Tiroler Tageszeitung 1945

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Seite 2 Nr. 56
Tiroler Tageszeitung
Montag, 27. August 196
D
Aus Stadt eiter Zaita
Flotter Heimtransport Kriegsgefangener
Seit kurzer Zeit lausen täglich in jeder Richtung 3 bis 4 lange Transportzüge durch Innsbruck zwischen Scharnitz und Brenner mit je 1200 bis 1500 italienischen bzw. reichsdeutschen Kriegsgefangenen, die in ihre Heimatländer zuruckgeführt werden.
Karrnerstreit
Am 22. d. M. gegen 5 Uhr nachmittags kam es in Innsbruck bei der Innbrücke auf dem Mariahilfer Ufer zwischen Karrnern, darunter auch Frauen, zu heftigen Auseinandersetzungen, die in Tätlichkeiten ausarteten. Zwei französische Soldaten trennten die raufenden Parteien und stellten die Ruhe wieder her.
Diebsgut zustande gebracht Von der Kriminalabteilung Innsbruck wurden bei einer Einbrecherbande verschiedene Gebrauchsgegenstände, Wäsche= und Kleidungsstücke sichergestellt, deren rechtmäßige Besitzer bisher nicht ermittelt werden konnten. Es sind dies u. a. eine Ziehharmonika, Perlmuttergehäuse, vierreihig, mit Auf
schrift „Sibylla Brand“ mit schwarzem Kasten; 2 Violinen, ¾, eine davon in einem schwarzen Kasten, in dem sich auch eine größere Anzahl Cellosaiten befinden; 1 Pikkoloflöte, schwarz; 1 Theaterglas, Perlmutter, mit Firmazeichen „F. Miller, Innsbruck“, in blaßblauem Plüschbeutel; 1 elektrischer Heizkörper, Marke „Iris“, 220 Volt, 1000 Watt; 1 kleine silberne Uhr Nr. 46789, auf dem inneren Deckel der Name „Polak“ eingeritzt; verschiedene Herrenhemden mit weißen Krägen, 2 davon mit „K. S.“ gemärkt, einer mit Tintenaufschrift „Berger H. O.“; mehrere Taschentücher, je eines mit „EP“, „WK“, „PW“ „SS“ und zwei mit Monogramm „HM“ und Nr. 29 gemärkt; 1 schwarzgrauer langer Winterrock mit Seidenfutter; 1 grau=kleinkarrierter überrock, Firmazeichen „Neumann, Wien“; 1
lichtgrauer Haarhut mit Firmazeichen „Ludwig Schirmer, Innsbruck“ und Tintenaufschrift „Karl Hartl“ sowie verschiedene andere Gegenstände, wie Wäsche, Bettzeug, Schuhe. Decken usw. — Die Geschädigten werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Innsbruck, Sillgasse 6—8, Zimmer 305, zu melden.
Kredite für Industrie und Gewerbe Tirols
Die Landhauskorrespondenz verlautbart: Es erweist sich als dringend notwendig, daß die Industrie= und Handwerksbetriebe Tirols im Zuge ihrer Friedensproduktion raschest eine hohe Leistungsstufe erreichen.
In einzelnen Fällen stellen sich jedoch der Erreichung dieses Zieles Hemmungen oder Schwierigkeiten finanzieller Natur entgegen.
Zur Beseitigung dieser Hindernisse und weiters auch, um die Errichtung von Fertigungsbetrieben zu ermöglichen, an deren Erzeugungsprogramm ein wesentliches Interesse beiteht, wurde ein Kreditrahmen geschaffen, innerhalb dessen unter gewissen Voraussetzungen die Gewährung von Kredi
ten zu durchaus tragbaren Bedingungen erfolgen kann.
Um zunächst einen überblick über die Zahl und die Art der Kreditwerber sowie über den Umfang des beanspruchten Kredites zu gewinnen, werden die in Betracht kommenden Betriebe gebeten, kurz gefaßte Anträge, aus denen alle den Betrieb und das Kreditansuchen betreffenden Angaben ersichtlich sind, bis längstens Montag, den 10. September, an die Finanzlandesdirektion Innsbruck, zu Handen Dr. Dworschak, Innsbruck, Tschurtschenthalerstraße 7, 2. St., Zimmer 2, zu richten und wenn möglich dort auch abzugeben.
Erfassung des Tiroler
Das Gewerbeförderungsinstitut der Tiroler Kammer für Handel, Gewerbe, Industrie und Verkehr teilt mit:
Derzeit ist in ganz Tirol das an sich gesunde Bestreben zu bemerken, bereits vorhandene oder neue kunstgewerbliche Betriebe, insbesondere für künftige Exportvorhaben wieder in Gang zu setzen. Dabei zeigen sich leider auch vielfach Ansätze, die in weiterer Entwicklung entweder dem betreffenden Unternehmen oder auch dem Ansehen des „Tiroler Kunsthandwerks“ und damit der Tiroler Kunstgewerbeförderung abträglich sein würden. Um die wirtschaftlichen Voraussetzungen zu schaffen, die allein entsprechenden Erfolg verbürgen, werden im Rahmen des Gewerbeförderungsinstitutes der Tiroler Kammer für Handel, Gewerbe, Industrie und Verkehr in Innsbruck, Meinhardstraße 12, alle Tiroler Betriebe erfaßt, die sich in besonderer Weise mit der Erzeugung oder dem
Absatz von Waren aller Art befassen, die allgemein unter den Begeiff
„Kunsthandwerkliches Erzeugnis“, fallen. Diese Unternehmungen sollen sodann besonderer Betreuung zugeführt werden.
Um insbesondere auch die Frage der Material= und Personalbereitstellung für die bezüglichen Vorhaben im Rahmen der Rohstoffwirtschaft zweckmäßig untersuchen und lösen zu können, ergeht hiemit an alle Betriebe der genannten Art die Aufforderung, sich unverzuglich unter Bekanntgabe der Anschrift, des Betriebsumfanges (Produktionsvorhabens) und des allfälligen Materialbedarfes zu melden. Die Eingliederung aller dieser Betriebe bei der für sie bisher schon gesetzlich zuständigen gewerblichen Organisation des Handwerkes oder des Handels wird dadurch nicht berührt. Die Meldung bringt damit keine neue organisatorische Bindung oder weitere finanzielle Belastung mit sich. Sie liegt im unmittelbaren Interesse aller Beteiligten, denen die gesunde Fortentwicklung
ihres Unternehmens am Herzen liegt.
Am 22. d. M. gegen ¾8 Uhr abends wurde auf der Bundesstraße in Volders die 34= jährige Kindergärtnerin Gertrude Grögl aus Wien von einem Auto überfahren. In bewußtlosem Zustande wurde sie von einem Auto eines französischen Capitaines in das Krankenhaus in Solbad Hall gebracht, wo sie wenige Minuten nach ihrer Einlieferung ihren Verletzungen erlegen ist.
Straßensperre auf der Achenseestraße
Infolge Durchführung dringender Instandsetzungsarbeiten an der sogenannten „Graußbrücke“ im Zuge der Achenseestraße wird die Strecke zwischen Jenbach und Maurach am Achensee am Donnerstag, 30. August, von 7 Uhr früh bis 17 Uhr für jeden Verkehr gesperrt.
Sprengkörper sind kein Spielzeug
n Achenkirch fanden am 21. d. M. hmittags der 10jährige Rudolf Gschwendtund der 5jährige Toni Thaler im Bacht der Ache in der Nähe des Pumpwerkes en roten Metallgegenstand. Der 10jährige b hob ihn auf, warf ihn aber gleich wieweg. Unter starkem Knall explodierte Metallgegenstand — es war ein Sprengrper italienischer Herkunft — und brachte m 10jährigen Buben schwere und dem ihrigen, der etwas entfernt stand, leichtere erletzungen bei. Die Buben wurden in die mitätsstelle der französischen Besatzung in chenkirch gebracht, wo ihnen erste Hilfe zu
teil wurde. Sodann wurden sie von der Rettungsgesellschaft Schwaz in das Bezirkskrankenhaus Schwaz eingeliefert.
Aufbauarbeit in Kirchberg
Kirchberg, 26. August.
Auch in der Gemeinde Kirchberg erfordert die Aufbauarbeit große Anstrengungen. Die Zahl der Einwohner ist durch die Flüchtlinge vom Normalstand 3000 auf 7000 angestiegen. Die Versorgung der Bevölkerung und die Beschaffung von Wohnungen verursacht der Gemeindeverwaltung große Anstrengungen. Logischerweise sind solche Aufbauarbeiten nicht zu leisten, ohne von der Bevölkerung ohne Unterschied des Standes große Opfer zu fordern. Erfreulicherweise kann festgestellt werden, daß von der Bevölkerung auch größtenteils volles Verständnis gezeigt wird. Arbeiter und Bauern, mit einigen Ausnahmen, leisteten ihr Bestes, um diese ungeheuren Leistungen bewältigen zu können. Die, welche sich vom Wiederaufbau drücken wollen, sind größtenteils unter dem
Nazianhang zu finden, welche es verstanden haben, während des ganzen Krieges zu Hause zu sitzen und die Nichtnazi als Kanonenfutter vorzuschieben. Zur Aufbauarbeit gehört auch das Aufräumen mit den Nazi. Einige sind schon in Sicherheit gebracht. Aber es ist in dieser Angelegenheit noch manches zu leisten, was unbedingt nicht versäumt werden darf; darüber ist sich nicht nur die Gemeindeverwaltung, sondern die gesamte NichtnaziBevölkerung vollkommen einig.
Die Aufräumungsarbeiten der Bombenschäden werden auf Kosten der Nazi=Kriegsgewinuler durchgeführt. Diese Heilschreier haben sich jetzt hinter
die wichtigsten Berufe gesteckt, in der Absicht, sich von der Aufbauarbeit drücken zu können. Es ist die einstimmige Meinung der Gemeindeverwaltung, in der alle demokratischen Parteien, mit Bürgermeister Hetzenauer an der Spitze, vertreten sind, daß die Kosten dieser Aufräumungsarbeiten in erster Linie von den Nazi=Kriegsgewinnlern zu tragen sind.
Säumige
Die Landesbauernschaft gibt bekannt: Johann Leichter, Bauer in Hall i. T., Kuglanger 16, hat in den letzten Monaten trotz Kontrolle und Ermahnungen täglich zirka 20 Liter Milch zu wenig geliefert: Außerdem hat er ohne Genehmigung Butter hergestellt und an verschiedene Personen abgegeben. Leichter, der schon wiederholt wegen volliger Vernachlässigung seiner Wirtschaft beanständet worden war, wurde in Haft genommen. Für seinen Hof wurde ein Treuhänder bestellt.
Alfons Winderl, Tulfes, Stalsinsalpe, hatte seit Beginn der Alpzeit bis ungefähr Ende Juli durchschnittlich sechs Kühe auf seiner Alpe gesommert. Außerdem waren zirka 20 Ziegen dort aufgetrieben. Während der ganzen Alpzeit hat Winderl weder Milch noch Butter geliefert, obwohl er hiezu wiederholt aufgefordert wurde über Winderl wurde von der Landesprüfstelle der Landesbauernschaft Tirol eine Ordnungsstrafe in der Höhe von 1800.— Reichsmark verhängt.
Behebung der Hochwasserschäden in Osttirol
Lienz, 26. August. Der Verkehr von Huben nach Windisch=Matrei ist wieder möglich geworden, da britische Truppen eine Brücke über die Isel gebaut haben. Auch die Straße von Huben nach St. Jakob in Defereggen ist für den Verkehr frei. Die Straße Huben—Kals ist weiterhin gesperrt. Nachdem die Schloßbrücke in Lienz vom Hochwasser weggerissen wurde, wird eine neue Brücke über die Isel geschlagen.
Sterbefälle
In Silz starb Otto Hirn, Landwirt, im 69. Lebensjahre.
In Wien ist Prof. Ing. Jos. Schmidt mit 55 Jahren dem Kriege zum Opfer gefallen. Er hinterläßt in Fulpmes (Stubai) seine Frau und den Buben mit 15 Jahren. Als aufrechter katholischer Mann wurde er von den Nazis aus der Fachschule in Fulpmes, in der er sehr segensreich wirkte, hinausgeworfen und war nun in Wien.
Ein Vorkämpfer der Eisenbahner gestorben
In Wien starb im Alter von 77 Jahren der Zentraksekretär der Freien Eisenbahnergewerkschaft und ehemalige Nationalrat Josef Tomschik. Tomschik, ursprünglich Metallarbeiter, widmete sein ganzes Leben der Eisenbahnerschaft. Schon im Jahre 1892 begann er mit der Gründung der ersten Vorläufer der gewerkschaftlichen Organisation der Eisenbahner und nach jahrzehntelangen Kämpfen wurde sein Lebenswerk endlich 1918 durch die Schaffung der Personalvertretungen gekrönt. Aber auch in der Zeit der Unterdrückung bis zur Befreiung von der Naziherrschaft war Tomschik ein immer tätiger Berater seiner Berufskollegen. An seinem Grabe sprachen Altbürgermeister Seitz, Staatssekretär Böhm und Gewerkschaftsobmann Freund Worte des Gedenkens für den
bewährten Führer der österreichischen Eisenbahner. —k9—
THEATEE UND KUNST
Montag, 27. August
Filme (Spielzeiten in Innsbruck 3, 5, 7 Uhr)
Kammer: „Die gold. Stadt“ (7 Uhr ausverkauft
Triumph: „Schrammeln“.
Zentral: „Orientexpreß“.
Löwen: „Der ewige Klang“.
Hall: „.. und die Musik spielt dazu".
Kufstein, Egger: „Die goldene Stadt“.
Kufstein, Hirschen: „Philharmoniker“.
Wochenspielplan
des Landestheaters vom 27. August bis 3. Septembe
Montag, 18.30 Uhr: „Wiener Blut“
Dienstag, 18.30 Uhr: „Tanzgastspiel Harald Kreuzberg“.
Mittwoch, 18.00 Uhr: „Die Zauberflöte“.
Donnerstag, 18.30 Uhr: „Liebelei“ (Paula Wes. sely, Gustav Waldau, Fred Liewehr, Regie, Leopold Hainisch).
Freitag, 17.00 Uhr: „Die fünf Karnickel“ (Gast spiel der Breinößlbühne).
Samstag, 14.30 Uhr: Solistenkonzert, ungarische Künstler; 18.30 Uhr: „Das Land des Lächelns“,
Sonntag, 14.30 Uhr: „Das Land des Lächelns“, 18.30 Uhr: „Liebelei“ (Paula Wessely, Gustav Waldau, Fred Liewehr, Regie: Leopold Hainisch).
Montag, 18.30 Uhr: „Jedermann“ (letztmalig).
SPORTUND SPIEI
F. C. Reutte — Etoile Carouge 2:1 (1:0)
Auf dem Sportfeld in Reutte trafen sich am 19. August der letzte Tiroler Provinzmeister F.C. Reutte und eine kombinierte Elf der Franzosen zu einem Freundschaftsspiel. Die spielstarke Elf der Gäste gefiel recht gut, besonders die Verteidigung Reuttes Mannschaft, vollkommen verjüngt, weis einige wertvolle Talente auf und verspricht wei tere Fortschritte. In der Gesamtleistung war eine leichte Feldüberlegenheit Reuttes unverkennbar, so daß der Sieg absolut verdient war. Der Verlauf des flotten Spieles bot viele spannende Momente, wobei schnell und hart gekämpft=wurde.— Schiedsrichter: Weirather.
Die Olympischen Spiele 1948 in London
London. 26. August. Das Exekutivkomitee des Internationalen Komitees hat beschlossen, daß die nächsten Olympischen Spiele im Jahre 1948 in London stattfinden. Die Abstimmung über den Schauplatz wird auf dem Postwege durchgeführt.
AUs StTERREICH
Gründung einer Journalistengewerkschaft in Salzburg
Salzburg, 26. August. Hier fand die Gründungsversammlung der Gewerkschaft der Journalisten Salzburgs statt. Es wurde der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß bald eine Gesamtorganisation der Journalisten Österreichs entstehe.
Ein falscher Arzt
Salzburg, 26. August. In Badgastein wurde der 22jährige Handelsangestellte Knoll verhaftet, der sich als Stabsarzt und Primararzt ausgegeben hatte. Knoll schwin delte sich in Würzburg ein Ersatzsoldbuch, lautend auf den Namen Dr. Leopold Knoll, heraus. Eines Tages erschien er in Badgastein, bezeichnete sich als Primararzt, versuchte den Sprengelarzt zu verdrängen, in tervenierte bei allen möglichen Amtern und erbot sich u. a. auch, Briefe in die von den Russen besetzte Zone zu bringen.
Aus dem bräumen Schutabuck
Zum Tode des Kufsteiner Skifabrikanten Kneißl
Es war ein Augenblick freudigster Genugtuung im Leben Franz Kneißls, als die rotweiße Fahne, von der Widerstandsbewegung gehißt, auf der Festung Kufstein sichtbar wurde. Bald darauf rollten die amerikanischen Panzer heran und so hatte der alte Weltkriegsteilnehmer auch das Ende des zweiten noch mörderischeren Waffenganges erlebt.
Zwei Tage später fuhr er in einem amerikanischen Wagen nach Scheffau, um seine dort weilende Frau heimzuholen. Frohen Herzens trat er die Fahrt an. Ein herrlicher Tag ließ ihm die geliebten Berge der Heimat in einem besonderen Glanze erstrahlen. „Nun ist alles doppelt schön“ sagt er zu seinem Begleiter, „man wird wieder als freier Mensch atmen können und nicht auf Schritt und Tritt auf Parteigewalt stoßen und in seinem Schaffen bevormundet werden.“ Er ahnte nicht, welch tragisches Geschick in schon in der nächsten Minute ereilen würde.
Nicht weit von der kleinen Ortschaft Durchholzen hielt sich noch ein Verband der SS auf, der beim Herannahen des amerikanischen Wagens sofort die Straße verlegte. Kneißl, mit der Binde der Widerstandsbewegung am Arm, erhob sich im Wagen, und ehe er noch zu Worte kam oder sich zur Wehr setzen konnte, krachten Schüsse und beendeten sein Leben. Lautlos sank er zu Boden, sinnlos ausgelöscht in der letzten Phase des Krieges, ein unersetzlicher Ver
lust für seine Familie, eine Lücke in das heimische Wirtschaftsleben reißend, das er mi seiner unermüdlichen Arbeitskraft sicher noch reich belebt hätte. Er starb als Opfer eines blindwütigen Terrors, wie er das Land T rol nie wieder heimsuchen darf. Darnach muß unser aller Trachten gerichtet sein.
Hauptschuldirektor Hans Vogl — ein Opfer des Regimes der Henker
Zell am Ziller, 26. August.
Am 30. Juni 1944 wurde der hiesige Hauptschuldirektor Hans Vogl in Stadlheim hingerichtet. Vogl war bis zur Auflösung der sozialdemokratischen Partei 1934 deren Mitglied. Ebenso betätigte er sich in der Freien Lehrergewerkschaft. Am 10. April 1942 wurde er von der Gestapo verhaftet Er saß zuerst in Innsbruck (Landesgericht). dann in der Reichenau. Darauf kam er für dreiviertel Jahre nach Dachau. Von dort wurde er abermals nach Innsbruck überstellt. Sein letztes Gefängnis war MünchenStadelheim. Am 14. April 1944, nachdem er also zwei Jahre im Konzentrationslager und Kerker gesessen hatte, wurde er wegen Hochverrat und Feindbegünstigung zum Tode verurteilt. Obwohl Vater von vier Kindern — zwei Söhne standen im Feld — wurden alle Gnadengesuche
abgewiesen und das Urteil des Volksgerichtshofes Berlin, 6. Senat, am 30. Juni 1944 in Stadelheim vollstreckt. Vogl starb nach Aussagen seines Verteidigers und des Kaplans mutig wie ein Held.
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