Tiroler Tageszeitung 1945

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Seite 2 Nr. 45
Tiroler Tageszeitung
13. August 1945
Aus Stadt
und Cand
Vorbestellung von Bohnenkaffee und Tee
Für die vom 20. August bis 16. September für alle über sechs Jahre alten Verbraucher vorgesehene Sonderzuteilung von Bohnenkaffee und Tee ist eine Vorbestellung in der laufenden Zuteilungsperiode notwendig.
Als Vorbestellabschnitt haben die Empfangsberechtigten in der 4. Woche der laufenden Zuteilungsperiode (13. bis 18. August 1945) die folgenden Abschnitte der 3. (78.) Zuteilungsperiode bei ihrem Kleinverteiler abzugeben:
Normalversorgungsberechtigte für Bohnenkaffee Nr. 55, für Tee Nr. 56.
Teilselbstversorger in Butter für Bohnenkaffee Nr. 155, für Tee Nr. 156.
Teilselbstversorger in Schlachtfetten für Bohnenkaffee Nr. 255, für Tee Nr. 256.
Vollselbstversorger für Bohnenkaffee Nummer 355, für Tee Nr. 356.
Die erfolgte Anmeldung ist auf der Rückseite des Stammabschnittes durch Aufdruck des Kleinverteilerstempels unter Hinzufüdes Vermerkes „K“, bzw. „T“ zu be
stätigen.
Bis zum 22. August haben die Kleinverteiler die eingenommenen Abschnitte dem zuständigen Ernährungsamt aufgeklebt und abgerechnet zur Ausstellung eines Bezugscheines abzugeben. Diese Bezugscheine sind nach der Zahl der eingereichten Abschnitte auszustellen.
Die Bezugscheine sind dem jeweiligen Großverteiler zu übergeben, der auf Grund des hiefür ausgestellten Großbezugscheines die Waren durch das Landesernährungsamt, Abteilung A, zugewiesen erhält. — Die Warenabgabe erfolgt auf besonderen Aufruf.
Ausgabe der Lebensmittelkarten
für die 4. (79.) Zuteilungsperiode
Für die 4. (79.) Zuteilungsperiode werden die Lebensmittelkarten in der Zeit vom 13. bis 18. August ausgegeben. Die Ausgabe erfolgt in der bisherigen Reihenfolge an den Kartenstellen.
Die Ausgabestellen sind von halb 8 Uhr bis halb 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr für den
Parteienverkehr geöffnet. Am Samstag nur von halb 8 Uhr bis 13 Uhr.
Die Inhaber von Wanderpersonalkarten können ihre Lebensmittelkarten in der Kartenstelle I, Innrain Nr. 53, erhalten. Dortselbst werden auch weiterhin Reisemarken ausgegeben.
Die Ausgabe der Lebensmittelkarten für Voll= und Teilselbstversorger und der Zusatzkarten für Schwer= und Schwerstarbeiter erfolgt ebenfalls in der Zeit vom 13. bis 18. August in den bisherigen Ausgabestellen.
Die Zubußen für werdende und stillende Mütter und die Krankenzulagen erhalten die Bezugsberechtigten an den zuständigen Kartenstellen.
Die auf die neuen Lebensmittelkarten entfallenden Mengen von Lebensmitteln werden erst aufgerufen.
Abtransport hilfsbedürftiger Reichsdeutscher
Im Einverständnis mit dem Landesgesundheitsamt und den zuständigen Polizeibehörden übernimmt der Landesverband Tirol der Österreichischen Gesellschaft vom Roten Kreuz die Betreuung des Abtransportes von unten angeführten Personen deutscher Staatsangehörigkeit:
1. Schwerkriegsbeschädigte (mit Ausweis), 2. Kranke und Sieche (mit ärztlicher Bescheinigung), 3. schwangere Frauen, 4. Frauen mit Kleinkindern bis zu drei Jahren, 5. Personen über 70 Jahre.
Oben angeführte Personen melden sich ab Dienstag, den 14. August (täglich von 8 bis 12 Uhr vormittags), in der Suchstelle des Roten Kreuzes, Innsbruck, Maria=TheresienStraße 29, mit Beibringung sämtlicher Unterlagen. Als Unterlagen werden verlangt: Versehrtenausweise, Personalausweise, ärztliche Zeugnisse, Geburtsscheine für Kleinkinder. Diese Aktion bezieht sich vorläufig nur auf den Landkreis Innsbruck. Für Personen außerhalb des Landkreises Innsbruck sind die nötigen Vorbereitungen bereits im Gange. Außerdem wird zur Durchführung dieser Aktion Betreuungspersonal deutscher Staatsangehörigkeit gesucht. Dazu melden sich bei obiger Anschrift Arzte und Pflegepersonal.
Bund der Opfer nationalsozialistischer Unterdrückung
II.
Die Hochziele der Organisation, wie sie im besonderen Teil des Statuts über den Vereinszweck einzeln scharf umrissen sind, werden hiermit in gekürzter Verfassung wiedergegeben:
1. Ausgleichende Entschädigung für ausgestandene Haft, für Mißhandlun
en während der Haft und ihre Folgen, für örperliche und seelische Schäden, für physische und psychische Qualen, endlich für Achtung und Unbill aller Art.
2. Wiedergutmachung der materiellen Schäden, wobei der Bund nachdrücklichst auf eine die Erfüllung dieser Ansprüche schützende Gesetzgebung hinarbeiten und für ein vereinfachtes und beschleunigtes Verfahren im Bereich der öffentlichen Verwaltung, somit unter grundsätzlicher Vermeidung der Risken gerichtlicher Prozeßführung, eintreten wird.
Es sei vorweggenommen, daß nicht der zuweilen schwierige Beweis einer rein persönlichen „Schuld“, sondern nur die äußeren Merkmale der „Verantwortlichkeit“ als freiwillige Parteigänger oder als Parteianhänger, ähnlich der Unterscheidung im österreichischen Verwaltungsstrafgesetz aus dem Jahre 1925, zu fordern sein werden, um die Gesamthaftung bejahen zu können.
3. Nachhaltige Förderung des Gebotes der Zeit, Mitglieder des Bundes unter Beachtung der persönlichen und sachlichen Eignung für gehobene Stellungen in der öffentlichen Verwaltung und in allen Zweigen der Wirtschaft zu gewinnen, sowie im Wettbewerb um Stellungen, Berechtigungen und Beschäftigungen bevorzugt zu berucksichtigen.
4. Gutachtliche Stellungnahme auch in personellen Angelegenheiten sowie in Zivil= und Strafsachen, insbesondere bei überprüfung der politischen Haltung von Anhängern der nationalsozialistischen Bewegung, so oft eine Behörde, ein Gericht oder ein öffentliches Amt an den Bund um Er
stattung eines Gutachtens oder Erteilung usnunft herantritt.
5. Mitwirkung bei der Klärung von Tatbeständen und bei der Sammlung von Beweismitteln zwecks gerichtlicher oder verwaltungsrechtlicher Ahndung nationalsozialistischer Straftaten, durch die ein Mitglied des Vereines verletzt, geschädigt oder sonstwie boeinträchtigt wurde.
6. Ausgestaltung des sozialen Schutzes bei Minderung und Verlust der Arbeitsfähigkeit sowie gegen Arbeitslosigkeit, ferner Ausvau einer Reihe von Fürsorgemaßnahmen, vor allem auf den Gebieten des Wohnungswesens und der gewerblichen Wirtschaft.
7. Der Bund wird einerseits in allen Teilen der Bevölkerung für die Stärkung des österreichischen Staatsgedankens und der demokratischen Denkungsart werben, andererseits mit allen hierzu berufenen Stellen zusammenarbeiten, um die gründliche Ausmerzung aller nationalsozialistischen Ideologien zu beschleunigen.
Wer sollte hierzu geeigneter sein als der Bund der Opfer, dessen vaterlandstreue Mitglieder häufig genug sieben lange Jahre hindurch gemieden, geachtet, zurückgesetzt und materiell geschädigt wurden, die unerhörte seelische Qualen auszustehen hatten, ja noch mehr, die von den Häschern der Gestapo als Freiwild gejagt und als Märtyrer in den KZ.=Lagern und Gefängnissen von entmenschten Peinigern auf nicht wiederzugebende Art mißhandelt wurden, bis gar mancher von ihnen durch den politischen Mord das Letzte, nämlich das Leben, verlor?
Für den Bund der Opfer als Gegenpol ist das Gesetz des Handelns klar: Im neuen österreichischen Vaterland werden keinerlei Ansätze mehr für jene unheilvolle Entwicklung geduldet, die auf das Schuldkonto eines überspitzten Nationalismus zu setzen ist und im Lager unbelehrbarer Phantasten zur Verfemung der österreichischen Staatsidee führte.
Nach der Ara politischer Bewegungen muß die allmähliche Entwicklungeinernatürlichen, stabilen Wirtschaft, die uns Arbeit und Brot gibt, das oberste Gebot sein. Erste Voraussetzung für die Erreichung dieses Zieles ist ein sauberer, politisch unbelasteter Beamtenstand im weitesten Sinne, der fähig und willens ist, das Zutrauen zur öffentlichen Verwaltung wieder herzustellen und die Bevölkerung zu beruhigen.
Die verantwortungsvolle Tätigkeit des Bundes wird von dem gemeinsamen Streben getragen sein, daß dek Zerstörung in den Kriegs= und Schreckensjahren des Nationalsozialismus ein Aufbau der Kultur, Wirtschaft und Politik folgen möge im Zeitalter eines echt sozialen Humanismus.
Der Gründungsausschuß.
Monatsbericht der Freiwilligen Rettungsgesellschaft Innsbruck
Im Juli wurden mit insgesamt 580 Transporten 691 Kranke und 42 durch Unfall be
troffene Personen ärztlicher Hilfe oder häus. licher Pflege zugeführt. In 56 Fällen suchten zu Schaden gekommene Personen erste Hilfe in der Unfallstation der Freiwilligen Rei. tungsgesellschaft.
Eine Gemeinde arbeitet mit
Mayrhofen, 13. August.
Nachdem die Hochwasserkatastrophe von Uderns erst kürzlich das allgemeine Interesse, allerdings in bedauerlichem Sinne, auf das Zillertal, eines der größten und schönsten Täler Tirols, lenkte, hat ein Besuch in dessen Hauptort Mayrhofen und eine Rücksprache mit den verantwortlichen Männern dort eine solch rege Aufgeschlossenheit wirtschaftlichen und geistigen Belangen gegenüber gezeigt, daß man hier wohl mit Recht von einem starken und zielsicheren Aufbauwillen im kleinen Kreis sprechen muß.
Mayrhofen, schon vor dem Kriege bedeutend als Fremdenverkehrsort, hat derzeit zu seinen 2100 ansässigen Einwohnern rund 3000 Flüchtlinge, so daß jede letzte Unterkunftsmöglichkeit restlos ausgefüllt ist. Wenn man bedenkt, daß diese Flüchtlingszahl die der einheimischen Bevölkerung um ein volles Tausend übersteigt, so ist ohne weiteres klar, daß an die Verbrauchsgüter der Gemeinde eine außerordentlich hohe Anforderung gestellt ist.
Umso mehr ist es erfreulich, bestätigt zu bekommen, daß die Versorgung dieser mehr als 5000 Personen des Ortes durchaus ausreichend ist, daß die Verknappung der Lebensmittel zum Beispiel niemals zu einem Ausfall in der Milch= oder Brotbelieferung (diese schließt alle benachbarten Gemeinden in sich) geführt hat und daß der Ablieferungspflicht seitens der Bauern — bemerkenswert bei den vielen Möglichkeiten zum Schwarzhandel — im hohen Maße nachgekommen wird. Allerdings hat eine straffe örtliche Aufsicht in den Tagen des Umbruches anfangs Mai gerade auch diese Gemeinde vor Raub und Plünderung der Lebensmittel bewahrt.
Der Viehstand und die Almwirtschaft werden als gut bezeichnet, ebenso die Auswertungsmöglichkeiten der außerordentlich ertragreichen Wälder an Bau= und besonders an Brennholz für die kommende Winterversorgung. Nur macht sich hier wie an anderen Orten der Mangel an geeigneten Fachkräften unliebsam bemerkbar.
über die Ernteaussichten des Tales befragt, bezeichnet Bürgermeister Franz Kröll — dessen Eifer für die Erfordernisse der Gemeinde hervorgehoben zu werden verdient — die zu erwartenden Erträge im Getreide als örtlich gut, die der Kartoffeln, soweit nicht noch Mißstände eintreten, sogar als sehr gut. Den um sich greifenden Kartoffeldiebstählen soll mit Hilfe der französischen Besatzung durch Aufstellung von Flurwachen wirksam gesteuert werden.
Das Zusammenarbeiten mit der französischen Militärregierung und deren Vertretern im Ort wird von beiden Stellen als hervorragend gut bezeichnet, der Kontakt mit der Bevölkerung sei ein ausgesprochen herzlicher. Gemeinsame gesellige Zusammenkünfte, geplante Sportveranstaltungen und Ahnliches festigen auf der Basis gegenseitigen Verständnisses diesen Kontakt immer mehr. Allseits
wird von Seiten unserer örtlichen Behörden das freundliche Entgegenkommen der französischen Besatzungsorgane in Mayrhofen betont.
Die ideelle Umstellung und Abwendung von den verlogenen Gedankengängen der Naziherrschaft, die sich leider mit Gewalt Einlaß auch in die hintersten Täler des Landes erzwang, macht sich überall bemerkbat. Der Wiedergutmachungs= und Helferwille der Bevölkerung ist groß.
Nicht nur, daß in einer im Ort gegründeten Hilfskasse für die Auslander RM 45.000, zum Teil aus den Hilfsmitteln der demokratischen Freiheitsbewegung bezogen, RM 10.000 aber auch aus einem freiwilligen Spendenfonds dieser Ausländer selbst gestiftet, aufgebracht werden konnten, überall versuchen kleine Leute mit kleinen Spenden auftretende Nöte der Zeit zu lindern,
ein Beweis ist auch die rasche und stau nenswerte Hilfsbereitschaft im Falle Uderns, von dem wir schon einmal kurz berichteten.
Das religiöse und traditionelle Leben wird eifrig gepflogen. Die vergangene Fronleichnamsprozession soll unter starkster Beteiligung, wie man sich früher im guten österreich kaum einmal erinnere, mit Teilnahme der Musikkapellen in Tracht, ein wahrer Glanzpunkt des Kirchenjahres gewesen sein.
Die Ortsmusikkapelle, die in vollem Umfange ihre schöne Zillertaler Tracht erhalten hat, ist mit der Aufstellung und Einübung eines neuen Programmes eifrig beschäftigt.
Ebenso wird das Schulhaus neu instand gesetzt, um mit Beginn des kommenden Schuljahres neuen Lehrern Gelegenheit zu geben, alte, unveränderlich gültige Grundsätze der bäuerlichen Jugend in der Schule wieder einzupflanzen und ihr aus der Schule für das Leben mitzugeben. Daß es der bäuerlichen Jugend nicht weniger not tut wie der städtischen, haben leider viele traurige Beispiele bewiesen.
Daß diese Grundsätze aber auch in der Praxis schon festen Fuß gefaßt haben und überall kräftig am Gedeihen sind, haben wir ebenfalls, wie hier in der Gemeinde Mayrhofen, erfreulich Gelegenheit zu bemerken.
siedes aus altee Wel
Thomas Koschats 100. Geburtstag
Am 8. August jährte sich der 100. Geburts tag des großen Volksliedkomponisten Thomas Koschat, der am 8. August 1845 in Viktring (Kärnten) das Licht der Welt erblickte
In Mannheim müssen acht Millionen Kubikmeter Schutt weggeräumt werden
Mannheim, 13. August. Mannheim gehört zu den schwerst getroffenen Städten Deutschlands. Etwa 64.000 Häuser sind zerstört, acht Millionen Kubikmeter Schutt liegen in den Straßen.
THEATEE UND KUNST
Landestheater
Montag 18 Uhr: „Zauberflöte.“ Tamino: Christ.
Das volkstümliche Orchesterkonzert mit Sebastian Hauser als Tenor wird am Dienstag, den 14., und Mittwoch, den 15. August, jeweils um 18.30 Uhr im Riesensaal der Hofburg wiederholt.
Klavierabend Hans Solty
Kein noch so stürmischer Gewitterregen und eisiger Wettersturz konnte ein kunstliebendes Publikum davon abhalten, bis zum letzten Plätzchen am 9. 8. abend den Musikvereinssaal für den angesetzten Klavierabend Hans Solty zu füllen. Und es wurde in seiner hochgestimmten Erwartung auch nicht enttäuscht. Der Künstler entfaltete im prächtigen übergang von Bach und Beethoven zu Chopin und Liszt ein volles und meisterhaftes Können und offenbarte in der sicheren Beherrschung dieser unstreitig verschiedenartigen Tondichter eine so reiche Fülle seiner Ausdrucksmöglichkeiten, daß er offensichtlich überraschte. Nicht nur eine große Technik und staunenswerte Fingergeläufigkeit in den schwierigsten Partien ist ihm eigen, vor allem fiel sein weicher und zarter, aber doch
kräftiger und tönender Anschlag auf und die feine Zurückhaltung, womit er alle rhythmischen Gesetze einhielt und nie überschnitt. Dabei zeichnete er sich an dem verhältnismäßig kleinen Flügel durch Schwung und Kraft des Vortrages ebenso aus, wie durch subtilstes Einfühlungsvermögen. Im besonderen liegt ihm Liszt. Dem „Faustwalzer, den er wahrhaft meisterhaft spielte, mußte der Künstler zwei Zugaben folgen lassen, nach welchen sich eine dankbare Hörerschaft, die viele Teilnehmer aus den französischen Militärkreisen zu verzeichnen hatte, ehrlich begeistert, verabschiedete.
Tirol, wie es singt und tanzt!
Kitzbühel, 12. August. Als Erwiderung der Einladung zu einer Abendgesellschaft, zu welcher Oberst Marty, der französische Oberkomman
dierende der Zone Tirol Ost, die österreichisch Bevölkerung gebeten hatte, veranstaltete der Bezirkshauptmann von Kitzbühel in den Räumen des Grand Hotels einen Tiroler Abend unter der Devise: „Tirol, wie es singt und tanzt.“ Ausgehend von dem Gedanken, daß es nicht darauf ankommt, eine wahllose Aneinanderreihung von Vorführungen zu zeigen, sondem vielmehr auf die Tatsache, Tiroler Art und Tiroler Brauchtum, echt und unverfälscht, den Gästen nahezubringen, wurde die für solche Anlässe neuartige Zusammenstellung eines Programms ge wählt, das in seiner Einfachheit verblüffte, in der Wirkung aber kaum noch zu übertreffen war.
Zwischen den einzelnen Darbietungen traten Kitzbüheler Mädchen in heimatlicher Tracht auf die Bühne, erklärten jeweils in tadellosem Französisch die Vorführungen und lenkten über auf die Darstellung des Bezirkes Kitzbühel, die Entstehung der kleinen Bergstadt, den Aufschwung als Fremdenort und die kulturelle Bedeutung der Sitten und Gebräuche des Bezirkes. So wurde den Gästen unauffällig vieles über die Entwicklung und Bedeutung Tirols erzählt. Anekdoten, frei in die Rede eingestreut, schafften eine fröhliche Stimmung, die sich bis zur Heiterkeit steigerte, als der Oberst Marty das Zeichen zum freien Tanze gab. Besonders großen Erfolg errangen mit ihren Darbietungen die Sängergruppe Praxmayr und die Kitzbüheler Schuhplattler
Zu Beginn der Darbietungen umriß Bezirkshauptmann Max Werner sein Bestreben, immer wieder auf die Tradition zurückgreifen zu wollen, als die beste Garantie dafür, daß in der Besinnung auf Vätersitte und Vätertreue Österreich wieder der Vermittler altehrwürdiger Kultur wird. (REG.)
FILMTHEATER
Triumph: „Schrammeln.“ Zentral: „Die große Nummer.“ Kammer: „Philharmoniker.“ Löwen: „Lache, Bajazzo!“ Hall: „Lumpazi Vagahundus.“ (Spielzeit: 3, 5, 7 Uhr.) — Hirschen, Kufstein: „Die falsche Braut“ (bis Freitag) Wörgl. „Frauenliebe — Frauenleid“ (bis Mittwoch Jenbach: „Truxa“ (bis Donnerstag).
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lands Schicksal r Thyssen, de Großen unter de schen Westens. Gegner der Gen stischen Parteier schon erkannt, de eignetes Werkzer Schwerindustrie beiterschaft vern er, wie die mes jälischen Schwers verstanden, daß Nationalsozialist werde. Krieg ab striemagnaten an Prösike, dicke aber bedeutete mit den Geldgen daß die in kata liche und darum bruch stehende „aus dem Wasse nicht getäuscht. besaß seit lange aus dem alles der Ansicht der die „rote Gefal Geheimfonds w
ungeheuren Sut Die Nazibonzen ihren fürstlichen Geheimfonds wu der Industrielle trieben zur Ausimme in den & Bankhaus Schr trag der westde nun an Hitlers Die deutscher mit Hitler zufrzur Macht und Ausmaß für der die „Roten“ aus
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