Tiroler Tageszeitung 1945

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Seite 2 Nr. 102
Tiroler Tageszeitung
Freitag, den 19. Oktober 195
Staliss
Die Pariser Zeitschrift „Mondes“ gibt zur öfters erörterten Frage, ob Stalin amtsmüde sei, folgende Hinweise:
„Sehr häufig gehen in unregelmäßigen Zwischenraumen Gerüchte um, denen zufolge der Gesundheitszustand Stalins nicht günstig sei. Es ist wahr, daß Stalins Haare grau geworden sind, aber Stalin ist auch kein Jüngling mehr. Er hat wiederholt seinen Gesundheitszustand geschont, aber von einer ernsten Krankheit war bei ihm niemals die Rede. Seine außerordentlich nüchterne Lebensführung schont seinen Körper. Die englischen und amerikanischen Offiziere, die in Yalta waren, staunten über die Robustheit und Frische des roten Marschalls. Diese Robustheit wurde auch in Potsdam beobachtet und vom Präsident Truman im Gespräch mit seinen Intimen festgestellt.
Anderseits würde es der gegenwärtigen russischen Entwicklung durchaus nicht entsprechen, wenn Stalin sich zurückziehen würde. Die Methoden, welche die Bolschewiken von 1918—1939 anwendeten, sind aufgegeben und man wird nicht mehr zu ihnen zurückkehren. Aber entfernt davon, sich zurückzuziehen, wird Stalin das Werk, das er durch fünf Jahre hindurch in so sensationeller Weise vollbracht hat, durch den Wiederaufbau abschließen. Kalinin wird von der Präsidentschaft der Sowjet=Republik abtreten und Stalin wird an seiner Stelle folgen. Die Sowjet=Verfassung wird im Sinne einer Verstärkung der Exekutivgewalt und insbesondere der Gewalt des Präsidenten geändert werden. Dazu bereitet man sich in Rußland vor. Noch vor dem Jänner 1946 dürften diese
Maßnahmen in Erscheinung treten.
Man kann Stalin nicht mit einem Mystiker wie mit dem Zaren Alerander I. vergleichen. Stalin ist ein Realist. Stalin ist der Meinung, daß der Sieg nicht ein Abschluß ist, sondern ein Mittel, eine Etappe, und daß der Weg, der beschritten werden muß, lang ist. Im härtesten Augenblick des Krieges hat Stalin nicht gezögert, sich zum obersten Marschall der Roten Armee zu ernenen. War es die Sucht nach Titeln, nach Ehre oder Macht? Nein! Die Macht besaß er ohnedies in weitestem Umfange. Titel und Ehren verachtete er. Aber diese Ernennung sollte das russische Volk elektrisieren und sie verfehlte diesen Zweck nicht. Für die Menschen da unten müssen sich die politischen Ideen in Menschen verkörpern. Stalin ist es hervorragend gelungen, das rote Rußland und zugleich
das ewige Rußland zu verkörpern. Schon aus diesem Grunde ist es nicht möglich, daß Stalin sich von den Geschäften zurückzieht.“
359 Millionen Dollar amerikanischen Kredit für Rußland
Washington, 18. Oktober. Die Vereinigten Staaten unterzeichneten ein Kreditavkommen, welches der Sowjet=Union die Möglichkeit gibt, im Rahmen der Pachtund Leihverträge Waren im Werte von 350 Millionen Dollar zu kaufen. Die Frist für die Rückgabe beträgt 30 Jahre. Der Zinsfuß macht 2.38 Prozent.
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Dipkomatie, Jresse und Jolitik
im Deitten Reich
Aus dem Tagebuch eines Journalisten 7. Fortsetzung
Im Flammenschein des Untergangs
Als der Luftkrieg gegen die Reichshauptstadt seinen Höhepunkt erreicht hatte, gab es in Berlin vier Großbunker. Ein fünfter — für das OKW. — war seit 1942 im Bau. Als mit der Belagerung in den Apriltagen 1945 der Untergang Berlins nur mehr eine Frage von Tagen war, wurde trotzdem mit unüberbietbarer Sturheit Tag und Nacht an dem OKW.=Bunker weitergearbeitet, dem sogar der schönste Teil des Tiergartens — der Rosengarten der Königin Luise — zum Opfer gefallen war. Dieser unvollendete Bau war symbolisch für alles, was das OKW. seit dem Herbst 1940 unternommen hat!
Die Reichshauptstadt beherbergte um diese Zeit fast sechs Millionen Einwohner, davon etwa eine Million ausländische Arbeiter. Der Abzug der evakuierten Frauen und Kinder wurde durch eine größere Zahl hereinströmender Ostflüchtlinge ausgeglichen, die mittellos, mit dem letzten Rest ihrer Habe, ohne Ziel und Hoffnung zwischen den Trümmern der Bahnhofshallen vergeblich auf den Weitertransport warteten und durch die massierten Tag= und Nachtangriffe von Jänner bis April 1945 namenlos und unerkannt in den Orkan der Vernichtung hineingerissen wurden. Zwar riefen der Verteidigungskommissar Dr. Goebbels und sein Stellvertreter Schach täglich über den Drahtfunk die Berliner, die dem unvermeidlichen Ende mit Apathie und Stumpfheit entgegenharrten,
fanatisch zum Widerstand auf, doch konnten auch sie nicht leugnen, daß die so gefeierten Baumeister des Dritten Reiches — Speer und Breker allen voran — zwar Prachtstraßen, Prunkbauten, Monumentalstatuen und einige Bunker für die
und Tirol
Innsbruck, 18. Oktober. Der frühere Landeshauptmann von Tirol und jetzige Unterstaatssekretär für auswärtige Angelegenheiten, Dr. Karl Gruber, hat vor dem Verlassen der Landeshauptstadt Innsbruck an Se. Exzellenz Herrn Pierre Voizard, Gouverneur der französischen Besatzungszone in Österreich, ein Schreiben gerichtet, dessen Inhalt wir nachstehend wiedergeben:
„Eure Exzellenz!
Bevor ich zur übernahme meiner neuen Aufgabe nach Wien abreise, möchte ich Ihnen nochmals meine tiefe Dankbarkeit für die wertvolle Hilfe zum Ausdruck bringen, die Sie nicht nur mir selbst in der Erfüllung meiner Aufgabe, sondern auch dem Land Tirol und darüber hinaus der Sache ganz österreichs gewährt haben. In allen Unterredungen, die ich die Ehre hatte, mit Ihnen zu führen, haben Sie ein solches Verständnis für unsere Schwierigkeiten und in der Behandlung oft heikler Fragen ein so großes Wohlwollen bewiesen und einen so aufgeschlossenen Sinn für die Bedürfnisse der Verwaltung an den Tag gelegt, daß wir Frankreich gar nicht genug dafür danken können, daß es uns in Ihrer Person seinen würdigsten Vertreter gesandt hat.
Seien Sie versichert, Herr Gouverneur, daß Tirol niemals die feste Haltung vergessen wird, die Sie in der Verteidigung seiner Interessen eingenommen haben, und seien Sie, bitte, von der aufrichtigen Freundschaft des Tiroler Volkes wie auch von meinen persönlichen Gefühlen der größten Ergebenheit überzeugt.“
Se. Exzellenz Herr Gouverneur Voizard antwortete mit folgendem Schreiben, welches für das vollkommene Einvernehmen zwischen der französischen Militärrejierung und der Tiroler Landesregierung ennzeichnend ist:
„Herr Minister,
ich habe die Ehre, den Empfang Ihres Briefes vom 5. Oktober zu bestatigen, dessen Inhalt mich außerordentlich berührt hat.
Ich bedauere auch meinerseits Ihr Scheiden von Innsbruck. Nach einer Zusammenarbeit von drei Monaten sind die Beziehungen zwischen uns immer vertrauensvoller geworden und auch unsere beiderseitigen Dienststellen haben sich ehrlich im Sinne einer gegenseitigen Verständigung bemüht. Die Tiroler Bevölkerung endlich hat sich Rechenschaft geben können von dem Geist, der die französische Militärbesatzung beseelt. Alles deutet darauf hin, daß die ersten auf diese Weise erzielten Resultate sich in Zukunft noch verbessern werden zum Wohle unserer beiden Länder.
Ich darf Sie daher beglückwünschen und Ihnen danken für die wertvolle Mithilfe, die Sie der Militärregierung haben zuteil werden lassen.
Eine neue Aufgabe, die noch wichtiger ist für die Wiederherstellung eines freien und aufstrebenden Österreich, erwartet Sie in Wien. Ich darf meine aufrichtigen Wünsche zum Ausdruck bringen, daß sie von Erfolg gekrönt sei.
Genehmigen Sie, Herr Minister, den Ausdruck meiner vorzüglichen Hochachkung.“
Feierliche Rückgabe der Kirchenglocken in Tirol am 21. Okt.
Innsbruck, 18. Oktober.
Bei der Besetzung Tirols entdeckten die französischen Truppen eine große Zahl von Kirchenglocken, die von den Nazis in einem Hüttenwerk zentral gelagert waren, um eingeschmolzen zu werden, damit sie für Kriegszwecke verwendet werden könnten. Dadurch wurden diese Glocken zur Kriegsbeute und hätten rechtmäßig der Besatzung als Eigentum zufallen müssen.
Die französische Regierung verkannte nicht den religiösen Charakter dieser Kriegsbeute, die in ihrer normalen Verwendung zur Ausübung des Kultes gehörte. Sie wollte daher die Regeln des Kriegsrechtes nicht ausnützen, sondern die Glocken in wohlwollender Weise ihren früheren Eigentümern, den Pfarreien in österreich, zurückgeben. Es handelt sich hier um einen wichtigen Entschluß, der die politische Linie unterstreicht, die Frankreich in Österreich zu verfolgen beabsichtigt, denn die Gesamtheit der nunmehr wiedergewonnenen Glocken überschreitet ein
Gewicht von hundert Tonnen (54 Tonnen Metall für Kärnten, 41 Tonnen für Steiermark, 11 Tonnen für Osttirol und fast eine Tonne für Tirol und Vorarlberg).
General Bethouart, der Höchstkommandierende der französischen Besatzungszone in österreich, will diese vornehme und wohlwollende Geste Frankreichs dadurch unterstreichen, daß die Rückgabe der Glocken an die verschiedenen Bischöfe in österreich anläßlich einer Feier in Innsbruck erfolgen soll. Im Anschluß an eine Singmesse, die am Sonntag, 21. Oktober, in der Wiltener Pfarrkirche stattfindet und vom Bischof von Graz, dem Altesten der anwesenden Bischöfe, zelebriert wird, wird General Bethouart die symbolische übergabe dieser Glocken an die Bischöfe Tirols, Vorarlbergs, Steiermarks und Kärntens vornehmen. Diese Zeremonie wird durch den Sender Innsbruck im Rundfunk übertragen. Am Nachmittag findet ein Konzert und Volksfest im Hofgarten statt, an
dem Trachtengruppen teilnehmen.
19. —
Die Schulen der Frauen Arsulinen in Innsbruck
Durch die Tore der zwei großen, grauen Häu ser am Innrain Nr. 9 und 13, vor welchen wäl. rend der letzten sechs Kriegsjahre oft schon un 7 Uhr früh die Massen der einberufenen Zuschen und Männer mit banger Miene auf die teren schicksalsschweren Befehle warteten, schiedt sich seit 14 Tagen wieder junges, freudiges Schuvolk aus und ein.
Die Ordensfrauen der Ursulinen, die sich in Innsbruck niederließen, eröffneten in unsere Stadt den ersten regelmäßigen Schulunterrich für Mädchen und blieben auch dann, als der Stau das Schulwesen in die Hand nahm, auf dem biete der Mädchenbildung immer auf der Höh der jeweiligen Zeit. Und als gerade in den letztn fünfzig Jahren fortlaufend neue, verbesserte men von höheren Mädchenschulen sowohl für die hauswirtschaftliche und gewerbliche Tätigkeit de Frau als auch für den Lehrberuf und den Zuganz zur Universität entstanden, vervollständigten di Ursulinen ihre Anstalten auch nach diesen Ric. tungen.
Weil die beiden Schulhäuser durch den secjährigen Gebrauch der Wehrmacht wie auch durc Bombeneinschläge in nächster Nähe und durc Plünderung beim Zusammenbruch große Schäden erlitten hatten, war es nicht möglich, den Schubetrieb im Umfang von 1938 aufzumachen. Fü dieses Schuljahr konnte die Volksschule ganz, die Hauptschule zur Hälfte und die Mittelschule iu mit einigen Unterklassen eröffnet werden. Es be steht jedoch gute Hoffnung, daß in den folgenden zehn Monaten alle Schulräume instandgesetzt werden und die nach der Aufhebung der Schulen 198 an verschiedene Ursulinenschulen des Auslandu ausgewanderten Lehrerinnen zurückkehren, s# daß mit dem Schuljahr 1946/47 nicht nur di Hauptschule vollständig, sondern auch alle ac Klassen
der Mittelschule, entweder in der Fom der Frauenoberschule oder in der des Oberlyzeum eröffnet werden können. (Das Reifezeugnis bei der Formen berechtigt zum Besuch der Universitt als ordentliche Hörerin.)
Die weitbekannte ehemalige Direktorin de Mittelschule, Mater Lioba Gräfin von Hendl, di im April 1938 wegen einer Ansprache bei Schulfeier an Hitlers Geburtstag vom damalign Landesschulrat abgesetzt worden war, zog nachn mit drei Ordensschwestern nach Brasilien, gün dete in der Nähe von St. Paolo eine Ordensnn derlassung mit Noviziat und leitete zugleich ein Erziehungsanstalt. Kürzlich erhielt sie von dor ger hoher Stelle einen Ruf zur Gründung un Leitung eines Mädchengymnasiums und ein Lehrerinnenbildungsanstalt. Ihre Amtsnacfog# rin an der Innsbrucker Mittelschule bis zur Auf hebung im Sommer 1938, Mater Dr. Ansunziah Tollinger, war seit 1939 an einer höheren Mchenschule der Ursulinen in England als Lehrem mit anerkanntem Erfolg tätig und wird
in de nächsten Monaten nach Innsbruck zurückkehr — Die Direktorin der Haushaltungsschule un der Bildungsanstalt für Haushaltungslehrerinne Mater Borromäa Baronin von Kathrein, die 1# mit zehn anderen Ursulinen zum Krankenpflge dienst in ein Reservelazarett nach Feldkirch go rufen worden war, wurde mit drei ihrer Ab schwestern am 1. Oktober 1943 dort das Opfe eines Bombenangriffes.
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Naziprominenz gebaut hatten, daß aber von den sechs Millionen Berlinern keine 100.000 in Bunkern und nicht mehr als 300.000 in betonierten Luftschutzkellern untergebracht werden konnten. Die restlichen Millionen wahllos zusammengewürfelter Menschen aus aller Herren Länder konnten sich aussuchen, ob sie verbrennen, ersticken, ertrinken oder sonstwie im Bombenhagel verenden wollten ...
Der Doppelhochbunker am Bahnhof „Zoologischer Garten“, in dem die Befehlsstelle des Luftgaukommandos, Horchgeräte und die elektrische Steuerung der Nachtjäger untergebracht waren, wurde ursprünglich errichtet, um die wertvollen Schätze der Berliner Museen, die Archive, Stadtbaupläne und sonstige unersetzliche Dokumente vor allen Eventualitäten des Krieges zu schützen. Seine Außenwände aus Eisenbeton hatten eine Stärke von sieben Metern, die auch mehreren Volltreffern standgehalten hatten. Dieser erste Hochbunker war gegen den Willen der Fachleute des Luftfahrtministeriums durchgesetzt worden. Hatten diese doch — am lautesten Göring — in öffentlichen Versammlungen immer wieder beteuert, „kein feindliches Flugzeug werde je den deutschen
Luftraum erreichen“!
Der Polizeipräsident von Berlin, Graf Helldorf, der als strammer SA.=Führer seine Parteikarriere begonnen hatte, später aber im Zusammenhang mit dem Hitler=Attentat aufgehängt wurde, hatte vor Ausbruch des Krieges dem Luftfahrtminister Göring einen Plan für den Ausbau der ausgedehnten U= und S=Bahnschächte der Reichshauptstadt zu Luftschutzbunkern vorgelegt, die der gesamten Bevölkerung von Berlin Sicherheit aus der Luft gewähren sollten. Göring, der persönlich keinen der schweren Luftangriffe auf die Stadt miterlebt hat, wies Helldorf die Tür und stempelte ihn zum „Defaitisten“. Als die Frage der Verantwortung für das Massensterben in Berlin immer lauter wurde, übergab Helldorf seinen Plan der Presse und bezeichnete im November 1944 in einer Rede vor
Offizieren der
„Propagandaersatzabteilung Potsdam“ Göring als den Hauptschuldigen für den Untergang der Reichshauptstadt.
Die Komödie der Staatsbegräbnisse
Der „Luftwaffen=Führungsstab“ hatte schon bald nach dem Scheitern des Angriffskrieges gegen England die Aussichtslosigkeit eines langen Krieges erkannt. Der Generalfeldzeugmeister Ernst Udet weigerte sich nach dem Versagen des Blitzkrieges gegen Rußland weiterhin die Verantwortung zu tragen. Am 17. November 1941 zog er aus dieser überzeugung in seiner Villa in der Stallupöner=Allee in Berlim durch Selbstmord die Konsequenz. Seine Tat, der schwerste Auseinandersetzungen mit Göring und Milch vorausgegangen waren, war freiwillig, wenn sie auch dem Volke anders dargestellt wurde. Das Staatsbegräbnis für Udet, dem kühnsten Kunstflieger seiner Zeit, war eine ebenso verlogene Komödie wie die ähnlichen Veranstaltungen dieser Art für Todt, Dietl,
Rommel und andere, die Hitler unbequem geworden waren.
Schon damals hatten die Reichsminister, Reichsleiter und sonstigen Naziführer Privatbunker. Die meisten von ihnen pflegten allerdings schon in den Nachmittagsstunden Berlin zu verlassen, um erst am nächsten Morgen, wenn die Gefahr vorbei war, zurückzukehren. Nur Dr. Goebbels residierte mit seiner ganzen Familie in dem Befehlsbunker unter dem Wilhelmsplatz. Dieser war das einzige überbleibsel von dem total zerstörten „Hotel Kaiserhof“, das in der Geschichte des Dritten Reiches eine besondere Rolle gespielt hat.
Die Diplomaten, soweit sie in Berlin geblieben waren, hatten sich eigene Bunker mit eigenem Baumaterial und eigenen Arbeitskräften bauen lassen oder wohnten weit außerhalb der Metropole. Wurden sie in Berlin von einem Angriff überrascht, kamen sie in den Tiefbunker des „Hotel Adlon“, wo der Protokoll=Chef des Auswärtigen Amtes die Karten zur Benutzung für die Gäste der Reichsregierung, prominente Ausländer, und Günstlinge des Auswärtigen Amtes
ausgab. Als die Empörung der Berliner Be####l 7—
kerung wegen der Schutzlosigkeit gefährliche #u#nacke maße anzunehmen drohte, wurde das oberVon Gottfried Stockwerk des Zoo=Bunkers, das 20.000 Menscha Das Tal von faßte, für die Bevölkerung freigegeben. Allabenergtal. Es duldet k. lich wurde der Eingang regelrecht belagert; nasigendwo einstreicht jedem Alarm wurden mindestens ein Dutzend T###rd vertan und vernaus dem Bunker getragen, die entweder von dafsoden und seiner angstgepeitschen Nachdrängenden zertreten wurd zinigen Ackern „ oder im Menschenknäuel der verzweifelt Schuisron. Die wen: suchenden erstickten. Schon damals betrug die Za###nd still und schen
der Todesopfer allein durch Bomben einige 100.00pusen Wälder. Der Rausch Hitlers und seiner Trabanten, mis zu innerst
diesem gefährlichsten aller Kriege Geschichte sü sannes dan 0 1000 Jahre zu schmieden, ließ jede Vorkehrumnsä der Fant... zur Sicherheit des Einzellebens außer Acht, dem firrten ungt daß di dieses große Sterben sollte Flamme sein, deu satte. Von m. . Namen Hitlers mit unvergänglichen Lettern ümit ihreme das Buch der Zeiten zu brennen. (bch in gi#rftige
Während der grauenvolle Tod aus der Luf holzschlitte“ erstart seine reiche Ernte hielt, Angst, Schrecken, Biu Lergschmied. 311
und Tränen verbreitete, trafen sich die Verand.be
wortlichen, die zufällig keine Villa in Berlin hot (sühen ist es plötzlick ten, oder sich dort nicht mehr sicher fühlten, # kanmererg#laren De den komfortablen Privatgemächern dieses Z##### die #tag mehr.
Bunkers. Dort waren inzwischen drei Etagen sü Lndschae#ede in
die Unterbringung prominenter Nazis eingericht # dast. In den 2 worden. Generale aller Waffengattungen, an du s## Tchsparren schriSpitze der Luftwaffen=General Bodenschatz niizen aber sis hohe SS=Führer, angeführt von SS=Obergruppen nas Geschläuf und führer Hinkel, der Propagandaleiter von Ber ####et er im Mühl lin, Wächter, und wie sie alle hießen, die ssen „.. Winkel und Männer, die täglich dem Volke „durchhalten“ pie (im Bisde Jed und digten und ihm sagten, daß es nur ein Re## ## verschlä und eine Pflicht habe, zu stehen und zu sterben ##dengen suchen. 2 retteten ihr kostbares Leben in die modernst ein um so mehr 2. gerichteten Bunkerräume, wo sie weder von den tingad" um den ZarDetonationen der Bomben noch den Salven der #### Mitleid Flak
gestört wurden und wo sie sich lediglich von Eeiner Laon. der „Befehlsstelle“ laufend über das Entsetzen !steht runde 6) formieren ließen, das außerhalb ihrer Wände üde 1# der alte wotne, Millionen Schutzloser dahinraste! „ auf.
In der nächsten Fortsetzung lesen ####ewer, ehmlich.
Wie arbeitete der deutsche Geheimdiens 1 40 einer, dem um