Tiroler Tageszeitung 1945
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- S.50
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Seite 2 Nr. 104
Tiroler Tageszeitung
Montag, den 22. Oktober 199
Kur Nact
Amtliche Mitteilungen
Tirol (Holzwirt
und Cand
Promotion eines Salzburgers in Innsbruck
Salzburg, 21. Oktober. Der Salzburger Willi Schleich promovierte an der Innsbrucker Universität zum Doktor der gesamten Heilkunde.
Österreichische Gesellschaft der Freunde Frankreichs
Am Montag, den 15. Oktober, fand ein Komiteeabend der Österreichischen Gesellschaft der Freunde Frankreichs statt.
Anläßlich dieses Abends vermittelte uns Prof. Stephan Hlawa (Burgtheater Wien) eine Betrachtung über die Entdeckung der Schönheit des Torsos. Anschließend wurde beschlossen, daß alle 14 Tage Vorträge abwechselnd von französischer und von österreichischer Seite gehalten werden sollen. Als Vortragssaal ist der rückwärtige Saal des Hotels „Grauer Bär“ vorgesehen. Der erste Vortrag in französischer Sprache, zu welchem unsere Mitglieder herzlichst eingeladen sind, findet am Dienstag, den 30. Oktober, statt. Näheres wird in der Presse noch bekanntgegeben.
Einbrüche
In den letzten Tagen wurden in Innsbruck mehrere Kellereinbrüche und Einbrüche in Werkstätten verübt So wurden in einer Schneiderwerkstätte in der Innstraße Stoffe und Anzüge entwendet und in einer Schusterwerkstätte in der Museumstraße eine Menge Reparaturschuhe gestohlen.
Todesfälle
In Innsbruck starben: Anton Fasching, B.=B=Lokomotivführer, 54 Jahre alt; Gabriele Deininger, Regierungsratswitwe, 91 Jahre alt; Friedrich Nagl, Gendarmeriebeamter a. D., 64 Jahre alt; Luise Osterholz geb. Heminy, Kaufmannsgattin, 64 Jahre alt; Josef Populorum, B.=B.=Portier a. D., 79 Jahre alt.
Am 15. Oktober wurde Anton Leitgeb, 73 Jahre alt, Rottwirt und Gutsbesitzer in Telfes zur letzten Ruhe bestattet. Als Ehrenbürger der Gemeinde Telfes, langjähriger Bürgermeister, Feuerwehrhauptmann, Ehrenmitglied der Musikkapelle, Ortsobmann des Tiroler Bauernbundes war sein Name, sein lauterer Charakter und rechtlicher Sinn weithin bekannt. Als Rottwirt in siebenter Generation hat er das Anwesen seiner Väter zu besonderer Blüte gebracht.
Silberne Hochzeit. Letzten Donnerstag feierte der in Sterzing geborene Herr Karl Frick, Gastwirt zum „Mondschein“ in Innsbruck, mit seiner Frau Maria das Fest der silbernen Hochzeit. Gleichzeitig damit war auch ein Gedenken an das schon 1943 auftreffende 40jährige Besitz= und Berufsjubiläum des Herrn Karl Frick als Gastwirt zum „Mondschein“ verbunden.
Hohes Alter. Frau Luise Demetz, genannt das Totenweibele von Hötting, beging am 20. Oktober in voller geistiger Frische ihren 78. Geburtstag. Ihren Beinamen hat sie sich erworben, da sie seit mehr als 15 Jahren die Toten auf den Friedhöfen Hötting und Mariahilf betreut.
Der Landeshauptmann von schaftsstelle)
Anordnung Nr. 4
Betr. Beschlagnahme und Kauf von Rutz= und Brennholz jeder Art durch Besatzungstruppen.
Ergeht an alle Forstbesitzer, Sägebesitzer, Holzhändler, an die holzverarbeitende Industrie und das tende Handwerk sowie an sämtliche Holzverbraucher in Tirol.
Es ergeht hiemit die Aufforderung an alle Tiroler Holzerzeuger, Holzverarbeiter und Holzverbraucher, der Holzwirtschaftsstelle Innsbruck, Wilhelm=Greil=Straße 9, 3. Stock, sämtliche Rutz= und Brennholzmengen, welche von den Besatzungstruppen und österreichischen Dienststellen seit 1. Mai dieses Jahres beschlagnahmt wurden oder die an Besatzungstruppen ohne Einkaufscheine verkauft wurden, zu melden.
Die Meldung hat folgende Angaben zu enthalten: 1. Name und Anschrift des Tiroler Betriebes; 2. Angabe, ob es sich um Verkauf oder Beschlagnahme handelt; 3. Genaue Anschrift des Abnehmers; 4. Datum der Beschlagnahme; 5. Datum der Auslieferung; 6. Menge und Beschreibung der Ware (Abmaß in Kubikmeter, Festmeter oder Raummeter); 7. Menge und Beschreibung der beschlagnahmten oder gekauften Ware, die noch nicht abgeführt wurde und sich derzeit noch auf dem Lager des Verkäufers befindet; 8. Mitteilung, ob und für welche Menge vom Abnehmer Einkaufscheine gegeben wurden.
Die Meldungen sind umgehend, spätestens innerhalb von 8 Tagen nach Erscheinen dieser Verlautbarung, schriftlich einzureichen und in Hinkunft an jedem Monatsersten durch Nachtragsmeldungen über im vergangenen Monat beschlagnahmte oder verkaufte Waren zu ergänzen.
Der Leiter: Obermoser.
WOHIN HEUTE;
Montag, 22. Oktober
Theater
Landestheater („Die Ahnfrau“.
Filme
Kammerlichtspiele: „Schlußakkord“
Zentralkino: „Lumpazivagabundus“
Triumphkino: „Frauen sind doch bessere Diplomats Laurin: „Seine Tochter ist der Peter“ Löwen=Lichtspiele: „Kora Terry“
Solbad Hall: „Feuerzangenbowle“
Lichtspiele Schwaz: „Sommerliebe“
Lichtspiele Fulpmes: „Truxa“
Seefeld: „Dr. Crippen an Bord“.
St. Johann: „Bajazzo“
Glocken kehren heim
Am Sonntag, 21. Oktober, fand um 10 Uhr in der Wiltener Pfarrkirche die feierliche übergabe der von den Nazis für ihren Vernichtungskrieg ausersehenen Glocken von Steiermark, Kärnten, Osttirol und Tirol an ihre früheren Eigentümer statt. Der übergabe wohnten Seine Exzellenz Gouverneur Voizard, der Chef des Kabinetts Oberst Carolet, Landeshauptmann Dr. Ing. Weißgatterer, Bürgermeister Dr. Anton Melzer sowie eine Abordnung britischer Offiziere aus Kärnten bei. Die Geistlichkeit war vertreten durch Fürsterzbischof Rohracher von Salzburg, Fürstbischof Pawlikowsky von Graz, Fürstbischof Dr. Köstner von Klagenfurt, Weihbischof Tschann von Feldkirch sowie durch Generalvikar Dr. Wechner, der den erkrankten Bischof Paul Rusch vertrat. Nach dem feierlichen
Hochamt, das Fürsterzbischof Rohracher zelebrierte, fand die formelle übergabe der Glocken statt. bei der Herr Gouverneur Voizard folgende Ansprache hielt:
„Im Namen der Regierung der französischen Republik habe ich die Ehre, Ihrer Exzellenz und den hochwürdigsten Herren Bischöfen, die sie begleiten, die vom nationalsozialistischen Unterdrücker den Kirchen der österreichischen Länder Steiermark, Kärnten und Tirol entrissenen Glocken zu übergeben.
Diese Glocken sollten geschmolzen werden und ihr Metall sollte dem Todeswerk der Wehrmacht dienen. Der Sieg der alliierten Mächte hat die Ausführung dieses Planes verhindert.
Nach den Bestimmungen des internationalen Gesetzes sind die Glocken als Kriegsbeute zu betrachten und gehören Frankreich.
Frankreich aber, seinen christlichen Traditionen getreu, will sie ihren rechtlichen Eigentümern zurückgeben. Ich bitte Eure Exzellenzen, sie gütigst in Empfang nehmen zu wollen, damit
sie, in ihre Kirchen zurückgekehrt, die Getreuen wieder zum Gebet rufen können und wieder für die österreichischen Katholiken Stunden schlagen können, von denen wir wünschen, es seien Stunden der Andacht, des Glückes und des Friedens.“
In seiner Antwortrede führte Fürstbischof
awlikowsky unter anderem aus:
„Als die Glocken im Kriege von den Türmen herabgenommen wurden, hat das katholische Volk sie mit Tränen der Trauer gewaschen.
Das Volk trauerte, daß die Glocken nun dem Kriege dienen sollten. Sie waren doch nicht zum Blutvergießen geweiht worden. Ein solches Sakrileg sah das Volk als Zeichen kommenden Unheils an.
Das Unheil stellte sich auch in furchtbarer Weise ein.
Durch die Hochherzigkeit der französischen Besatzungsarmee und ihres Oberstkommandierenden, Sr. Exzellenz des Herrn General Bethouart, werden die auf tirolischem Gebiete verbliebenen Glokken wieder ihrem ursprünglichen Zwecke zurückgegeben.
Die heimgekehrten Glocken werden es bekräftigen, daß wieder Frieden herrscht und daß die Völker versöhnt sind, gegenseitiges Verstehen und herzliches Mitempfinden wieder erstanden sind.
Die Glocken werden das Volk zum heißen Dank gegen Gott auffordern, nicht bloß für das wertvolle Kirchengut, noch vielmehr zum Dank, daß die siegreiche französische Nation mit einer so edlen Tat, wie es die Glockenspende ist, ihre vornehme Hilfsbereitschaft bezeugt.
Mögen die Glocken ausklingen in ein Friedensgeläute, das es allen eindringlich sagt, daß das höchste Gut der Völker ist: der Friede mit Gott und der Friede unter den Menschen auf Erden!“
Neues Leben auf dem Bodensee
Bregenz, 20. Oktober.
Seit Kriegsende war der österreichische Schiffsverkehr auf dem Bodensee vollkommen lahmgelegt. Österreichischer Initiative ist es nun mit Hilfe der französischen Militärregierung gelungen, diesen drückenden Zustand zu beseitigen. In den Vormittagsstunden des 16. Oktober lief unsere „Bregenz“ als erstes planmäßiges Schiff aus dem Hafen Bregenz mit dem Ziel Konstanz aus. Es war ein österreichisches Schiff, das als erstes die Schiffsverbindung zwischen den Siedlungen des Bodensees wiederherstellte. Dieses denkwürdige Ereignis war von einer stillen und bescheidenen, aber eindrucksvollen Feier begleitet. Präsident Soravia von der Bundesbahndirektion Innsbruck führte die erschienenen Festgäste auf das schmucke Schiff und begrüßte auch den ersten zahlenden
Fahrgast Unter den erschienenen Festgästen, die die Fahrt mitmachten, konnte Präsident Sorania u. a. Herrn Major Delmas, Direktor der Eisenbahn in der französischen Besatzungszone. Herrn Hauptmann Laporte, Kommandant der Marinetruppen in Bregenz und die Spitzen der Behörden des Landes Vorarlberg und der Stadt Bregenz begrüßen.
Bei prachtvollstem Herbstwetter fuhr das Schiff unter dem Kommando von Kapitän Darpich dem Hafen Lindau zu. wo es von den Vertretern der Deutschen Reichsbahn und der Stadt empfangen wurde Von Lindau ging die Fahrt weiter entlang der herrlichen Küste des Bodensees, die im Schmucke des verfärbten Herbstlaubes prangte. In jeder Stadt stiegen neue Fahrgäste zu, die
glücklich waren, nunmehr wieder die ihnen so gewohnte Fahrt über die Wasser des Bodensees machen zu können. In Konstanz wurde das Schiff von den Herren der dortigen Behörden begrüßt Im Hafen fanden sich die Festgäste an Bord zu einem kleinen Mittagessen zusammenHierbei würdigte Präsident Soravia in seiner Ansprache die Bedeutung der Eröffnung des Schifffahrtverkehrs. Er sprach der französischen Militärregierung, den österreichischen Behörden und nicht zuletzt Herrn Oberbahnrat Ing. Dierkes, Vorstand der Schiffahrtsinspektion, sowie seinen Arbeitern den Dank für ihr Wirken, das die Aufnahme des Schiffsverkehres möglich machte, aus. Landesrat Maier begrüßte als Vertreter des Landes Vorarlberg die Anwesenden und hob die Bedeutung des Tages für
Vorarlberg und Bregenz hervor. Major Delmas gab der überzeugung Ausdruck, daß jeder Schritt auf dem Wege der Verbesserung der Verkehrsverhältnisse eine Tat zur Befestigung des Friedens ist, eines Friedens, der uns eine neue Welt schaffen soll Oberreichsbahnrat Helbing, Vorstand des Maschinenamtes Konstanz überbrachte die Grüße der Reichsbahndirektion Karlsruhe.
Auch bei der Rückreise, die zuerst im goldenen Glanz der untergehenden Sonne und dann im silbernen Lichte des Mondes erfolgte war der Zustrom der Fahrgäste ziemlich rege und alle freuten sich, daß wir auf dem Wege des Wiederaufbaues wieder einen Schritt vorwärts gekommen waren.
Berufsberatung für Kriegsbeschädigte
Amtlich wird bekanntgegeben: Die Sprechtage der Dienststelle für Arbeitseinsatz und Berufsberatung von Kriegsbeschädigten des Landesarbeitsamtes Tirol, in den nachfolgend angeführten Städten des Landes, finden im November wie folgt statt:
In Innsbruck jeden Montag, Dienstag und Mittwoch vormittag von 8 bis 12 Uhr im Landesinvalidenamt, Herzog=Friedrich=Straße 3, 2. Stock, Tür 19; in Schwaz am Donnerstag, den 8. Nov., beim Arbeitsamt; in Kitzbühel am Freitag, den 9. Nov., beim Arbeitsamt; in Kufstein am Freitag, den 16. Nov., beim Arbeitsamt; in Landeck am Freitag, den 23. Nov., beim Arbeitsamt; in Imst am Freitag, den 30. Rov., beim Arbeitsamt. In Reutte wird erstmalig am Dienstag, den 30. Oktober, und dann wieder am Mittwoch, den 28. Rovember, ein Sprechtag stattfinden.
Es wird weiters daran erinnert, daß alle Kriegsbeschädigten dieses Weltkrieges, die in Tirol beheimatet sind und eine ihrer Körperbehinderung Rechnung tragende Beschäftigung suchen, sich bei der Kriegsbeschädigtenberatungsstelle oder ihrem zuständigen Arbeitsamt melden mögen. Die Anmeldungen sollen wegen des zu großen Andranges bei den Sprechtagen zunächst schriftlich erfolgen und den Namen, den Wohnort, das Geburtsdatum, die Art der Versehrtheit, den erlernten und zuletzt ausgeübten Beruf und den Berufswunsch enthalten. Die Vorladung zu einer Berufsberatung wird dann zur gegebenen Zeit erfolgen.
Alle Arbeitgeber werden neuerlich aufgefordert, der Not unserer Tiroler Kriegsbeschädigten zu gedenken, selbst Beschäftigungsmöglichkeiten, die bestimmte körperliche Behinderungen zulassen, ausfindig zu machen und der Kriegsbe
schädigtenberatungsstelle zu melden.
Einschreibungen an den Bewerblichen Fortbildungsschulen (Berufsschulen)
Allgemeine gewerbl. Fortbildungsschule mit kaufm. Abteilung im Solbad Hall: Einschreibungen für alle Lehrlinge und Lehrmädchen, die nicht zum graphischen, elektrotechnischen, metallverarbeitenden, Maler=, Friseur= oder Gaststättengewerbe gehören, aus den Gemeinden einschließlich Arzl bei Innsbruck im Westen und Fritzens=Wattens im Osten finden am Dienstag, den 23. Oktober, von 8—12 Uhr und 14—16 Uhr statt. Ort: Knabenhauptschule in Solbad Hall.
Fortbildungsschule für das Metallgewerbe in Innsbruck: Einschreibungen: Mittwoch, den 24. Okt., Leopoldschule,
1. Stock, Beratungszimmer. 1. Klassen von 8—11 Uhr,
2. und 3. Klassen von 14—17 Uhr. Fortbildungsschule für das Maler= und Anstreicher
gewerbe: Einschreibungen: Mittwoch, den 24. Okt., von 14 bis 17 Uhr Adolf=Pichler=Platz 1, Stöcklgebäude, 1. Stock.
Fortbildungsschule für das Elekteogewerbe: Einschreibungen: Donnerstag, den 25. Okt., von 9—12 Uhr und 14—18 Uhr Adolf=Pichler=Platz 1, Stöcklgebäude, Parterre.
Lehrverträge, letzte Schulzeugnisse und 5 RM. als Lehr= und Lernmittelbeitrag (vom Lehrherrn zu zahlen) sind mitzubringen.
Schulbeginn an der gewerblichen Fortbildungsschule für das Bau= und Kunstgewerbe Alle Lehrlinge und Lehrmädchen des Bau= und Kunstgewerbes (Installateure, Glaser, Spengler, Dachdecker, Maurer und verwandte Gewerbe, Photographen) haben sich am Mittwoch, den 24. Okt., um 15 Uhr in der Knabenhauptschule Leopoldstraße zur Eröffnung des Schulfahres einzufinden. Nacheinschreibungen finden am 24. Okt. an derselben Schule von 13—15 Uhr statt.
Knaben= u. Mädchenvolksschule Mariahilf. Die Schüler und Schülerinnen der 4. und 5 Klassen haben sich Mittwoch, den 24. Okt., um 8 Uhr im Schulhause Mariahilf einzufinden. Mitteilung über den Schulbeginn.
Volksschule Hötting. Am Mittwoch, den 24. Oktober, beginnt der Unterricht für die Oberklassen, und zwar für die 5. und 6. Klasse Knaben um 8 Uhr früh, für die 5., 6. und 8. Klasse Mädchen um 1 Uhr nachmittag.
Innsbrucker Nordkettenbahn. Wegen Überholungsarbeiten ist der Verkehr auf der Rordkettenbahn vom 22. Oktober bis 27. Oktober eingestellt.
S PORTUND SPIEI
„Bimbo“=Binder von Rapid (Wien) grüßt herzlichst zum Abschied alle Tiroler Sportler sowie Herrn Dr. Pöschl (Vienna=Wien) und insbesondere seinen Kameraden Zischek Karli (Wacker=Wien) und Schiedsrichter Weinerth (Wien), wünscht ihnen Erfolg, wie sie es stets in Wien und im Auslande gehabt haben, sowie baldige Rückkehr in ihre Heimatstadt Wien, die sie sehnsüchtig erwartet.
Franz Binder.
„Naturfreunde“ Ortsgruppe Innsbruck. Dienstag, den 23. Oktober, wichtige Ausschußsitzung in der Arbeiterkammer, Zimmer 40 (Askö),
Meisterabend Franz Bruckbauer
Die Konzertunternehmung Johann Groß veranstaltet gemeinsam mit der Gesellschaft der Freunde Frankreicham 16. d. M. im Riesensaal der Hofburg ihren eisa Meisierabend. Professor Franz Bruckbauer=Win, einer der hervorragendsten jungen Meister der Geige, spielte. lebhaft begrüßt von den zahlreichen Freunden seiner Kuns, ein außerordentlich interessantes und anspruchsvolles gramm. Bruckbauer, unvergeßlich von seiner Tätigkeit al erster Konzertmeister in Innsbruck und von zahlreicha Abenden höchsten künstlerischen Erlebens, hat sich in wen gen Jahren durch sein reifes Können die europäischn Konzertsäle erobert. Seine Technik überwindet mühelos à gefährlichsten Klippen, Dezimenfolgen, Pizzikatokaskadn Springbögen und Flageoletts sind von
kristallklater Prägnanz und Reinheit. Diese technische Vollkommenhei i gepaart mit einer wunderbaren Süße und Beseeltheit de Tones und dient dem Werke und den Absichten des Ker ponisten in letzter Vollendung.
Claude Debussy eröffnere mit seiner Sonate u
G=dur die Vortragsfolge. Das Werk stammt aus i letzten Schaffensperiode (1916/17) und entstand mührel
im Schatten der qualvollen Todeskrankheit des Meisten. Voll romantischer Sehnsucht und grüblerischer Traurigtn erklingt der erste Satz, während der zweite zärtliche 6. danken mit spöttelndem Spuk verbindet. Heitere Lebenfreude südlichen Gepräges kommt in der reich verzem Melodik des Finales zum Ausdruck.
Georges Enesco, dessen Sonate op. 6 wir erstmah hörten, wird nicht umsonst der „rumänische Brahms“## nannt. Herbheit, Melodik und Harmonik gemahnen o ersten Takt an an Joh. Brahms. Die Sonatensom m weitläufiger Durchführung verleiht dem ersten Satz d Eindruck festen Gefüges. Blühende Melodik wechselt un turbulenten, trotzigen Einfällen und stürmischen Tanziha#, men (letzter Satz).
Im zweiten Teil des Abends erklangen Debussys 6uteske „Minstrels“ und das berühmte Stimmungssü „Claire de lune“, ersteres aus der Sammlung „Preiud# letzteres aus der „Suite bergamasque“, beide ursprüngls für Klavier geschrieben. Den Abschluß machte das Jan sche Feuerwerk „Tzigane“. Eine ausgedehnte Introdalin für die Geige allein geht über in die rondoartige bie Abwandlung von Zigeunerweisen.
In vorbildlicher Zusammenarbeit mit dem Solisten d#s ten wir Kurt Neumüller= Salzburg am Flügel die zum Teil außerordentlich anspruchsvollen Begleitung meisierte.
Es gab zahlreiche Hervorrufe der begeisterten Zuhem für die Prof. Bruckbauer mit Ravelschen und Debus# schen Zugaben dankte. Wir erwarten mit Freude demnäct einen zweiten, klassischen Abend des Künstlers.
Dr. Albert Riester
Maria Cebotari singt in Innsbruck. Die berühmte Kan mersängerin gibt am Donnerstag, den 25. Oktobet, n 19.30 Uhr im Riesensaal der Hofburg unter Mitwitku, von Musikdirektor Fritz Weidlich einen Lieden m Arienabend. Hierbei gelangen Arien von Weber, Bizet und Tschaikowskij und Lieder von Haydum Schubert zur Wiedergabe. Vorverkauf ab heute bei ##. Groß, Maria=Theresien=Str. 37, Part., Ruf 5202.
esches, I#0 an
für Kultur and"Witfenfeven
Durch eine Reihe von Instandsetzungsarbeiten, die m Wochen in Anspruch nahmen, ist es gelungen, den Rio men des Österreichischen Institutes für Kultur und schaft in der Hofburg eine Note zu geben, wie sie seim Aufgabenkreis — soweit dies unter den gegenwäme Verhältnissen überhaupt möglich ist — entspricht. In N betracht der überaus starken Verknappung von Material# und Arbeitskräften wäre diese Ausgestaltung ohne die#e ständnisvolle und tatbereite Mithilfe verschiedener und Persönlichkeiten nicht denkbar gewesen. Aus disn Grunde fühlt sich das Kulturinstitut neben anderen inssondere dem Landesbauamt, Herrn Oberbautat nardi, verpflichtet; weiter dem Telegraphenbauamt ind Person des Herrn Dr. Willi Rutscher. Aber auch k Firma Th. Gasser,
Malerwerkstätte, die den grön Teil der Arbeit zu leisten hatte, soll in diesem Zusamme hang nicht ungenannt bleiben. Ihnen allen will das sidium des Institutes vom Herzen danken!
Das Österreichische Institur für Kultur und Wissenschel steht also ab heute wieder für den gesamten Parteiene kehr offen. In Rücksicht auf die vielfältigen Bürd= in Organisationsarbeiten wird jedoch gebeten, Vorspracn auf die Zeit von 10 bis 12 Uhr beschränken zu well Fernmündlich ist das Kulturinstitut unter Rummer 328 zu erreichen.
Neuerdings wird auf die Veranstaltung des instituts am 23. Oktober um 20 Uhr im Musikvereinssas aufmerksam gemacht, den impressionistischen Abend Vilma Peer, Erwin Apel und Hans Kofler tenvorverkauf: Kulturinstitut täglich von 10—12 und vei 14—17 Uhr).
Vortragsreihe „Vom Sinn unserer Zeit“ Am Died
tag, den 23. Oktober, um halb 8 Uhr spricht Univ.=Prei¬. Dr. Erismann über „Die Massenpsychologie und un sere Zeit“. Da der Vortrag gemeinsam mit der phisch=pfychologischen Gesellschaft der Akademiker veras staltet wird, findet er diesmal ausnahmsweise nichte Joologischen Hörsaal der Alten Universität, sondem in d Neuen Universität, Erdgeschoß, Hörsaal 14—16, slatt.
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