Tiroler Tageszeitung 1945

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nittwoch, 17. Oktober 1945
Tiroler Tageszeitung
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Am Sonntag, den 14. Oktober 1945, tagte n Musikvereinssaal zu Innsbruck die iste Bezirksfunktionär=Konferenz der immunistischen Partei Österreichs. Nach iem grundlegenden Referat des Landesdes Ronczay erstattete die bisherige #isorische Bezirksleitung Bericht und ##de eine Bezirksleitung gewählt. Be#tsobmann wurde Effenberger Alois. de Konferenz sprach sich in einer Resoluim für die verstärkte Zusammenarbeit der bei demokratischen Parteien aus und fordue in einer weiteren Entschließung die ktionseinheit der beiden Arbeiterparteien Voraussetzung für ihren baldigen Zummenschluß.
Abgängigkeitsanzeige
Andwig Erlacher, geb. 17. September 1926 Sachsenburg, Kärnten, Student der Medizin, jahnhaft Innsbruck, Amraser Straße 77, ist seit anstag, 13. d. M., abgängig. Er hat an diesem ine mittags, von Prutz ausgehend, durch Fußuisch nach Landeck seine Heimreise nach Innsuc angetreten, wo er, wie verabredet, mit dem ein Abendzug eintreffen hätte sollen. Alle Nachihungen über seinen Verbleib waren bisher bnislos. Personsbeschreibung: 20 Jahre alt, fästige Erscheinung, Körpergröße 179 Zentimeter, inen und Haare dunkelbraun, gesunde Zähne, ine besonderen Merkmale. Ausrüstung: Dunk# Knickerbocker=Sportanzug, Pullover, hohe ngschuhe, barhäuptig, Offiziersgummimantel je großer khakifarbiger Rucksack. Zweckdienliche kaden für die Ausforschung erbeten an
die kminalabteilung Innsbruck, Zimmer 535.
Ein Gemester für Techniker
Universität Innsbruck
de Universität gibt bekannt, daß in diesem Wintersustr auch ein erstes Semester für Techniker (Hochbau, kesßmenbau, Elektrotechnik und Architektur) eingerichtet i Die Studenten werden auf den in der Universität ##schlagenen Stundenplan aufmerksam gemacht. Beginn Valesungen: Montag, 22. Oktober. Die Inskriptionshuert bis 31. Oktober.
Märkte
à Bezirksbauernschaft Innsbruck gibt bekannt: Am Oktober 1945 findet beim „Kapellerwirt“ in Amras
uftrieb von Zucht= und Nutzvieh statt. Jeder Bauer dort sein Vieh verkaufen. Einkaufsberechtigt für den sr# snd die Einkaufskommissionen anderer Bezirke Bauern aus dem Bezirke Innsbruck mit Zustimmung Bezirksbauernschaft Innsbruck. Einkäufe durch Bauern Handeren Bezirken oder durch Händler sind verboten. ## Verladung von Vieh mit der Bahn oder jede Veringung außerhalb des Bezirkes Innsbruck ist transportsaupflichtig. Bei diesem Viehauftrieb sind die festgesetzi Höchstpreise streng einzuhalten und zwar: Rutzvieh Klasse: 1200—1000 R M.; 2. Klasse: 1000—800 RM.; Klasse: 800—600 RM.; für Zuchtvieh 1. Klasse: M—1500 RM.; 2. Klasse: 1500—1200 RM.; klasse: 1200 RM. und darunter. d Tiroler Grauviehverband hält seine diesjährigen
swiehversteigerungen am Donnerstag, den 25. Oktober, 2 Samstag, den 24. November, am Marktplatz in neck ab. Zum Auftrieb gelangen bei beiden Versteigem ca. 130 Stiere. Diese Versteigerungen sind die lngt Möglichkeit, gekörte graue Jungstiere zu erwerben.
Verband ladet daher alle Brauviehzuchtvereine, Geuaden und Privatstierhälter zu diesen Absatzveranstalmzn höflich ein.
Österreichische demokratische Freiheitsbewegung. Ortsleitung Telfs. Am Sonntag, den 21. Oktober, 19.30 Uhr, findet im Rathaussaal in Telfs ein Konzertabend mit ausgewähltem Programm für die Opfer nationalsozialistischer Unterdrückung,
Schwerkriegsversehrten und Heimkehrer statt. Es spricht der Landesleiter der 5. d. F. B., Major Molling. Die Bevölkerung von Telfs und Umgebung wird hierzu freundlichst eingeladen.
Todesfälle
In Innsbruck starben: Maximilian Baumann, Beamter der Handelskammer, 63 Jahre alt; Franz Mirwald, Kaufmann, 53 Jahre alt; Maria Andorfer geb. Tschuggnall, 32 Jahre alt; Maria Stadler, Ordensschwester, 82 Jahre alt; Josef Saurwein, Maurer, 82 Jahre Karoline Spinka geb. Brüger, Brauereiverwalterswitwe, 86 Jahre alt.
Eine Freundin und Wohltäterin Tirols
Brixlegg, 9. Oktober. Wie man jetzt erfährt ist Mrs. Florenee Baillie=Grohman, die Mutter des Besitzers von Schloß Matzen, des englischen Admirals Tom Baillie=Grohman, am 24. Juli dieses Jahres in London gestorben. Die Verstorbene war in Brixlegg und Umgebung ungemein beliebt und geschätzt und durch ihre Wohltätigkeit bekannt. Sie organisierte die Mutterfürsorge lange bevor sich der Staat mit dieser wichtigen Sache beschäftigte und war, unterstützt durch ihre Tochter Mrs. Olga Watkins, unermüdlich tätig für Kranke und Arme. Ihr ganzes Leben hindurch liebte sie Tirol als ihre zweite Heimat. Sie brachte dieses schöne Land ihren Landsleuten nahe und tat alles, um den Fremdenverkehr aus England zu fördern, namentlich zu der Zeit, als der Fremdenverkehr mit
dem Deutschen Reich sehr schwierig war. Nach dem letzten Krieg bemühten sie und ihr Gatte sich dafür, Geldmittel aufzutreiben, um in der Zusammenarbeit mit anderen britischen Organisationen wesentliche Nahrungsmittel an die Notdürftigen in Tirol auszuteilen. Mrs. Grohman war
auch Protektorin der Schützenkompanie von Brandenberg, die sie auf jede Weise unterstützte. Für ihre großen Leistungen im Interesse Tirols wurde sie vom Bundespräsidenten durch Verleihung des goldenen Ehrenzeichens für die Verdienste um die „Republik“, und zwar damals, als einzige Ausländerin, ausgezeichnet. Den Orden überreichte ihr auf Schloß Matzen der damalige Landeshauptmann Dr. Stumpf. Sie war ebenfalls mit dem goldenen Ehrenzeichen des Roten Kreuzes ausgezeichnet worden. Alle, die diese edle Frau kannten, werden ihr eine dankbare Erinnerung bewahren.
Mrs. Florence Baillie=Grohman war die älteste Tochter des berühmten Sportsmannes Tom Nickells Esg. von Patteson Court, Nutfield, Surrey. Sie war Witwe des Schriftstellers und Sportmanns William A. Baillie=Grohman, des Wohltäters Tirols, welcher hervorragende Bücher über Tirol verfaßte. Jahre hindurch besaß er eine Jagd in Tirol. Er trug sehr viel dazu bei, viele englische und amerikanische Freunde nach Tirol für die Ferienzeit heranzuziehen.
Das Trockenei — ein Naturprodukt
zeitungspersonal (Packer, Packerinnen, Träger, zigerinnen) werden für einige Tage in der Sche sofort ausgenommen. Vorzustellen in der Frlagsanstalt Tyrolia A. G., Andreas=Hoferftaße 4, 2. Stock.
„Ach hören Sie mir doch nur mit dem chemischen Zeug auf! Wir haben es die ganze Zeit zur Genüge genossen! Muß immer wieder was erfunden werden, daß es nur ja nichts mehr Natürliches gibt!“
O nicht ganz so rasch, bitte! Trockenei ist ein Naturprodukt. Und wenn wir für gewöhnlich auch sehr begeistert in eigene und fremde Vorurteile miteinstimmen, immer müssen wir doch nicht darüber stolpern.
Wenigstens ruhig zuhören, das können wir.
Trockenei, richtiger Trocken=Vollei — diese feinen Unterscheidungen unserer wirtschaftlichen Auffassung haben wir bereits schon gelernt — ist Hühnerei. Kein Vogel Strauß hat daran gebrütet, sondern einzig und allein die nie ruhende Forschung, der es — vorzugsweise in Amerika — gelungen ist, aus dem frischen Hühnerei unter Vermeidung der Neuherstellung eines neuen Ersatzmittels die Eikonserve zu gewinnen, die nichts anderes ist als getrocknetes Hühnerei. Also ein und dasselbe Produkt, nur durch ein hochentwikkeltes Verfahren haltbar und in einen Zustand gebracht, der die Qualitäten des Frischeies den Erfordernissen zeitgemäßer Lebensmittelversorgung zweckmäßig anpaßt.
Es ist ein Verdienst des amerikanischen Trockenverfahrens, daß die Substanz des Eies vollkommen dieselbe bleibt, während das Gerinne des Eiweißes hundertprozentig vermieden wird. Die Eimasse des nur wirklichen frischen Hühnereies wird unter hohem Druck in unterkühlten nahezu luftleeren Kammern eingespritzt, also möglichst rasch getrocknet. Es ist daher beim Verbrauch dieser ausgezeichneten Konserve, die sich zum Kochen und Backen gleichermaßen gut verwenden läßt, unbedingt darauf zu achten, daß das Produkt vor Feuchtigkeit geschützt wird, zumal es seiner Substanz nach Feuchtigkeit anzieht und dann nicht mehr haltbar ist. Nach Aufbrechen der
Packung empfiehlt es sich daher, das Eipulver am besten in ein gut verschließbares Gefäß zu geben, wobei nicht die Abfälligkeit der Meinung, die wir hoffentlich ein wenig korrigiert haben, ausgespielt werden darf: „Ach dieses Getue, es ist ja nur Trockenei!“
Nein, nicht „nur", sondern „Gott sei Dank“. Denn wenn das Schalenei auch immer das bleibt, was es ist, so müssen wir doch in diesen schweren Nachkriegszeiten die Vorsorge der Militärregierung anerkennen, die uns diese Konserve zusätzlich zur Verfügung stellt. Wenn die Frischeiversorgung in der Winterperiode schon immer auf verständliche Schwierigkeiten gestoßen ist, so dies jetzt umsomehr, da wir mit den Vorräten aus dem Sommer äußerst sparsam umgehen müssen.
Daher, liebe Hausfrau, kein Gebrumme! Ein bißchen von der großen Liebe für das Frischei seinem kleinen gelben Bruder zugewandt, ein wenig von der Fürsorge für dieses auch jenem und es wird bestimmt einen netten fröhlichen Kompromiß geben, bei dem Sie einen gestrichenen Eßlöffel Eipulver und zwei Eßlöffel Wasser — gleich einem Schalenei — setzen. Damit sich das arme „getrocknete“ aber nicht zu sehr schämt, lösen Sie es zuerst in Wasser auf. Dann wirtschaften Sie damit frisch drauf los und nehmen so dieses moderne Kind unserer Zeit mit raschem Entschluß unter Ihr frauliches Protektorat — damit ist man ja bekanntlich immer gut aufgehoben.
Zu der ersten Eierspeise oder dem ersten richtigen Tiroler Schmarrn aber laden Sie uns ein, nicht?
Entdeckung eines neuen Sterns
Der schwedische Astronom Dr. Niels Dann hat einen neuen Stern entdeckt, der zehntausendmal größer ist als die Sonne. Seine Entfernung von der Erde beträgt 2000 Lichtjahre.
Wiederaufbau
von Innsbrucks Altstadt
à, wo heute Markt= und Burggraben, RennJund Herrengasse die Altstadt in ovalem BoUbegrenzen, umgürteten das mittelalterliche sbruck einst Mauer und Graben, an den vier Wigsten Straßenausgängen mit Tor=, an vier mit Wachttürmen bewehrt. Nach außen in #iger Geschlossenheit zum Graben niederschauwar die Stadtmauer an der Innenseite mit
n ine schmale Randgasse freiblieb. Als die waffen dann seit dem 15. Jahrhundert die aierlichen Befestigungen mehr und mehr erteten, zugleich aber die zunehmende Betung die äußerste Ausnützung des ummauersiumes erzwang, schloß man — seit dem ehrhundert — die randlichen Häuser bald ##ald dort an die Stadtmauer an, die dann s#een den Graben hin auch schon mit Fenstern suchdrochen und mit Erkern und sonstiger Zier Scmückt wurde: sie verwandelte sich so, ihren schncharakter völlig einbüßend, allmählich in Häuserreihe mit den Merkmalen der Innssacher Altstadthäuser, namentlich mit den charaknistischen Grabendächern, die ein Zickzack der ien Begrenzungen mit sich brachten Seit der gel Kaiserin Maria Theresias schritt man volls zur Schleifung der
Tore und Warttürme und Ausfüllung der Gräben. Die in die Stadteingebauten Häuser, deren Eingangs= und Fauseite früher gegen innen, gegen die Schlos
ser= und Stiftgasse, gelegen war, wechselten nun gleichsam ihr Gesicht: ihre Außenseite, an den verkehrsreichen neuen „Grabenstraßen“ gelegen, gewannen an Bedeutung und lockten zu zinsbringenden Geschäftsanlagen. Diese Verkaufslokale wurden nun aber statt in die winkeligen alten Häuser bequemer als niedere Vorbauten vor die Häuser gebaut: ein Prozeß, der nachweislich in den 50er und 60er Jahren eingesetzt hat und schließlich dazu führte, daß sich diese Vorbauten als zusammenhängender Gürtel vom Marktplatz bis zum Damenstift hinziehen. Sie sind keine Zierde der Stadt: der künstlerisch unfruchtbaren Höhezeit moderner Zinsspekulation entsprungen, verdecken sie mit ihren uneinheitlichen, stillosen Formen den unteren Teil der Altstadthäuser, deren
obere Stockwerke, vielfach noch in den guten, charakteristischen Formen des Innsbrucker Altstadthauses erhalten, über ihnen nur wenig mehr zur Geltung kommen.
Die Bombenschläge des verflossenen Weltkrieges haben unter diesen Vorbauten große Lücken gerissen, ganz besonders am Marktgraben, und stellen die Stadtgemeinde damit vor eine schwierige Entscheidung: soll man die zerstörten Teile wieder aufzubauen beginnen und die unschönen Anlagen dadurch verewigen — oder soll man die Gelegenheit nützen, mit diesem häßlichen Einschiebsel ganz aufzuräumen, die alten Häuser freilegen und so am Burg= und Marktgraben einen einheitlichen, auf gute, alte Innsbrucker Art zurückgeführten verbreiterten Straßenring schaffen, der nicht nur die Altstadt wirkungsvoll gegen die neueren
Stadtteile abgrenzen, sondern durch die Verbreiterung dieser zentralen Passagen einem höchst dringenden Verkehrsinteresse entsprechen würde?
Die Frage ist nicht nur eine Nützlichkeits=, sondern vor allem eine Schönheitssache. Die Innsbrucker Altstadt ist ein baukünstlerisches Juwel, wie es keine der Hauptstädte der übrigen österreichischen Länder aufzuweisen hat; ihre Erhaltung und Wiederherstellung ist daher ein Anliegen erster Ordnung. Sicher hängen an diesen Geschäftsbauten auch große wirtschaftliche Interessen, die Berücksichtigung verdienen. Aber es ist oft genug in solchen Fällen ein Ausweg gefunden worden, der beiden Erfordernissen vermittelnd genügt hat. Auf alle Fälle erscheint es bei einem solchen Wiederaufbau Pflicht, ihn mit voller Rücksicht auf das künstlerische Stadtbild zu lösen, damit spätere Zeiten nicht mit der Reue darauf zurückblicken, die wir heute vor den Vorbauten des 19.
Jahrhunderts empfinden. Um Fachleuten und Laien die Kennzeichen dieses Innsbrucker Stadtbildes und seiner Einzelheiten vorzuführen, wird in den nächsten Tagen im Volkskunstmuseum eine kleine Ausstellung veranstaltet, die einerseits in einer Anzahl von Photos die Bauart und Schönheit des Innsbrucker Altstadthauses und Straßenbildes veranschaulichen, andererseits Beispiele verständnisvoller Anpassung modernen Bauens an heimische überlieferung vor Augen stellen will. Möge sie Beachtung und Verständnis finden und dadurch einer glücklichen Lösung dieses städtebaulichen Problems nützen!
Heinrich Hammer.
O HINHEUTEk
Mittwoch, 17. Oktober
Theater
Landestheater, 19 Uhr: Erstaufführung „Der Troubadour“
Filme:
Kammerlichtspiele: „Schlußakkord“. Zentralkino: „Lumpazivagabundus“. Triumphkino: „Frauen sind doch bessere Diplomaten“.
Laurin: „Seine Tochter ist der Peter“. Löwenkino: „Das Herz muß schweigen“ Solbad Hall: „Feuerzangenbowle“
Seefeld: „Damals“.
Lichtspiele Fulpmes: „Alle Tage ist kein Sonntag“
Lichtspiele Seefeld: „Damals“
Schwaz: „Via Mala“. Johann: „Bajazzo“
THEATER UND KUNST
Lieder= und Arienabend Blanca Flür von Schullern
Mit Blanca Flür von Schullern stellte sich den Innsbruckern eine Sängerin vor, die sich durch eine große, etwas dunkel gefärbte Sopranstimme mit klangvoller, kräftiger Höhe auszeichnet. In der Wahl des Programmes, in welchem nach den italienischen Altmeistern Sarti und Pergolese die deutschen Liederkomponisten Franz, Jensen, Brahms und Wolf mit einer Folge zum Teil selten gehörter Lieder vertreten waren, sowie in der vornehmen Art der lyrischen Gestaltung bewies die Künstlerin viel Geschmack und musikalische Kultur. Die Vortragsfolge gipfelte in der Romanze der Santuzza aus „Cavalleria Rusticana“ und in der Arie der Aida „Als Sieger kehre heim“, in welchen die Sängerin auch ihre dramatischen Fähigkeiten voll entfalten konnte. Das Publikum spendete
herzlichen Beifall und erreichte mehrere Zugaben. An Erfolg des Abends hatte auch die vorzügliche Begleiterin am Flügel, Fräulein Herta Reiß, einen verdienten Anteil. Dr. L.
SIsterreichisches Instktut für Kultur und Wissenschaft
Paula von Preradovic liest!
Heute abend liest, wie bekannt, um 20 Uhr im Musikvereinssaal Paula von Preradovic. Der Abend zählt ohne Zweifel zu den niveauvollsten, wie sie das Österr. Institut für Kultur und Wissenschaft bisher geboten hat.
Der Vorstand des Instituts versammelt sich heute um 17 Uhr vollständig im Altmuttersaal.
Das Österreichische Kulturinstitut gibt ferner bekannt, daß der Österreichische Kulturring am Donnerstag, den 19.30 uh Samstag, den 20. Oktober, beide Male um koitskantn ensaal der Hofburg ein Wohltätigreusronzert mit Kammersänger Albert Emmerich unter Mitwirkung von Frau Prof. Frodl veranstaltet. Das Konzert steht unter dem Ehrenschutz des Bürgermei
sters Dr. Melzer. Der gesamte Erlös der Veranstaltungen fließt dem Französischen Roten Kreuz und der Weihnachtsspende für die Kinder der Gefallenen der Stadt Innsbruck zu.
RADIO INNSBRUCK
17.30 Uhr: Unterhaltungskonzert (Schallplatten). 18.00: Dolomitensagen (Innsbruck). 18.30: Neues vom Tage (Innsbruck). 18.45: Solistenkonzert.
19.00. Osterreichischer Nachrichtendienst. 19.15: Der Österreichische Gewerkschaftsbund (Innsbruck). 19.50: Paris — Französische Nachrichten. 19.45: Worte zur Politik. 20.00: Gruß an Südtirol.
Bunte Tiroler Volksmusik. Mitwirkend: die Geschwister Feiersinger (Innsbruck). 21.10: Lieder und Werke von Prof. Ernst Kréal, Ilse MatzkaitErdmann, Alt; Prof. Ernst Kréal: Klavier.
Gewerkschaftsfunk
Durch besonderes Entgegenkommen der Sendergruppe West des österreichischen Rundfunks Tirol=Vorarlberg wird nunmehr wöchentlich einmal ab Mittwoch, den 17. Okt., schaftsbundes . sendung des Gewerkeingeschaltet. Die Spitzenfunktionäre der Gewerkschaften und Fachreferenten der Arbeiterkammer beund Sendungen, die alle Probleme sozialpolitischer und albeitsrechtlicher Art behandeln.
SPORTUND SPIEL
SpV. Lustenau gegen ATSV. Landeck Am Samstag, 13. Okt., spielte der Sportverein Lustenau gegen den A2SV. Landeck. Das Spiel endete unentschieden 2:2.
Wichtiges im Skisport
Der Tiroler Skiverband hat für Samstag, den 20. um 13 Uhr im Gasthaus Sailer, Adamgasse in Innsbruck, eine Vertreterversammlung einberufen, zu der alle Tiroler Skivereine eingeladen sind.
Ski= und Sportlehrer, auch Hilfslehrer bedürfen zu Ausübung des Lehrberufes der Genehmigung. Fragebögen liegen beim Tiroler Skiverband Innsbruck, Meinhardstraße 14, Verkehrssektion, auf.
Die Innsbrucker Skiläufervereinigung ist neu erstanven. Sie wird ihrer Tradition treu bleiben, Rennläufer fördern und den Nachwuchs im Skilauf heranbilden.
Oktober 1945 habe ich in der Wagne schen Universitäts=Buchhandlung in der Museut straße meine Aktentasche liegen gelassen, die u. vier Opernauszüge und ein kleines Album m eigenen Kompositionen und Strauß=Walzern en hielt. Ich bitte um Rückgabe gegen hohe Belo nung. Nachrichten erbeten an Valentin Buch Kaiser=Franz=Josef=Straße 13.
Soldat Anton Perktold, geb. 22. Novembei 1928, Feldpost Nr. 27894 E, Gebirgsjäger, zuletzt auf einem Stützpunkt der Insel Muggia bei Triest, 1945 abgestellt, wird gesucht. Anton und Hann Perktold, Handlung, Imst 158.