an der 220=Jahr=Feier der Akademie der Wissenschaften in Moskau teilnahmen, bestätigen, welche ungeheure Tätigkeit die russischen Wissenschafter entfalten.
Die russische Wissenschaft beschäftigt sich vorzugsweise mit allem, was mit der Ausnützung der Atomkraft zusammenhängt. Aus diesem Grunde hat Rußland auch die deutsche Stadt Swinemünde an sich gezogen, die ursprünglich Polen zugedacht war. Dort befand sich nämlich eine der Hauptforschungsstätten der Nazi auf dem Gebiete der Atomkraft. Dort gab es eine für diese Zwecke bereite technische Ausrüstung und Laboratorien. Der französische Wissenschafter Rivet enthüllte, daß deutsche Gelehrte, „die unmittelbar vor der Vollendung ihrer Forschungen über die Atombombe standen“, von den Russen
auf der Insel Bornholm gefangen genommen
wurden. Ihre Aufzeichnungen und ihre Ausrüstung befinden sich ebenfalls in russischer Hand. Rivet glaubt daher, daß Rußland innerhalb von sechs Monaten im Besitze der Atomkraft sein wird. Nicht nur in Moskau, sondern auch in Leningrad wurden die ganzi Jahre her über die Atomkerne und über die kosmische Strahlung, die fürchterliche Möglichkeiten in sich schließt, Forschungen angestellt. Die Maschinen für Atomzertrümmerung und die mächtigen Generatoren dieser Laboratorien sind von vorzüglicher Beschaffenheit. Lange vor dem Kriege hat ein russischer Gelehrter namens Dobronranow die neuen magnetischen Quanten entdeckt, die den Weg zum Atomkern bahnten. Andere russische Gelehrte, wie Flerow und Petrzhak, erschlossen uns die Erscheinungen des
plötzlichen Zerfalles des Urans, der die Grundlage der Atombombe bildet. Der erste Atomzertrümmerungsapparat, den die Russen 1939 konstruierten, erzeugte Jonen von großer Energie und künstlich Radioaktivität. Rußland hat
während des Krieges eine Reihe wichtiger Erfindungen
gemacht. Seine Artillerie war ausgezeichnet und seine Tanks waren ebenso gut wie die besten amerikanischen und englischen Erzeugnisse. Streng deckt der Schleier des Geheimnisses die Arbeiten der russischen Wissenschafter. Es ist sicher, daß wir nicht früher etwas erfahren werden, als bis Rußland die Atomkraft praktisch verwerten kann. Rußland nähert sich der Entdeckung des großen Geheimnisses. Aber seine Entschleierung steht keineswegs unmittelbar bevor. Das Hauptproblem Tliegt jedenfalls in der industriellen Herstellung.“ Es ist erst jüngst von maßgebender Seite gesagt worden, daß die Ausnützung der Atomkraft einen solchen Aufwand an Geist und Material verlangt, wie wenn man jedes Jahr einen =Panamakanal mit dreijähriger Bauzeit bauen wollte.“
Die Pressezensur in Rußland
Moskau, 2. November. Die englisch=amerikanische Korrespondentenvereinigung hat an den Außenkommissar Molotow ein Schreiben gerichtet, in dem die Aufhebung der Zensur verlangt wird. „Die Zensur“, so heißt es in dem Schreiben, „ist diktatorisch und willkürlich, schwankend und launenhaft, sie wechselt von Tag zu. Tag. Einige der Zensoren verstehen die englische Sprache so unzureichend, daß sie das ihnen unterbreitete Material nicht verstehen. Wir verlangen die gleichen Bedingungen freier Berichterstattung, wie sie die sowjetischen Journalisten in Großbritannien und den Vereinigten Staaten genießen.“ Molotow lehnte die Entgegennahme dieses Briefes ab.
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Dipkomatie, Tcesse und Tokitik
im Deitten Reich
Aus dem Tagebuch eines Journalisten
13. Fortsetzung
Die Hintergründe des 20. Juli 1944
Die Wirkung auf das Volk war ungeheuer. Die Nachricht von dem Attentat schlug wie eine Bombe ein. Die einen sahen durch das Scheitern auch die letzte Chance einer sofortigen Beendigung des längst verlorenen Krieges verpaßt und ahnten die Reaktion, die folgen mußte. Die „Unentwegten“ auf der anderen Seite, die immer noch an das „Hitler=Wunder“ glaubten, beschimpften mit der Propaganda die „Usurpatoren“. Die Verschwörer=Generäle ber ließen jetzt kostbarste Zeit ungenutzt verstreichen. Sie zögerten, unternahmen nichts und ließen den Dingen, die so plötzlich eine Wendung genommen hatten, ungesteuert ihren Lauf. Vis zu diesem Zeitpunkt hatten nur sehr wenige Menschen die Hintergründe der Ereignisse begriffen, weshalb die Truppen, deren Marschtritt
von den hohlen Fassaden zerrissener Häuser widerhallten, die Straßen Berlins besetzt hielten. Das Volk staunter über die große Zahl tadellose Ausrüstung der Heimat=Divisionen. In den Berichten von den Fronten las man nur von fehlenden Reserven, schlechter Ausrüstung und größtem Waffenmangel.
Vom „Auslands=Klub“ am Potsdamer Platz. der Zentrale der ausländischen Presse; telephonierten um diese Stunde die Journalisten die überstürzenden Ereignisse in den Draht. Die Ge neräle der „Gegenregierung“ hatten zwar das Re gierungsviertel von außen absperren lassen, jedverabsäumt, die Telephon=Verbindungen aus den Regierungsgebäuden und obersten Reichsbehörden in die Außenwelt und umgekehrt zu unterbinden So gerieten die ersten Erlebnisberichte nach Schweden, in die Schweiz, nach Spanien, wo die Zeitungen die sensationellen Meldungen ihrer Korrespondenten über den „Putsch von Berlin in dicken Schlagzeilen herausstellten. Erst in der Nacht, nachdem sie sich von dem Schrecken der ge
planten Verhaftung durch den General von Kortzfleisch, der das Propagandaministerium besetzt hatte, einigermaßen erholt hatten verhängten die Funktionäre der „Auslandspresse=Abteilung der Reichsregierung“ durch den Ministerialdirigenten Brauweiler die Nachrichtensperre über alle Meldungen aus Berlin
Die Fehler der Verschwörer
In der Nähe des kleinen, verträumten ostpreußischen Dorfes Schwarzstein zwischen Rastenburg und Lötzen, wo das „Führerhauptquartier“ seit Beginn des Rußlandfeldzuges zwischen Wäldern und Seen versteckt lag, hatte sich in den Mittagstunden des 20. Juli 1944 folgendes zugetragen: Der Oberst Graf von Stauffenberg hatte mit zwei Aktenmappen das Kartenzimmer des „Blockhauses für Chefbesprechungen“ betreten, wo Hitler und seine Mitarbeiter — unter anderen die Generäle Keitel, Jodl, Schmundt, Bodenschatz, v. Puttkammer, Korten — bereits zur „Lagebesprechung“ versammelt waren. Hitler stand über den großen Kartentisch gebeugt. als Oberst Stauffenberg Meldung machte. Er entnahm der einen Mappe Akten über den SofortEinsatz von Reservedivisionen
des „Heimatheeres“, weshalb er ins Hauptquartier beordert worden war. Die zweite inhaltsschwere Mappe stellte er, während er Hitler Vortrag hielt, unmittelbar neben diesen an den Pfosten des Tisches. Die Mappe stand knapp zwei Meter neben dem Fül rer. Nach etwa zehn Minuten wurde Stauffenberg durch eine Ordonnanz dringend zum Telephon gerufen. Das war das verabredete Signal aus Berlin. Er verließ den Raum, um sich zum Telephon zu begeben. Tatsächlich aber suchte er schnellstmög lich den Ausgang des Hauptquartiers zu erreichen. Hitler unterbrach die Besprechung, um sich einer in der Ecke des Zimmers befindlichen großen Wandkarte zuzuwenden. In diesem Augenblick er folgte die Explosion. Die Erde bebte, das Hauzerfiel. Rauchschwaden
umhüllten die Trümmer stätte. Hitlers Nebenmänner lagen schwer verletz oder betäubt am Boden. Ihm selbst war erstaunlicherweise kaum etwas geschehen. Er hatte nur Brandverletzungen, Prellungen und Gehörstörun gen erlitten.
Als erster hatte Goebbels funktelephonische
Hitlers Selbstmord und Verbrennung
Hitlers Tod bestätigt
Berlin, 1. November. In einem am Donnerstag Abend veröffentlichten Bericht über Hitlers Tod heißt es u. a.: „Hitler hatte ursprünglich die Absicht, am 20. April nach Berchtesgaden zu fliegen und von dort den Kampf fortzusetzen. Als der Tag aber heranrückte, verschob er seine Abreise. Am 22. April erklärte er seinen Beratern, daß er den Krieg als verloren betrachtete und daß er bis zum Letzten in Berlin zu bleiben und die Hauptstadt zu verteidigen beabsichtige. Sollte Berlin fallen, so würde er dort in den Tod gehen. Es ist erwiesen,
daß Hitler damals einen Nervenzusammenbruch erlitten hatte.
Er gab jedermann, nur nicht sich selbst die Schuld, daß Deutschland den Krieg nicht gewonnen habe. Seine militärischen und zivilen Berater wirkten auf Hitler ein, seine Absicht zu ändern, und Berlin zu verlassen. Es war jedoch vergebens. Dr. Goebbels faßte denselben Entschluß und mit ihnen blieben Martin Bormann, Hitlers Arzt Dr. Ludwig Stumpfegger und andere Personen der Umgebung Hitlers bis zum Schluß zurück, während die Generäle in ihre neuen Quartiere zurückkehrten. Hitlers Nervenzusammenbruch am 22. April war der Anfang von seinem Ende. Von diesem Zeitpunkt an verließ er seinen Bunker nicht mehr. Später aber besserte sich sein Zustand wieder bedeutend, wie alle versichern, die mit ihm zusammen kamen. Er faßte sogar wieder Zuversicht
hinsichtlich des Ausganges der Schlacht um Berlin. Von Zeit zu Zeit aber wurde der normale Zustand durch
Wutanfälle
unterbrochen. Er kam auf alte Treulosigkeiten zurück und kritisierte die Kriegsführung. Seine ungesunde unregelmäßige Lebensweise machte sich bemerkbar. Seit einiger Zeit litt er auch am Zittern der Hand. In der Nacht zum 24. April wurde Hitler von Speer besucht, dem er mitteilte, er habe alles für seinen Selbstmord und für die vollständige Beseitigung seiner Leiche durch Verbrennung vorbereitet.
Braun stammt, denn die sehnte sich offenbar schon immer nach dem sonderbaren Ruhm,
zusammen mit Hitler zu sterben.
Sie hatte auch ihren Einfluß aufgeboten, um ihn zu dem Eutschluß zu bringen, in Berlin zu sterben. Nach der Amtshandlung schüttelte das neuvermählte Paar allen im Bunker Anwesenden die Hand und zog sich dann, zusammen mit Hit. lers Sekretär in seine Räume zurück, um die Hochzeit zu, feiern. Das Gespräch, das sich um den Selbstmord bewegte, war aber, wie Eva Braun erklärte, so niederdrückend, daß sie hinausgehen. mußte. Um diese Zeit ließ Hitler seinen Schä. ferhund töten. Am 30. April, etwa um 2.30 Uhr morgens
verabschiedete sich Hitler von etwa 20 Personen, darunter etwa 10 Frauen, die er aus den anderen Bunkern der alten und neuen Reichskanzlei zusammenrufen ließ. Er gab den Frauen die Hand und sprach mit den meisten von ihnen. Um 2.30 Uhr nachmittags. — der genaue Zeitpunkt steht allerdings nicht fest — wurde das Transportamt angewiesen, sofort 200 Liter Benzin zum Bunker zu senden. Es wurden etwa 160 bis 180 Liter Benzin zusammengebracht und im Garten gerade vor dem Notausgang des Bunkers deponiert. Etwa zur selben Zeit wurden Hitler und Eva Braun
zum letzten Male lebend gesehen.
Sie gingen um den Bunker herum und schüttelten den Personen in der nächsten Umgebung die Hand, dann zogen sie sich in ihre Zimmer zurück, wo sie beide Selbstmord begingen. Hitler schoß sich offenbar eine Kugel durch den Mund und Eva Braun nahm anscheinend Gift, obwohl auch sie eine Pistole bei sich hatte. Nach dem Selbstmord brachten Goebbels, Bormann, vielleicht auch Stumpfegger und ein oder zwei ander die Leichen aus dem Bunker in den Garten. Hitlers Leiche war in eine Decke gewickelt, vermutlich weil sie blutig war. Die Leichen wurden dam etwa drei Meter vom Notausgang des Bunkerentfernt nebeneinander im Gakten hingelegt und mit Benzin begossen.
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Am 29. April war dann die Hoffnung auf eine wirksame Entsetzung Berlins durch die Armee Wencks geschwunden. Aufgefangene Telegramme, die zu dieser Zeit an Admiral Dönitz abgesandt wurden, verraten hysterische Ausbrüche von Verzweiflung.
Am Abend des 29. April heiratete Hitler Eva Braun
Die feierliche Handlung wurde von einem Beamten des Propagandaministeriums im kleinen Beratungszimmer des Bunkers vollzogen. Es ist möglich, daß der Gedanke einer Heirat von Eva
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Streiflichter
Die Minderheiten
„Zwei Lösungen sind für die Frage der Minderheiten vorgesehen: Entweder treibt man die Minderheiten aus — das ist die tschechoslowakische Lösung — oder man gewährt ihnen Autonomie auf dem Gebiete der Kultur. der Sprache, der Religion, der Schule und der Verwaltung.“
(„Patrie")
Die Rheinlandfrage
„Die Lostrennung des rheinisch=westfälischen Industriegebietes von Deutschland stellt nicht allein nur in unseren Augen die Besiegelung unseres Sieges vor.“ („L"Aube“)
Verbindung mit dem Hauptquartier. Er wußte, daß Hitler lebte, daß aber Gefahr im Verzuge war. Durch einen Adjutanten des Berliner Polizeipräsidenten Graf Helldorf, der — obwohl SA.=Obergruppenfuhrer — aus persönlichen Gründen in schärfster Opposition zur Partei stand, war er über die an die Polizei ergangenen Geheimbefehle unterrichtet worden. Sofort hatte er die Ausmaße der Gefährdung des Hitler=Staates erkannt. Fluchtartig verließ Goebbels das Propagandaministerium und begab sich in Begleitung seines Staatssekretärs, des SS.=Brigadeführers Naumann, in den Luftschutzbunker seiner Stadtwohnung in der Hermann=Göring=Straße gegenüber dem Tiergarten. Dort wollte er seine Weisungen an die Parteiführer geben und seine „alte Garde“ um sich
scharen.
Fast gleichzeitig mit ihm erschien eine Abteilung des Wachbataillons Berlin unter dem Kommando des Majors Remer, um ihn zu verhaften. Remer war HJ.=Führer und glühender Nationalsozialist. Ehe er zur Ausführung seines Befehles schritt, ersuchte er Dr. Goebbels um Aufklärung. Die „Männer der Gegenregierung“ hatten übersehen, die Einheits Kommandanten der in Berlin aufmarschierenden Truppen aussuchen und ihre Gesinnung prüfen zu lassen. Dieser Fehler entschied die Situation in Berlin. Goebbeis hatte natürlich sofort den Kardinalfehler der Gegenseite und seine große Chance erfaßt. Im Garten seines Hauses hielt er eine flammende Ansprache an das Wachbataillon. Es gelang ihm, diese Elite=Einheit schlagartig für sich zu gewinnen. Während zur gleichen
Zeit Generaloberst Guderian, der an diesem Tage die 30 Kilometer östlich von Berlin untergebrachte Panzerschule Wünsdorf“ inspizierte, aus dem Hauptquartier erreicht und mobilisiert worden war und unverzüglich Alarmeinheiten der Panzer=Lehrdivision Richtung OKW. Berlin in Marsch setzte, marschierte die von Doktor Goebbels fanatisierte Truppe unter Major Remer in das wenige Minuten entfernt gelegene OKW., um dort „Abrechnung“ zu halten. General Olbricht wurde sofort erschossen. Oberst Graf Stauffenberg und der langjährige Generalstabschef des Heeres Beck, der Hitler nach dem Scheitern der Moskan=Offensive immer wieder Rückzug geraten hatte und daher in Un
Wegen Artilleriebeschuß mußte man im Not ausgang Deckung nehmen. Nun wurde ein benzingetränkter Lumpen angezündet und auf die Lei chen geworfen, die sofort Feuer fingen. Die wesenden erwiesen Hitler die letzte Ehrung un zogen sich dann zurück. Von diesem Punkt anist das Beweismaterial weniger aufschlußreich. De oft die Leichen erneut mit Benzin begossen wurden und wie lange sie brannten? Ein Zeugehom davon, daß sie brannten, bis nichts mehr übng blieb. Wahrscheinlich waren sie bis zur Unkennt lichkeit verkohlt. Die Knochen wurden offenbar zerstampft und wahrscheinlich begraben.
Die internationale Lage
„Es braucht nicht mehr als ein gewöhnliche Maß an guten. Willen und gesundem Hausrer stand von allen Seiten, um eine dauernde Vr einbarung zu erreichen." („Daily Mail)
Trumans Rede
„Truman verleugnet nicht die idealistischn Tendenzen seiner Vorgänger, seine Politik jedoch gewinnt einen praktischen Charakter, der die ängstlichen Völker über ihre Sicherheit beruhig“ („Le Monde“
„Der Zeitpunkt für Präsident Trumans Erklärung hätte nicht besser gewählt werden können“
(„Roter Stern“
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Gestapo „säubert“ das OKW.
Inzwischen hatte Goebbels zum zweiten Mal Verbindung mit dem Hauptquartier und über di Lage in Berlin, die den geplanten Staatsstrei
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entschied, Bericht erstattet. Durch ein Gespräch mi schipet von de Hitier stellte er fest, daß dieser zwar verletzt, abe hmen entschlußfähig war und sich bereits mit Musso Pern, lini unterhalten hatte. Himmler erhielt jen das —.
das Kommando in Berlin, wo sich die Ereignisse (werhrin. überstürzten. Spezialtrupps der SS. und des S# ##in #rgen sol rasten in den Bendlerblock und zum Tirpitz=üfer sin „vielerlei wo alles hermetisch abgesperrt wurde. Unte Himmlers Oberbefehl führte SS.=Obersturmbannführer Skorzenny die Säuberung des don befindlichen OKW., OKH. und OKM. durch. Um
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Lingreiche Verlaten an Dd. uinde Sicte. der Knifseict wer 30. Juni 1934, der Tag der blutigen Röhm Kise eingelage,
Revolte, erlebte eine schauerliche Neuauflage & Frostgetage: Wer von den Teilnehmern oder vermutlichen Tei Kballen nehmern am Attentat nicht sofort liquidien zuchtigkeit
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wurde, fiel dem Schauprozeß des Präsioen###“ #n genäßt.
land Freißler vor dem sogenannten Polke seeller;gerichtshof zum Opfer, der diese Richtstätte zu enz kurz einem beschämenden Sittengemälde der Rechtlosig bei die pigeschni keit erniedrigte und mißbrauchte. du ga wird „„ Sete
Noch 48 Stunden war Berlin praktisch im uns gi ges## alles ( nahmezustand. Tag und Nacht patrouillierten ie Rühener; mit Doppelposten der Waffen=SS. durch die Straßen, lichtes ih pfe Im Regierungsviertel wurde jeder Passant auf ken teilmrsbritz das genaueste kontrolliert. Inzwischen kamen die
ersten „Reaktionsbefehle“ aus dem „Führerhaupt quartier". Die Wehrmacht wurde praktisch SS. und dem Kommando Himmlers unterstellt, der „deutsche Gruß“ auch für die Truppe Zwang Ein letztes Mal aber hatte Goebbels die Todesstunde von Partei und Hitler=Staat hinausgeschoben und damit den apokalyptischen Unter gang im Orkan von Vernichtung, Blut und Tmnen entfesselt ...
In der nächsten Fortsetzung lesen S# „Deutsche Diplomaten.“
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