Tiroler Tageszeitung 1945
Monat:10
- S.59
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tauerstag, 25. Oktober 1945
Tiroler Tageszeitung
Nr. 107 Seite 3
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„.. am Boden zerstört“
zwiel bedenkt, wer alles bedenkt. — So ging #auch einem Allzuklugen in einem reizenden tflein des Unterinntales. Wo heute so viel gezlen wird, glaubte er sein Holz am besten dazu sichern, daß er in ein großes Holzscheit ##e pfunds Sprengladung einbaute.
sohltätig ist des Feuers Macht, wenn sie der #isch bezähmt, bewacht! Dazu gehört auch, daß #tluge Hausfrau das Herdfeuer nicht ausgehen ##t und wie es so öfters vorkommt: Eile tut #.. Rasch in die Holzlege, irgend ein Scheit Kund hinein in den Ofen. Doch mit des Geaces Mächten ist kein ewiger Bund zu flech## und man könnte fortfahren: und mani kochherd explodiert schnell. Die biedern Gat
tin hatte das präparierte Scheit erwischt. Die Wirkung war kolossal. Ein fürchterlicher Krach, das ganze Haus erbebte und sämtliche Mitbewohner liefen vor Schreck zusammen.
Der Greuel der Verwüstung war in die hübsche Wohnküche eingezogen. In unzähligen Trümmern zerstreut lag der „gastliche Herd“. Vor ihm am Boden der vorsichtige Besitzer.-In wenigen Augenblicken hatte er seinen Beruf gewechselt und mindestens die Farbe des Kaminkehrers angenommen. Das einzige, was in der Küche noch stand, war die treue Gattin, die ihrem Ehemann mehr oder minder gütlich zuredete, sich endlich vom Boden zu erheben.
Es ist schon ein verdammtes Pech, wenn einer knapp vor Wintereinbruch den eigenen Herd in die Luft sprengt. K. Y.
Die Stromversorgung für Haushalt und Gewerbe
ein großer Teil der Vertreter der Elektrizitätsute Tirols aus Bezirksstädten und Landgemeinhaben zur Heizfrage wie folgt Stellung ge
ramen:
de in der Tageszeitung erschienenen Artikel # die Versorgung der Bevölkerung mit Heizun im kommenden Winter haben einerseits zn großen Teil der Stromabnehmer ermutigt i der elektrischen Raumheizung Gebrauch zu shen anderseits zur Erzeugung der dazu not#digen Apparate im weitestgehendem Maße anugt Damit besteht die Gefahr, daß solche Verauchsgeräte ohne Kenntnis des versorgenden snzitätswerkes an das Netz geschaltet und were Schäden verursacht werden.
de allgemeinen Stromlieferungsbedingungen ullerke, die den Bezug elektrischer Arbeit aus ##iederspannungsnetz jedem Abnehmer nach kgabe seines dem Elektrizitätswerke. bekannubrbrauches garantieren, werden damit ummn und das Werk ist daher verpflichtet im zesse einer ordentlichen Versorgung jeden An##solcher Apparate zu verbieten und gegen Abnehmer mit der ganzen Strenge der ihm alerfügung stehenden Verwaltungsmittel vorsahen.
##lden heutigen Betriebsmitteln ist es keinem ##möglich, elektrische Raumheizung zuzulassen. ##so steht es mit dem eigenmächtigen Anschluß ##kohgeräten aller Art. Es geht nicht an, daß d# Abnehmer dadurch in ihrem rechtmäßigen dg gestört werden. Eine solche Störung besteht
in der abgesenkten Spannung, die solche Mehranschlüsse verursachen und in der Zerstörung der Sicherungen und Zähler.
Zur Aufklärung aller diene, daß dieser Notstand nicht etwa auf Strommangel im Lande zurückzuführen ist, sondern lediglich auf die Schwäche der zur Zeit für die Versorgung von Kleinabnehmern zur Verfügung stehenden übertragungseinrichtungen. Die Werke haben Großund Kleinabnehmer zu beliefern. Während die Ersteren die elektrische Arbeit unmittelbar über eigene Leitungen und Transformatoren von einem starken Verteilpunkt beziehen, werden die Kleinabnehmer über ein gemeinsames Leitungsnetz und gemeinsame Transformatorenstationen versorgt. Wenn nun die Summe der Anschlüsse über das Maß der bereitgestellten Leistungsfähigkeit des Netzes und der Transformatoren hinausgeht, herrscht im Versorgungskreis eine zu niedere Spannung. Infolge des
hohen Stromdurchganges werden Transformatoren und Leitungen wegen überlastung beschädigt und der ganze Bezirk wird auf lange Zeit stromlos sein.
Da die Beschaffung von Ersatzbetriebsmitteln derzeit unmöglich ist, haben die Elektrizitätswerke zur Sicherung der öffentlichen Stromversorgung für Haushalt und Gewerbe beschlossen, dieser eigenmächtigen Anschlußbewegung durch verstärkte Kontrollen entgegenzutreten und im gegebenen Falle solche überlastete Bezirke abzuschalten. Direktor Ing. Vigl.
nrückgestaltung des Burg= und Marktgrabens in schreibt uns: Der neuzeitliche Verkehr for
in eine kompromißlose Lösung dieser Frage. i brauchen breite Straßen, Gehsteige, Radzwege und einen zentralen, jedoch vom Hauptmehr abgelegenen Abstellplatz für Kraftfahr
Ae.
Gist fast ein Wunder, daß sich bei dem heun Verkehr verhältnismäßig wenig Unfälle erinen. Wie ist es aber dann, wenn Kraftfahrue in beliebigen Mengen auf dem Markt komun wenn tausende Fremde den Verkehr beleben, am ganze Gruppen Schönheitsdürstender auf à behsteigen herumstehen und das einzigartige s#orama unserer Heimatstadt mit offenen Heraufnehmen, wenn dann wieder Friede ist wie ihn uns vorstellen? Wie zwängt sich bereits sute der Verkehr in den Mittagsstunden durch Aunatürlich schmalen Schlitz des Burggrabens. # vollen wir „aufbauen oder fortwursteln“?
immer nur eine verhältnismäßig kleine kupe von Leuten tonangebend sein oder darf sheinmal die breite Masse der Fußgänger und wahrer ein Wort mitreden? Wollen wir eine sat von Krämern sein oder wollen wir den # eines kunstliebenden und gastfreien Volkes alle Welt dringen lassen? Natürlich ist die inzielle Frage von ausschlaggebender Bedeu* Dem ist aber entgegenzustellen, daß es sich um eine einmalige Auslage handelt, die die sicher unserer Stadt dankbar anerkennen, der Fremde kommt des Stadtbildes, nicht s der Geschäfte wegen. Ing. S.
Rechaniker erfand einen neuartigen Kühlschrank
Kute, wo es wegen der Lebensmittelknappheit #nnders wichtig ist, daß möglichst keinerlei Le#mittel verderben, kommt jenen Erfindungen #besondere Bedeutung zu. die das Erhalten Akebensmittel in intaktem Zustande fördern. der eine solche Erfindung kam jetzt Nachricht #Solbad Hall, wo ein Mechaniker (Franko sufan) einen Kühlschrank erfand, dessen Besafung infolge seiner Billigkeit fast für jeden chalt ermöglicht ist Zu seiner Funktion wird anderes benötigt als Wasser aus der WasRitung und ein Ofenrohr. welches die Konsition mit dem Kaminloch verbindet. Sein saktionsprinzin beruht teils auf der Ausnützung kälte des Wasserleitungswassers, teils aber Ader Ausnützung der durch das Verdampsen. Passers entstehenden Abkühlung. Taht die Hausfrau aus dem
Wasserhahn das lausen, wird das ausfließende Wasser vordurch den Kühlschrank laufend dessen Kälte legemn. Der durch den Kamin hervorgerufene aber wird das Verdampfen des Wassers
für die Funktion der Erfindung nötige ewähnte Luftzug gratis und das WasserleiAgswasser billig zur Verfügung stehen, ist auch Inbetriebhaltung des Kühlschrankes billig.
Wie die praktischen Proben bestätigen, ist die so herstellbare Kälte vollkommen genügend dazu, die Lebensmittel in den Haushalten für die nötige Zeit vor dem Verderben zu schützen.
Todesfälle
Am 30. März ist im Alter von 25 Jahren der Oberleutnant und Batteriekommandant Friedrich Mader, stud. jur., bei Neutra, Westslowakei, gefallen.
*
Kundgebungen der Österreichischen Volkspartei. Am Sonntag, den 28. Oktober, und Montag, den 29. Oktober, halten sich einige Wiener Vertreter der „Österreichischen Volkspartei“ in Tirol auf. Sie werden in mehreren Versammlungen sprechen: Am Sonntag, vormittags 10 Uhr, spricht in Kufstein Staatssekretär Raab, in Wörgl Staatssekretär Weinberger. Am Sonntag halb 11 Uhr vormittags, spricht in St. Johann Staatssekretär Ing. Fiegl. Am Sonntag, halb 3 Uhr nachmittags, sprechen in Mayrhofen Staatssekretär Ing. Fiegl, in Hall i. T. Staatssekretär Raab und in Schwaz Staatssekretär Weinberger. Am Montag, 20 Uhr, sprechen in Innsbruck im Musikvereinssaal Staatssekretär Raab und Generalsekretär Dr Hurdes und in einer Parallelversammlung im Leopoldensaal
Staatssekretär Weinberger. In Telfs spricht um 20 Uhr Staatssekretär Fiegl. Außerdem spricht in jeder dieser Versammlungen ein Vertreter der ÖVP. aus Tirol. —Nach Mayrhofen fährt am 28. Oktober ein Sonderzug der Zillertalbahn. (Abfahrt in Jenbach 12.03 Uhr, Ankunft in Mayrhofen 13.30 Uhr, Abfahrt in Mayrhofen 18 Uhr, Ankunft in Jenbach 19.26.)
Silberne Hochzeit. Am 17. Oktober feierte der langjährige Vorarbeiter des städtischen Gaswerkes Alfred Plattner mit seiner Frau Maria, geb. Hoppichler, die silberne Hochzeit.
Homuneulus — Eine Zeitschrift für Menschen.
Der „homuneulus“=Verlag hat nun die zweite Nummer seiner Zeitschrift und mit ihr zugleich eine internationale Rundfunkzeitung, die erste im befreiten Österreich, unter dem Namen „Die Radiowoche“ herausgegeben. Die Zeitschrift „homunculus“ ist ein Blatt, das unter dem Zeichen der Satire und des Humors die menschlichen und allzumenschlichen. Schwächen im Privat=, Kultur= und politischen Leben zu finden und zu bezeichnen sucht. Es muß dem Redaktionsausschuß, Herrn Robert Barth Edler von Wehrenalp sowie Herrn Dr. Joh. Bock und Herrn Hans Quaeck, besonders Anerkennung für die überwindung der großen technischen Schwierigkeiten ausgesprochen werden, die ja im Anfang das Erscheinen der Zeitung fast gänzlich in Frage gestellt hatten. Vor allem ist es
die Papierfrage die durch ein erstaunliches Verfahren, fast ein Kunststück zu nennen, wenigstens
behelfsmäßig gelöst werden konnte. Man verwandelte Packpapier in Rotationspapier, um der Tageszeitung nicht das so dringend notwendig gebrauchte weiße Papier wegzunehmen. Aber die Verhältnisse werden ja hoffentlich bald eine Besserung in dem Maße erfahren, daß auch der „homuneulus“ im weißen Kleid erscheinen kann. besonders ist der französischen Militärregierung, vor allem der Direktion d" Information zu danken, daß sie dem Erscheinen der Zeitschrift alle Wege geebnet hat. J. T.
Ein Bild von Volders. Am 22. Oktober fand in Volders die feierliche übergabe eines vom ungarischen Kunstmaler Dr. Eugen Primanyi gemalten und den Bürgern der Gemeinde gewidmeten Bildes statt. — Das in Olfarben gemalte größere Bild ist eine künstlerische Ansicht des historischen Tiroler Dorfes.
Wohltätigkeitsveranstaltung der österreich, demokrat. Freiheitsbewegung in Brixlegg. Am 20. Oktober veranstaltete die österreichische demokratische Freiheitsbewegung zu Gunsten der Bombengeschädigten eine Wohltätigkeitsveranstaltung im Großgasthof Bad=Mehrn. Der Abend wurde eingeleitet durch eine Begrüßung des Bezirksorganisationsleiters Unterer. In Vertretung des Landesleiters sprach Dipl.=Ing. Rudisch über die Ziele der österreichischen demokratischen Freiheitsbewegung. Seine Ausführungen und sein Aufruf zur überparteilichen Zusammen= und Aufbauarbeit wurden mit Begeisterung aufgenommen. Die schöne Veranstaltung bedeutet einen Markstein auf dem Weg des Wiederaufbaues. Als bisheriges Ergebnis der Bemühungen der österreichischen
demokratischen Freiheitsbewegung für die Bombengeschädigten in Brixlegg konnten über 60.000 Reichsmark aufgebracht werden. Herr Alois Brunner sorgt mit seinem Verteilungsausschuß für überparteiliche und gerechte Zuteilung der Spenden.
THEATER HND KUNST
Violinabend Prof. Stephan Szemler
Mit Othmar Suitner am Steinwayflügel gab Prof. Stephan Szemler (Budapest) am 14. Oktober 1945 im Musikvereinssaal der Stadt Innsbruck vor einem zahlreich erschienenen, kunstsinnigen Publikum in tadelloser Beherrschung seines Instrumentes beste Proben seines Könnens.
In leichtem, sicheren Bogenstrich, der trotzdem an Festigkeit nichts entbehrte, zauberte er uns unseren Schubert aus der Geige und brachte hernach Beethoven zu Worte, bekannt und beliebt in der unvergeßlichen „Frühlingssonate“, die er klanglich rein, technisch und künstlerisch fein abgestimmt und mit großer Weichheit zu Gehör brachte. Das „Ave Maria“ von Schubert=Wilhelmy gefiel ebensosehr als nachfolgend Paganini, Brahms und Sarasate denen er jedem einzelnen seinem Gepräge nach vollkommen gerecht wurde. Eine große Lebendigkeit und Beschwingtheit, dem Temperament des Künstlers entsprechend, zeichnete den Vortrag im Besonderen aus.
Othmar Suitner, der uns ja aus dem Konzertleben der Stadt bereits bekannt ist, war Prof. Szemler ein fein mitgehender, zurückhaltender und anpassungsfähiger Partner. Sch.
Hans Kixcher — 30 Jahre Bühnenmeister
Das Landestheater Innsbruck nahm Gelegenheit, das verdienstvolle Wirken seines Bühnenmeisiers und technischen Leiters Hans Kircher anläßlich dessen dreißigjährigen Berufsjubiläums in der kürzlich stattgefundenenPremiere des „Troubadour“ in herzlicher und anerkennender Form zu feiern. Direktor Pleß und Rudolf Christ übermittelten den herzlichsten Dank einerseits für die Direktion und andererseits für die Schauspielerschaft für die treue Mithilfe und immerwährende Hilfsbereitschaft Hans Karchers, die sich in guten und bösen Zeiten gleich selbsiverständlich und stillschweigend bewiesen hat.
Die Technikerschaft des Landestheaters erwiderte diese Ehrung ihres unmittelbaren Vorgesetzten mit der Einladung zu einem reizenden, harmonischen und künstlerischen Abend im Malersaal des Landestheaters. Unter den Geladenen sah man nicht nur das ganze Ensemble und Personal des Landestheaters, sondern auch Persönlichkeiten aus verschiedenen maßgebenden Kreisen der Stadt. Eine ausgezeichnete Musikkapelle des Theaters unterstrich mit flotten und feinen Darbietungen die geschmackvolle Rote des Abends, in dem nochmals in gemütvoller und teils humoristischer, teils ernst=ansprechender Form die großen Verdienste dieses anspruchslosen Mannes um die Belange des Theaters hervorgehoben wurden. Die ganze große Bescheidenheit, die Herrn Kircher
immer, so auch bei dieser Ehrung auszeichnet, kann nicht verbergen, wie sehr er, gerade auch in den schwierigen Zeiten der Bombenangriffe, die er sämtliche im Theater und um dessen Schutz besorgt, niterlebte, diesem die Treue hielt.
Möge er diese und seine Verbundenheit mit der Welt der Bretter auch weiterhin so verdiensivoll wie bisher zum Ausdruck bringen. Sch.
Ein Rassereither auf der Landesbühne. In der Sonntagsaufführung der Komödie „Cortenia“ der M. v. Schönwerth spielte Adolf Boßhard den verschmitzten Naturburschen Andreas. Boßhard ist ein gebürtiger Rassereither. Seine Eltern leben dort. Er kämpfte sich zum Schauspielberuf durch und schloß vor Kriegsschluß die Theaterhochschule mit guten Zeugnissen ab. Sein sonntägliches Auftreten war sein erstes. Wir möchten über der Freude, daß unser Landestheater eine neue Kraft gerade aus dem Kranewitter=Dorf gewinnen kann, nicht in den Fehler voreiligen Lobes verfallen. Aber soviel darf gesagt werden: Boßhard bestand neben den Gästen und neben Süßenguth. Er beherrschte seine Rolle gut, zeigte ein sicheres Auftreten, seine Stimmlage ist günstig.
Begreiflicherweise vertrügen Ausdruck und Bewegung noch feinere psychologische Übergänge. Jugendlich klassische Rollen wie Melchthal in Schillers „Tell“ dürften Boßhard besonders liegen. AD.
Der Violinabend Franz Bruckbauer findet nicht im Musikvereinssaal, sondern im Riesensaal der Hofburg statt. Vorverkauf ab heute,
Bin Interessent für Pelzmantel, wenn möglich Otter, sowie pelzgefütterte Stiefel, Gr. 38. Angebote erbeien an Haydnplatz 3, 1. Etage links, morgens zwischen 9 und 19 Uhr.
Stellenangebot
Gesucht werden: 1. Zimmermädchen mit Nähkenntnissen; 2. gute Köchin, die etwas von der französischen Küche versteht. Gute Verpflegung und Unterbringung. Bewerbungen sind zu richten an Haydnplatz 3, 1. Etage links, nachmittags zwischen 14 und 16 Uhr.
WOHIN HEUTE!
Donnerstag, 25. Oktober
Theater
Landestheater, 19 Uhr: „Land des Lächelns“.
Vortrag
Vortrag
Arbeiterkammer, 19.30 Uhr: Staatsanwalt Dr. Widter „Ortega y Gasset: Über das Wesen geschichtlicher Krisen“. Filme
Zentralkino: „Lumpazivagabundus“
Kammerlichtspiele: „Schlußakkord“ (letzter Tag). Triumphkino: „Frauen sind doch bessere Diplomaten“ Laurin: „Ehe man Ehemann wird“
Löwen=Lichtspiele: „Kora Terry“
Solbad Hall: „Der weiße Traum.“
Lichtspiele Schwaz: „Sommerliebe“
Lichtspiele Fulpmes: „Trura“
Seefeld: „Feuerzangenbowle.“
St. Johann: „Ich vertraue dir meine Frau an.“ Samstag, 27. Oktober, ¾12 Uhr vormittags in den Kammerlichtspielen: Vorführung des Konzentrationslagerfilmes.
SPORT UNDSPIEL
Tennisturnier in Hall
Am Sonntag, den 21. Oktober fand auf den Tennisplätzen in Hall bei herrlichem Wetter und besten Platzverhältnissen ein Vergleichswettkampf im Tennis zwischen Igls und Hall statt. Wenn auch die Gäste aus Igls mit einem Ergebnis von 1:9 geschlagen wurden, so waren doch die Kämpfe äußerst hart und spannend. Es wurden 8 Herren=Einzel und 2 Herren=Doppel ausgetragen. Im Einzel blieb in allen Kämpfen Hall siegreich und zwar Dr. Scheel über Dr. v. Schmedes 6:4, 6: 4, Bachmann über Kaserer 4 : 6, 6 : 3, 6 : 0, Dr. Hintner über Baier 6 : 4, 8 : 6, Lerch über Pramhofer 6 : 1, 6 : 4, Dr. Scheel über Kaserer 6 : 3, 6 : 1, Bachmann über Dr. v. Schmedes 6 : 2, 7 : 5, Dr. Hintner über Pramhofer 6 : 0, 6 : 1, Lerch über Baier 6 : 2, 9 : 11, 6 : 2. Im Doppel unterlagen
Pramhofer=Baier gegen Dr. Hintner=Lerch mit 1:6, 4 : 6, dagegen mußte Hall den einzigen Punkt an Jals durch eine Niederlage Dr. Scheel=Bachmann gegen Dr. v. Schmedes=Kaserer abgeben.
Bei den Gästen aus Igls machte sich der Trainingsmangel sehr bemerkbar, aber trotzdem waren die Gegner durchaus ebenbürtig, besonders Dr. v Schmedes, der aus früheren Turnieren wohl noch bekannt ist, stellte durch sein schönes Angriffsspiel an das Können von Dr. Scheel und Bachmann hohe Anforderungen. Der Reingewinn der Turnierkasse wurde der Stadt Hall zu Wohltätigkeitszwecken zugeführt.
Die Turnerschaft Innsbruck in Salzburg Obwohl die junge Turnermannschaft in ihrem ersten auswärtigen Spiel gegen den Salzburger Landesmeister ATV. Itzling, der bis auf zwei Ausnahmen die Salzburger Ländervertretung darstellt, mit 14:6 eine eindeutige Niederlage hinnehmen mußte, vermochte sie durch ihren hervorragenden Kampfgeist und durch ihr faires Spiel dennoch zu gefallen.“ Turnerschaft Innsbruck. Sämtliche für Donnerstag angesetzten Turnstunden finden am Freitag zu denselben Zeiten statt.
S.C. Wörgl — S.C. „Rot=Weiß“ Innsbruck 3 : 3 (0 :3) Wider Erwarten konnte die Mannschaft von „RotWeiß“ Innsbruck dem bisher einzigen Bezwinger des SV. Kufstein dem S.C. Wörgl ein unentschiedenes Ergebnis abringen. Die junge, sympathische und faire Elf spielte wie aus einem Guß. Recht brav hielt sich der Jugendtormann Triendl. Die Wörgler stellten eine kräftige schnelle Mannschaft, verstärkt durch den bekannten Wiener Auswahlspieler Zischek. Im Vorspiel unterlag die Jugend von „Rot=Weiß gegen die, vor allem körperlich überlegene Reserve von Wörgl mit 1:4.
Sport=Club „Rot=Weiß“, Innsbruck. Morgen, Freitag, wichtiger Klubabend im neuen Klubheim „Lodronischer Hof“, Egerdachstraße. Beginn 19.30 Uhr.
Osterreichisches Instktut für Kultur und Wissenschaft
Gegen den Veranstaltungsunfug!
Während-der letzten Wochen und Monate hat das wilde Veranstaltungswesen in einer Form um sich gegriffen, daß es dringend notwendig erscheint, die hiefür geltenden Bestimmungen mit Nachdruck in Erinnerung zu bringen, um es wieder in die richtigen Bahnen zu lenken.
Grundsätzlich gilt Folgendes: Alle Theatertruppen, Varietes, Kabaretts, Kleinkunstbühnen, Sänger= und Volkstanztruppen, soferne sie öffentlich auftreten, ferner Zirkuse, Schausteller von Buden, Karussels, Zauberer u. Illusionisten, Puppenspiele, Kasperltheater, Handdeuter, dann aber auch Tanzschulen usw. sind an eine Lizenz gebunden.
Um diese Lizenz ist bei der Sicherheitsdirektion in Inns= bruck, Erzherzog=Eugenstraße la einzureichen, und zwar durch ein Gesuch in doppelter Ausfertigung. Eine dieser Ausfertigungen wird dem Amt für Kunst und Kultur bei der Landeshauptmannschaft Innsbruck, Haydnplatz 5,
2. Stock, Zimmer 53, zur Stellungnahme übermittelt.
Diese Gesuche sind deutlich (mit Maschine) zu schreiben; sie müssen Namen und genaue Anschrift des Gesuchstellers enthalten. Ebenso sind jeweils die verschiedenen Befähigungsnachweise anzuschließen.
Ausdrücklich wird darauf aufmerksam gemacht, daß nur solche Gesuche Aussicht haben, berücksichtigt zu werden, die von einem in politischer wie moralischer Hinsicht einwandfreien Bewerber stammen und die sich auf einen durchaus seriösen Gegenstand erstrecken.
Die politischen Behörden erster Instanz. mit ihren nachgeordneten Stellen, den Gemeinden und den GendarmeriePosten werden mit aller Deutlichkeit darauf verwiesen, daß nur jenen, die sich mit einer solchen Lizenz seitens der Landeshauptmannschaft ausweisen, die Erlaubnis öffentlich aufzutreten, erteilt werden darf. Diese Bestimmung ist ab 1. November 1945 aufs strengste einzuhalten!
Landeshauptmannschaft für Tirol (Amt für Kunsi und Kultur).
Vortragsreihe „Vom Sinn unserer Zeit“ Heute 19.30 Uhr 2. Teil des Vortrages von Univ.=Prof. Erismann „Die Massenpsychologie und unsere Zeit“ in der Neuen Universität, Erdgeschoß, Hörsaal 14—16.