Tiroler Tageszeitung 1945

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Seite 2 Nr. 108
Tiroler Tageszeitung
Freitag, 26. Oktober 18
Aase Aiod Band
Erfolgreicher Arbeitseinsatz
Innsbruck, 25. Oktober. Heute wurde der erste Arbeitseinsatz zur Wegräumung des Schuttes in den Innsbrucker Straßen aufgeboten. Pünktlich zur festgesetzten Stunde versammelten sich vor dem Ursulinenkloster die Aufgebotenen. In einer wahrhaft musterhaften Disziplin, die von dem vollen Verständnis für die Bedeutung dieser Aktion Zeugnis ablegte, erschienen außer den Aufgerufenen eine große Zahl von Freiwilligen, die an dem gemeinnützigen Werke teilnehmen wollten. Besonderes Lob verdient die Bereitwilligkeit, mit der die Frauen dem Aufruf entsprochen haben.
Das Wahlgesetz vom 21. Oktober
Am 25. Nov. finden die ersten Wahlen zum Nationalrat und zum Tiroler Landtag statt. Bezüglich des Wahlrechtes sind gegenüber den früheren Bestimmungen vor 1938 wichtige Anderungen eingetreten. Wir machen daher auf die öffentlichen Anschläge über das Wahlgesetz aufmerksam.
Reisegenehmigungen für Studenten
Die Frage der Reisemöglichkeiten für Studenten wurden dahingehend geregelt, daß österreichische Hochschüler, die ihre bereits vollzogene Inskription an einer Hochschule (Graz, Innsbruck, Wien, Leoben) nachweisen können, Reisegenehmigung für eine Dauer von drei Monaten erhalten.
„Bist du Osterreicher? Warum?“
Der Innsbrucker Rundfunk hat am 25. Oktober eine kleine Auslese der Einsendungen zum Preisausschreiben „Bist du Österreicher? Warum?“ gebracht. Diese Beiträge stammen von Angehörigen des 1. österreichischen Freiwilligenbataillons und sind ein Beweis des wahren österreichischen Empfindens, das diese Truppe beseelt.
über die Entstehung und Zusammensetzung dieses Bataillons wurde so viel gesprochen und so viele Gerüchte wurden in Umlauf gesetzt, daß es angebracht wäre, einige Feststellungen zu machen.
Zunächst einmal: Die Angehörigen sind gute und wahre Österreicher. Sie haben schon sehr bald erkannt, daß der Platz Österreichs nicht an der Seite, sonder gegen Deutschland war, und sie sahen bald ein, wie falsch der Weg war, auf den zunächst die unheilvolle Propaganda und dann rücksichtslose Gewalt Österreich gebracht haben. Sie begriffen, daß es für sie nur eines gab, ein neues und freies, ein unabhängiges Österreich.
Aus dieser Erkenntnis heraus stellten sie sich noch lange vor Kriegsende den französischen Behörden zur Verfügung, um an der Seite der Alliierten für Befreiung ihrer Heimat zu kämpfen.
Viele von ihnen haben sich der französischen Widerstandsbewegung angeschlossen und der Resistance unschätzbare Dienste erwiesen, viele von ihnen haben durch intensive Zersetzungspropaganda die deutsa, Wehrmacht unterwühlt, viele haben wegen ihrer antinazistischen Gesinnung jahrelang in Hitlergefängnissen geschmachtet.
Aus diesen Elementen wurde das 1. österreichische Freiwilligenbataillon gebildet, das General De Gaulle ins Leben gerufen hat.
Ehre und Treue ist der Leitspruch des Bataillons, in goldenen Lettern auf dem BataillonsWimpel gestickt.
Dies war, ist und bleibt die Devise dieser jungen Formation, die, wie wir es hoffen, der Kernstock der neuen österreichischen Armee sein wird.
A. L.
Die Kartoffelbewirtschaftung
Die Kartoffelernte hat heuer bedeutend früher als in den Vorjahren eingesetzt und ist wohl überall abgeschlossen. Die Verbraucher haben sich weitgehend über Einkellerungsscheine eingedeckt. Leider mußten hierbei grobe Preisüberschreitungen festgestellt werden.
Die Tiroler Bauernschaft hat daher folgende Anordnung erlassen:
1. Der direkte Verkauf durch Erzeuger an Verbraucher gegen Einkellerungsscheine wird mit sofortiger Wirkung eingestellt.
2. Die noch nicht abgelieferten Kartoffelmengen dürfen die Erzeuger nur mehr an den zuständigen Kartoffelgroßverteiler verkaufen.
3. überschreitungen dieser Anordnung werden nach den geltenden Bestimmungen bestraft.
Der Obmann der Tiroler Bauernschaft: gez. Josef Muigg.
Das Landesernährungsamt, Abt. A, teilt hierzu ergänzend mit:
Kartoffeltransporte werden künftig kontrolliert. Kann der ordnungsgemäße Erwerb nicht nachgewiesen werden, so verfällt — abgesehen von der strafrechtlichen Verfolgung — die Fracht der entschädigungslosen Beschlagnahme.
Kartoffel, die bis zum heutigen Tag mit Genehmigung des Ortsbauernobmannes, bzw. Bürgermeisters durch Abstempelung der Kartoffelkarte gekauft wurden, können noch bis längstens einschließlich Montag, 29. Oktober, transportiert werden.
Um einen überblick über die Zahl der noch nicht eingelösten Einkellerungsscheine zu erhalten,
haben die Verbraucher bis spätestens 31. Oktober die Einkellerungsscheine bei der zuständigen Kartenabrechnungsstelle abstempeln zu lassen. Es besteht begründete Hoffnung, daß diese Einkellerungsscheine zur gegebenen Zeit nächsten Kleinverteiler eingelöst werden können.
Zur Feststellung der durch die Erzeuger noch nicht abgelieferten Mengen haben diese die bisher eingenommenen Einkellerungsscheine, Schlußscheine usw., bis spätestens 31. Oktober dem zuständigen Ortsbauernobmann abzuliefern.
Ein großer Teil der Bauern hat in richtiger Auslegung der Bestimmungen mehr Kartoffeln abgeliefert als vorgeschrieben war. Die diesbezüglichen Bestimmungen besagen, daß alle über den Eigenbedarf hinausreichenden Mengen abgeliefert werden müssen. Unter Eigenbedarf ist zu verstehen:
150 Kilogramm je Kopf des Haushaltes, 25 Kilogramm Saatgut je Ar für den nächstjährigen Anbau bei gleichgroßer Anbaufläche wie im heurigen Jahre und schließlich die zum menschlichen Genuß untauglichen Kartoffeln, höchstens jedoch 15 Prozent der Gesamternte.
Es muß erwartet werden, daß die Erzeuger ihre Pflicht der Allgemeinheit gegenüber und um tiefergreifenden Maßnahmen vorzubeugen, voll erfüllen. Zu den Erzeugern zählen nicht nur die Bauern, sondern auch die nichtlandwirtschaftlichen Kartoffelanbauer. Wenn diesen zwar keine Ablieferung vorgeschieben wird, so verpflichtet sie doch die Rücksichtnahme auf die Mitmenschen, von einem Kartoffelbezug auf Grund der Kartoffelernte Abstand zu nehmen.
Zum Tiroler Kriegsopfertag
Tirol hat 1921 durch Landesgesetz den „Landeskriegsopferfonds geschaffen, der von der Landesregierung verwaltet wird. Dieser Fonds ist seit seiner Gründung zu einer Zentrale der Kriegsopferfürsorge in Tirol geworden, von deren segensreichen Tätigkeit und Hilfe beinahe alle Kriegsopfer des ersten Weltkrieges nur Gutes zu erzählen wissen. 1940 wurde der Fonds vom Gauleiter Hofer aufgelöst, jetzt von der Tiroler Landesregierung wiederum in Kraft gesetzt. Nach dem Unglück des Hitlerkrieges sieht sich der Kriegsopferfonds neuen, ungeheuer vergrößerten Aufgaben gegenüber, die den Zufluß viel größerer Hilfsmittel als vor 1938 erfordern. Der Landeshauptmann erläßt daher folgenden Aufruf:
Tiroler, Tirolerinnen, fremde Gäste im Lande!
Krieg des Grauens und der Bestialität, den NaziDeutschland zur Welteroberung vom Zaune gerissen hat, ist spät zu Ende gegangen. Er hinterläßt eine wirtschaftlich ausgeblutete Heimat, Ruinen, Not, Tränen und unermeßliches Unglück! Viele tausende Landessöhne sind im fremden Frohndienst erblindet, verstümmekt oder dauernd krank heimgekommen; viele tausende bleiben verschollen; tausende wurden erst die letzten Wochen vor dem Zusammenbruch von den deutschen Treibern an die Wand gestellt, weil sie Österreicher waren und österreichisch dachten und handelten und liegen nun, die Zwangsjacke des deutschen Heeres am Leibe, weit weg von Tirol in fremder Erde! Die Eltern verloren ihre Hoffnung, die Stütze ihres Alters; die Frauen ihre Männer und Ernährer,
die Kinder den Vater!
Run heißt es zusammenstehen und unseren Landsleuten, die Opfer dieses wahnsinnigen Verbrechens wurden, zu helfen. Tirol hat schon nach 1918 mustergültig ein Werk geschaffen, das den Opfern des Krieges große Hilfe brachte: Den „Tiroler Kriegsopfer=Fonds“.
Diese Einrichtung ist dazu da, einzugreifen, wo die karge staatliche Fürsorge nicht mehr reicht. Jedes Jahr bis 1938, um Allerseelen fand in Tirol der Kriegsopfertag statt und
wird auch dieses Jahr, zum ersten Male, wieder abgehalten. Der Tag der Toten naht und mahnt die Lebenden: „Helfen wir den Opfern der beiden Kriege.“
Es ergeht daher an alle die Aufforderung, dem LandesKriegsopfer=Fonds nach besten Kräften und mit freigebigen Herzen eine angemessene Spende zum Kriegsopfertag 1945 zu geben, um die Mittel für große Fürsorgeaufgaben bereitzustellen.
Helfe Jeder! „
Der Landeshauptmannstellvertreter: Hüttenberger.
Zum Kriegsopfertag, der in der Zeit vom 27. Oktober bis 4. November 1945 erstmalig wieder stattfindet, finden keine Straßensammlungen statt. Dafür werden die Geschäftsleute und Unternehmer von je zwei Kriegsinvaliden, die mit einer Legitimation des Bürgermeisters ausgestattet sind, um eine Spende ersucht; ferner legen die Hausbesitzer (Hausverwalter) den Mietparteien anläßlich der November=Zinszahlung eine Spendenliste vor, in die sich die Mieter mit einem Betrage eintragen. Auch sind in dieser Zeit Wohltätigkeitsveranstaltungen, wie ein Symphonieorchester im Riesensaal der Hofburg, eine Aufführung im Landestheater, eine Veranstaltung des Amtes für Kultur und Wissenschaft in den Kammerlichtspielen sowie Vorstellungen in allen Lichtspieltheatern statt, deren
Reinerträgnisse dem Kriegsopferfonds zugeführt werden.
Die Bevölkerung Tirols wird bestimmt gerne diese einmal im Jahre stattfindenden Opfertage für die Kriegsopfer zur Gelegenheit nehmen, um, jeder nach seinen persönlichen Verhältnisfen, durch angemessene Spenden und Besuch der Wohltätigkeitsveranstaltungen dem Kriegsopferfonds die Mittel zu geben, die er zur Linderung von Not und Unglück mehr denn je notwendig hat.
Einbrüche
In Innsbruck wurden in den letzten Tagen folgende Einbrüche verübt: In ein Büro in der Adamgasse 1 (entwendet wurde ein Radioapparat); in ein Lebensmittelgeschäft in der Liebeneggstraße 1 (Lebensmittel); in einem Parfümerieladen, Museumstraße 1 (Parfüms und Glaswaren); in der Schulküche in Elektroherd); in Mühlau am Richardsweg aus einem Stall (eine Ziege).
Schwerer Verkehrsunfall
In der Nähe des Fremdarbeiterlagers in Landeck ging eine Ostarbeiterin auf der Straße mit ihren zwei Kindern, ein acht Monate altes Kind lag im Kinderwagen, das zweite Kind, ein sechsjähriger Bub, wurde von der Frau an der Hand geführt. Als ihr ein sonenauto entgegenkam, wollte sie auf die linke (falsche) Straßenseite ausweichen; im letzten Moment überlegte sie jedoch ihr Vorhaben und fuhr mit ihrem Kinderwagen auf die rechte Seite. Der Fahrer des Personenwagens — ein Schulfahrzeug mit Ostarbeitern — verlor infolge des unsicheren Verhaltens der Frau die Herrschaft über den Wagen; das Auto kam von der Fahrbahn ab, erfaßte den Kinderwagen, zertrümmerte ihn und stürzte sodann, sich mehrmals überschlagend, über die zirka 20 Meter hohe Böschung auf
das Bahngeleise ab. Im Fahrzeug wurden drei Personen, durchaus Ukrainer, schwer verletzt, die Frau und das Kind im Kinderwagen blieben unverletzt, der sechsjährige Bub erlitt einen Oberarmbruch. Die Verletzten wurden in das Krankenhaus in Zams gebracht.
Beschränkung der Ausgehzeit in Zams Wegen eines Vorfalles in Zams wurde von der französischen Militärregierung bis auf weiteres die Ausgehzeit in Zams auf 6 Uhr früh bis 20 Uhr eingeschränkt.
WOHIN HEUTE
Freitag, 26. Oktober
Theater
Landestheater: „Die Cortenia“.
Vortrag
Arbeiterkammer, 19 30 Uhr: Staatsanwalt Di. Be. ter „Ortega y Gasset: Über das Wesen gest Krisen“.
Filme
Zentralkino: „Lumpazivagabundus“ Kammerlichtspiele: „Kollege kommt gleich“ (2,4.5.3 Triumphkino: „Frauen sind doch bessere Diplomun Laurin: „Ehe man Ehemann wird“ Löwen=Lichtspiele: „Kora Tetty“
Solbad Hall: „Der weiße Traum.“
Lichtspiele Schwaz: „Sommerliebe“
Lichtspiele Fulpmes: „Trura“ Seefeld: „Feuerzangenbowle.“
St Johann: „Ich vertraue dir meine Frau an.“
Die für Samstag angekündigte Vorführung des ### zentrationslager=Filmes in den Kammerlichtspielen frei zugänglich, sondern nur gegen Einladung.
S PORTUND SPIE
Ländertagung der Turn= und Sportunion in Sali
Am 27. und 28. Oktober findet in Salzburg die ui Ländertagung der ersten österreichischen Turn= und union statt. Auf der Tagesordnung steht u. a. der Aufe des österreichischen Alpenvereins.
ATSV. Landeck — Zams. Nach herrlichem Spil# lang es dem AXSV. Landeck — Zams, bei seht zun Leistungen des Landecker Tormanns König, den #.# Imst überzeugend 4:0 zu schlagen. Das Vorspill # Reserven gewannen die Landecker mit 7:2.
THEATER UND KUN
Mysteriöser Todesfall
In das Krankenhaus in Zams wurde der Chauffeur Josef Schalber mit einer Schußwunde in sterbendem Zustande eingeliefert. Er ist kurz darauf, ohne das Bewußtsein erlangt zu haben, gestorben. Schalber, geboren 1906 in Serfaus, wohnhaft in Schönwies, war bei Ing. Steiner, Sägewerk in Zams, bedienstet, ist verheiratet und Vater von sechs unmündigen Kindern.
*
Sozialistische Partei Österreichs. Am Samstag, 27. Oktober, um 20 Uhr finden in Innsbruck zwei Versammlungen der Sozialistischen Partei statt. Es sprechen: Musikvereinssaal Landes
hauptmann=Stellv.: Franz Hüttenberger; im
Gasthof „Bären“ Hötting, Landesparteisekretär Rupert Zechtl. Weitere Versammlungen: 19.30
Uhr im Arbeiterheim Kirchberg, Referent Wilberger; Sonntag, 28. Oktober, 10 Uhr, in St. Johann i. T., Referent Zechtl und 16 Uhr in Hopfgarten, Kinosaal, Referent Zechtl.
Amtliche Mittellungen
Die Wegräumung des Schuttes in Innsbruck
Einsatzblock 3
Samstag, den 27. Oktober, um 12.45 Uhr. Sammelpunkt: Ursulinenkirche, Innrain. Anichstraße: 17, 19, 21,24, 25, 26, 27, 29, 30, 32, 33, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 46.
Einsatzblock 3a
Montag, den 29. Oktober, um 12.45 Uhr. Sammelpunkt: Ursulinenkirche, Innrain. Fallme
rayerstraße: 8, 10, 12, 14, Schmerling
straße: 2, 4, 6. Bürgerstraße: 20, 22, 24, 26.
Vorerst keine Heimreisen österreichischer Staatsbürger
Ergänzungen der neuen Reisebestimmungen
Zu den kürzlich verlautbarten neuen Reisebestimmungen zibt das Landesreisebüro folgende Ergänzungsbestimmungen bekannt:
1. Bei Geschäftsreisen von nichtselbständigen Erwerbstätigen ist auf dem Antrag die Bescheinigung der Firma mittels Stempel oder Unterschrift erforderlich. Bei Personen des Wirtschaftslebens ist auf dem Antrag die Bescheinigung möglichst von der zuständigen Berufsorganisation, in allen übrigen Fällen vom Bürgermeister des Wohnsitzes, bei öffentlichen Organen von ihrer Dienststelle beizubringen.
2. Für im Grenzgebiet beschäftigte Arbeiter und Erwerbstätige kann ebenso wie für Landwirte und landwirtschaftliche Arbeiter ein Antrag eingereicht werden. Der Umkreis, in dem die Bewegungsfreiheit zur Ausübung der normalen Beschäftigung über die Demarkationslinie hinaus erforderlich ist, ist auf dem Antrag in Kilometerzahl anzugeben.
3. Für Heimreisen österreichischer Staatsbürger darf entgegen der ersten Verlautbarung vorerst keine Reiseerlaubnis erteilt werden. Diesbezüglich sind weitere Weisungen abzuwarten.
4. Als „Alliierte Ausländer“ sind vorerst nur Franzosen, Engländer, US=Amerikaner und Russen anzusehen. Wegen der übrigen in Betracht kommenden Staaten sind nähere Weisungen abzuwarten.
5. Alle Personen, die nicht Post= oder Eisenbahnbedienstete, nicht Angehörige von Regierungsstellen, nicht in Industrie, Handel und Gewerbe oder im Grenzgebiet beschäftigt sind, darf eine Reiseerlaubnis von einer österreichischen Behörde keinesfalls ausgestellt werden. In besonders berücksichtigungswürdigen Fällen wird die Erlaubnis von den Besatzungsbehörden erteilt.
5. Bei Ausgabe der alliierten Reiseerlaubnis ist sparsam und unter Anlegung eines strengen Maßstabes vorzugehen. Die Reiseerlaubnis, welche im Allgemeinen nur an Einheimische — über welche man die notwendigen Informationen beibringen kann — ausgegeben werden darf, soll für persönliche Anliegen nur in seltenen und dringenden Fällen ausgegeben werden. In Zweifelsfällen ist der Antrag der französischen Militärbehörde vorzulegen.
Biete Hohner=Handharmonika „Student 4“ und andere Tauschgegenstände gegen Leica, Contax, Rolleiflex oder Kodak=Retina. Angebote an Frau Weber, Goethestraße 12/I, zwischen 12 und 2 Uhr.
An alle Bühnenschaffenden!
Im Rahmen der Betrauung mit dem Refenat Bühne, Film, Rundfunk und Tanz wurde Herr Jo zin Schauspieler am Landestheater, mit dem Aufbau und# Leitung der Gruppe „Berufstheater“ an dieser Bün# traut. An alle Bühnenschaffenden ergeht seitens des diInstituts für Kultur und Wissenschaft die Einladung, 5 Anmeldung für die Aufnahme in die Fachschaft institut ehestens abzugeben. Die entsprechenden deren vollständige und wahrheitsgetreue Ausfüllung alle weiteren Schritte unerläßlich ist, sind am Insitn: der Hofburg erhältlich und werden an Bewerber a Provinz auf Anforderung auch durch die Post übemie Der genaue Termin für den Beginn der provisonschal nahmen wird in Bälde durch die Tagespresse be gegeben.
Symphoniekonzert in der Hofburg. Die eiste rung des nächsten Symphoniekonzertes (Montag Ab um 19.30 Uhr im Riesensaal) findet unter den #schutze des Herrn Bürgermeisters Dr. Melzer zugutt Landeskriegsopferfonds statt. Die Vortragsfolge# die Ouvertüre zu „Sommernachtstraum“ vonMa sohn, das Violinkonzert G=Moll von Max Buch die 5, Symphonie (Aus der Neuen Welt # Dvorak. Solistin ist die junge Innsbrucker Gegmn Auernig, die noch aus der Mozart=Serenadeh### Erinnerung ist. Die Leitung hat Musikdirektor F# lich. Die 1. Wiederholung des Konzertes findetand nerstag, den 1. November statt. Kartenvorverkauf# an der Theaterkasse.
Konzert in Kitzbühel. In einem ausverkauft## sitionskonzert in Kitzbühel hat die heimische
Maria Hofer neuerdings Beweise ihres großen siegebracht. Im Mittelpunkt des Abends standen die Lieder („K.Z.=Lieder“), vortrefflich gesungen von
Böser und Opernsänger Witte. Ferner zwei kentn Violinstücke, die in Prof. Diegel=Digli einen meistie Interpreten fanden. Bei den Kerker=Liedern siell das klanglich Monumentale in den Vordergrund ## ist typisch für die Veranlagung dieses Musikertun die zu wirkungsvollsten Höhepunkten vorwärtsgeme Kerkerlieder, deren tiefe Tragik (Sterbens=Arie) nur den natürlichen Fluß quellender melodischer Eisthemmen. Das Publikum folgte mit starkem Beisel Darbietungen und die Ausführenden konnten grofa dienten Beifall entgegennehmen.
Im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum win Samstag, den 27. Oktober, um 11 Uhr vorm. Rundsaal=Sonderschau die Ausstellung „Paul on hammer, Aquarelle“ eröffnet. Die Ausswird bis einschließlich 17. November zu sehen sein.
RADIO INNSBRUG
Freitag, 26. Oktober
17.30 Uhr: Unterhaltungsmusik (Schallplatten). 184 Musikgeschichtlicher Vortrag (Anton Bruckner —|4 Seidel liest), 18.30 Uhr: Der österreichische Gewerlsel bund: Preise und Löhne, 18.45 Uhr: Tanzmusik (e¬platten), 19 Uhr: Österreichischer Nachrichtendiens, Uhr: Bunte Weltschau — Tiroler Volks= und 19.30 Uhr: Paris — Französische Nachrichten, 19.55 Österreichische Presseschau, 20 Uhr: Konzert orchesters, Leitung Karl von Thann, 21.30 Uhr: 6es de la Brande France, 21.50 Uhr: Tanzmusik (Schalten), 22 Uhr: Stimme der Alliierken, 22.20 Uhr: Für nuten Französisch (Wiederholung), 22.25 Uhr: Om S hammer spielt.
Französisch=englisches Wörterbuch erschienen
in unserer Ausgabe vom 2. Oktober angehiten Neuerscheinungen „Kleiner Sprachführet:
Wörterbuch Französisch=Englisch=Deutsch“ (35
und „Tagesvormerkkglender mit französisch lischem Briefsteller“ (4.50 M.) sind nun nachtkleinen Verzögerung erschienen und, solang beschränkte Auflage reicht, in allen Buchhand gen sowie in der Sprachschule, Innrain 11,en lich. —
„Excelsior=Fahrplan.“ Trotz aller nachkti
dingten Schwierigkeiten gelang auch in deHerbst die Herausgabe des besteingeführten“ celsior=Fahrplanes“. (Excelsior=Verlag Jenny, Innsbruck). Mit Rücksicht auf de malige Papierknappheit konnte nur eine vederte Auflage hergestellt werden, worauf dein brauch Rücksicht genommen werden mige Fahrplan ist in allen Verschleißstellen erhältss.
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